Bissendorf Panther treffen am kommenden Samstag auf ihren Erzrivalen aus Duisburg

Bissendorfer PantherAm kommenden Samstag um 18:00 Uhr empfangen die Bissendorf Panther am letzten regulären Spieltag der ersten Skaterhockeybundesliga die Duisburg Ducks. Während für die Panther auf dem 7ten Rang der Tabelle die Playoffteilnahme gesichert ist, besteht für Duisburg zumindest noch theoretisch die Gefahr, als Tabellenachter die Playoffs zu verpassen.

Die Panther gegen die Ducks – diese Partie ist seit Jahren ein Duell auf Augenhöhe und bietet bereits seit Anfang des Jahrtausends beste Skaterhockey-Unterhaltung. Vor rund fünf bis zehn Jahren spielten beide Teams noch um die Vorherrschaft der damals zweigleisigen Bundesliga – heute hingegen kämpfen beide Mannschaften eher um die Playoff Teilnahme. Allerdings hat diese etwas veränderte Tabellensituation nichts von der Brisanz dieser Spiele genommen. „Gegen Duisburg ist es immer etwas Besonderes zu spielen. Die Spieler kennen sich teilweise schon seit Jahren und da die Partien in der Vergangenheit immer knapp und leidenschaftlich geführt worden sind, will sich niemand eine Blöße geben!“ so Pantherkapitän Markus Köppl. Allerdings können die Panther das Spiel zumindest in der Theorie etwas entspannter angehen lassen: Die Playoffs sind dem Team aus der Wedemark nicht mehr zu nehmen und damit ist das wesentliche Saisonziel neben dem Klassenerhalt geschafft. „Alles was jetzt kommt ist Zugabe für unsere Fans und uns.“ so Trainer Darian Abstoß, fügt aber schnell an, dass „…wir mächtig heiß drauf sind, möglichst lange im Wettbewerb zu bleiben.“ Von daher sollte die Partie gegen Duisburg den niedersächsischen Raubkatzen sehr entgegen kommen, hat man doch mit diesem hochklassigen Gegner eine hervorragende Möglichkeit, sich für die anstehenden Playoffs einzuspielen und gegebenenfalls die ein oder andere taktische Variante zu probieren.

Panthertrainer Darian Abstoß kann personell fast aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Goali Malte Abstoß aufgrund von Urlaub und der langzeitverletzte Liam Janotta können nicht auflaufen. Ob Coach Abstoß allerdings seine formell erste Garde auflaufen lässt, hält er sich bewusst offen: „Während der langen Sommerpause haben sich einige unserer Nachwuchskräfte gut in den Vordergrund gespielt und konnten nicht nur in Punkto spielerischer Qualität zulegen. Unser Kader ist mittlerweile so groß, dass ich auch den arrivierten Kräften eine Pause geben kann, die den Sommer nicht so intensiv für die Playoff Vorbereitung genutzt haben…“ so der Panthertrainer.

Auf jeden Fall mit von der Partie ist aber Sebastian Miller. Und das sogar als frisch gebackener Europameister. Als einziger Nationalspieler aus den Reihen der Panther gewann er mit der Nationalmannschaft am vergangenen Wochenende in einem hochdramatischen Finale nach Verlängerung gegen Dänemark die europäische Krone und wird so sicherlich mit einer extra Portion Selbstbewusstsein gegen Duisburg auflaufen.

Für das leibliche Wohl der Zuschauer und eine entspannte Atmosphäre ist wie immer seitens des Vereins in der Mellendorfer Wedemarksporthalle gesorgt.

Bissendorf Panther mit viel Spektakel und 4 von 6 möglichen Punkten

Mit nur 4 von 6 möglichen Punkten aus zwei wichtigen Partien beenden die Panther im Saisonendspurt einen der wichtigsten Spieltage. Foto: Steffi Rathje
Mit nur 4 von 6 möglichen Punkten aus zwei wichtigen Partien beenden die Panther im Saisonendspurt einen der wichtigsten Spieltage. Foto: Steffi Rathje

Während bei den Panthern insbesondere die Niederlage nach Penaltyschießen gegen Krefeld Spuren hinterlassen hat, so kamen die zahlreichen Zuschauer an beiden Spieltagen voll und ganz auf ihre Kosten – sahen sie doch alles, was den rasanten Inlinehockeysport ausmacht.

