Mike Pellegrims wechsel nach Mannheim soll fix sein.

Düsseldorf. „Muss sich die Düsseldorfer EG im Sommer erneut um einen neuen Trainer bemühen?“ hieß es noch vor einigen Tagen in der Westdeutschen Zeitung, nachdem der Mannheimer Morgen berichtete, dass Pellegrims nun Pavel Gross als Co-Trainer nach Mannheim folgt. Nach nrwhockey.de Informationen waren die Grizzlys aus Wolfsburg daran interessiert, den ehemaligen, unter Pavel Gross arbeiterenden, Co. Mike Pellegrims als Nachfolger zu installieren.

Das gelingt jedoch nicht. Es heißt, dass Mike Pellegrims bereits fix nach Mannheim zu den Adlern wechselt, um wieder an der Seite von Pavel Gross zu arbeiten. Mike Pellegrims wurde seinerzeit als Spieler mit Pavel Gross Meister mit den Adlern und sie könnten das Kunststück gemeinsam in Mannheim als Trainerduo wiederholen – denn an der Seite von Pavel Gross galt Pellegrims als der kreative Kopf bei den Grizzlys. In Düsseldorf bleibt der Erfolg unter Pellegrims aus. Es gelingt ihm nicht, eine gewisse Konstanz in die Mannschaft zu bringen, die auch eine sichere Playoff-Teilnahme gewährleisten könnte. Die Fans werden über den Wechsel an der Düsseldorfer Bande nicht sonderlich traurig sein.

Nick Latta erhält die Freigabe. Der Vertrag zwischen Nick Latta und den Kölner Haien wurde auf Wunsch des Spielers aufgelöst.

Nick Latta ist ab sofort nicht mehr Spieler der Kölner Haie. Der noch bis zum Ende der laufenden Saison gültige Vertrag mit dem KEC wurde auf Wunsch des Spielers mit sofortiger Wirkung aufgelöst.

„Nick Latta kam vor einigen Tagen mit dem Wunsch auf uns zu, seinen laufenden Vertrag mit dem KEC vorzeitig aufzulösen. Diesem Wunsch haben wir nach interner Rücksprache mit allen Entscheidungsebenen im Club entsprochen“, erklärt Haie-Sportdirektor Mark Mahon.

Über Details der Vertragsauflösung haben alle Parteien Stillschweigen vereinbart.

Nick Latta stand seit Oktober 2014 bei den Kölner Haie unter Vertrag und sammelte in insgesamt 174 DEL-Spielen 47 Scorerpunkte.

Die Kölner Haie bedanken sich bei Nick Latta für seinen Einsatz und seine Leistung in den vergangenen Spielzeiten und wünschen ihm für seine sportliche wie private Zukunft alles Gute.

Düsseldorfer EG: Wer braucht schon ‚Big-Points‘?

Die Düsseldorfer EG gewann gestern Abend nach starker Defensivleistung nicht unverdient das 218. Rheinische Derby bei den Kölner Haien mit 1-0 und fuhr damit nach dem überraschenden Sieg von Samstag bei den Eisbären Berlin, nachdem man einen 0-2 Rückstand mit knapp 1000 rot-gelben Anhängern im Rücken noch in einen 3-2 Sieg ummünzte, den zweiten Auswärtssieg in Folge ein. Damit gestaltete die DEG nicht nur ihre Jahreswende erfolgreich, durch beide Siege konnte sich das Team von Trainer Mike Pellegrims erstmals in dieser Saison auch tabellarisch in den Pre-Playoffrängen festsetzen. Nach 38 Spieltagen liegt der achtmalige Meister, mit 54 Punkten punktgleich mit den Kölner Haien, derzeit auf Tabellenrang acht und hat momentan fünf Punkte Vorsprung auf den Tabellenzehnten Mannheim und die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven, die aktuell mit 49 Punkten unter dem Strich auf Tabellenplatz Elf liegen.

