Daniel Pietta im Crosscheck Interview

Ungewöhnlich offen und befreit wirkte Daniel Pietta im Telefoninterview für Radio KuFa, welches mit der Sendung Crosscheck – Eishockey in Krefeld schon über zwanzig Jahre über Krefelder Eishockey berichtet. Im 5 000 Seelendorf Leksand spielt er zusammen mit Marcel Müller in der zweiten schwedischen Liga um den Aufstieg in die erste Liga.

Er wollte nicht wieder so früh die Saison beenden und auch mal was Anderes sehen, weitere Erfahrungen sammeln. Für ihn und Müller läuft es sehr gut und die Familie fühlt sich bei minus zehn Grad und Schnee auch sehr wohl. Leksand ist ein kleines Eishockey-verrücktes Örtchen, bei dem seine Freundin Carina schon davon berichtete, wie Kinder auf dem Weiher Eishockey spielen.

Der kleine Sohn Henri erlebt eine richtigen Winter und hat Spaß beim rodeln. Daniel Pietta hat das Ziel Aufstieg vor Augen und möchte sich zudem noch für die WM im Mai empfehlen. Das Interview könnt ihr unten anklicken:

Die komplette Crosscheck – Eishockey in Krefeld Ausgabe findet ihr HIER

4. DEL WINTER GAME geht an Kölner Haie

Winter Game-Revanche für die Kölner Haie: Der Club aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) erhielt den Zuschlag für das 4. DEL WINTER GAME. Austragungsort ist am 12. Januar 2019 das RheinEnergieSTADION des Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln.

Gegner ist die Düsseldorfer EG. Damit kommt es im rheinischen Eishockey-Klassiker zugleich zu einer Winter Game-Neuauflage von 2015. Damals hatte die DEG in der Düsseldorfer ESPRIT arena die Haie mit 3:2 bezwungen und mit 51.125 Fans zugleich für einen europäischen Zuschauer-Rekord gesorgt.

Zentrales Motto des Spiels ist diesmal die römische Geschichte der Stadt Köln. „Wir freuen uns riesig, dass unsere Bewerbung für das DEL WINTER GAME 2019 erfolgreich war und unser Konzept die Verantwortlichen überzeugt hat,“ sagte Oliver Müller, Geschäftsführer der Kölner Haie: „Für uns wird ein Traum Wirklichkeit.“

„Das Konzept der Kölner ist in der Tat spektakulär und setzt die Idee perfekt um, aus diesen Spielen immer etwas ganz Besonderes zu machen“, sagte Daniel Hopp, stellvertretender DEL-Aufsichtsratsvorsitzender und als Geschäftsführer der Adler Mannheim Mitorganisator des vergangenen DEL WINTER GAMES 2017 in Sinsheim.

Auch Stefan Adam, Geschäftsführer der Düsseldorfer EG freut sich auf das Open-Air-Spektakel: „Das ist eine tolle Nachricht! Wir sind froh und stolz, Teil dieses herausragenden Eishockey-Tages im Rheinland zu sein. Die DEG wird dieses Event mit aller Kraft unterstützen und ihr Know-how vom DEL WINTER GAME 2015 einbringen.“

Neben dem Eis ist ein abwechslungsreiches und spannendes Rahmenprogramm geboten. Unter dem Motto „Gloria victori sit. Ehre dem Sieger.“ wird die stark ausgeprägte römische Geschichte intensiv im Rahmenprogramm thematisiert. So wird es auf den Vorwiesen des RheinEnergieSTADIONS Gladiatoren-Schaukämpfe geben. Abgerundet wird das Motto mit einem Gladiatorenkampf auf dem Eis in einer der beiden Drittelpausen.

„Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht. Jetzt heißt es, in den kommenden Monaten hart daran zu arbeiten, um ein unvergessliches Event für Köln und für den Sport auf die Beine zu stellen. Wir sind bereit und freuen uns drauf“, so Oliver Müller.

„Mister DEG“ ist tot: Die DEG trauert um Hansi Sültenfuß

Ein schwarzer Tag für die große DEG-Familie: Im hohen Alter und doch unerwartet ist heute Morgen eine der wichtigsten Persönlichkeiten der DEG-Geschichte von uns gegangen. Hans-Peter, „Hansi“, Sültenfuß ist im Alter von 91 Jahren verstorben. Er schlief im Krankenhaus friedlich ein. Unser ganzes Mitgefühl gilt Familie und Freunden des Club-Urgesteins.

