Die Oberliga-Nord, eine Leistungsliga?

Nein, die Oberliga-Nord ist keine gesunde Liga. Sie war es in der Vergangenheit nicht, sie ist es zur Zeit nicht, und wenn man nicht neues Denken zulässt, dann wird sie es auch künftig nicht sein.

Es nützt nichts, wenn man nur Ligenstrukturen von Jahr zu Jahr den sich neuen Gegebenheiten anpasst. Auch die Aufnahme der besonderen Regelung der Planinsolvenz in die Durchführungsbestimmungen ist nur ein Herumdoktern, damit die Liga nach Möglichkeit den akut kranken Patienten erhalten kann. Dadurch werden Vereine aber nicht gesünder. Die Außendarstellung am Standort und somit am Ende auch der Liga ist mehr als suboptimal. Es gilt vielmehr eine konsequentere Umsetzung des DEB-Konzepts Powerplay 2026 einzufordern.

Sind bei den Durchführungsbestimmungen auf LEV-Ebene die Altersbegrenzungen (U-Regelungen) schon vor der letzten Oberliga-Ligenreform unter den Tisch gefallen, so finden sich auch in den DEB-Durchführungsbestimmungen keine Regelungen mehr. Maximal Förderlizenzregelungen nehmen einen breiten Raum ein. Es kann nicht sein, daß ein Verband ein sinnvolles Konzept zur Nachwuchsförderung installiert, und sich dieses Konzept in seiner höchsten Leistungsliga in keiner Weise widerspiegelt. Ebenso kann ein Verband nicht zusehen, wie sich seine Mitglieder für Spielermaterial überbieten, die es einfach nicht wert sind. Abgesehen davon das Jammern der Vereine, weil die Spieler immer teurer werden. Preise richten sich bekanntlich nach Angebot und Nachfrage. Wenn ich dann selbst als Nord-Oberligist mangels vernünftiger Nachwuchsrekrutierung und –ausbildung für den Mangel sorge, dann sollte man sich nicht beschweren. Da werden Spieler verpflichtet, die ihren Zenit weit überschritten haben, viel zu langsam sind und so dem schnellen Spiel eher Schaden denn nützen. Vorbildfunktion ist dann nicht mehr gegeben, es sei denn, man will jungen Spielern beibringen, wie man schnellere Spieler mit einer großen Strafe aufhalten kann. Da gibt es einige Kadetten, die jungen Spielern in keiner Weise weiterhelfen. Es nützt auch nichts, wenn Trainer die jungen Spieler lediglich als bewegliche Hütchen im Training nutzen. Das ist nicht die Eiszeit, die eine Entwicklung fördert.

Die Vereine müssen runderneuert werden. Ziel muss es sein, qualitativ bessere Spieler zu generieren. Dazu müssen Anreize geschaffen werden. Es muss sich lohnen, bessere Quantität und Qualität zu generieren. Hierzu würde ich einen Punkteplan der jeweiligen Mannschaftsmeldung aufoktroyieren. Ebenfalls sollte es sich lohnen, eigene Spieler zu integrieren. Das fördert Identifizierung.

Neben dem Reindl-Pool sollten weitere Zahlungen folgen, direkt an den Jugendclub“ und an den jeweiligen LEV, jeweils 500 Euro pro Vertragsjahr.

Punktebelastung für Spieler
U20 – keine Punkte
U22 – 0,4 Punkte; 0,2 Punkte aus eigenem Verein; 0,3 Punkte aus Bereich des eigenen LEV
U24- 0,8 Punkte; 0,4 Punkte aus eigenem Verein; 0,6 Punkte aus Bereich des eigenen LEV
U26- 1,2 Punkte; 0,6 Punkte aus eigenem Verein; 0,9 Punkte aus Bereich des eigenen LEV
Ü26- 1,6 Punkte; 0,8 Punkte aus eigenem Verein; 1,2 Punkte aus Bereich des eigenen LEV

Kontingentspieler generell 2 Punkte

Als Identifikationsfigur Rückkehr gestandener DEL-Spieler (mindestens 500 Spiele oder 25 Länderspiele) zum Heimatclub 0,5 Punkte. Auch könnte man noch einen Abschlag von 20 % auf alle die Spieler vornehmen, die mindestens 5 Jahre fortlaufend im Verein tätig sind, quasi als Anerkennungsbonus (gilt auch für Kontingentspieler).