Nach guter Defensivleistung und mit einem starken Dan Bakala als überragenden Rückhalt im DEG-Tor, erkämpfte sich die Düsseldorfer EG gestern Abend zum Jahresauftakt in Köln im dritten Versuch den ersten Derbysieg der Saison. Die beiden bisherigen Saisonduelle entschieden die Haie jeweils mit 3-2 nach Verlängerung für sich. Das Tor des Tages erzielte Jeremy Welsh in der einzigen Überzahlsituation, die es für die Gäste aus der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt gestern Abend gab, Ende des zweiten Drittels (36.). In einer durchaus temporeichen Partie, bei der sowohl Düsseldorfs Dan Bakala, als auch Köln-Schlussmann Dschunussow mehrmals im Mittelpunkt standen, zeigten beide Teams, dass mit ihnen im Schlussspurt um die Pre-Playoff-Plätze zu rechnen ist. Im ersten Drittel scheiterte Haie-Stürmer Ryan Jones nach einem Alleingang an Bakala, auf der anderen Seite ließ DEG-Toptorjäger John Henrion eine gute Einschussmöglichkeit ungenutzt. Da die DEG diszipliniert, leidenschaftlich und clever verteidigte und immer wieder offensive Nadelstiche setzen konnte, fiel die Führung im zweiten Abschnitt nicht unverdient. Insgesamt fünf Überzahlspiele ließ der KEC ungenutzt und verzweifelte dabei ein ums andere Mal an Dan Bakala, der knapp zweieinhalb Minuten vor dem Ende mit einer Glanzparade gegen Felix Schütz den Sieg gegen die Domstädter festhielt und zum gestrigen Held avancierte.

Zum Jahresabschluss ging es für die Düsseldorfer EG am Samstag zu den Eisbären Berlin, die in dieser Saison wieder an alte Zeiten anzuknüpfen scheinen. Begleitet von rund 1000 Gästefans, die mittels Sonderzug an den Berliner Ostbahnhof angereist waren, versuchte die DEG die 0-4 Schlappe, die es vergangenen Donnerstag beim direkten Konkurrenten in Ingolstadt nach uninspirierter Leistung gab, wieder gut zu machen. Im ersten Drittel spielten jedoch nur die Gastgeber aus der Hauptstadt, die nach den ersten zwanzig Minuten durch Tore von Marcel Noebels und Sven Ziegler mit 2-0 in Führung lagen. Durch Härte im Spiel und einen abgefälschten Glücksschuss zum 1-2 Anschlusstreffer von Ex-Eisbär Spencer Machacek fand die Düsseldorfer EG im zweiten Spielabschnitt zurück in die Partie. Ein weiterer Glücksschuss von John Henrion brachte der DEG kurz nach Beginn des letzten Drittels den überraschenden Ausgleich. Angetrieben von den vielen mitgereisten Fans aus Düsseldorf wurde die Düsseldorfer EG immer besser und kam nach stark-vorgetragenem Konter von Lewandowski und Manuel Strodel sechs Minuten vor Ende der Partie zur 3-2 Führung. Lewandowski bediente Manuel Strodel mustergültig, der Eisbären-Torwart Marvin Cüpper mit der Rückhand überwand und den mitgereisten Fans die Jahresabschluss-Party im Sonderzug sicherte.

Durch die beiden Auswärtssiege revidierte die Düsseldorfer EG die beiden unnötigen Niederlagen, die es bei den Gastspielen in Straubing in der Weihnachtswoche und vergangene Woche in Ingolstadt gab und profitierte dabei auch von den Niederlagen der Konkurrenz. Trotzdem scheint die DEG in dieser Saison oftmals „mental nicht bereit zu sein“, so wie es Trainer Mike Pellegrims zuletzt häufiger erklärte, wenn es darum geht, Punkte (Big-Points) gegen die direkte Konkurrenz, also Teams aus der gleichen oder unteren Tabellenregion zu holen, und überrascht das eigene Umfeld und sich selbst eher mit Siegen wie Samstag in Berlin. Zwar sind die Haie durchaus als direkter Konkurrent anzusehen, jedoch spielt die Tabellensituation in Derbies im Regelfall eine eher untergeordnete Rolle, was den Sieg von gestern keinesfalls schmälern sollte. Sowohl gegen das Tabellenschlusslicht aus Straubing als auch beim ERC Ingolstadt ließ die Düsseldorfer EG offensiv und kämpferisch viel vermissen. In Straubing lag man bereits nach vier Minuten mit 2-0 hinten und konnte in den darauffolgenden 56 Spielminuten nur einen Treffer erzielen, da die Offensive insgesamt zu wenig Torchancen kreierte und den aufopferungsvoll kämpfenden Straubingern wenig entgegenzusetzen hatte. In Ingolstadt blieb man zum insgesamt vierten Mal in dieser Saison ohne eigenen Treffer, und verlor ein sogenanntes 6-Punkte-Spiel. Durch einen Sieg hätte man bis auf sechs Punkte auf den damaligen Tabellenelften davonziehen können.