DEG-Spielerikone Walter Köberle: „Wir alle trauern um Hansi. Sein Tod ist ein großer Verlust für Düsseldorf, den hiesigen Sport und das Brauchtum sowie natürlich für uns, die DEG. Mit ihm gehen unendlich viele Ideen, Anekdoten und Erinnerungen. Wir werden ihn nie vergessen.“

Hansi Sültenfuß wurde am 12. Oktober 1926 auf der Ratinger Straße in der Düsseldorfer Altstadt geboren. Als Sportler war er als Schwimmer, Wasser- und Handballer aktiv. Im Jahr 1947 kam er erstmals mit der DEG in Kontakt. Im Laufe der Jahre und Jahrzehnte wurde er „Mister DEG“ und hat mehr als fünf Jahrzehnte des Clubs entscheidend mitgeprägt. Er ist im Laufe seines langen Lebens in zahlreichen Funktionen für den Club tätig gewesen: Als Organisationschef, Teammanager, Ticketverkäufer, Marketingverantwortlicher, Sponsorenakquisiteur, PR-Manager und Medienbetreuer begleitete und lenkte er die DEG durch gute wie schwierige Zeiten.

Vor allem aber war Hansi ein herausragender Ideengeber. So entwickelte er das Programmheft „DEG aktuell“, führte Saisoneröffnungsfeiern, Einlaufshows, Stadionevents und Warmlauftrikots im deutschen Eishockey bzw. in Düsseldorf ein und war bis zuletzt nicht nur ein treuer Begleiter der DEG, sondern ein immer gern gesehener Gast bei den Spielen der Rot-Gelben an der Brehmstraße und seit 2006 im ISS DOME. Sültenfuß war Träger des Bundesverdienstkreuzes, Mitglied der deutschen Eishockey Hall of Fame und zudem Träger zahlreicher weiterer Auszeichnungen, Medaillen und Orden aus den Bereichen Brauchtum, Sport und lokalem Leben.

Vor allem aber war Sültenfuß viele Jahre das Herzstück der DEG. Mehr Rot-Gelb geht nicht. Hansi, die DEG wird dich nie vergessen!

Alle 14 DEL2-Clubs für einen neuen Anlauf zur Wiedereinführung von Auf-/und Abstieg

Dritter Anlauf wird fokussiert: Im Rahmen eines Treffens in Frankfurt haben sich die Vertreter der 14 DEL2-Clubs am Montag, 22. Januar 2018 darauf verständigt, einen dritten Anlauf zur Wiedereinführung von Auf- und Abstieg zwischen der Deutschen Eishockey Liga (DEL) und der Deutschen Eishockey Liga 2 (DEL2) anzustreben.

Im Vorfeld wurde das Verfahren vor dem Schiedsgericht und der erlassene Schiedsspruch ausgewertet. Des weiteren wurden Szenarien zur positiven Weiterentwicklung der Liga diskutiert. Am Ende waren sich alle Anwesenden einig, dass es eine sportliche Verzahnung im Sinne des Eishockeysports auch weiterhin höchstes Ziel der DEL2-Clubs ist.

Düsseldorfer EG: Charaktertest für den Saisonendspurt

Die Düsseldorfer EG muss sich neben der Kaderplanung für die kommende Saison auch um einem neuen Trainer kümmern. Mike Pellegrims wird zur kommenden Saison Co-Trainer bei den „finanzstarken Adler“ aus Mannheim und folgt seinem besten Freund und Lehrmeister aus gemeinsamen Wolfsburger Zeiten, Pavel Gross, der zur kommenden Saison neuer Cheftrainer in Mannheim wird, in die Quadratestadt. Dies bestätigte vorgestern sowohl die DEG, als auch der Konkurrent aus Mannheim offiziell, dem es bereits das zweite Mal gelang, einen Übungsleiter aus Düsseldorf loszueisen. Im März 2010 wurde publik, dass der damalige DEG-Trainer Harold Kreis nach der Saison Trainer in Mannheim wird, zu einem Zeitpunkt, wo die DEG im Playoff-Rennen in aussichtsreicher Position lag. Daraufhin wurde Kreis bei der DEG geschasst, der damalige sportliche Leiter Lance Nethery übernahm die Mannschaft bis zum Saisonende, das nach dem Viertelfinale gegen Wolfsburg (Sweep für die Grizzly Adams mit 3-0) abrupt erfolgte. Für die Mannschaft von Noch-Trainer Mike Pellegrims ist die derzeitige Situation ein Charaktertest.

Was die Mannheimer und Wolfsburger Presse vergangenen Freitag berichtete, wurde Dienstag dann auch von offizieller Seite bestätigt: Mike Pellegrims verlässt trotz eines bis 2019 laufenden Vertrags die Düsseldorfer EG vorzeitig und schließt sich zur neuen Saison seiner alten Liebe, den Adler Mannheim an. Dort wird er, wiedervereint mit Trainerfuchs Pavel Gross, zurück ins zweite Glied rücken und Co-Trainer werden. In der Düsseldorfer Fanlandschaft und im Umfeld dürfte die Meldung mehrheitlich keinen Anlass zur Trauer hervorgerufen haben. Das Verhältnis zwischen den Fans und der Pellegrimschen‘ DEG wirkte in dieser Saison stark unterkühlt und offenbarte trotz ordentlichem Zuschauerschnitt (7167 Zuschauer pro Partie im Schnitt), Risse. Schaut man in die Kommentarspalten in den sozialen Netzwerken, insbesondere Facebook, scheint die Demission des Belgiers die beste Nachricht der Saison zu sein. Zu emotionslos seien die Auftritte im heimischen ISS Dome bislang gewesen, in dem man zuletzt acht der letzten zehn Heimspiele verlor und insgesamt zwölf Niederlagen nach bisher 21 Heimspielen kassierte; zu wenig Identifikation mit Verein und Fans sieht der Anhang in der unkonstanten Spielweise und bei Teilen der Mannschaft.