Beispiel: Ein Torhüter hat seinen Heimatclub in Essen. Für eine bessere Ausbildung wechselt er ab Schüleralter zu einem „großen Westverein“. Nach Endalter DNL will er sich beweisen und wechselt nach Heilbronn. Nach zweieinhalb Jahren merkt er, daß er keine große Chance bekommen hat und zufällig meldet sich sein Heimatclub und er wechselt zurück. Die Fortbildung DNL und der Zweitligaclub schaden nicht. Er wird punktemäßig wie aus dem eigenen Verein behandelt. Als 22-jähriger Spieler belastet er das Punktekontingent mit 0,2 Punkten. Neben Reindl-Pool fallen keine weiteren Zahlungen an.

Hätte dieser Spieler seinen „Jugendclub“ beispielsweise in Herne, so wären pro Vertragsjahr 500 Euro an den Herner EV 2007 e.V. zu zahlen, nichts an den LEV, da er aus dem Bereich des eigenen LEV kommt, zzgl. Reindl-Pool. Die Punktebelastung würde 0,3 betragen, im nächsten Jahr 0,6.

Hätte dieser Spieler seinen „Jugendclub“ beispielsweise in Halle, so wären pro Vertragsjahr 500 Euro an den Stammverein in Halle fällig, ebenso weitere 500 Euro an den LEV Sachsen-Anhalt zzgl. Reindl-Pool. Die Punktebelastung würde 0,4 betragen, im nächsten Jahr 0,8.
Die Punkte auf dem Spielberichtsbogen würde ich in den ersten beiden Jahren (Übergangsphase) auf 12 Punkte, nach 2 Jahre auf 10 Punkte und im Jahr 2026 auf 8 Punkte begrenzen.

Somit dürften die Mannschaftsstrukturen deutlich jünger werden. Dann könnte ich mir auch eine Kappungsgrenze vorstellen, die sich am Powerplay 2026-Konzept orientiert bzw. den Blick auf Rekrutierung und Ausbildung schärft.

5-Sterne = Etat Stammverein (ideell) mindestens 15 % des Mannschaftsetats (wirtschaftlicher Etat)
4-Sterne = Etat Stammverein (ideell) mindestens 20 % des Mannschaftsetats (wirtschaftlicher Etat)
3-Sterne = Etat Stammverein (Ideell) mindestens 25 % des Mannschaftsetats (wirtschaftlicher Etat)
2-Sterne = Etat Stammverein (ideell) mindestens 30 % des Mannschaftsetats (wirtschaftlicher Etat)
1-Stern = Etat Stammverein (ideell) mindestens 35 % des Mannschaftsetats (wirtschaftlicher Etat)

Das ist nur ein Denkansatz, der prinzipiell auch für den Süden gelten könnte. Die DEB-Oberliga sollte schon eine Leistungsliga sein und nicht zu Hobbyligen verkommen, wie sie die Landesverbände mittlerweile unterhalten.

Für www.nrwhockey.de: Christa Stüber

 

Passend dazu empfehlen wir die letzte Ausgabe der Shorthanded News: SHN Underclass #11 Play-off, Pleiten und Planinsolvenzen

1/4 Fazit der Krefeld Pinguine in der Deutschen Eishockey Liga (DEL)

Radio Eiszeit ist das Fanradio welches von den Heimspielen der Krefeld Pinguine berichtet. Um zwei Meinungen zu haben, haben wir mit Radio Eiszeit Moderator André Derksen die Pinguine nach 12 Spielen genauer analysiert.