Die Kulisse stimmte bei der ersten Partie am Wochenende gegen den Crefelder SC. 249 Zuschauer fanden den Weg in die Wedemarksporthalle und sahen ein kurioses Spiel, nach dem sich die Panther zurecht mangelnde Cleverness vorwerfen lassen müssen. Sowohl für den Gast aus Krefeld als auch die Panther stand nichts weniger als eine Vorentscheidung im Abstiegskampf beziehungsweise im Ringen um die Playoff Plätze auf dem Programm. Die aus dem Druck resultierende Nervosität konnten beide Teams über die komplette Spielzeit nie ganz ablegen. Dennoch kam die Raubkatzen besser in die Partie und führten kurz vor Schluss des ersten Abschnitts durch Barlsen auf Vorlage Köhn und Köhn auf Vorlage Gollasch verdient mit 2 zu 0. Warum die Panther dann aber vollkommen unnötige Fehler machten, die binnen 1:30 Minuten zum Ausgleich führten, erschien nicht nur den Zuschauern rätselhaft. Coach Abstoß fand in der ersten Pause dann auch die passenden Worte und im zweiten Abschnitt dominierten die Panther die Partie. Zunächst erzielte Niclas Köhn die umjubelte 3 zu 2 Führung, ehe Kapitän Köppl in Überzahl auf 4 zu 2 erhöhte. In beiden Fällen kamen die Vorlagen von Nachwuchsass Felix Gollasch. Miller erhöhte in der 35igsten Minute auf 5 zu 2. Der Anschluss vom Krefelder Busch – erneut nach einem Blackout der Pantherdefensive – erschein zunächst nur als Ergebniskosmetik.

Im letzten Drittel spielten die Panther ihren Stiefel weiter runter und dominierten die Partie. Bis zur 48sten Minute erhöhten die Panther durch zwei Mal Markus Köppl und ein mal Tommy Sellmann nach zwischenzeitlichen Anschluss von Krefeld aber gar auf 8 zu 4. An sich war die Patrtie zu diesem Zeitpunkt gelaufen. Allerdings zog der Bissendorfer Niclas Köhn, derzeit in absolut bestehender Form, in eben dieser 48 Minute eine absolut unnötige 5 Minuten Strafe inklusive einer Matchstrafe nach einem harten Kniecheck.  Diese Strafe wird im Inlineskaterhockey komplett ausgespielt und man merkte den Pantherverteidigern in Unterzahl an, dass die Dominanz über das gesamte Spiel an den Kräften gezerrt hatte und so kamen die Krefelder zu Treffer um Treffer. Nach Ablauf der Strafe stand es ausgeglichen 8 zu 8. Der Spielverlauf war auf den Kopf gestellt. Als dann der Gast in erneuter Überzahl auf 9 zu 8 erhöhte, glaubte wohl keiner der fassungslosen Zuschauer noch an eine Wende – insbesondere weil die Panther die letzten zwei Minuten erneut in Unterzahl spielen mussten. Doch in eben dieser Unterzahl gelang Miller nach herrlicher Einzelleistung der umjubelte Ausgleich in Unterzahl. Die Halle tobte ob dieses nicht mehr geglaubten Ausgleichtreffers. Im Anschließenden Penaltyschießen behielt der Crefelder SC dann mit einem Treffer die Oberhand. „Am Ende können wir fast mit dem einen Punkt zufrieden sein,“ so Coach Abstoß nach der Partie, „allerdings hat heute definitiv nicht die bessere Mannschaft gewonnen – die Punkte haben wir mit der Strafzeit verschenkt.“ so Abstoß weiter.

Nach dieser bitteren Niederlage war man in der Wedemark merklich nervös vor der Partie am Sonntag gegen den nächsten, direkten Konkurrenten. Und diese Nervosität war auch in den ersten Minuten auf dem Feld deutlich Spürbar: Viel Pässe kamen nicht an, das Selbstvertrauen fehlte im Zweikampf und der Torabschluss wurde verfrüht gesucht. Dennoch erwischten auch am Sonntag die Panther den besseren Start und gingen durch Lars Barlsen auf Vorlagen von Felix Gollasch, durch Markus Köppl auf Vorlage von Sebastian Miller und durch Miller auf Vorlage von Tommy Sellmann mit 3 zu 0 in Führung. Aber auch an diesem Spieltag schüttelten die Zuschauer verständnislos den Kopf in der ersten Drittelpause, schenkten doch die Panther erneut mit katastrophalen Fehlern in den letzten beiden Minuten die Führung wieder her – es ging mit einem 3 zu 2 in die Pause.