Nach der leidenschaftlichen und insgesamt langen Ehe zwischen Vereinsikone Christof Kreutzer und der DEG, wirkt(e) Mike Pellegrims aufgrund seiner stoischen und wortkargen Art wie die ungeliebte Stiefmutter, die bei dem Großteil der Rot-Gelben Anhängerschaft von Beginn keine wirkliche Chance bekam, obwohl das ausgegebene Saisonziel, das Erreichen der Pre-Playoffs auch nach bislang 43 Spielen weiterhin realistisch ist.

Aktuell rangiert die DEG auf dem zehnten Tabellenplatz, auf den der achtmaliger Meister am Sonntag nach der dritten Heimniederlage in Folge gegen den ERC Ingolstadt(3-5) abrutschte. Vergangenen Freitag gab es trotz aufkeimender Gerüchte um die Person Pellegrims einen überzeugenden 5-2 Auswärtssieg im Iserlohner Hexenkessel, der die Düsseldorfer EG kurzzeitig auf Platz Sechs spülte.

Während Harold Kreis seinen Posten an der Düsseldorfer Brehmstraße räumen musste, nach dem durchsickerte, dass er zur Saison 2010/2011 nach Mannheim wechseln wird, soll Mike Pellegrims die laufende Saison zu Ende führen. Dies offenbart zwei Möglichkeiten für den Saisonendspurt, der sich in der DEL immer weiter zuspitzt: Entweder schenkt die Mannschaft die restlichen neun Saisonspiele ab, da ein weiterer Umbruch unumgänglich erscheint und die freiwillige Selbstdegradierung Pellegrims vom Cheftrainer in Düsseldorf zum Assistenztrainer in Mannheim zeigt, dass die sportlich-gesetzten Ziele in den Hintergrund gerückt sind, oder die DEG spielt in den letzten Wochen der Hauptrunde befreit auf, da die Personalie Pellegrims geklärt wurde. Für den Rest der Saison stellen die kommenden Aufgaben in jedem Fall einen Charaktertest dar, sowohl für den Trainer, für die Mannschaft und auch für die Fans. Mike Pellegrims kann (weiterhin) zeigen, dass er trotz seiner neuen Stelle in Mannheim eine professionelle Arbeitsauffassung hat. Das Team kann zeigen, dass der sportliche Ehrgeiz und die gesetzten Saisonziele wichtiger sind, als Unruhe im Verein und Diskussionen um einzelne Personen. Der Großteil der DEG-Fans, der sich aufgrund der eklatanten Heimschwäche und der fehlenden Identifikation mit dem System von Pellegrims oftmals äußerst schweigsam im eigenen Stadion präsentierte, könnte sich befriedet zeigen, und die Mannschaft im Kampf um die Pre-Playoff-Plätze unterstützen und fortan den Erfolg des Clubs in den Vordergrund stellen, da der ungeliebte Übungsleiter bald nicht mehr hinter der eigenen Bande steht.

Durch den vorgestrigen 7-3 Heimerfolg der Adler Mannheim gegen das Tabellenschlusslicht aus Straubing, rückten die Adler (57 Pkt.) bis auf zwei Punkte an die DEG heran (59 Pkt.) und hat dabei noch ein Nachholspiel im Petto. Bis zur langen Olympiapause im Februar stehen für die Düsseldorfer EG insgesamt noch sechs Partien auf dem Programm. Das kommende Wochenende bestreitet die DEG komplett auswärts. Morgen Abend trifft man auf den Titelverteidiger aus München, Sonntag kommt es in der Mannheimer SAP-Arena zum nicht nur tabellarisch brisanten Duell gegen die Adler, ehe kommenden Dienstag die Straubing Tigers in Düsseldorf gastieren. Im wöchentlichen Bäumchen-Wechsel-Dich-Spiel um die Tabellenplätze ist in der Endabrechnung sowohl Tabellenplatz Vier, den die Grizzlys Wolfsburg (66Pkt.) derzeit besetzen, als auch der zwölfte Tabellenplatz, aktuell rangieren dort die Augsburger Panther (54 Pkt.), für die DEG im Bereich des Möglichen.

Will die Düsseldorfer EG den Charaktertest bestehen, sind neben der richtigen Einstellung auch Punkte nötig, um die Saison noch versöhnlich zu gestalten.