Martin Schymainski nach dem Doppelheimspiel-Wochenende der Krefeld Pinguine

Martin Schymainski mit einer Analyse nach dem zweiten DEL-Spielwochenende mit fünf Punkte durch einen Sieg gegen die Iserlohn Roostes und die Schwenninger Wild-Wings. 

Martin Schymainski nach dem fünf Punkte Wochenende für die Krefeld Pinguine

Slået op af NRW Hockey i Søndag den 23. september 2018

 

Radio Eiszeit Moderator André Derksen und nrwhockey.de Redakteur Holger Kuhlmann mit einer ersten Analyse nach vier Spieltagen.

Vier Spiele, sechs Punkte für Krefeld. Ein erstes Fazit mit André und Holger

Slået op af NRW Hockey i Søndag den 23. september 2018

Saisonvorschau Iserlohn Roosters 2018/2019 – Schneller, jünger, hungriger – Hilft das Abschneiden von alten Zöpfen?

Saisonvorschau Iserlohn Roosters 2018/2019 – Schneller, jünger, hungriger – Hilft das Abschneiden von alten Zöpfen? von Mathias Wagner.

Rückblick

Nach einem schwachen Saisonstart und der daraus resultierenden Entlassung von Jari Pasanen nach bereits zehn Spieltagen, installierten die Roosters Rob Daum für die vakante Stelle des Cheftrainers. Mit dem „Eishockeyprofessor“ erreichten die Sauerländer relativ sicher die Pre-Playoffs und hatten sogar lange Zeit die Chance auf Platz 6 und die damit verbundene direkte Play-Off-Qualifikation. In den Pre-Playoffs selbst präsentierten sich die Roosters allerdings schwach und schieden in nur zwei Spielen verdient gegen die Fischtown Pinguins aus. Anschließend mussten und wollten die Roosters einen großen Umbruch starten und so verließen auch in diesem Sommer ein dutzend Spieler das Sauerland. Zehn Neuzugänge stehen dem großen Aderlass entgegen und müssen integriert werden.

Das Team der Iserlohn Roosters 2018/2019

 

Torhüter

 

Im Tor bleibt alles beim Alten. Mathias Lange und Sebastian Dahm hüten auch in der kommenden Saison das Tor der Iserlohn Roosters. Der dänische Nationaltorhüter zeigte sehr gute Leistungen in seinem ersten DEL-Jahr und so hatte es Lange schwer auf seine Einsatzzeiten zu kommen. Eine kleinere Verletzung Dahms konnte der ehemalige österreichische Nationaltorhüter allerdings für sich nutzen und präsentierte sich in dieser Phase außerordentlich gut. Anschließend wechselten sich beide Torhüter immer wieder ab.

Zwischen den Pfosten sind die Iserlohn Roosters somit ausgezeichnet aufgestellt. Das Duo Dahm/Lange stellt eines der Ausgeglichensten der gesamten Liga dar. Auch deswegen hat sich Trainer Daum noch nicht auf eine klare Nummer 1 festgelegt. Jedoch ist es wahrscheinlich, dass Sebastian Dahm zu Beginn der Spielzeit im Tor der Roosters stehen wird, nachdem er in den wichtigen Spielen der Vorsaison zumeist den Vorzug erhielt. Mit einer Förderlizenz ausgestattet wird Jonas Neffin für den Kooperationspartner Essen auflaufen und wohl nur bei Ausfällen der beiden Topgoalies in den Roosterskader rutschen.

Abwehr

Setzte Karsten Mende in der vergangenen Saison noch auf eine skandinavisch geprägte Karte in der Verteidigung, so kehrt man nun wieder zur nordamerikanischen Spielweise zurück. Mit Alexander Bonsaksen, Johan Larsson und Oscar Eklund verlassen alle defensiven Importspieler die Abwehr der Iserlohn Roosters. Ersetzt werden sie unter anderem durch Dylan Yeo von den Straubing Tigers, der mit elf Treffern in der vergangenen Saison der torgefährlichste Verteidiger der Liga wurde und auch in Iserlohn das ein oder andere Tor zu einer erfolgreichen Saison beisteuern soll. Perfekte Defensivarbeit sollte man allerdings nicht erwarten. Der Kanadier ist gerne mal für einen Lapsus gut.

