Hockey LateNight mit Holger Kuhlmann und Uwe Malz

Die zweite Ausgabe des Hockey-LateNight Talks zu Themen der Deutschen Eishockey Liga (DEL) bis hin zur Oberliga Nord moderierte Holger Kuhlmann zusammen mit Uwe Malz zusammen live auf Instagram.

„Wir wollten keinen typischen Podcast machen der thematisch auch gut wäre, hier sollte der Eishockey-interessierte live abgeholt werden und zu diversen Themen Fragen stellen können. So können wir immer direkt darauf reagieren, was der Zuschauer wünscht und Uwe Malz kann seine Expertise als Eishockey Trainer ausleben“ so Moderator Holger Kuhlmann.

Uwe Malz „Eine LateNight Talk ist mal was anderes und spricht eben auch ein spezielles Publikum an, wir kombinieren den Sport mit ein wenig Charme und Witz und wenn wir merken der Zuschauer möchte das nicht, dann hören wir eben wieder auf.“ Die Hockey LateNight findet ab sofort während der Saison Montags um 22:00 Uhr live auf Instagram statt. http://www.instagram.com/holgerkuhlmann

 

Sehen Sie hier die Aufzeichnung des zweiten Instagram-Live: 

Martin Schymainski nach dem Doppelheimspiel-Wochenende der Krefeld Pinguine

Martin Schymainski mit einer Analyse nach dem zweiten DEL-Spielwochenende mit fünf Punkte durch einen Sieg gegen die Iserlohn Roostes und die Schwenninger Wild-Wings. 

Martin Schymainski nach dem fünf Punkte Wochenende für die Krefeld Pinguine

Slået op af NRW Hockey i Søndag den 23. september 2018

 

Radio Eiszeit Moderator André Derksen und nrwhockey.de Redakteur Holger Kuhlmann mit einer ersten Analyse nach vier Spieltagen.

Vier Spiele, sechs Punkte für Krefeld. Ein erstes Fazit mit André und Holger

Slået op af NRW Hockey i Søndag den 23. september 2018

Saisonvorschau Iserlohn Roosters 2018/2019 – Schneller, jünger, hungriger – Hilft das Abschneiden von alten Zöpfen?

Saisonvorschau Iserlohn Roosters 2018/2019 – Schneller, jünger, hungriger – Hilft das Abschneiden von alten Zöpfen? von Mathias Wagner.

Rückblick

Nach einem schwachen Saisonstart und der daraus resultierenden Entlassung von Jari Pasanen nach bereits zehn Spieltagen, installierten die Roosters Rob Daum für die vakante Stelle des Cheftrainers. Mit dem „Eishockeyprofessor“ erreichten die Sauerländer relativ sicher die Pre-Playoffs und hatten sogar lange Zeit die Chance auf Platz 6 und die damit verbundene direkte Play-Off-Qualifikation. In den Pre-Playoffs selbst präsentierten sich die Roosters allerdings schwach und schieden in nur zwei Spielen verdient gegen die Fischtown Pinguins aus. Anschließend mussten und wollten die Roosters einen großen Umbruch starten und so verließen auch in diesem Sommer ein dutzend Spieler das Sauerland. Zehn Neuzugänge stehen dem großen Aderlass entgegen und müssen integriert werden.

Das Team der Iserlohn Roosters 2018/2019

 

Torhüter

 

Im Tor bleibt alles beim Alten. Mathias Lange und Sebastian Dahm hüten auch in der kommenden Saison das Tor der Iserlohn Roosters. Der dänische Nationaltorhüter zeigte sehr gute Leistungen in seinem ersten DEL-Jahr und so hatte es Lange schwer auf seine Einsatzzeiten zu kommen. Eine kleinere Verletzung Dahms konnte der ehemalige österreichische Nationaltorhüter allerdings für sich nutzen und präsentierte sich in dieser Phase außerordentlich gut. Anschließend wechselten sich beide Torhüter immer wieder ab.

Zwischen den Pfosten sind die Iserlohn Roosters somit ausgezeichnet aufgestellt. Das Duo Dahm/Lange stellt eines der Ausgeglichensten der gesamten Liga dar. Auch deswegen hat sich Trainer Daum noch nicht auf eine klare Nummer 1 festgelegt. Jedoch ist es wahrscheinlich, dass Sebastian Dahm zu Beginn der Spielzeit im Tor der Roosters stehen wird, nachdem er in den wichtigen Spielen der Vorsaison zumeist den Vorzug erhielt. Mit einer Förderlizenz ausgestattet wird Jonas Neffin für den Kooperationspartner Essen auflaufen und wohl nur bei Ausfällen der beiden Topgoalies in den Roosterskader rutschen.