13 aus 52 – Ein Viertel der Saison ist vorbei, ein kurzes Zwischenfazit der Iserlohn Roosters

Vorne Hui, hinten Pfui (von Mathias Wagner)

Trotz 50(!) geschossener Tore, stehen die Iserlohn Roosters nach 13. Spieltagen in der Deutschen Eishockey Liga auf dem elften Tabellenplatz. Ein Grund dafür liegt im Abwehrverhalten der Sauerländer. Denn mit 51(!) Gegentoren stellen die Roosters die schlechteste Defensive der Liga. Aber nicht nur die Gegentorflut macht den Fans der Kampfhähne zu schaffen, auch die Verpflichtung eines neuen Torhüters schlug im beschaulichen Iserlohn hohe Wellen.

Mit Neuzugang Jon Matsumoto stellen die Roosters den derzeitigen Top-Scorer der DEL, dicht gefolgt von Teamkamerad Anthony Camara, der auf Platz 2. rangiert. Aber nicht nur die beiden Nordamerikaner waren sehr erfolgreich. Mit Marko Friedrich (zehn Punkte) und Lean Bergmann (acht Punkte) stehen sogar zwei deutsche Stürmer unter den Top sechs Scorern im Team. Als positiv ist sicher auch die Verpflichtung von Evan Trupp zu sehen, der quirlige US-Amerikaner konnte sich schon zehn Mal in die Statistikwertung eintragen. Die Offensive ist aber auch nicht das Problem des Teams vom Seilersee. Trotz solider Leistungen der beiden Torhüter Lange und Dahm, bekamen die Roosters schon 51. Gegentore – der schlechteste Wert der gesamten DEL. Oftmals hatten die Angreifer des Gegners zu viel Raum und Zeit um sich im Drittel der Iserlohner festzusetzen. Die Defensivarbeit der Stürmer sowie das Stellungsspiel der Abwehrspieler sind sichtbar ausbaufähig. Das Team rannte häufig in Konter und diese wurden oft zu gefährlichen Chancen oder Toren. Spieler wie Dylan Yeo, Kevin Schmidt und auch Daine Todd sind zwar offensiv gefährlich, aber defensiv haben sie immer wieder ihre Probleme, wenn es in den Bandenzweikampf geht. Die Verpflichtung von Keaton Ellerby hingegen ist genau das, was den Roosters fehlte. Ein weiterer Spieler seiner Sorte würde den Blau Weißen allerdings mehr als gut tun.

Zu- und Abgänge im Team der Roosters

Rob Daum, Trainer der Roosters, sah das augenscheinlich anders. Denn kurz vor dem 12. Spieltag verpflichteten die Sauerländer den finnischen Goalie Niko Hovinen. Ob er allein die Defensivproblematik aus der Welt schaffen kann ist zu bezweifeln. Der Neuzugang durfte gleich beim Auswärtsspiel in Schwenningen ran. Ohne Erfolg – Der IEC verlor verdient mit 3:5. Es war die sechste Auswärtsniederlage in Folge. Viele Fans sehen die Verpflichtung mehr als kritisch und besonders der Umgang mit den beiden anderen Torhütern erschreckend. Man erhoffte sich am Seilersee eine gewisse Transparenz und gute Kommunikation. So charmant dieser kleine Verein im Sauerland auch ist, aber mit dieser Aktion hat der Club nur sich selbst geschadet. Es bleibt nun abzuwarten wie sich dieser Schaden auf die restliche Saison auswirkt. Eins dürfte klar sein – und wurde bereits von Vereinsseite auch bestätigt – man wird die Spielzeit nicht mit drei Torhütern beenden. Mathias Lange wird wohl seinen Spint in der Roosterskabine räumen müssen. Durch die Hovinen-Verpflichtung ergibt sich nicht nur ein Problem auf der Torhüterposition. Mit nun zehn vergebenen Ausländerlizenzen hat Rob Daum nun die Qual der Wahl auf wen er auf Grund der Ausländerbeschränkung (höchstens neun Ausländer auf dem Spielberichtsbogen) verzichtet. Hinzu kommt der Abgang von Denis Shevyrin. Der Deutsch-Russe, der sowohl im Sturm als auch in der Abwehr zum Einsatz kommen kann, wechselte nur einen Tag vor der Hovinen Verpflichtung zu den Roten Teufel nach Bad Nauheim in die DEL2. Deswegen verwunderlich, da Shevyrin jedes Spiel in der vierten Sturmformation bestritt und dabei einen guten Job machte. Ergo: Keine Kadertiefe – auch wenn es von Manager Karsten Mende so kommuniziert wurde.

