Roosters haben Playoffs im Visier

roosters-logoDie Iserlohn Roosters aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) haben nach der katastrophalen letzten Saison, die mit Platz 13 abgeschlossen wurde, nun wieder die Playoffs im Visier.

Mit elf neuen Spielern starten die Roosters in die neue DEL-Saison 2017/2018, in der sie laut Trainer Jari Pasanen „unbedingt die Playoffs erreichen“ wollen. Nach einigen Fehlgriffen in Bezug auf Spielerverpflichtungen in der letzten Saison, wo man sich einiges mehr von Spielern wie Blair Jones oder Matt Halischuck erhofft hatte, glaubt man im Sauerland nun wieder eine gute Mischung zwischen technisch starken und körperlich hart arbeitenden Spielern gefunden zu haben. Mit den Verpflichtungen von Jack Combs (Bremerhaven) und Travis Turnbull (Köln) wurden klar zwei körperlich präsente Angreifer verpflichtet. Eigentlich eher untypisch für Jari Pasanen, der bisher eher auf schnelles Umschaltspiel gesetzt hatte. Man muss also abwarten, welche Strategie Pasanen dieses Jahr verfolgen wird und wie gut er diese seinen Spielern vermitteln kann, ein aggressives Forechecking zum Beispiel wäre eine Alternative. Generell bedarf es in Iserlohn noch an Einspielung in der Mannschaft, wenn elf neue Spieler von unterschiedlichen Vereinen zum Team hinzustoßen. Lediglich Travis Turnbull und der Schwede Johannes Salmonsson spielten in der vergangenen Saison in Köln zusammen. Einziger Lichtblick hinsichtlich dieser Beziehung ist das Trio Turnbull/Combs/Costello, das vor ein paar Jahren schon in Amerika zusammen gespielt haben soll.

Entscheidend wird außerdem sein, ob die Roosters mit ihren neuen Verteidigern Kevin Schmidt, Sasa Martinovic und Alexander Bonsaksen ihre Verteidigung wieder stabilisieren können, da man in der abgelaufenen Saison mit 171 Gegentreffern die zweitschlechteste Defensive hinter Krefeld (173 Gegentreffer) hatte. Auch Christopher Fischer soll dort eine führende Rolle übernehmen, wobei man gespannt sein wird, ob er nach seiner Verletzung wieder zu alter Form zurückfindet.

Ebenfalls wird es darauf ankommen, ob die Roosters wieder ihre Powerplaystärke zurückfinden und auswärts wieder punkten können. Abgelaufene Saison waren die Iserlohner nämlich schlechtestes Unterzahl- und Auswärtsteam.

Auch dieses Jahr jedoch haben die Roosters wieder ein starkes Torhütergespann mit Mathias Lange und dem Dänen Sebastian Dahm, der den nach Mannheim gewechselten Chet Pickard gut ersetzen dürfte. Auf dieser Position dürfte man sich also die wenigsten Sorgen machen können.

Es sind dementsprechend einige Faktoren, die jetzt wieder stimmen müssen, um in die Playoffs zu gelangen. Hinzu kommt natürlich, dass ein „großer Club“ wie Mannheim oder Nürnberg patzen muss, damit ein Playoff-Platz für die Roosters quasi frei wird. Auch das Verletzungspech kann man vorher nicht mit einplanen und da die Roosters keinen so großen Kader haben, muss man hoffen, dass man dort verschont wird. Die Einzelspieler für die Playoffs haben die Iserlohner auf jeden Fall. Man darf aber darauf gespannt sein, wie diese miteinander harmonieren und wie sie von Coach Jari Pasanen eingestellt werden. Vor allem den Fans, die ihre Mannschaft immer lautstark unterstützt haben, ist man nach der katastrophalen letzten Saison dieses Jahr nun wieder die Playoffs schuldig. Jeder Gegner, der in die Eissporthalle am Seilersee, der stimmungsvollsten DEL-Arena, kommt, sollte sich wieder auf ein äußerst schwieriges Auswärtsspiel gefasst machen, wenn es ins Sauerland geht.