Abwehr

Setzte Karsten Mende in der vergangenen Saison noch auf eine skandinavisch geprägte Karte in der Verteidigung, so kehrt man nun wieder zur nordamerikanischen Spielweise zurück. Mit Alexander Bonsaksen, Johan Larsson und Oscar Eklund verlassen alle defensiven Importspieler die Abwehr der Iserlohn Roosters. Ersetzt werden sie unter anderem durch Dylan Yeo von den Straubing Tigers, der mit elf Treffern in der vergangenen Saison der torgefährlichste Verteidiger der Liga wurde und auch in Iserlohn das ein oder andere Tor zu einer erfolgreichen Saison beisteuern soll. Perfekte Defensivarbeit sollte man allerdings nicht erwarten. Der Kanadier ist gerne mal für einen Lapsus gut.

Aus Schweden sicherte man sich die Dienste von Daine Todd. Der relativ kleine, flinke Verteidiger, durch seine technischen Fähigkeiten ebenfalls im Powerplay stark einzuschätzen ist fehlte allerdings verletzungsbedingt in großen Teilen der Vorbereitung. Auch aus diesem Grund sucht Manager Karsten Mende weiterhin einen Verteidiger, der den Abgang von Johan Larsson kompensieren soll.

Mit Christopher Fischer und Kevin Schmidt können die Waldstädter weiterhin auf spielstarke und torgefährliche Abwehrspieler bauen, die auch im Powerplay Akzente setzen können. Auch Fischers Verteidigerpartner Sasa Martinovic hat seinen Kontrakt um eine weitere Spielzeit verlängert. Der Deutsch-Kroate steigerte sich im Saisonverlauf zu einer verlässlichen Größe und dürfte auch in der neuen Spielzeit eine tragende Rolle im Kader spielen.

Weiterhin an Bord sind Denis Shevyrin und Dieter Orendorz. Beide spielten letzte Saison nicht ihre Stärkste und haben nun die Chance sich für eine Position in der Top 6 zu empfehlen. In der Vorbereitung zeigten sie bereits, dass sie bereit dafür sind.

Rückkehrer Tom-Eric Bappert komplettiert die Defensive und wird wohl zwischen Iserlohn und Essen pendeln. Der erst 19 jährige Förderlizenzspieler unterschrieb einen Vertrag bis 2021 und soll langsam an die DEL herangeführt werden. Somit stehen den Roosters stand heute 8 Verteidiger zur Verfügung. Von außen betrachtet fehlt es noch an der nötigen Härte, die sie mit Bonsaksen verloren haben. Die spielerische Komponente dürfte dafür ausgeprägter den je sein. Mit Schmidt, Fischer, Martinovic, Todd und Yeo hat man in Iserlohn bereits fünf Spieler unter Vertrag, die alle einen Aufbaupass spielen können und auch für das Powerplay in Frage kommen. An Spielwitz fehlt es der Roosters-Verteidigung 2018/2019 nicht.

Stürmer

Den größten Umbruch vollzogen die Roosters im Sturm. Mit Combs, Brown, Jaspers, Down und Costello verließen die fünf besten Scorer des Teams den Seilersee. Demgegenüber verpflichteten die blau weißen mit dem DEL-Final-MVP Jon Matsumoto, Evan Trupp und Alexei Dmitriev DEL erfahrene Spieler die ihr Können schon mehrfach unter Beweis gestellt haben. Erhalten bleibt Trainer Rob Daum die Angriffsformation mit Neu-Kapitän Justin Florek, Marko Friedrich und Jake Weidner. Die Drei machten schon in der vergangenen Saison einen soliden Job, einzig die Torgefahr ging ihnen etwas ab. Man kann davon ausgehen, dass dieses Trio wieder in einer Reihe zum Einsatz kommen wird. Die Fans der Roosters dürfte das freuen. Schon im vergangenen November kehrte Caporusso von seinem Schweden-Abenteuer zurück zum Seilersee und wird auch in der kommenden Saison  das blau weiße Trikot überstreifen. Ihm zur Seite steht sein College Freund Travis Turnbull, der vor allem durch seine Einsatzbereitschaft glänzen konnte. Ihm fehlte es in der vergangenen Saison vor allem an Torgefahr. Die Reihe wird komplettiert durch den aus Augsburg verpflichteten US-Amerikaner Evan Trupp. Der flinke Spielmacher, der sowohl als Center und auch auf den Außen zum Einsatz kommen kann, dürfte mit seinem hervorragenden Blick für den Nebenmann sicher für einige Vorlagen sorgen aber auch selbst das Tor finden.

