Der Adduono Weg

Daniel Pietta begrüßt Rick Adduono und seine Frau Melanie als erstes. Foto: Marc Monderkamp
Daniel Pietta begrüßt Rick Adduono und seine Frau Melanie als erstes. Foto: Marc Monderkamp
Wenn man den Krefeld Pinguinen eins unterstellen kann, dann dass man im sportlichen Bereich dringend einen sportlichen Berater benötigt der international aufgestellt ist. Denn als Adduono im November 15 seinen Rücktritt verkündete, war die Saison schon abgeschenkt und die bis dato tadellose Reputation von Adduono bekam Risse.

Die Stimmung im Fanlager war so unangenehm, dass man sich nicht daran zurück erinnern möchte. Dezember 2016 das gleiche Spielchen. Der Aufsichtsrat bewies erneut, dass man nicht mehr mit der Zeit geht und entließ Franz Fritzmeier zu spät. Man hätte zur Deutschland-Cup Pause reagieren müssen um eine realistische Chance auf die Pre-Playoffs zu haben, denn es war bereits absehbar, dass Franz Fritzmeier die Wende nicht mehr einleiten kann. Durch die Politik der KEV Führung brachte man zu allem Überfluss auch die Fans gegen sich auf.

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Warum die Entscheidung für Rick Adduno richtig war

Das Echo auf Adduonos Rückkehr war ziemlich gemischt, von „Welcome back“ bis „lächerliche Pinguine“ war alles dabei. Keine Frage, es scheint als sei Rick Adduono nicht die erstbeste Wahl gewesen. Die Frage des Budgets war hier unumgänglich für die finnziell gebeutelten Pinguine. Rick Adduonos Herz schlägt schwarz/gelb. Dass die Pinguine für Ihn eine Herzangelegenheit sind, hat er bereits mehrfach bewiesen und Rick hatte einen Traum „Next year Meisterschäft“. Ok, es war auf dem hochemotionalen Höhepunkt so geäußert und sollte nicht so viel verbissen ernst genommen werden.

Am Ende hieß es statt „Meisterschäft“ eben „#MissionVorletzer“, aber es lag nicht einzig an ihn, sondern hatte verschiedene Faktoren. Er ist keiner, der mit Spielermaterial arbeiten konnte der zuvor noch nicht im Profigeschäft angekommen ist, aber er kann aus vielen individuellen Persönlichkeiten eine Einheit formen. Mit Ville Vaija hat er die perfekte Ergänzung für die taktischen Defizite.

Warum also ist Rick der Richtige?

In der 80-jährigen Eishockeyhistorie der Samt und Seidenstadt Krefeld hat man immer mit bescheiden Mitteln und dem besonderen Gefühl die Mannschaft von Erfolg zu Erfolg getragen und stand auch in schweren Zeiten immer hinter dem Team. Es gab immer sehr spezielle Trainer und vor allem Spieler die an dem Erfolg beteiligt waren. Aktuell scheint das Krefelder Eishockey aber nicht nur sportlich am Boden zu liegen, da die Fans seit zwei Saisons auf Kampf und Leidenschaft für das Minimalziel Pre-Playoffs warten. Dass Rick Adduono ausgerechnet vor dem hochemotionalen Derby gegen die Kölner Haie zu Weihnachten mit seiner Frau Melanie zurück an die Westparkstraße gekommen ist, um den Pinguinen zu helfen, verdient erst einmal riesen Respekt. Weihnachten mit den Kindern und Enkelkindern unterm Tannebaum zu feiern wäre wahrlich einfacher als diese schwere Herausforderung anzunehmen. Dass er Herausforderungen annehmen kann, bewies er bei den Pinguinen erstmals 2009/10, als er nur sehr knapp an die Pre-Playoffs vorbei geschrappt ist und im Anschluss zwei Halbfinalteilnahmen, eine Viertelfinalteilnahme und einmal die Pre-Playoffs erreicht hat bevor sein Eiszeiten drei Drehbuch im November 2015 kurz unterbrochen wurde.

Glücklicherweise heilen Wunden mit der Zeit und Rick kann in die Kabine gehen und unbeschwert einen Neustart angehen. Tabellenletzter mit 10 Punkten Rückstand bei korrigierter Anzahl an Spielen auf Platz 10 und nur noch 22 Spieltage bevor die Playoffs beginnen scheint wie gemacht für ein gutes Drehbuch zu sein. Lasst sie Träumen die Seidenstädter vom zehnten Platz und der Unterstützung des siebten Mannes aber erwartet nicht zu viel, trotzdem kann Rick Adduono hier nur gewinnen… Frohe Weihnachten!

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