Highlander dominieren in Oberhausen

Highlander Lüdenscheid siegen bei den Miners Oberhausen – © by Detlef Ross

Oberhausen. (MR) Die Miners Oberhausen sind noch nicht wirklich in der neuen Bundesliga-Saison angekommen, auch das zweite Spiel ging verloren – mit 4:8 musste man sich den Highlander aus Lüdenscheid geschlagen geben.

Früh und in Überzahl gingen die Gäste durch Routinier Jiri Svejda in Führung und legten zur Mitte des Startabschnittes nach. Die Miners ihrerseits konnten Überzahlsituationen des teilweise kleinlich pfeifenden Schiedsrichtergespanns nicht nutzen. Auf den schließlich dritten Treffer der Highlander hatte Sebastian Schneider endlich die Antwort, die noch von Joey Menzel abgefälscht wurde. Doch ebenfalls wenig später konnten die Sauerländer gar in eigener Unterzahl den vierten Treffer erzielen. Beim Stand von 1:5 wurden nochmals die Seiten gewechselt.

Ausgeglichener Schlussabschnitt

Auch mit Fortdauer dieses Spiels war leicht zu erkennen, dass den Hausherren mit der heutigen Besetzung der Goalgetter und Knipser fehlt. Die beiden Juniorenspieler sowie drei Spieler aus der Zweitligamannschaft zeigten sich zwar lauffreudig und engagiert, konnten aber die fehlenden Stammkräfte nicht gleichwertig ersetzen, was Übersicht und Passgenauigkeit angeht. Zumindest gelang es den Miners, den Schlussabschnitt ausgeglichen zu gestalten, was vielleicht auch daran lag, dass Lüdenscheids „alte Spieler doch schon müde“ waren und „nicht mehr konnten“, wie der Coach seinen Jungs mit auf den Weg gab. In den Schlussminuten ging es Schlag auf Schlag, doch mehr als ein 4:8 sollte heute nicht herausspringen.

Die Tore erzielten: Joey Menzel (2), Stefan Dreyer und Sebastian Schneider für die Miners Oberhausen sowie Jiri Svejda (2), Lucas Kleinschmidt, Alexander Wille, Colin Dehnke, Christian Unger, Tim Seuster, André Bruch für die Highlander Lüdenscheid.

Alle Bilder vom Spiel (C) by Detlef Ross: http://bit.ly/2ud0qM0

4. DEL WINTER GAME geht an Kölner Haie

Winter Game-Revanche für die Kölner Haie: Der Club aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) erhielt den Zuschlag für das 4. DEL WINTER GAME. Austragungsort ist am 12. Januar 2019 das RheinEnergieSTADION des Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln.

Gegner ist die Düsseldorfer EG. Damit kommt es im rheinischen Eishockey-Klassiker zugleich zu einer Winter Game-Neuauflage von 2015. Damals hatte die DEG in der Düsseldorfer ESPRIT arena die Haie mit 3:2 bezwungen und mit 51.125 Fans zugleich für einen europäischen Zuschauer-Rekord gesorgt.

Zentrales Motto des Spiels ist diesmal die römische Geschichte der Stadt Köln. „Wir freuen uns riesig, dass unsere Bewerbung für das DEL WINTER GAME 2019 erfolgreich war und unser Konzept die Verantwortlichen überzeugt hat,“ sagte Oliver Müller, Geschäftsführer der Kölner Haie: „Für uns wird ein Traum Wirklichkeit.“

„Das Konzept der Kölner ist in der Tat spektakulär und setzt die Idee perfekt um, aus diesen Spielen immer etwas ganz Besonderes zu machen“, sagte Daniel Hopp, stellvertretender DEL-Aufsichtsratsvorsitzender und als Geschäftsführer der Adler Mannheim Mitorganisator des vergangenen DEL WINTER GAMES 2017 in Sinsheim.