Die Top Reihe der Roosters bilden Anthony Camara, Jon Matsumoto und Jordan Smotherman. Letzterer musste kurz vor seinem ersten Engagement am Seilersee um seine Karriere fürchten, da die Iserlohner Ärzte eine Herzerkrankung diagnostiziert hatten. Diese wurde aber mit einem Eingriff in Nordamerika erfolgreich beseitigt. Anschließend spielte Smotherman fast ausschließlich für die Manchester Monarchs in der ECHL und traf in 97 Spielen 49-mal ins Schwarze. Den absoluten Coup konnten die Roosters mit der Verpflichtung von Jon Matsumoto landen. Der 31 jährige Kanadier, der laut einigen Gerüchten einen Einjahresvertrag mit der Option für 3(!) weitere Spielzeiten unterschrieben haben soll  wird die erste Sturmreihe als Center anführen. Der Kreativspieler kommt mit der Empfehlung von 37 Punkten in 62 Partien für Red Bull München.

Mit Anthony Camara, der in seinen bisherigen Einsätzen für die Sauerländer einen hervorragenden Eindruck hinterließ (3 Tore in 3 Spielen) wird der dritte im Bunde sein. Der aggressiv spielende Kanadier wird wohl der Arbeiter in der Scoring Line sein. Die nominell vierte Formation bilden Michael Clarke und die beiden ehemaligen Iserlohner Lean Bergmann sowie Alexei Dmitriev. Der mittlerweile 33-jährige Dmitriev, der den Haudegen Boris Blank ersetzen soll, spielte bereits von 2005 bis 2007 am Seilersee und kehrt nun nach Stationen in Weißrussland, Bietigheim und Düsseldorf zurück an die alte Wirkungsstätte. Der flexibel einsetzbare Deutsch-Weißrusse wird die 4. Reihe mit seiner Erfahrung und seinem Scoringpotential anführen.

Einen weiteren alten Bekannten dürfen die Roosters mit Lean Bergmann begrüßen. Schon im vergangen Sommer waren die Verantwortlichen sehr an einer Verpflichtung des 19-jährigen Hemeraners interessiert, dieser machte aber zuerst seinen High School Abschluss. Der Power Forward kommt vom USHL-Team aus Green Bay, für die er in 130 Spielen 23 Tore und weitere 30 vorbereitete. Von der kanadischen St. Francis Xavier Universität konnte man den Center Michael Clarke verpflichten.  Der Kanadier mit deutschem Pass kommt mit der Empfehlung von 17 Toren und ebenso vielen Vorlagen in 27 Spielen an den Seilersee. Durch seine guten Leistungen wurde Clarke sogar ins First All-Star-Team der U-Sports Liga gewählt. Mit dem 24-jährigen, der 2012 an 132. Stelle von den Colorado Avalanche gedraftet wurde, erhalten die Roosters einen perfekt ausgebildeten Spieler, der sicher das Zeug für die DEL haben dürfte. Er unterschrieb einen Vertrag für eine Saison. Auch hier sicherten sich die Verantwortlichen eine Option. Julian Lautenschlager wird als 13. Stürmer in seine erste DEL-Saison gehen. Der 22-jährige Regensburger ging in den vergangenen Spielzeiten in der Oberliga für die Moskitos Essen auf das Eis und entwickelte sich dort zum Leistungsträger. Auch er wird wie Bappert mit einer Förderlizenz ausgestattet und für Essen spielberechtigt sein.