Heimspiele und Auswärtspleiten

Ein weiteres Problem der Roosters – Die Diskrepanz der Leistungen zwischen Heim- und Auswärtsspielen. Zu Hause sind die Iserlohner eine Top-Mannschaft der Liga, Auswärts hingegen auf dem letzten Platz. Woran das liegt, können weder Spieler noch Trainer beantworten. Bei Heimspielen durften sich die Fans der Roosters bisher immer über ein Spektakel freuen. Einem 8:3 Sieg gegen München folgte eine 6:7 Niederlage gegen Augsburg und wiederum ein verdienter 6:3 Erfolg gegen die Thomas Sabo Ice Tigers aus Nürnberg.

Wie geht es nun weiter?

Unruhe im Verein und im Umfeld. Keine guten Vorzeichen für ein zufriedenstellendes Abschneiden für den Sauerländer Eishockeyclub. Trainer Rob Daum wird sich nun an seinen Personalentscheidungen messen lassen müssen. Auch Manager Mende dürfte nun einen deutlich schlechteren Stand bei den Fans haben. Die Aussagen Rund um die „Causa-Hovinen“ waren nicht glücklich gewählt. Zaubert er hingegen einen weiteren (deutschen) Verteidiger und einen deutschen Pass für einen seiner Stürmer aus dem Hut, könnte sich das Blatt zu Gunsten des Managers wenden. Allein der Glaube fehlt vielen…

Düsseldorfer EG: Starker Saisonauftakt der DEG

Die Düsseldorfer EG ist stark in die Jubiläumssaison der Deutschen Eishockey Liga gestartet. Nach sechs Spielen ist die DEG noch ungeschlagen. Durch den besten Saisonstart seit der Saison 1993/1994 (14 Siege am Stück), grüßt die DEG aktuell von der Tabellenspitze. Neu-Trainer Harold Kreis hat dem achtmaligen Meister ein klares taktisches Konzept verpasst, auch die Neuzugänge schlagen bislang voll ein. Nach zuletzt drei siegreichen Auswärtsspielen hintereinander gewann die DEG gestern ihr zweites Heimspiel der Saison gegen die Nürnberg mit 4:3 nach Verlängerung.

Als Kenny Olimbs Direktabnahme im Winkel einschlug, gab es unter den knapp 6500 Zuschauern im ISS Dome kein Halten mehr. Durch den Treffer des zurückgekehrten Publikumsliebling schlug die DEG die Thomas Sabo Ice Tigers mit 4:3 nach Verlängerung. Durch den sechsten Sieg im sechsten Spiel blieb die DEG im September ungeschlagen. Besser noch: der achtmalige Meister steht derzeit an der Tabellenspitze. Selbst kühnste Optimisten dürften mit einem solchen Saisonstart nicht gerechnet haben.