Auch Stefan Adam, Geschäftsführer der Düsseldorfer EG freut sich auf das Open-Air-Spektakel: „Das ist eine tolle Nachricht! Wir sind froh und stolz, Teil dieses herausragenden Eishockey-Tages im Rheinland zu sein. Die DEG wird dieses Event mit aller Kraft unterstützen und ihr Know-how vom DEL WINTER GAME 2015 einbringen.“

Neben dem Eis ist ein abwechslungsreiches und spannendes Rahmenprogramm geboten. Unter dem Motto „Gloria victori sit. Ehre dem Sieger.“ wird die stark ausgeprägte römische Geschichte intensiv im Rahmenprogramm thematisiert. So wird es auf den Vorwiesen des RheinEnergieSTADIONS Gladiatoren-Schaukämpfe geben. Abgerundet wird das Motto mit einem Gladiatorenkampf auf dem Eis in einer der beiden Drittelpausen.

„Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht. Jetzt heißt es, in den kommenden Monaten hart daran zu arbeiten, um ein unvergessliches Event für Köln und für den Sport auf die Beine zu stellen. Wir sind bereit und freuen uns drauf“, so Oliver Müller.

Düsseldorfer EG: Charaktertest für den Saisonendspurt

Die Düsseldorfer EG muss sich neben der Kaderplanung für die kommende Saison auch um einem neuen Trainer kümmern. Mike Pellegrims wird zur kommenden Saison Co-Trainer bei den „finanzstarken Adler“ aus Mannheim und folgt seinem besten Freund und Lehrmeister aus gemeinsamen Wolfsburger Zeiten, Pavel Gross, der zur kommenden Saison neuer Cheftrainer in Mannheim wird, in die Quadratestadt. Dies bestätigte vorgestern sowohl die DEG, als auch der Konkurrent aus Mannheim offiziell, dem es bereits das zweite Mal gelang, einen Übungsleiter aus Düsseldorf loszueisen. Im März 2010 wurde publik, dass der damalige DEG-Trainer Harold Kreis nach der Saison Trainer in Mannheim wird, zu einem Zeitpunkt, wo die DEG im Playoff-Rennen in aussichtsreicher Position lag. Daraufhin wurde Kreis bei der DEG geschasst, der damalige sportliche Leiter Lance Nethery übernahm die Mannschaft bis zum Saisonende, das nach dem Viertelfinale gegen Wolfsburg (Sweep für die Grizzly Adams mit 3-0) abrupt erfolgte. Für die Mannschaft von Noch-Trainer Mike Pellegrims ist die derzeitige Situation ein Charaktertest.

Was die Mannheimer und Wolfsburger Presse vergangenen Freitag berichtete, wurde Dienstag dann auch von offizieller Seite bestätigt: Mike Pellegrims verlässt trotz eines bis 2019 laufenden Vertrags die Düsseldorfer EG vorzeitig und schließt sich zur neuen Saison seiner alten Liebe, den Adler Mannheim an. Dort wird er, wiedervereint mit Trainerfuchs Pavel Gross, zurück ins zweite Glied rücken und Co-Trainer werden. In der Düsseldorfer Fanlandschaft und im Umfeld dürfte die Meldung mehrheitlich keinen Anlass zur Trauer hervorgerufen haben. Das Verhältnis zwischen den Fans und der Pellegrimschen‘ DEG wirkte in dieser Saison stark unterkühlt und offenbarte trotz ordentlichem Zuschauerschnitt (7167 Zuschauer pro Partie im Schnitt), Risse. Schaut man in die Kommentarspalten in den sozialen Netzwerken, insbesondere Facebook, scheint die Demission des Belgiers die beste Nachricht der Saison zu sein. Zu emotionslos seien die Auftritte im heimischen ISS Dome bislang gewesen, in dem man zuletzt acht der letzten zehn Heimspiele verlor und insgesamt zwölf Niederlagen nach bisher 21 Heimspielen kassierte; zu wenig Identifikation mit Verein und Fans sieht der Anhang in der unkonstanten Spielweise und bei Teilen der Mannschaft.