Prognose

Wichtig wird es sein, dass sich das neu formierte Team schnell findet und auch als ein solches auftritt. „Team First“ heißt das von Rob Daum ausgeschriebene Motto der kommenden Saison. Dementsprechend verpflichtete man in den Augen der Verantwortlichen Spieler mit starkem Charakter und der Bereitschaft alles füreinander zu geben. Nur Kampfgeist reicht aber nicht aus um in der DEL zu bestehen und so müssen die neuen Kontingentspieler – allen voran Jon Matsumoto – abgewanderte Stars wie Combs vergessen machen und spielerische Akzente setzen. Spielerisch wird sich auch die Abwehr präsentieren. Einen richtigen Abräumer gibt es nicht und so könnte die fehlende Härte der Defensive die Achillesferse der Roosters werden. Die Offensivkraft der Abwehr dürfte sich hingegen durch die Verpflichtungen von Yeo und Todd gesteigert haben und ein besseres Powerplay garantieren.

Im Angriff hat man mit Camara, Smotherman , Bergmann und Clarke einige Wundertüten unter Vertrag genommen, die sich zum ersten Mal in einer kompletten DEL-Saison beweisen müssen. Sollte dies erfolgreich gelingen, hat man im Sauerland einen breit aufgestellten Sturm mit vielen Möglichkeiten zur Verfügung. Wenig Kopfzerbrechen bereiten dürfte den Verantwortlichen das Torhütergespann um Lange und Dahm. Beide Goalies zeigten ihre Klasse bereits in vielen Spielen und sollten keine Verletzungen eintreten wird man die komplette Saison mit einem deutschen Duo absolvieren.

Platzierungsprognose

Die direkte Konkurrenz aus Düsseldorf und Straubing hat sich ebenfalls ordentlich verstärkt und auch Krefeld wird alles daran setzen die vergangenen 2 Jahre vergessen zu machen. Aber auch die Panther aus Augsburg und Schwenningen werden ein gehöriges Wort im Kampf um die (Pre-)Play-Off-Plätze sprechen wollen. Zusammenfassend kann man also sagen, dass im Sauerland wieder vieles funktionieren muss, um im oberen Tabellendrittel angreifen zu können. Ein Platz in den Pre-Play-Offs scheint zumindest realistisch.

 

Tipp: Platz 9

 

Lesen Sie auch dazu das Interview unseres Redakteurs Mathias Wagner (Twitter: @matze77wagner) mit Marko Friedrich

Marko Friedrich (r) mit unserem nrwhockey Redakteur Mathias Wagner (l)

5 Fragen an Marko Friedrich 

Wagner: Wie lief die Vorbereitung, und was sind die Unterschiede der Vorbereitung im Vergleich Pasanen – Daum?

Friedrich: Zunächst einmal haben wir weniger Spiele als in der vergangenen Saison. Letztes Jahr waren es neun, jetzt sind es nur noch fünf. Rob (Daum) hat ein besonderes Auge auf das taktische Einspielen der Mannschaft -Taktiktraining, Defensive, Aufbau, Umschaltspiel- bei Jari war es eher individuelles Training. Kontakt finden und sich akklimatisieren. Die Vorbereitung ist bisher sehr zufriedenstellend. Diese Saison mussten wir auch erst einmal wieder 12 Neuzugänge ins Team integrieren. Wir steigerten uns von Spiel zu Spiel und man kann erkennen, dass die Mannschaft Fortschritte macht.

Wagner: Wird die Reihe mit dir, Florek und Weidner bestehen bleiben?

Friedrich: Ich habe schon im Sommer gedacht, dass die Formation so vorhanden bleibt und bin absoluter Befürworter davon. Wieso sollte man das ändern?!

Wagner: Wie bewertest du deine Leistung aus der vergangenen Saison?

Friedrich: Ich hatte die ersten dreieinhalb Jahre in Iserlohn einen schweren Stand unter Jari (Pasanen), wenig Eiszeit, wenig Verantwortung. Dann kam Rob (Daum) und es kam frischer Wind und eine komplett neue Ausrichtung rein und für mich sind neue Türen aufgegangen und ich bekam mehr Verantwortung und das Vertrauen des Trainers.

Wagner: Was sind deine Ziele für dich persönlich und das Ziel des Teams?

Friedrich: Die Ziele für mich persönlich – ich möchte mich weiter steigern und mehr Verantwortung im Team übernehmen. Die Punkteausbeute muss besser werden und als Mannschaft wollen wir natürlich die Play-Offs erreichen. Da das Ziel eines jeden Teams ist die Meisterschaft zu gewinnen ist das auch unser Ziel – mal gucken, was passiert.

Wagner: Kannst du dir vorstellen bei mehr Torerfolgen von dir mehr in Überzahl eingesetzt zu werden?