Aus Schweden sicherte man sich die Dienste von Daine Todd. Der relativ kleine, flinke Verteidiger, durch seine technischen Fähigkeiten ebenfalls im Powerplay stark einzuschätzen ist fehlte allerdings verletzungsbedingt in großen Teilen der Vorbereitung. Auch aus diesem Grund sucht Manager Karsten Mende weiterhin einen Verteidiger, der den Abgang von Johan Larsson kompensieren soll.

Mit Christopher Fischer und Kevin Schmidt können die Waldstädter weiterhin auf spielstarke und torgefährliche Abwehrspieler bauen, die auch im Powerplay Akzente setzen können. Auch Fischers Verteidigerpartner Sasa Martinovic hat seinen Kontrakt um eine weitere Spielzeit verlängert. Der Deutsch-Kroate steigerte sich im Saisonverlauf zu einer verlässlichen Größe und dürfte auch in der neuen Spielzeit eine tragende Rolle im Kader spielen.

Weiterhin an Bord sind Denis Shevyrin und Dieter Orendorz. Beide spielten letzte Saison nicht ihre Stärkste und haben nun die Chance sich für eine Position in der Top 6 zu empfehlen. In der Vorbereitung zeigten sie bereits, dass sie bereit dafür sind.

Rückkehrer Tom-Eric Bappert komplettiert die Defensive und wird wohl zwischen Iserlohn und Essen pendeln. Der erst 19 jährige Förderlizenzspieler unterschrieb einen Vertrag bis 2021 und soll langsam an die DEL herangeführt werden. Somit stehen den Roosters stand heute 8 Verteidiger zur Verfügung. Von außen betrachtet fehlt es noch an der nötigen Härte, die sie mit Bonsaksen verloren haben. Die spielerische Komponente dürfte dafür ausgeprägter den je sein. Mit Schmidt, Fischer, Martinovic, Todd und Yeo hat man in Iserlohn bereits fünf Spieler unter Vertrag, die alle einen Aufbaupass spielen können und auch für das Powerplay in Frage kommen. An Spielwitz fehlt es der Roosters-Verteidigung 2018/2019 nicht.

Stürmer

Den größten Umbruch vollzogen die Roosters im Sturm. Mit Combs, Brown, Jaspers, Down und Costello verließen die fünf besten Scorer des Teams den Seilersee. Demgegenüber verpflichteten die blau weißen mit dem DEL-Final-MVP Jon Matsumoto, Evan Trupp und Alexei Dmitriev DEL erfahrene Spieler die ihr Können schon mehrfach unter Beweis gestellt haben. Erhalten bleibt Trainer Rob Daum die Angriffsformation mit Neu-Kapitän Justin Florek, Marko Friedrich und Jake Weidner. Die Drei machten schon in der vergangenen Saison einen soliden Job, einzig die Torgefahr ging ihnen etwas ab. Man kann davon ausgehen, dass dieses Trio wieder in einer Reihe zum Einsatz kommen wird. Die Fans der Roosters dürfte das freuen. Schon im vergangenen November kehrte Caporusso von seinem Schweden-Abenteuer zurück zum Seilersee und wird auch in der kommenden Saison  das blau weiße Trikot überstreifen. Ihm zur Seite steht sein College Freund Travis Turnbull, der vor allem durch seine Einsatzbereitschaft glänzen konnte. Ihm fehlte es in der vergangenen Saison vor allem an Torgefahr. Die Reihe wird komplettiert durch den aus Augsburg verpflichteten US-Amerikaner Evan Trupp. Der flinke Spielmacher, der sowohl als Center und auch auf den Außen zum Einsatz kommen kann, dürfte mit seinem hervorragenden Blick für den Nebenmann sicher für einige Vorlagen sorgen aber auch selbst das Tor finden.