Am kommenden Freitag besteht für die Mannschaft von Trainer Mike Pellegrims die Gelegenheit, zu zeigen, dass das Team auch in den Begegnungen bereit ist, wenn es um besagte Big-Points geht. Beim bisherigen Überraschungsteam der Saison, den Schwenninger Wild Wings, derzeit auf Rang Fünf mit zwei Punkten Vorsprung vor der Düsseldorfer EG, tritt die DEG dann das vierte Mal in Folge auswärts an, ehe es am kommenden Sonntag zuhause gegen die Augsburger Panther geht, die bisher alle drei Partien gegen die Düsseldorfer EG für sich entscheiden konnten und ebenfalls noch Chancen auf die Pre-Playoffs haben. Um das unruhig gewordene Umfeld zu besänftigen und die aktuelle Tabellensituation weiter zu verbessern, sind Punkte am Wochenende nicht nur förderlich, sondern Pflicht.

Crash Eagles Kaarst sind Deutscher Meister 2017!

Es war der perfekte Tag für die Crash Eagles Kaarst, denn neben der Bundesligamannschaft, die Iserlohn klar mit 12:4 bezwang und so die Meisterschaft feierte, gelang dies nur wenige Stunden zuvor auch der Juniorenmannschaft bei der DM der Altersklasse U19.

Sonntag, der 17.12.2017, 18.30 Uhr und es war angerichtet in der ausverkauften Kaarster Stadtparkhalle. 700 Zuschauer sollten Zeuge des entscheidenden Finalspiels werden. Die Gäste aus dem Sauerland wollten an Ihre starke Leistung aus dem ersten Spiel anknüpfen und überraschten anfangs nervöse Kaarster durch einen Doppelschlag. Marcel Broze und Rickardo Mango brachte die Gäste innerhalb von nur 43 Sekunden mit 0:2 in Front. Einigen Zaungästen schwante schon Böses, doch der jüngste Adler Lennart Otten, der erst kurz vor Spielbeginn von der Juniorenmeisterschaft kommend in der Halle eintraf, sorgte mit dem Anschlusstreffer zum 1:2 (10.Minute, Vorlage Felix Wuschech) für eine Initialzündung. Kaarst war nun hellwach und mit der Unterstützung der Zuschauer wurde das Spiel gedreht. Moritz Otten verwertete eine Vorlage von Christian von Berg zum Ausgleich (13.) und Tobias Wolff konnte einen Pass von Thimo Dietrich zur ersten Führung verwandeln (16.). Dietrich selber stellte dann 12 Sekunden vor der Pausensirene auf 4:2 (20.).

Nach der Pause das gleich Bild. Kaarst war spielbestimmend und nutzte die sich bietenden Freiräume gegen immer müder werdende Samurai zu Toren durch Thimo Dietrich (29. Dominik Boschewski), Moritz Otten (32.), nach erneuter Vorarbeit durch Dominik Boschewski und Nils Surges (34. Ivo Puhle) ,zum zwischenzeitlichen 7:2. Iserlohns Constantin Wichern fand dann eine Lücke im Getümmel und traf zum 7:3 (38.) Zwischenstand nach 40 Minuten.

Im letzten Drittel verwaltete Kaarst dann zunächst das Ergebnis, um nicht Gefahr zu laufen die sichere Führung noch aus der Hand zu geben. Kapitän Dominik Boschewski (49.) und Tim Dohmen (50.) konnten dann, jeweils nach Vorlage von Thimo Dietrich, den Zwischenstand auf 9:3 schrauben da Iserlohn zusehends resignierte. Auch der vierte Treffer der Sauerländer durch Jan Schreiner war nicht mehr als Ergebniskosmetik. Diese betrieben dann auch noch Thimo Dietrich (55. Tobias Wolff), Jakob Matzken (58. Leonard Oehme) und Kevin Stein (60.Ivo Puhle), dessen Treffer zum 12:4 den Schlusspunkt setzte.

Damit feierten die Crash Eagles erstmals seit 1998 wieder den Meistertitel. Ein Erfolg, der vor der Saison sicher nicht zu erwarten war, da die Adler ob der damaligen Abgänge den Kader nochmals verjüngen mussten. „Wir sind das jüngste Team der Liga und es ist gelungen die einzelnen Spieler enorm schnell zu gestandenen Bundesligaspielern zu formen“, so Trainer Georg Otten. Sein Co-Trainer Volker Evertz betont den Teamgeist, der wesentlicher Anteil des Erfolgs ist. „Die Jungs kennen sich seit den Bambini oder Schülerzeiten und sowas schweißt zusammen“, so Evertz.