Friedrich: Das Überzahlspiel ist bisher sehr ernüchternd (aktuell bei 5%) und sollte um die 20% oder 25% sein.  Sollte das Powerplay weiterhin so inakzeptabel bleiben, werden bestimmt Änderungen kommen.

Wagner: Vielen Dank für das Interview.

Friedrich: Gerne!

Saisonvorschau: Düsseldorfer EG Mit Rückkehrern zurück in die Erfolgsspur

Nach zwei enttäuschenden Spielzeiten soll es für die Düsseldorfer EG in der anstehenden DEL-Saison endlich wieder Playoff-Eishockey geben. Die Mannschaft wurde dafür runderneuert. Mit alten Bekannten und offensiver Durchschlagskraft soll das Erreichen der Top 10 gelingen.

Die vergangene Spielzeit ging für die DEG unrühmlich zu Ende. Das Minimalziel Pre-Playoffs wurde am letzten Wochenende der Saison endgültig verspielt, als man zuhause gegen die Eisbären Berlin mit 2:6 unterging. Beinahe teilnahmslos nahm das Publikum das erneute Verpassen des Saisonziels hin. Von Spiel zu Spiel entfernten sich Mannschaft und ein Großteil der Fans voneinander. Zwar wurde Trainer Mike Pellegrims, dessen stoische Art bei einem Großteil der Fans nicht immer gut ankam, nach einem 0:5-Debakel in Bremerhaven noch vor der Olympiapause entlassen, eine Initialzündung für den Saisonendspurt blieb jedoch aus. So bläst die Düsseldorfer EG in dieser Saison erneut zum Angriff und hat, insbesondere in der Offensive, aufgerüstet.

Als Nachfolger von Mike Pellegrims verpflichtete die DEG mit Harold Kreis im April einen alten Bekannten. Bereits von 2008 bis März 2010 übernahm Kreis die Tätigkeit des Cheftrainers. Unter seiner Ägide fällt die letzte Finalteilnahme des achtmaligen Meisters; gleich im ersten Jahr brachte er die DEG (damals noch als Metro Stars) ins Finale und scheiterte dort an den Eisbären Berlin, die die Serie mit 3:1 für sich entschieden. Tobias Abstreiter, der die Mannschaft vergangene Saison interimsweise nach Pellegrims` Entlassung bis zum Saisonende übernahm, rückt wieder ins zweite Glied und bleibt Co-Trainer. Auch auf der Torhüterposition gab es Veränderungen. Dan Bakala, einer der Lichtblicke der vergangenen Saison, schlug ein Angebot der DEG aus und wechselte im Sommer nach Österreich zum Villacher SV. Als Ersatz verpflichtete die DEG Fredrik Pettersson-Wentzel. Der 27-jährige kommt vom HC Jönköping, mit denen der Schwede 2017 schwedischer Meister wurde. Er soll dem zuletzt stagnierenden, aber zweifellos talentierten Eigengewächs Mathias Niederberger Druck machen, und den Konkurrenzkampf zwischen den Pfosten anheizen. Dritter Torwart wird Hendrik Hane, der aus der DNL-Mannschaft hochgezogen wurde, aber vornehmlich beim Kooperationspartner in Bad Nauheim Einsatzchancen bekommen soll.

In der Verteidigung verließen mit Henry Haase, Stephan Daschner, Marcel Brandt, Brandon Burlon und Tim Conboy fünfSpieler. Henry Haase zieht es nach zwei Jahren in Düsseldorf weiter nach Augsburg zu den Panthern. Stephan Daschner, der zwei guten Jahren zwei durchwachsene Jahre folgen ließ, wechselt ebenso zu den Straubing Tigers, wie Marcel Brandt, dessen bis 2019 datierter Vertrag Ende Januar aufgelöst wurde.Brandon Burlon wechselt zu den Stavanger Oilers nach Norwegen.Publikumsliebling und Hüne Tim Conboy musste im Frühjahr verletzungsbedingt seine Karriere beenden. Den Führungsspieler gilt es aufgrund seiner Spielweise, die bei gegnerischen Fans nicht immer allzu beliebt war, zu ersetzen. Conboys Führungsrolle könnte Patrick Köppchen übernehmen, der aus Nürnberg an den Rhein wechselt. Der 39-jährige Verteidiger, der mit Hannover (2010) und Ingolstadt (2014) bereits zwei Mal Deutscher Meister wurde, soll die jungen Spieler Johannes Huß und Niklas Mannes weiter an die DEL heranführen. Mit Ryan McKiernan verpflichtete die Düsseldorfer EG zudem einen äußerst torgefährlichen Offensivverteidiger von den Vienna Capitals. Dem US-Amerikaner mit irischen Wurzeln gelang in der vergangenen Saison in 58 Spielen 19 Treffer und 27 Vorlagen in der EBEL. Neben Köppchen, Huß, Mannes und McKiernan stehen Trainer Harold Kreis noch die Verteidiger Bernhard Ebner, Marco Nowak, Kevin Marshall und Alex Picard zur Verfügung. Außer Johannes Huß, dessen Vertrag bis 2020 läuft, haben alle anderen Verteidiger einen Vertrag bis zum Ende der kommenden Saison.