Augenscheinlich steckten die letzten beiden Minuten den Panthern dermaßen in den Knochen, dass sie im zweiten Drittel überhaupt nicht mehr zu Ihrer Linie fanden. Kaarst dominierte das Spiel und zog durch Treffer ihres Top-Scorers Dietrich und weitere Treffer von Michalowski und von Berg mit 5 zu 3 davon. Auf den Rängen war man sich fast schon sicher, dass die Panther diese Nackenschläge nach der gestrigen Partie nicht mehr werden wegstecken können.

Allerdings kam noch einmal Hoffnung auf, nachdem Sellmann auf Vorlage von Baude zum Anschluss traf. Allerdings musste danach ein Panther in die Kühlbox und die Zuschauer ahnten böses. Aber in dieser Unterzahl Mitte des zweiten Drittels kam der große Auftritt des Tommy Sellmann: Einen Befreiungsschlag seines Mannschaftskollegen Stephan Nebel fing Sellmann mit seinem Helm ab, lege sich den abprallenden Ball mit der Schulter vor, um kurvte den letzten Defensivspieler der Crash Eagles und netzte mit einem trockenen Schuss in den rechten Winkel ein. Ausgleich! Danach wogte die Partie hin und her bis Routenier Jan-Christoph Pries auf Vorlage von Sebastian Miller mit einem wuchtigen Schlagschuss die erste Führung seit langer Zeit für die Panther erzielte.  Kurz vor Ende des Mittelabschnittes sorgte dann der förmlich explodierende Tommy Sellmann mit seinem dritten Treffern dann zum 7 zu 5.

Im letzten Drittel spielten die Panther dann endlich so, wie man es von einer cleveren Mannschaft erwarten darf. Ohne unnötiges Risiko zu gehen dominierten die Niedersachsen die Partie und kamen gar noch durch einen schönen Treffer von Felix Gollasch zu einem weiteren Treffer. Endstand damit 8 zu 5 für die Panther. Damit schieben sich die Panther auf den achten Tabellenplatz – dieser berechtigt zur Teilnahme an den Playoffs.

„Uns fehlen nach diesem Wochenende ganz klar zwei Punkte“ so Coach Abstoß. Diese können sich die Panther schon am kommenden Woche besorgen. Dann geht es daheim gegen den Meister aus Iserlohn. Am kommenden Samstag um 18:30 Uhr sind die Panther dann sicherlich nicht in der Favoritenrolle, werden aber wie immer mit bester Moral und Einsatz auftreten.

Bissendorf Panther gewinnen wichtiges „Heimspiel“ in Assenheim

Vor fast 100 mitgereisten Fans aus der Heimat gewinnen die Panther gegen den direkten Play-Off Kandidaten aus Assenheim bei Frankfurt mit 7 zu 3. Mit diesem Sieg rücken die Panther auf den siebten Rang der ersten Skaterhockeybundesliga vor – ein Abstieg ist zwar noch theoretisch möglich, bei noch zwei ausstehenden Partien aber fast ausgeschlossen.

Für die Panther stand vor der Partie eine Menge auf dem Spiel: Die IVA Rhein Main Patriots aus Assenheim lagen vor dem Wochenende noch deutlich vor den Raubkatzen aus der Wedemark. Durch eine Niederlage der Patriots am Samstag in Duisburg – ebenfalls ein heißer Kandidat um die letzten Play-Off Plätze – waren die Patriots in Zugzwang. Für die Panther stand nichts weniger als ein wesentlicher Schritt Richtung Klassenerhalt und in die Play-Offs auf dem Zettel. Dementsprechend motiviert und perfekt eingestellt gingen die Panther zu Werke.

Die zahlreichen mitgereisten Fans sahen von der ersten Minute an eine dominierende Mannschaft aus Niedersachen, die den Frankfurtern kaum Raum zur Entfaltung ließ.  Bereits in der zweiten Minute konnte Maxim Faber auf sensationelle Vorlage seines eigenen Torwartes, Danny Sellmann, das erste Mal die Arme in die schwülheiße Luft der Frankfurter Halle zum Torjubel strecken. Und die Panther legten kontinuierlich nach: Timo Gollasch bei seinem Debüt in der ersten Mannschaft auf Vorlage von Niclas Köhn, Kapitän Markus Köppl auf Vorlage von Nationalspieler Sebastian Miller und Tommy Sellmann auf Vorlage von Maxim Faber sorgten für einen ordentlichen Vier-Tore-Vorsprung nach 20 Minuten.