Mit diesem Spiel endet eine lange und anstrengende Saison, die mit einer Auftaktniederlage beim Aufsteiger Oberhausen begann und mit der Meisterschaft endete. 2018 startet man wieder bei einem Aufsteiger, mal sehen was das am Ende für eine Bedeutung hat.

Die Crash Eagles verabschiedeten nach der Partie Kevin Stein und Nils Surges, die beide wesentlich Anteil am Erfolg der letzten Jahre hatten und nun sportlich kürzer treten wollen.

1. Drittel im Finalspiel

Mittelabschnitt

Der Schlussabschnitt inkl. Siegerehrung. 

Georg Otten zum gewonnenen Finale.

Düsseldorfer EG: Nach der Serie ist vor der Serie

Die Düsseldorfer EG holte am abgelaufenen Wochenende vier von sechs möglichen Punkten. Am Freitag gab es bei den Augsburger Panther eine 2-1 Niederlage nach Penaltyschießen. Somit ging auch der dritte Saisonvergleich an die Fuggerstädter. Gestern gab es vor dieses Mal gut aufgelegten 7487 Zuschauern einen 2-1 Heimsieg gegen die Adler Mannheim, die von knapp 1000 Gästefans nach Düsseldorf begleitet worden sind. Durch den gestrigen Sieg beendete die DEG gleich mehrere Serien und ergatterte drei wichtige Punkte im Kampf um die Pre-Play-Off-Plätze. Nach 32 Spielen steht der achtmalige Deutsche Meister mit 44 Punkten auf dem zehnten Tabellenplatz und liegt damit aktuell drei Punkte vor dem ERC Ingolstadt, der bereits eine Partie mehr absolviert hat. Ihren bisherigen wechselhaften Kurs setzt die Düsseldorfer EG derweil weiterhin fort.

Nach einer intensiven Partie bezwang die DEG die Adler Mannheim gestern nach kämpferisch-starker Mannschaftsleistung mit 2-1. Alexej Dmitriev erzwang den entscheidenden Treffer sechs Minuten vor dem Ende, als er nach einem Abpraller die Scheibe über Adler-Schlussmann Chet Pickard ins Mannheimer Gehäuse hob. Die Führung der Gäste durch Sinan Akdag (15.), glich Alexander Barta eine Zeigerumdrehung wieder aus (16.). Beide Mannschaften schenkten sich in einer körperbetonten, aber nicht überharten Begegnung nichts, bei der beide Torhüter starke Leistungen zeigten. Sowohl Dan Bakala, als auch Pickard verhinderten, dass mehr als drei Tore im ISS Dome fielen. Direkt nach Spielbeginn hatte der wiedergenese Kapitän Darryl Boyce die frühe Führung auf der Kelle, scheiterte jedoch am Torhüter der Mannheimer. Auf der anderen Seite verpasste Devon Setoguchi knapp die Führung. Die häufig unpräzisen Aufbauspiele beider Teams sorgten dafür, dass es zu einem offenen Schlagabtausch kam, mit Chancen auf beiden Seiten. Erst der Treffer von Alexej Dmitirev, der mit dem Siegtreffer sein erstes Tor seit dem 1.Oktober erzielte, entschied die Partie spät.