Der Umbruch im Angriff fällt wesentlich größer aus. AchtSpieler gingen, acht neue Spieler kamen im Sommer an die Brehmstraße. Die Düsseldorfer EG trennte sich im Sommer trotz laufenden Vertrags von Kapitän Darryl Boyce, dem es nicht gelang in die großen Fußstapfen von Vereinslegende Daniel Kreutzer zu treten, dessen Karriere verletzungsbedingt vor fast genau einem Jahr endete. Auch der Vertrag von Daniel Weiß wurde vorzeitig aufgelöst. Nach zwei Jahren wechselt der Defensivstürmer zu den Thomas Sabo Ice Tigers nach Nürnberg. Jeremy Welsh und Rob Bordson, das Erfolgsduo aus der ersten Bremerhavener DEL-Saison, konnte die Erwartungen in Düsseldorf nicht erfüllen und wird in der kommenden Saison nicht mehr das Trikot der DEG tragen. Während Jeremy Welsh noch keinen Verein gefunden hat, wechselt Bordson in die EBEL nach Dornbirn. Nach vier durchaus erfolgreichen Jahren in Düsseldorf verlässt Alexej Dmitirev die DEG und wechselt ligaintern nach Iserlohn. Da sich beide Seiten nicht auf eine Vertragsverlängerung einigen konnten, verließ Spencer Machacek, bei der DEGimmerhin viertbester Scorer der vergangenen Saison, die Rheinländer Richtung Wolfsburg. Routinier Eduard Lewandowskigeht nach drei Jahren in Düsseldorf zu den Frankfurter Löwen in die DEL2. Die DEG hat mit Maxi Kammerer den Abgang eines Toptalents zu verkraften. Mit 25 Torvorlagen geht der beste Vorlagengeber der DEG aus der vergangenen Saison zum Stanley-Cup-Sieger Washington Capitals. Sein noch ein Jahr laufender Vertrag ruht, sofern er in den nächsten drei Jahren aus den Staaten nach Deutschland zurückkehren sollte.

Während die Finalserie zwischen dem deutschen Meister aus München und den Eisbären Berlin lief, vermeldete die DEG die Rückkehr von Publikumsliebling Ken Andre Olimb, der nach zwei Jahren im schwedischen Linköping nach Düsseldorf zurückkehrt. Nach dem schlechten Abschneiden der DEG in der vergangenen Saison, sorgte diese Meldung für virtuelle Jubelstürme bei der rot-gelben Anhängerschaft. Damit nicht genug präsentierte die DEG einige Wochen später einen weiteren Rückkehrer: Mit Calle Ridderwall kehrt der Topscorer der Saison 2012/2013 von Djurgarden zur DEG zurück. Wie Olimb unterschrieb Ridderwall für drei Jahre. Zudem verpflichtete die DEG Jerome Flaake von Red Bull München, Patrick Buzas kommt wie Köppchen aus Nürnberg, Christian Kretschmann wechselt aus Augsburg an die Brehmstraße. Auf den spontanen Abgang von Maxi Kammerer reagierte die DEG mit der Verpflichtung von Philipp Gogulla. Der gebürtige Düsseldorfer wechselt nach vierzehn Jahren beim rheinischen Rivalen aus Köln in seine Heimatstadt. Nicht nur in Hinblick auf das anstehende Winter Game im Januar zwischen den Kölner Haien und der DEG besitzt dieser Transfer eine brisante Note. Aus der zweiten Liga und der Empfehlung von 72 Punkten in 56 Spielen verpflichtete die DEG im Sommer Braden Pimm aus Kassel. Vom Schweizer NLB-Vertreter HC Thurgau wechselt Flügelstürmer der 23-jährige Kanadier Jaedon Descheneau zur DEG. Um den Kader mehr Tiefe zu verleihen holte die DEG mit Stefan Reiter zudem einen jungen deutschen Spieler vom EV Landshut.