Die Top Reihe der Roosters bilden Anthony Camara, Jon Matsumoto und Jordan Smotherman. Letzterer musste kurz vor seinem ersten Engagement am Seilersee um seine Karriere fürchten, da die Iserlohner Ärzte eine Herzerkrankung diagnostiziert hatten. Diese wurde aber mit einem Eingriff in Nordamerika erfolgreich beseitigt. Anschließend spielte Smotherman fast ausschließlich für die Manchester Monarchs in der ECHL und traf in 97 Spielen 49-mal ins Schwarze. Den absoluten Coup konnten die Roosters mit der Verpflichtung von Jon Matsumoto landen. Der 31 jährige Kanadier, der laut einigen Gerüchten einen Einjahresvertrag mit der Option für 3(!) weitere Spielzeiten unterschrieben haben soll  wird die erste Sturmreihe als Center anführen. Der Kreativspieler kommt mit der Empfehlung von 37 Punkten in 62 Partien für Red Bull München.

Mit Anthony Camara, der in seinen bisherigen Einsätzen für die Sauerländer einen hervorragenden Eindruck hinterließ (3 Tore in 3 Spielen) wird der dritte im Bunde sein. Der aggressiv spielende Kanadier wird wohl der Arbeiter in der Scoring Line sein. Die nominell vierte Formation bilden Michael Clarke und die beiden ehemaligen Iserlohner Lean Bergmann sowie Alexei Dmitriev. Der mittlerweile 33-jährige Dmitriev, der den Haudegen Boris Blank ersetzen soll, spielte bereits von 2005 bis 2007 am Seilersee und kehrt nun nach Stationen in Weißrussland, Bietigheim und Düsseldorf zurück an die alte Wirkungsstätte. Der flexibel einsetzbare Deutsch-Weißrusse wird die 4. Reihe mit seiner Erfahrung und seinem Scoringpotential anführen.

Einen weiteren alten Bekannten dürfen die Roosters mit Lean Bergmann begrüßen. Schon im vergangen Sommer waren die Verantwortlichen sehr an einer Verpflichtung des 19-jährigen Hemeraners interessiert, dieser machte aber zuerst seinen High School Abschluss. Der Power Forward kommt vom USHL-Team aus Green Bay, für die er in 130 Spielen 23 Tore und weitere 30 vorbereitete. Von der kanadischen St. Francis Xavier Universität konnte man den Center Michael Clarke verpflichten.  Der Kanadier mit deutschem Pass kommt mit der Empfehlung von 17 Toren und ebenso vielen Vorlagen in 27 Spielen an den Seilersee. Durch seine guten Leistungen wurde Clarke sogar ins First All-Star-Team der U-Sports Liga gewählt. Mit dem 24-jährigen, der 2012 an 132. Stelle von den Colorado Avalanche gedraftet wurde, erhalten die Roosters einen perfekt ausgebildeten Spieler, der sicher das Zeug für die DEL haben dürfte. Er unterschrieb einen Vertrag für eine Saison. Auch hier sicherten sich die Verantwortlichen eine Option. Julian Lautenschlager wird als 13. Stürmer in seine erste DEL-Saison gehen. Der 22-jährige Regensburger ging in den vergangenen Spielzeiten in der Oberliga für die Moskitos Essen auf das Eis und entwickelte sich dort zum Leistungsträger. Auch er wird wie Bappert mit einer Förderlizenz ausgestattet und für Essen spielberechtigt sein.

Prognose

Wichtig wird es sein, dass sich das neu formierte Team schnell findet und auch als ein solches auftritt. „Team First“ heißt das von Rob Daum ausgeschriebene Motto der kommenden Saison. Dementsprechend verpflichtete man in den Augen der Verantwortlichen Spieler mit starkem Charakter und der Bereitschaft alles füreinander zu geben. Nur Kampfgeist reicht aber nicht aus um in der DEL zu bestehen und so müssen die neuen Kontingentspieler – allen voran Jon Matsumoto – abgewanderte Stars wie Combs vergessen machen und spielerische Akzente setzen. Spielerisch wird sich auch die Abwehr präsentieren. Einen richtigen Abräumer gibt es nicht und so könnte die fehlende Härte der Defensive die Achillesferse der Roosters werden. Die Offensivkraft der Abwehr dürfte sich hingegen durch die Verpflichtungen von Yeo und Todd gesteigert haben und ein besseres Powerplay garantieren.