Nach der leidenschaftlichen und insgesamt langen Ehe zwischen Vereinsikone Christof Kreutzer und der DEG, wirkt(e) Mike Pellegrims aufgrund seiner stoischen und wortkargen Art wie die ungeliebte Stiefmutter, die bei dem Großteil der Rot-Gelben Anhängerschaft von Beginn keine wirkliche Chance bekam, obwohl das ausgegebene Saisonziel, das Erreichen der Pre-Playoffs auch nach bislang 43 Spielen weiterhin realistisch ist.

Aktuell rangiert die DEG auf dem zehnten Tabellenplatz, auf den der achtmaliger Meister am Sonntag nach der dritten Heimniederlage in Folge gegen den ERC Ingolstadt(3-5) abrutschte. Vergangenen Freitag gab es trotz aufkeimender Gerüchte um die Person Pellegrims einen überzeugenden 5-2 Auswärtssieg im Iserlohner Hexenkessel, der die Düsseldorfer EG kurzzeitig auf Platz Sechs spülte.

Während Harold Kreis seinen Posten an der Düsseldorfer Brehmstraße räumen musste, nach dem durchsickerte, dass er zur Saison 2010/2011 nach Mannheim wechseln wird, soll Mike Pellegrims die laufende Saison zu Ende führen. Dies offenbart zwei Möglichkeiten für den Saisonendspurt, der sich in der DEL immer weiter zuspitzt: Entweder schenkt die Mannschaft die restlichen neun Saisonspiele ab, da ein weiterer Umbruch unumgänglich erscheint und die freiwillige Selbstdegradierung Pellegrims vom Cheftrainer in Düsseldorf zum Assistenztrainer in Mannheim zeigt, dass die sportlich-gesetzten Ziele in den Hintergrund gerückt sind, oder die DEG spielt in den letzten Wochen der Hauptrunde befreit auf, da die Personalie Pellegrims geklärt wurde. Für den Rest der Saison stellen die kommenden Aufgaben in jedem Fall einen Charaktertest dar, sowohl für den Trainer, für die Mannschaft und auch für die Fans. Mike Pellegrims kann (weiterhin) zeigen, dass er trotz seiner neuen Stelle in Mannheim eine professionelle Arbeitsauffassung hat. Das Team kann zeigen, dass der sportliche Ehrgeiz und die gesetzten Saisonziele wichtiger sind, als Unruhe im Verein und Diskussionen um einzelne Personen. Der Großteil der DEG-Fans, der sich aufgrund der eklatanten Heimschwäche und der fehlenden Identifikation mit dem System von Pellegrims oftmals äußerst schweigsam im eigenen Stadion präsentierte, könnte sich befriedet zeigen, und die Mannschaft im Kampf um die Pre-Playoff-Plätze unterstützen und fortan den Erfolg des Clubs in den Vordergrund stellen, da der ungeliebte Übungsleiter bald nicht mehr hinter der eigenen Bande steht.

Durch den vorgestrigen 7-3 Heimerfolg der Adler Mannheim gegen das Tabellenschlusslicht aus Straubing, rückten die Adler (57 Pkt.) bis auf zwei Punkte an die DEG heran (59 Pkt.) und hat dabei noch ein Nachholspiel im Petto. Bis zur langen Olympiapause im Februar stehen für die Düsseldorfer EG insgesamt noch sechs Partien auf dem Programm. Das kommende Wochenende bestreitet die DEG komplett auswärts. Morgen Abend trifft man auf den Titelverteidiger aus München, Sonntag kommt es in der Mannheimer SAP-Arena zum nicht nur tabellarisch brisanten Duell gegen die Adler, ehe kommenden Dienstag die Straubing Tigers in Düsseldorf gastieren. Im wöchentlichen Bäumchen-Wechsel-Dich-Spiel um die Tabellenplätze ist in der Endabrechnung sowohl Tabellenplatz Vier, den die Grizzlys Wolfsburg (66Pkt.) derzeit besetzen, als auch der zwölfte Tabellenplatz, aktuell rangieren dort die Augsburger Panther (54 Pkt.), für die DEG im Bereich des Möglichen.