Die Sehnsucht nach Playoffs in Düsseldorf ist groß. Nach zwei tristen Eishockey-Jahren soll es auch Mitte März noch DEL-Eishockey in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt geben. Mit dem guten Saisonstart dürfte die Hoffnung bei den Fans weiter genährt worden sein. Bereits am ersten Spieltag zeigte die DEG, dass mit ihr in dieser Saison wieder zurechnen ist – beim Titelfavoriten Mannheim siegte man verdient mit 2:1 nach Verlängerung. Das erste Drittel der Saison dürfte die knapp 250 Fans im Gästeblock jedoch an viele Partien aus der Vorsaison erinnert haben. Mannheim begann sehr druckvoll, schnürte die Gäste, die teilweise noch sehr unsortiert und fahrig wirkten, phasenweise im eigenen Drittel ein und ging folgerichtig durch Chad Kolarik in Führung (13.). Zur Drittelpause hätte gut und gerne auch 3:0 oder 4:0 stehen können, doch die DEG zeigte sich effizient: Mit der ersten richtigen Chance glich Kapitän Alexander Barta für die DEG aus (19.). Ab dem zweiten Drittel kam die Mannschaft von Trainer Harold Kreis immer besser ins Spiel und steigerte sich sukzessive. Neben guter Defensivarbeit ließ die DEG vorne einige Chancen liegen, so dass es in der Mannheimer SAP Arena in die Verlängerung ging, die die Rheinländer nach einem abgefälschten Treffer von Olimb für sich entschieden. Zwei Tage später schlug die DEG beim ersten Heimspiel der Saison die Iserlohn Roosters auf eindrucksvolle Art mit 5:1. Von Beginn an spielten die Gastgeber die Sauerländer an die Wand. Den ersten Treffer durfte der Großteil der 8000 anwesenden Zuschauer jedoch erst im zweiten Drittel bejubeln. Nach starker Vorarbeit von Neuzugang Jaedon Descheneau spielte erneut Barta den Dosenöffner und drückte den Puck zur überfälligen Führung ins Rooster-Gehäuse. John Henrion legte in Überzahl nach herrlichem Querpass von Ken-Andre Olimb im zweiten Drittel nach. Den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer der Iserlohner durch Christopher Fischer zu Beginn des letzten Drittels konterten die Düsseldorfer durch Tore von den beiden Neuzugängen Braden Pimm und Philip Gogulla, sowie dem zweiten Treffer von John Henrion. In Schwenningen absolvierte die DEG am dritten Spieltag ihr zweites Auswärtsspiel der Saison. Das Geduldspiel gewannen die Gäste mit 3:0. Erst im letzten Drittel fielen die Tore für die Düsseldorfer EG. Calle Ridderwall, ebenfalls  wieder zurückgekehrt, besorgte die Führung, Leon Niederberger und Kenny Olimb sorgten mit ihren Toren für den Endstand. Auch Matthias Niederberger hatte großen Anteil am Sieg, der seinen Kasten mit starken Paraden sauber hielt und der DEG den ersten Auswärtsdreier der Saison sicherte. Zwei Tage später machte die Düsseldorfer EG ihr erstes Sechs-Punkte-Wochenende komplett: In Bremerhaven besiegte man die Fischtown Pinguins mit 4:3 und sprang an die Tabellenspitze. In einer abwechslungsreichen Partie konnten die Gastgeber die Führungen der DEG immer wieder ausgleichen. Gogullas 1:0-Treffer, konterte Hoeffel im Gegenzug mit dem 1:1. Bernhard Ebner, derzeit in starker Verfassung und mit acht Punkten (2 Tore, 6 Assist) interner Top-Scorer, traf vergangenen Sonntag doppelt (2:1 und 3:2), und bereitete den entscheidenden Siegtreffer von Descheneau in der Schlussphase stark vor. Nach Scheibenerorberung brachte der Verteidiger einen starken Pass auf die Kelle des Kanadiers, der im Norden für den Lucky Punch sorgte. Auch das vierte Auswärtsspiel gestaltete die DEG siegreich: In Augsburg sicherten sich die Rot-gelben zwei Punkte gegen die Panther nach einem 2:1-Sieg nach Verlängerung. Alex Barta erzielte den entscheidenden Treffer (61.). Zuvor glich Gogulla die Augsburger Führung aus.