Im Angriff hat man mit Camara, Smotherman , Bergmann und Clarke einige Wundertüten unter Vertrag genommen, die sich zum ersten Mal in einer kompletten DEL-Saison beweisen müssen. Sollte dies erfolgreich gelingen, hat man im Sauerland einen breit aufgestellten Sturm mit vielen Möglichkeiten zur Verfügung. Wenig Kopfzerbrechen bereiten dürfte den Verantwortlichen das Torhütergespann um Lange und Dahm. Beide Goalies zeigten ihre Klasse bereits in vielen Spielen und sollten keine Verletzungen eintreten wird man die komplette Saison mit einem deutschen Duo absolvieren.

Platzierungsprognose

Die direkte Konkurrenz aus Düsseldorf und Straubing hat sich ebenfalls ordentlich verstärkt und auch Krefeld wird alles daran setzen die vergangenen 2 Jahre vergessen zu machen. Aber auch die Panther aus Augsburg und Schwenningen werden ein gehöriges Wort im Kampf um die (Pre-)Play-Off-Plätze sprechen wollen. Zusammenfassend kann man also sagen, dass im Sauerland wieder vieles funktionieren muss, um im oberen Tabellendrittel angreifen zu können. Ein Platz in den Pre-Play-Offs scheint zumindest realistisch.

 

Tipp: Platz 9

 

Lesen Sie auch dazu das Interview unseres Redakteurs Mathias Wagner (Twitter: @matze77wagner) mit Marko Friedrich

Marko Friedrich (r) mit unserem nrwhockey Redakteur Mathias Wagner (l)

5 Fragen an Marko Friedrich 

Wagner: Wie lief die Vorbereitung, und was sind die Unterschiede der Vorbereitung im Vergleich Pasanen – Daum?

Friedrich: Zunächst einmal haben wir weniger Spiele als in der vergangenen Saison. Letztes Jahr waren es neun, jetzt sind es nur noch fünf. Rob (Daum) hat ein besonderes Auge auf das taktische Einspielen der Mannschaft -Taktiktraining, Defensive, Aufbau, Umschaltspiel- bei Jari war es eher individuelles Training. Kontakt finden und sich akklimatisieren. Die Vorbereitung ist bisher sehr zufriedenstellend. Diese Saison mussten wir auch erst einmal wieder 12 Neuzugänge ins Team integrieren. Wir steigerten uns von Spiel zu Spiel und man kann erkennen, dass die Mannschaft Fortschritte macht.

Wagner: Wird die Reihe mit dir, Florek und Weidner bestehen bleiben?

Friedrich: Ich habe schon im Sommer gedacht, dass die Formation so vorhanden bleibt und bin absoluter Befürworter davon. Wieso sollte man das ändern?!

Wagner: Wie bewertest du deine Leistung aus der vergangenen Saison?

Friedrich: Ich hatte die ersten dreieinhalb Jahre in Iserlohn einen schweren Stand unter Jari (Pasanen), wenig Eiszeit, wenig Verantwortung. Dann kam Rob (Daum) und es kam frischer Wind und eine komplett neue Ausrichtung rein und für mich sind neue Türen aufgegangen und ich bekam mehr Verantwortung und das Vertrauen des Trainers.

Wagner: Was sind deine Ziele für dich persönlich und das Ziel des Teams?

Friedrich: Die Ziele für mich persönlich – ich möchte mich weiter steigern und mehr Verantwortung im Team übernehmen. Die Punkteausbeute muss besser werden und als Mannschaft wollen wir natürlich die Play-Offs erreichen. Da das Ziel eines jeden Teams ist die Meisterschaft zu gewinnen ist das auch unser Ziel – mal gucken, was passiert.

Wagner: Kannst du dir vorstellen bei mehr Torerfolgen von dir mehr in Überzahl eingesetzt zu werden?

Friedrich: Das Überzahlspiel ist bisher sehr ernüchternd (aktuell bei 5%) und sollte um die 20% oder 25% sein.  Sollte das Powerplay weiterhin so inakzeptabel bleiben, werden bestimmt Änderungen kommen.

Wagner: Vielen Dank für das Interview.

Friedrich: Gerne!

Miners Oberhausen unterliegen auch bei den Düsseldorf RAMS

Miners können sich auch bei den RAMS nicht durchsetzen – © by Detlef Ross (NRW Hockey)

Düsseldorf. (MR) Nach zuletzt 7 Niederlagen in Folge konnten die Düsseldorf RAMS zuhause einen 13:8 Sieg gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten Miners Oberhausen einfahren.