Will die Düsseldorfer EG den Charaktertest bestehen, sind neben der richtigen Einstellung auch Punkte nötig, um die Saison noch versöhnlich zu gestalten.

Düsseldorfer EG: Wer braucht schon ‚Big-Points‘?

Die Düsseldorfer EG gewann gestern Abend nach starker Defensivleistung nicht unverdient das 218. Rheinische Derby bei den Kölner Haien mit 1-0 und fuhr damit nach dem überraschenden Sieg von Samstag bei den Eisbären Berlin, nachdem man einen 0-2 Rückstand mit knapp 1000 rot-gelben Anhängern im Rücken noch in einen 3-2 Sieg ummünzte, den zweiten Auswärtssieg in Folge ein. Damit gestaltete die DEG nicht nur ihre Jahreswende erfolgreich, durch beide Siege konnte sich das Team von Trainer Mike Pellegrims erstmals in dieser Saison auch tabellarisch in den Pre-Playoffrängen festsetzen. Nach 38 Spieltagen liegt der achtmalige Meister, mit 54 Punkten punktgleich mit den Kölner Haien, derzeit auf Tabellenrang acht und hat momentan fünf Punkte Vorsprung auf den Tabellenzehnten Mannheim und die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven, die aktuell mit 49 Punkten unter dem Strich auf Tabellenplatz Elf liegen.

Nach guter Defensivleistung und mit einem starken Dan Bakala als überragenden Rückhalt im DEG-Tor, erkämpfte sich die Düsseldorfer EG gestern Abend zum Jahresauftakt in Köln im dritten Versuch den ersten Derbysieg der Saison. Die beiden bisherigen Saisonduelle entschieden die Haie jeweils mit 3-2 nach Verlängerung für sich. Das Tor des Tages erzielte Jeremy Welsh in der einzigen Überzahlsituation, die es für die Gäste aus der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt gestern Abend gab, Ende des zweiten Drittels (36.). In einer durchaus temporeichen Partie, bei der sowohl Düsseldorfs Dan Bakala, als auch Köln-Schlussmann Dschunussow mehrmals im Mittelpunkt standen, zeigten beide Teams, dass mit ihnen im Schlussspurt um die Pre-Playoff-Plätze zu rechnen ist. Im ersten Drittel scheiterte Haie-Stürmer Ryan Jones nach einem Alleingang an Bakala, auf der anderen Seite ließ DEG-Toptorjäger John Henrion eine gute Einschussmöglichkeit ungenutzt. Da die DEG diszipliniert, leidenschaftlich und clever verteidigte und immer wieder offensive Nadelstiche setzen konnte, fiel die Führung im zweiten Abschnitt nicht unverdient. Insgesamt fünf Überzahlspiele ließ der KEC ungenutzt und verzweifelte dabei ein ums andere Mal an Dan Bakala, der knapp zweieinhalb Minuten vor dem Ende mit einer Glanzparade gegen Felix Schütz den Sieg gegen die Domstädter festhielt und zum gestrigen Held avancierte.