„Im ersten Drittel hatten wir den Gegner und das Spiel im Griff“ so Coach Darian Abstoß – allerdings war davon im zweiten Drittel nicht mehr viel zu sehen. Zunächst überstanden die Wedemärker eine fünf minütige Unterzahl, mussten aber direkt im Anschluss den ersten Treffer der Patriots hinnehmen. In der 34sten Spielminute legten die Frankfurter dann gar noch mit einem weiteren Treffer nach und die Panther gerieten mehr und mehr ins Schwimmen. Zum Glück für die Panther konnte Marcel Knoke kurz vor der Sirene zur zweiten Pause auf Vorlage von Routinier Jan-Christoph Pries, der am Wochenende seinen 35sten Geburtstag feierte, zum 5 zu 2 erhöhen.

Die Kabinenpredigt in der Drittelpause von Coach Abstoss zeigte im Schlussabschnitt die gewünschte Wirkung: Mit der Souveränität aus dem ersten Durchgang ließen die Panther, angetrieben von ihren frenetischen Fans, im Schlussabschnitt nichts mehr anbrennen und sorgten mit zwei weiteren Treffern von Felix Gollasch auf Vorlage von Kapitän Köppl und durch Maxim Faber bei einem bedeutungslos gewordenen Gegentreffer der Assenheimer für einen am Ende völlig verdienten 7 zu 3 Erfolg. 

„Man kann mit Fug und Recht sagen, dass wir in den letzten Monaten klar steigende Form bewiesen haben – ich denke, dass die drei Punkte mehr als verdient sind“ so Trainer Abstoß nach der Partie. Pantherkapitän Markus Köppl fügt noch an, „…dass insbesondere auch die Unterstützung der Fans heute ein entscheidender Baustein für diese drei wichtigen Punkte gewesen sind.“

Für die Panther geht es nun in eine fünfwöchige Sommerpause. Danach erwarten die Raubkatzen noch zwei sehr wichtige Spiele gegen die direkten Play-Off Konkurrenten aus Krefeld und Duisburg.

 

Panther gewinnen Hitzeschlacht gegen den Deutschen Meister

Bissendorfer PantherAn dem wohl bisher heißesten Tag des Jahres ergattern sich die Bissendorfer Panther drei ganz wichtige Punkte im Abstiegskampf der 1. Inline-Skaterhockey Bundesliga. Dabei war der Gegner beim 8:5 (2:1; 1:2; 5:2)-Sieg des einzigen Teams aus Norddeutschland kein geringerer als der amtierende Deutsche Meister aus Iserlohn.

Das Spiel am vergangenen Sonnabend begann zunächst sehr verhalten. Beide Mannschaften schienen sich augenscheinlich erst einmal abzutasten. Bei einer Außentemperatur von knapp 35° und der stehenden Luft in der Wedemark Sporthalle war dies nun wirklich keine Überraschung. Leichtes Übergewicht hatten dennoch die Samurais aus Iserlohn. Die Gäste kamen immer wieder mit schnellen Konter über die Flanken zu gefährlichen Einschussmöglichkeiten. Diese  wurden aber allesamt souverän vom Bissendorfer Schlussmann Danny Sellmann entschärft. Das erste Tor der Partie entstand folgerichtig aus einem Zufall. Wir schreiben bereits die 17. Spielminute des ersten Drittel und Marcel Knoke brachte den Ball einfach mal scharf vor das Gehäuse der Iserlohner, wo jener  an Freund und Feind vorbei bei Markus Köppl auf dem Schläger landete und dieser durch die Beine des verdutzt blickenden Gästetorhüters zur 1:0-Führung einnetzte. Kurios fiel auch der zweite Treffer des Abends genau zwei Minuten und eine Sekunde später. Niclas Köhn ist hinter dem eigenen Tor mit dem Iserlohner Neumann im Kampf um den Ball. Der Verteidiger der Panther gewann das Duell um den Ball, doch brach er nach einem nicht geahndeten Stockschlag plötzlich zusammen und blieb verletzt liegen. Im Gegensatz zu den restlichen Spieler der Panther unterbrachen die Unparteiischen das Spiel nicht und so hatten die Samurai leichtes Spiel und glichen aus. Im direkten Gegenzug jedoch stellte Kapitän Markus Köppl  mit einem bilderbuchmäßigen Konter die alte Führung wieder her.