Obwohl die Miners in dieser Saison schwächeln und bisher nach 12 Spieltagen ohne einen einzigen Punkt dastehen, war das Spiel für die Gastgeber kein Selbstläufer, auch wenn sie wie der Blitz aus der Kabine gekommen waren und bereits nach 5 Sekunden (!) den ersten Treffer erzielt hatten. Diese frühe Führung sollten die Widder nicht wieder hergeben. Zwar kamen die Miners nach 3:0 Rückstand früh im zweiten Abschnitt auf 4:3 heran – ein Powerplaytor durch Tom Dannöhl hatte auch sie auf die Uhr gebracht -, doch hatten die Hausherren im Sportpark Niederheid postwendend die Antwort und den drei Tore Vorsprung wieder hergestellt. Das rief den Coach der Miners auf den Plan, der in der Auszeit seinen Spielern versuchte einzutrichtern „Ihr habt einen Körper, setzt den doch endlich mal ein! Was soll der Bullshit?!“ Aber es blieb dabei: auf ein Erfolgserlebnis für Oberhausen hatten die RAMS immer wieder mindestens eine Antwort.

Turbulente Schlussphase

Auch wenn es in den letzten fünf Spielminuten nochmals hektisch und turbulent wurde, der Hallensprecher mit dem Verlesen der Torschützen kaum nachkam, blieben die Punkte heute in Düsseldorf; acht erzielte Tore der Miners reichten nicht für einen Sieg, denn die RAMS hatten, wie erwähnt, bis zum Schluss eine Antwort und das am Ende letzte Wort zum 13:8. Während die RAMS sich doch wieder einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt bewegen, müssen die Miners wohl allmählich sich darauf einstellen, dass es in der nächsten Saison wieder eine Sole tiefer geht.

Die Tore erzielten:

Chris Schmidt, Nils Surges (je 4), Max Meyer, Oliver Markmann (je 2) und Victor Uhl für die RAMS sowie Tom Dannöhl, Stefan Dreyer (je 2), Marius Noll, Tim Sentker und Daniel Fischer für die Miners.

Alle Bilder vom Spiel: (C) Detlef Ross http://bit.ly/2tIFMAA

Die zwei Gesichter der Uedesheim Chiefs

Dennis Kobe setzt sich gegen zwei Crefelder durch – © by Detlef Ross (NRW Hockey)

Uedesheim. (MR) Nach einem desaströsen Auftreten samstags in Langenfeld (22:2) konnten die Uedesheim Chiefs tags drauf den Tabellenführer Crefeld Skating Bears II mit einem 9:5 aus der Halle jagen.

Da hatten die Uedesheim Chiefs – wie so oft in dieser Saison – am Samstag nicht wirklich ins Spiel gefunden und die Langenfeld Devils durch zu viele Strafzeiten zusätzlich unterstützt. Die laufstarken Devils ihrerseits nutzten die numerische Überlegenheiten und sonstige Geschenke aus, sodass sie am Ende mit einem deutlichen 22:2 die Punkte auf der anderen Rheinseite behielten.

Für Sonntag hatte Chiefs-Coach Sebastian Sdun das Team gut vorbereitet (als Trainer der Vorsaison beim CSC II kannte er ja die meisten Spieler und deren Spielweise). Auch an den Teamgeist appellierte Sdun vor der Partie, der zuletzt oftmals etwas untergegangen war, und forderte eine Reaktion auf die Klatsche in Langenfeld. So legten die Gastgeber am heutigen Sonntag auch gleich zwei Treffer vor, ehe Krefeld ein Powerplay zum Anschluss nutzte. Auf den nächsten Treffer der Chiefs hatte Krefeld eine postwendende Antwort, aber kurz vor der Pause konnte Dennis Kobe, der mehrfach mit den Schiedsrichtern haderte, den zwei Tore Abstand wieder herstellen.