Zum Jahresabschluss ging es für die Düsseldorfer EG am Samstag zu den Eisbären Berlin, die in dieser Saison wieder an alte Zeiten anzuknüpfen scheinen. Begleitet von rund 1000 Gästefans, die mittels Sonderzug an den Berliner Ostbahnhof angereist waren, versuchte die DEG die 0-4 Schlappe, die es vergangenen Donnerstag beim direkten Konkurrenten in Ingolstadt nach uninspirierter Leistung gab, wieder gut zu machen. Im ersten Drittel spielten jedoch nur die Gastgeber aus der Hauptstadt, die nach den ersten zwanzig Minuten durch Tore von Marcel Noebels und Sven Ziegler mit 2-0 in Führung lagen. Durch Härte im Spiel und einen abgefälschten Glücksschuss zum 1-2 Anschlusstreffer von Ex-Eisbär Spencer Machacek fand die Düsseldorfer EG im zweiten Spielabschnitt zurück in die Partie. Ein weiterer Glücksschuss von John Henrion brachte der DEG kurz nach Beginn des letzten Drittels den überraschenden Ausgleich. Angetrieben von den vielen mitgereisten Fans aus Düsseldorf wurde die Düsseldorfer EG immer besser und kam nach stark-vorgetragenem Konter von Lewandowski und Manuel Strodel sechs Minuten vor Ende der Partie zur 3-2 Führung. Lewandowski bediente Manuel Strodel mustergültig, der Eisbären-Torwart Marvin Cüpper mit der Rückhand überwand und den mitgereisten Fans die Jahresabschluss-Party im Sonderzug sicherte.

Durch die beiden Auswärtssiege revidierte die Düsseldorfer EG die beiden unnötigen Niederlagen, die es bei den Gastspielen in Straubing in der Weihnachtswoche und vergangene Woche in Ingolstadt gab und profitierte dabei auch von den Niederlagen der Konkurrenz. Trotzdem scheint die DEG in dieser Saison oftmals „mental nicht bereit zu sein“, so wie es Trainer Mike Pellegrims zuletzt häufiger erklärte, wenn es darum geht, Punkte (Big-Points) gegen die direkte Konkurrenz, also Teams aus der gleichen oder unteren Tabellenregion zu holen, und überrascht das eigene Umfeld und sich selbst eher mit Siegen wie Samstag in Berlin. Zwar sind die Haie durchaus als direkter Konkurrent anzusehen, jedoch spielt die Tabellensituation in Derbies im Regelfall eine eher untergeordnete Rolle, was den Sieg von gestern keinesfalls schmälern sollte. Sowohl gegen das Tabellenschlusslicht aus Straubing als auch beim ERC Ingolstadt ließ die Düsseldorfer EG offensiv und kämpferisch viel vermissen. In Straubing lag man bereits nach vier Minuten mit 2-0 hinten und konnte in den darauffolgenden 56 Spielminuten nur einen Treffer erzielen, da die Offensive insgesamt zu wenig Torchancen kreierte und den aufopferungsvoll kämpfenden Straubingern wenig entgegenzusetzen hatte. In Ingolstadt blieb man zum insgesamt vierten Mal in dieser Saison ohne eigenen Treffer, und verlor ein sogenanntes 6-Punkte-Spiel. Durch einen Sieg hätte man bis auf sechs Punkte auf den damaligen Tabellenelften davonziehen können.

Am kommenden Freitag besteht für die Mannschaft von Trainer Mike Pellegrims die Gelegenheit, zu zeigen, dass das Team auch in den Begegnungen bereit ist, wenn es um besagte Big-Points geht. Beim bisherigen Überraschungsteam der Saison, den Schwenninger Wild Wings, derzeit auf Rang Fünf mit zwei Punkten Vorsprung vor der Düsseldorfer EG, tritt die DEG dann das vierte Mal in Folge auswärts an, ehe es am kommenden Sonntag zuhause gegen die Augsburger Panther geht, die bisher alle drei Partien gegen die Düsseldorfer EG für sich entscheiden konnten und ebenfalls noch Chancen auf die Pre-Playoffs haben. Um das unruhig gewordene Umfeld zu besänftigen und die aktuelle Tabellensituation weiter zu verbessern, sind Punkte am Wochenende nicht nur förderlich, sondern Pflicht.

Crash Eagles Kaarst sind Deutscher Meister 2017!

Es war der perfekte Tag für die Crash Eagles Kaarst, denn neben der Bundesligamannschaft, die Iserlohn klar mit 12:4 bezwang und so die Meisterschaft feierte, gelang dies nur wenige Stunden zuvor auch der Juniorenmannschaft bei der DM der Altersklasse U19.