Weiterhin im Kader ist Alexander Barta, der nach seinem ersten durchwachsenem Jahr letztes Jahr nicht nur als Führungsspieler voranging, sondern mit 25 Toren zweitbester Torschütze der vergangenen DEL-Saison wurde. Manuel Strodel, neben Bernhard Ebner dienstältester Spieler bei der DEG, geht in sein letztes Vertragsjahr. Einer, der in der vergangenen Saison auf Anhieb überraschte, war John Henrion. Mit 22 Treffern empfahl sich der Amerikaner für ein neues Arbeitspapier, das bis April 2020 gilt. Dazu gesellen sich mit Lukas Laub und Leon Niederberger zwei Talente, die alles mitbringen, um sich dauerhaft in der DEL durchzusetzen.

Nach zwei Jahren ohne Playoffs ist der Auftrag für Trainer Harold Kreis und seiner Mannschaft klar. Mit dem wohl nominell stärksten Kader seit dem Ausstieg der Metro, soll es in Düsseldorf auch nach dem letzten Spieltag noch Eishockey im heimischen ISS Dome geben. Die individuelle Klasse bringt der Kader mit. Schafft es Harold Kreis die individuelle Klasse seiner Spieler um die Rückkehrer Olimb und Ridderwall zu einer Einheit zu formen, dürfte der Einzug unter die Top 10 im Rahmen des Möglichen sein. Mit dem heutigen Testspiel bei den Moskitos Essen (18.00 Uhr, Westbahnhof) beginnt für die Düsseldorfer EG heute die Testspielphase für eine Saison, in der die DEG durchaus überraschen könnte.

Miners Oberhausen unterliegen auch bei den Düsseldorf RAMS

Miners können sich auch bei den RAMS nicht durchsetzen – © by Detlef Ross (NRW Hockey)

Düsseldorf. (MR) Nach zuletzt 7 Niederlagen in Folge konnten die Düsseldorf RAMS zuhause einen 13:8 Sieg gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten Miners Oberhausen einfahren.

Obwohl die Miners in dieser Saison schwächeln und bisher nach 12 Spieltagen ohne einen einzigen Punkt dastehen, war das Spiel für die Gastgeber kein Selbstläufer, auch wenn sie wie der Blitz aus der Kabine gekommen waren und bereits nach 5 Sekunden (!) den ersten Treffer erzielt hatten. Diese frühe Führung sollten die Widder nicht wieder hergeben. Zwar kamen die Miners nach 3:0 Rückstand früh im zweiten Abschnitt auf 4:3 heran – ein Powerplaytor durch Tom Dannöhl hatte auch sie auf die Uhr gebracht -, doch hatten die Hausherren im Sportpark Niederheid postwendend die Antwort und den drei Tore Vorsprung wieder hergestellt. Das rief den Coach der Miners auf den Plan, der in der Auszeit seinen Spielern versuchte einzutrichtern „Ihr habt einen Körper, setzt den doch endlich mal ein! Was soll der Bullshit?!“ Aber es blieb dabei: auf ein Erfolgserlebnis für Oberhausen hatten die RAMS immer wieder mindestens eine Antwort.

Turbulente Schlussphase

Auch wenn es in den letzten fünf Spielminuten nochmals hektisch und turbulent wurde, der Hallensprecher mit dem Verlesen der Torschützen kaum nachkam, blieben die Punkte heute in Düsseldorf; acht erzielte Tore der Miners reichten nicht für einen Sieg, denn die RAMS hatten, wie erwähnt, bis zum Schluss eine Antwort und das am Ende letzte Wort zum 13:8. Während die RAMS sich doch wieder einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt bewegen, müssen die Miners wohl allmählich sich darauf einstellen, dass es in der nächsten Saison wieder eine Sole tiefer geht.

Die Tore erzielten:

Chris Schmidt, Nils Surges (je 4), Max Meyer, Oliver Markmann (je 2) und Victor Uhl für die RAMS sowie Tom Dannöhl, Stefan Dreyer (je 2), Marius Noll, Tim Sentker und Daniel Fischer für die Miners.

Alle Bilder vom Spiel: (C) Detlef Ross http://bit.ly/2tIFMAA