Am Ende wurde es turbulent

Nach Torhüterwechsel auf Seiten der Gäste sollte im Mittelabschnitt nur ein weiterer Anschlusstreffer für Krefeld fallen. Nach dem zweiten Seitenwechsel schlug Uedesheims Kapitän Raphael Scheu in der noch andauernden Strafzeit der Gäste zu und erhöhte auf 5:3. Dann aber ließ man den Gästen zu viel Raum, und es passierte wie so oft: die Führung wurde verschenkt, beim Ausgleich in der 55. Spielminute deutete dann alles auf eine Verlängerung hin. Wurde es aber nicht, denn in eigener Unterzahl bugsierte Kobe den Ball irgendwie zur Torlinie, und der Ball kullerte wohl knapp darüber. Kurz darauf erzielte er auch noch einen „richtigen“ Treffer. Es blieben noch gute zwei Minuten, und man spielte gerade mit drei gegen drei. Krefeld zog den Goalie für einen weiteren Feldspieler, doch nochmals konnten die Hausherren jubeln! Dass Kobe danach noch einmal einnetzte, war dann doch ein wenig „übertrieben“: das Endergebnis von 9:5 ist doch um einiges zu deutlich ausgefallen über das gesamte Spiel gesehen. Aber sei’s drum: der Uedesheimer Anhang freute sich wie Bolle, endlich mal wieder drei Punkte geholt zu haben, und der Trainer konstatierte „Endlich mal gut gespielt.“

Die Tore erzielten: Kobe (5), Böhland, Lindner, Peters und Scheu für die Chiefs sowie Komor (2), van de Sand, Holthausen und Lintorf

Alle Bilder vom Spiel: (C) Detlef Ross http://bit.ly/2K0E1rC

Duisburg Ducks gewinnen Hitzeschlacht gegen die Miners Oberhausen

Philip Grühn taucht einschussbereit vor Marvin Storb auf – © by Detlef Ross (NRW Hockey)

Duisburg. (MR) Bei hochsommerlichen Temperaturen, schwüler und vor allem verbrauchter Luft setzten sich die Duisburg Ducks gegen die in dieser Saison durch teaminterne Differenzen schwächelnden Miners Oberhausen mit 8:3 durch.

Das Spiel begann verspätet, weil bereits vorher die zweite Mannschaft der Ducks nach vielen Unterbrechungen dann auch noch ins Penaltyschießen musste. Aber auch im Spiel der ersten Herren kam mehrfach der Wischer zum Einsatz: bei den vorherrschenden Temperaturen Sport zu treiben, ist eben eine schweißtreibende Angelegenheit! So war natürlich kein hochklassiges oder rasantes Spiel zu erwarten. Die Hausherren jedoch legten bereits im Startabschnitt zügig den Grundstein zum ungefährdeten Sieg, hatten sie doch bis zur 13. Spielminute schon vier Treffer vorgelegt.

Miners treffen erst im zweiten Drittel das Tor

Im Mitteldrittel schob sich Oberhausens Goalie den Ball fast selbst ins Tor, ehe den Miners endlich auch mal ein Erfolgserlebnis vergönnt war. Sie konnten die dritte Überzahlsituation gewinnbringend nutzen. Zum Ende des Drittels jedoch legten die „Enten“ nochmals nach, nun ihrerseits im Powerplay, und es wurden beim Stand von 6:1 nochmals die Seiten gewechselt. Auch der letzte Abschnitt zog sich wie Kaugummi, aber diesmal konnten fast alle Überzahlspiele in Tore umgemünzt werden. Die Gäste kamen auf 6:3 heran, doch ehe das Spiel vielleicht noch kippen konnte, legten die Gäste wieder vor: beim 7:3 war Marvin Storb trotz Hechtsprung auf die andere Seite machtlos. Obwohl die Punkteverteilung nach 55 Spielminuten eigentlich eindeutig war, brannten ein bei beiden Mannschaften wenig die Sicherungen durch, und es gab noch ein kleines, unnötiges Handgemenge – und der Wischer musste nochmals zum Einsatz kommen… Bei 3 gegen 3 setzte Duisburgs Kapitän Philip Müller den Schlusspunkt zum 8:3.

Damit bleiben die Miners weiterhin punktlos am Tabellenende festgetackert, während sich die „Enten“ nach vier Siegen in Folge so langsam in die Playoff-Plätze tanzen…

Die Treffer erzielten: Fiedler, Petry (je 2), Schlie, Marten, Grühn und Müller für die Ducks sowie Renkewitz, Janßen und Möllmann für die Miners.

Alle Bilder vom Spiel: (C) Detlef Ross http://bit.ly/2MfjXQB