Durch den Heimerfolg konnte die Düsseldorfer EG vier Serien beenden. Dem famosen Lauf nach der Deutschland-Cup-Pause, in der die Mannschaft von Trainer Mike Pellegrims sieben Mal am Stück punktete und dabei 17 von 24 möglichen Punkte holte und mit dem überraschend-effizienten 5-2 Auswärtssieg in Bremerhaven (Schussverhältnis 46-22 zu Gunsten der Fischtown Pinguins) endete, folgten vier Niederlagen am Stück. Vor der Begegnung in Augsburg verlor die Düsseldorfer EG drei Mal hintereinander vor eigenem Publikum. Nach ansprechender Leistung verlor man im heimischen ISS Dome zwei Tage nach dem Sieg im Norden gegen den EHC Red Bull München mit 1-3. Beim dritten Straßenbahn-Derby der Saison vor zehn Tagen, verlor eine indisponierte DEG vollkommen verdient gegen einen galligen KEV mit 1-4 vor eigenem Publikum. Sowohl von der Mannschaft, als auch von weiten Teilen der Fans ging das kleine Derby äußerst emotionslos vonstatten. Trotz der schnellen Führung von Maxi Kammerer nach 37 Sekunden kam weder das Team, noch das Publikum auf die nötige Betriebstemperatur, die es für ein Derby bedarf. Noch im ersten Drittel glich Krefeld die Begegnung aus, die spätestens im letzten Drittel durch den 3-1 Treffer von Ex-DEG-Spieler Kurt Davis (50.) entschieden wurde. Ein Aufbäumen gegen die Niederlage suchte man im weiten Rund und auf dem Eis anschließend vergebens. In Scharren verließen einige der insgesamt 12500 Zuschauer bereits zehn Minuten vor dem Ende die Halle. Im dritten Heimspiel in Folge gab es gegen die Grizzlys Wolfsburg eine knappe 1-2 Niederlage nach Penaltyschießen. Die wenigen Fans, die es trotz des Schneechaos in Düsseldorf in den ISS Dome schafften, sahen die von Trainer Mike Pellegrims geforderte Reaktion auf die Leistung aus dem Krefeld-Spiel. Mit wesentlich mehr Leidenschaft, Einsatz und Laufbereitschaft ging man gegen die niedersächsischen Gäste zu Werke, als noch zwei Tage zuvor gegen die Seidenstädter. Manuel Strodels ersten Saisontreffer aus dem ersten Drittel glich Alexander Weiß, Bruder von DEG-Spieler Daniel nach einem 2 auf 1 Konter sieben Minuten vor dem Ende aus. Wolfsburgs Torhüter Jerry Kuhn vereitelte nach insgesamt starker Leistung einige gute Gelegenheiten der DEG, insbesondere in der Verlängerung, in der die Düsseldorfer EG trotz Überzahlspiel keinen Treffer erzielen konnte und mehrfach am Gästegoalie scheiterte. Da Robbie Bina der einzige Torschütze im Penaltyschießen war und Jerry Kuhn alle Versuche der DEG parierte, ging der Zusatzpunkt an Wolfsburg. Bei der Partie in Augsburg lieferte die DEG eine ordentliche Leistung ab, zeigte jedoch, dass das Problem der mangelhaften Chancenverwertung weiterhin akut ist. Im vierten Spiel in Folge gelang den Jungs in Rot und Gelb nur einen Treffer. Obwohl genug Einschussmöglichkeiten vorhanden waren, konnte nur Manuel Strodel Augsburg-Torhüter Olivier Roy zum 1-1 bezwingen (33.). Zuvor brachte Simon Sezemsky den AEV im ersten Drittel in Führung. Sorgenfalten dürfte Mike Pellegrims die Auswechslung vom zuletzt formstarken Torhüter Mathias Niederberger auf die Stirn getrieben haben. In der 29.Spielminute musste der junge Goalie verletzungsbedingt für Dan Bakala weichen, nach dem zuvor ein Augsburger Spieler nach einem Torraumzweikampf auf ihm landete. Die Niederlage in Augsburg bedeutete zugleich das Ende der Auswärtssiegesserie der Düsseldorfer EG und die erste Niederlage auf fremden Eis seit Anfang November in München. Bis Freitag siegte man davor vier Mal in Folge in der Fremde.

Nach dem durchaus schmeichelhaften Sieg in Bremerhaven waren die Top-Sechs-Plätze in Reichweite, die Langzeitbaustellen Power Play und Effizienz schienen allmählich behoben. Etwas mehr als zwei Wochen später steht die DEG zwar weiterhin über dem Strich, der Trend, der durch den Sieg gegen Mannheim zunächst gestoppt wurde, zeigte zuletzt jedoch nach unten. In einer engen Liga, in der der Kampf um die Pre-Play-Off-Plätze langsam Fahrt aufnimmt, sollte die Düsseldorfer EG keine weiteren Niederlagenserien mehr hinzukommen lassen und eine erneute Trendwende einleiten, wenn das Minimalziel, das Erreichen der Pre-Play-Plätze realisiert werden soll.

Mit dichter Taktung geht es für die DEG weiter. Bereits am Mittwoch tritt man beim Ligaschlusslicht in Straubing an, das in dieser Saison beide bisherigen Begegnungen gegen die Düsseldorfer EG verlor. Am Weihnachtswochenende stehen zwei Heimspiele an; am Freitag kommen die Thomas Sabo Ice Tigers aus Nürnberg nach Düsseldorf, am 2.Weihnachtsfeiertag trifft die DEG zuhause auf die Iserlohn Roosters. 20 Spiele hat die DEG bis zum Ende der Hauptrunde noch zu absolvieren, die vorentscheidende Phase um die Platzierungen ist mittlerweile eingeläutet.

Für ein ruhiges Weihnachten in Düsseldorf und eine gute Ausgangsposition in der Endphase der Saison wäre eine Serie wie nach der Länderspielpause das beste Geschenk, was man sich selbst und den eigenen Fans unter den Weihnachtsbaum legen könnte.