Zwar sind erst sechs Spiele gespielt und der Weg bis zu den Playoffs noch sehr lang, trotzdem zeigten die ersten sechs Spiele dieser Saison, dass das taktische System von Harold Kreis klarer zu erkennen ist, als das Pellegrimsche System in der gesamten letzten Saison. Die Defensive scheint enorm verbessert, ebenso das Aufbauspiel. Die Haudegen Patrick Köppchen und Alexander Picard, der nach der Saison seine Karriere beenden wird, verleihen der DEG hinten enorme Stabilität. Selten ließ die DEG ihre Gegner in der eigenen Verteidigungszone zur Entfaltung kommen. Mit Matthias Niederberger und Neuzugang Frederik Pettersson-Wentzel hat die Düsseldorfer EG aktuell zudem ein sehr starkes Torhüterduo. Gerade der in den letzten beiden Jahren viel gescholtene gebürtige Düsseldorfer Niederberger befindet sich in starker Frühform und hat mit einer Fangquote von 95,80% großen Anteil daran, dass die DEG mit insgesamt neun Gegentreffern bisher die beste Defensive der Liga hat. Auch in Unterzahl ließ die Mannschaft von Trainer Harold Kreis wenig anbrennen. In 26 Situationen kassierte die Düsseldorfer EG erst einen Treffer. Offensiv scheint die DEG auch verbessert: Nach 6 Spielen hat die DEG bereits 20 Treffer erzielt. Aus einer gesicherten Defensive heraus versucht die DEG häufig die neutrale Zone schnell zu überbrücken. Dabei zeigt der Traditionsclub einen größeren Zug zum Tor als oftmals in der vergangenen Saison. Das Spiel wirkt gradliniger und schnörkelloser als im vergangenen Jahr, beinahe jede Schusschance wird genommen. Durch die laufstarken Spieler wie Olimb, Laub, Ridderwall oder der quirlige Descheneau und Vollstreckern wie Henrion (3 Tore) und Gogulla (4 Tore) ist die DEG in dieser Saison zudem schwerer auszurechnen.  Eine Baustelle und einer der bisher wenigen Kritikpunkte dürfte für Harold Kreis das Überzahlspiel sein. Ein magerer Treffer verbuchte die DEG bisher bei numerischer Überzahl. Steigert sich die DEG auch in dieser Disziplin, ist mit dem achtmaligen Meister zu rechnen.

Für die Düsseldorfer EG geht es in der ersten englischen Woche der Saison morgen Abend im heimischen ISS Dome weiter. Dann kommen die hocheingeschätzten, aber derzeit ersatzgeschwächten Eisbären Berlin (19.30 Uhr) nach Düsseldorf, ehe es am Freitag nach Wolfsburg geht. Am kommenden Sonntag kommt es dann zum ersten Straßenbahnderby der Saison: Die überraschend stark-gestarteten Krefeld Pinguine, aktuell auf dem fünften Platz, kommen nach Düsseldorf (16.30 Uhr) und bitten die DEG zu einem Duell, das nach Jahren, in denen beide Teams tabellarisch immer weit auseinander lagen, auch mal wieder einen sportlichen Reiz versprüht.

Martin Schymainski nach dem Doppelheimspiel-Wochenende der Krefeld Pinguine

Martin Schymainski mit einer Analyse nach dem zweiten DEL-Spielwochenende mit fünf Punkte durch einen Sieg gegen die Iserlohn Roostes und die Schwenninger Wild-Wings. 

Martin Schymainski nach dem fünf Punkte Wochenende für die Krefeld Pinguine

Slået op af NRW Hockey i Søndag den 23. september 2018

 

Radio Eiszeit Moderator André Derksen und nrwhockey.de Redakteur Holger Kuhlmann mit einer ersten Analyse nach vier Spieltagen.

Vier Spiele, sechs Punkte für Krefeld. Ein erstes Fazit mit André und Holger

Slået op af NRW Hockey i Søndag den 23. september 2018