Sonntag, der 17.12.2017, 18.30 Uhr und es war angerichtet in der ausverkauften Kaarster Stadtparkhalle. 700 Zuschauer sollten Zeuge des entscheidenden Finalspiels werden. Die Gäste aus dem Sauerland wollten an Ihre starke Leistung aus dem ersten Spiel anknüpfen und überraschten anfangs nervöse Kaarster durch einen Doppelschlag. Marcel Broze und Rickardo Mango brachte die Gäste innerhalb von nur 43 Sekunden mit 0:2 in Front. Einigen Zaungästen schwante schon Böses, doch der jüngste Adler Lennart Otten, der erst kurz vor Spielbeginn von der Juniorenmeisterschaft kommend in der Halle eintraf, sorgte mit dem Anschlusstreffer zum 1:2 (10.Minute, Vorlage Felix Wuschech) für eine Initialzündung. Kaarst war nun hellwach und mit der Unterstützung der Zuschauer wurde das Spiel gedreht. Moritz Otten verwertete eine Vorlage von Christian von Berg zum Ausgleich (13.) und Tobias Wolff konnte einen Pass von Thimo Dietrich zur ersten Führung verwandeln (16.). Dietrich selber stellte dann 12 Sekunden vor der Pausensirene auf 4:2 (20.).

Nach der Pause das gleich Bild. Kaarst war spielbestimmend und nutzte die sich bietenden Freiräume gegen immer müder werdende Samurai zu Toren durch Thimo Dietrich (29. Dominik Boschewski), Moritz Otten (32.), nach erneuter Vorarbeit durch Dominik Boschewski und Nils Surges (34. Ivo Puhle) ,zum zwischenzeitlichen 7:2. Iserlohns Constantin Wichern fand dann eine Lücke im Getümmel und traf zum 7:3 (38.) Zwischenstand nach 40 Minuten.

Im letzten Drittel verwaltete Kaarst dann zunächst das Ergebnis, um nicht Gefahr zu laufen die sichere Führung noch aus der Hand zu geben. Kapitän Dominik Boschewski (49.) und Tim Dohmen (50.) konnten dann, jeweils nach Vorlage von Thimo Dietrich, den Zwischenstand auf 9:3 schrauben da Iserlohn zusehends resignierte. Auch der vierte Treffer der Sauerländer durch Jan Schreiner war nicht mehr als Ergebniskosmetik. Diese betrieben dann auch noch Thimo Dietrich (55. Tobias Wolff), Jakob Matzken (58. Leonard Oehme) und Kevin Stein (60.Ivo Puhle), dessen Treffer zum 12:4 den Schlusspunkt setzte.

Damit feierten die Crash Eagles erstmals seit 1998 wieder den Meistertitel. Ein Erfolg, der vor der Saison sicher nicht zu erwarten war, da die Adler ob der damaligen Abgänge den Kader nochmals verjüngen mussten. „Wir sind das jüngste Team der Liga und es ist gelungen die einzelnen Spieler enorm schnell zu gestandenen Bundesligaspielern zu formen“, so Trainer Georg Otten. Sein Co-Trainer Volker Evertz betont den Teamgeist, der wesentlicher Anteil des Erfolgs ist. „Die Jungs kennen sich seit den Bambini oder Schülerzeiten und sowas schweißt zusammen“, so Evertz.

Mit diesem Spiel endet eine lange und anstrengende Saison, die mit einer Auftaktniederlage beim Aufsteiger Oberhausen begann und mit der Meisterschaft endete. 2018 startet man wieder bei einem Aufsteiger, mal sehen was das am Ende für eine Bedeutung hat.

Die Crash Eagles verabschiedeten nach der Partie Kevin Stein und Nils Surges, die beide wesentlich Anteil am Erfolg der letzten Jahre hatten und nun sportlich kürzer treten wollen.

1. Drittel im Finalspiel

Mittelabschnitt

Der Schlussabschnitt inkl. Siegerehrung. 

Georg Otten zum gewonnenen Finale.