Das zweite Drittel begann ebenso torreich, wie das erste Drittel zu Ende ging. Die Gäste glichen in der 22. Minute aus und nur zwei Minuten später war es Niclas Köhn, der mit einem Hammer in Überzahl die Panther wieder mit 3:2 nach vorne brachte. Trotz des sehr robusten Spiels ließ das Schiedsrichtergespann weitestgehend viel laufen. Die Panther beendeten das Spiel mit nicht einer einzigen Strafe. Gegenüberstehend vier Strafminuten (+ 2x 10 Minuten persönliche Strafen) auf Iserlohner Seite. Dennoch blieb der große Schlagaustausch beider Mannschaft im restlichen Mittelabschnitt aus, setzte die erhebliche Hitze beiden Mannschaften doch sehr zu. In der 35. Spielminute fiel dann zum Nachteil der Panther der erneute Ausgleich und so ging es mit einem 3:3 in die letzte Drittelpause des Tages.

Die Panther kamen wohl mit dem größeren Willen aus der Kabine. Markus Köppl schoss mit seinem Hattrick nach gerade einmal 85 Sekunden nach Wiederbeginn die Wedemärker erneut in Führung und dieses Tor war ein echter Hingucker. Es wäre fast eine Kopie des 1:0 gewesen, hätte der Kapitän nicht den Ball aus der Luft volley in die Maschen gejagt. Direkt danach gewannen die Gastgeber das Bully und Niclas Köhn fuhr mit der Kugel hinter das eigene Tor. Die Gäste bemühten sich nicht den Verteidiger anzugreifen und waren vielmehr damit beschäftigt sich beim Schiedsrichter zu beschweren. Nach knapp einer Minute schlug Köhn die Murmel an den überraschend wirkenden Stürmer der Samurai vorbei nach vorne, wo Lars Barlsen wartete und zum 5:3 einschoss. Nun fielen die Tore Schlag auf Schlag. Iserlohn kam in Person von Tim Linke wenig später wieder auf ein Tor heran, bis Maxim Faber in der 47. Minute mit einem Gewalthammer von der Mittellinie den alten Vorsprung wiederherstellte. Doch auch diese zwei Tore Führung währte nicht lange. Ein verunglückter Befreiungsschlag der Panther führte zu einem für Torwart Sellmann verdeckten Schuss und der Vorsprung schmolz erneut auf ein Tor hinab. In der 55.Minuten setzte sich Lars Barlsen Pfeilschnell auf der linken Außenbahn durch und verlud den Torwart auf dessen Fanghandseite und es ging mit einem 7:5 aus Sicht der Norddeutschen in die letzten fünf Spielminuten. In diesen ließen die Panther nichts mehr anbrennen und Maxim Faber erhöhte noch mit einem Empty Net auf 8:5.

Mit diesem Sieg festigen die Panther weiterhin Rang acht in der Tabelle und haben nun neun Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Bei drei auszustehenden Spieltagen bedeutet dies, dass bereits vier Punkte den Klassenerhalt rechnerisch sichern würden, wenn der Crefelder SC gleichzeitig seine vier restlichen Spiele gewinne. Da die Panther und die Krefelder noch zum Rückspiel aufeinander treffen, würde bereits ein Sieg nach regulärer Spielzeit in Krefeld den Klassenerhalt bedeuten. Dadurch wäre man im direkten Vergleich vor den Krefeldern, welche das Hinspiel in Mellendorf mit 9:10 nach Penaltyschießen gewinnen konnten.

Endspielstimmung bei den Bissendorf Panthern

Bissendorfer PantherNeben der deutschen Nationalmannschaft sind auch die Bissendorf Panther in absoluter Endspielstimmung. Und das gleich in doppelter Hinsicht, stehen doch am Wochenende gleich zwei entscheidende Partien für die Wedemärker in der ersten Skaterhockeybundesliga auf dem Programm. Im Erfolgsfalle winkt die Playoff-Teilnahme, gehen die Begegnungen gegen Krefeld und Kaarst für die Panther schlecht aus, droht akut der Abstieg in die zweite Bundesliga.

