Skaterhockey-Bundesliga: Das 1. Finalspiel sieht flügellahme Adler

Samurai Iserlohn siegen bei den Crash Eagles Kaarst – © Detlef Ross

Kaarst. (MR) Im ersten von drei möglichen Finalspielen empfingen die Crash Eagles Kaarst die Samurai Iserlohn – und wirkten dabei recht flügellahm. Am Ende hieß es 4:11, und die Eagles ließen auch noch die Köpfe hängen.

Von Beginn an hatten die Samurai mehr vom Spiel, es dauerte aber bis zur 7. Spielminute, dass Iserlohns Tim Linke den Goalie der Hausherren, Niclas Stobbe, erstmalig überwinden konnte. Nach mehreren Nickeligkeiten, die vom jeweils gegnerischen Fanblock mit „ej“ kommentiert wurden, gab es dann auch die erste Strafe gegen Kaarst – und postwendend den zweiten Treffer. Nachdem die Gäste gar einen dritten nachgelegt hatten, war endlich auch Thimo Dietrich für die Gastgeber erfolgreich. Auch wenn er noch in diesem Startabschnitt einen zweiten Treffer nachlegen konnte, war er aber meilenweit von seiner Treffsicherheit entfernt, die ihn noch im Halbfinale ausgezeichnet hatte (gegen die Miners gingen in Spiel 3 ganze 6 der 9 Tore für die Crash Eagles auf sein Konto). Dieses 2:3 ließ die Tribüne auf Kaarster Seite jubeln und auf den Turnaround hoffen. Constantin Wichern versetzte den Hoffnungen kurz vor der Pause einen Dämpfer und schickte die Eagles mit einem 2 Tore Rückstand in die Pause.

Kaarst im zweiten Durchgang stärker

Druckvoller kamen die Hausherren aus der Kabine, zogen in den ersten Minuten ein regelrechtes Powerplay bei 4 gegen 4 auf, der Treffer jedoch fiel wieder auf der anderen Seite. Gut sah auch das erste Überzahl der Kaarster aus, allein was fehlte, war der erfolgreiche Abschluss. Besser machte es nach dem Powerplay Ivo Puhle, der vom Wechsel kommt und eine 2 auf 1 Situation vor dem Gästetor herstellen und den Querpass am Goalie vorbei verwerten kann. Und kurz darauf scheiterten die Adler am Gestänge, das hätte der Anschluss zum 4:5 sein können, ja müssen. Statt dessen scheiterte man immer wieder an gegnerischen Kellen, ungenauen Zuspielen, oder letztlich am gegnerischen Goalie.

Kommen die Crash Eagles nochmals zurück?

Mit einem Doppelschlag binnen 14 Sekunden zu Beginn des letzten Durchganges setzte Linke seine Samurai endgültig auf die Siegerstraße. Das Spiel nahm an Härte zu, doch die Strafzeiten konnten nur die Gäste ausnutzen. Zwar meldeten sich die Hausherren nach 48 Spielminuten nochmals zu Wort, doch nur 30 Sekunden nach dem 4. Tor für Kaarst schepperte es gleich zwei Male in noch kürzerem Abstand im Kasten hinter Stobbe, der schließlich ausgewechselt wurde. Auf dem Feld wurde es allmählich unschön, Linke wurde in eine der „Garagen“ gecheckt, dass er minutenlang auf dem Feld liegen blieb und behandelt werden musste – das heimische Fanlager unterstellte dem Spieler Schauspielerei… Linke allerdings konnte nicht mehr weiterspielen. Für Kaarst gab es nur eine kleine Strafe, doch auch diese wurde mit einem Treffer bestraft. Es blieb bei der miserablen Chancenauswertung, am Ende war es nochmals Wichern, der in Überzahl den Endstand von 11:4 für die Samurai markierte, die sich von ihrem Block feiern lassen konnten.

So kommt es für den Tabellenführer der Hauptrunde bereits am kommenden Wochenende zum „Do-or-Die-Spiel“ im Sauerland.

Die Tore erzielten:

Dietrich (2), Puhle, Wuschech für die Crash Eagles und Linke, Poerschke (je 3), Wichern, Neumann (je 2) und Riepe für die Samurai.

Alle Bilder vom Spiel: (C) Detlef Ross http://bit.ly/2BEC7WM

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