Am kommenden Samstag zur gewohnten Zeit um 18:30 Uhr kommt es zum ersten Duell mit dem Crefelder SC. Während die Bissendorf Panther mit 18 Punkten auf dem neunten Rang der ersten Skaterhockeybundesliga rangieren und sich damit noch berechtigte Hoffnungen auf den achten Tabellenplatz und damit die Playoff-Teilnahme machen können, rangieren die Krefelder mit 14 Punkten auf dem elften Tabellenplatz – dieser Rang führt zwangsläufig zu Relegationsspielen um den Abstieg in die zweite Liga. Allein schon diese Tabellenkonstellation wird für Spannung in der Wedemarksporthalle sorgen. Dazu kommt, dass Krefeld eine echte Wundertüte bezüglich der Ergebnisse ist: Am vergangenen Wochenende gingen die Skating Bears aus Krefeld mit 18 zu 7 förmlich unter beim Tabellenletzten aus Kaarst. Dem gegenüber stehen allerdings auch eindrucksvolle Siege gegen die Spitzenteams aus Köln und Augsburg. Allerdings ist Krefeld auch eine der unfairsten Mannschaften der Liga und rangiert in der Fairplay Statistik auf dem zehnten von zwölf Plätzen.

Am Sonntag um 15:00 Uhr gibt sich dann das derzeitige Tabellenschlusslicht, die Crash Eagles aus Kaarst, in der Wedemarksporthalle die Ehre. Mit derzeit zwölf Punkten auf der „Haben-Seite“ liegen die Crash Eagles nur zwei Punkte hinter Krefeld und gerade einmal sechs Zähler hinter den Panthern. Verlieren die Panther also beide Partien, wäre Kaarst in der Tabelle vorbei gezogen.

Herausragender Akteur bei den Crash Eagles ist Timo-Fabian Dietrich, der in 14 absolvierten Partien auf bärenstarke 46 Scorerpunkte kommt – zum Vergleich: Der beste Scorer bei den Bissendorfern ist Sebastian Miller mit 27 Punkten. Allerdings folgen dem Bissendorfer in diesem Ranking noch drei weitere wedemärker Spieler mit mehr als 20 Punkten, was wiederum für eine deutlich geschlossenere Mannschaftsdichte bei den Panthern spricht.

Für die Raubkastzen aus der Wedemark und ihren Coach Darian Abstoß ist die Marschroute somit klar: „Wir müssen am Wochenende mit mannschaftlicher Geschlossenheit und viel Einsatz arbeiten und dabei die sich ergebenden Chancen nutzen, dann sind am kommenden Wochenende sechs Punkte für uns drin.“ Diese sechs Punkte sind aufgrund der wenigen, verbliebenen Spiele für die Panther elementar wichtig um weiter von den Playoffs zu träumen und Pantherkapitän Markus Köppl fügt an, dass „wir alles daran setzen werden, gegen Krefeld und Kaarst als Sieger vom Platz zu gehen – umso mehr setzen wir bei diesen wichtigen Spielen auf die Unterstützung unserer tollen Fans.“ Man darf also gespannt sein, ob die Partien am kommenden Wochenende nicht nur spannend, sondern auch erfolgreich für die Panther enden werden. Wie immer ist für das leibliche Wohl der Zuschauer ausreichend und umfassend gesorgt.

 

Bissendorf Panther mit guter Moral und 3 Punkten beim Doppelspieltag in Bayern

Bissendorfer PantherMit viel Leidenschaft und einer extra Portion Einsatz gelingt den Panther eine kleine Sensation bei ihrem Auswärtstrip durch Bayern: Gegen den Vizemeister aus Augsburg gab es einen verdienten 5 zu 8 Erfolg. Das Spiel am Sonntag in Straubing gegen den IHC Atting ging hingegen deutlich mit 14 zu 4 verloren.

Die Voraussetzungen waren alles andere als positiv vor dem Roadtrip der Panther in den Süden der Republik: Torwart Danny Sellmann laborierte an einer verletzten Schulter und Malte Abstoß konnte die Reise die Reise aufgrund eines verletzten Knies gar nicht erst antreten. Da auch die etatmäßigen Nachrücker auf der Torwartposition allesamt durch eigene Spiele verhindert war, reaktivierten die Pantheroffiziellen Thomas Probst. Dieser hatte sein letztes Spiel als Torwart vor drei Jahren bei der zweiten Herren absolviert. Zudem mussten die Panther ohne Ihren Coach in den Süden reisen – Darian Abstoß war beruflich verhindert. Umso erstaunlicher, dass die Panther von der ersten Minute an Moral und absoluten Siegeswillen erkennen ließen und keineswegs wie ein Abstiegskandidat beim Vizemeister auftraten. Bereits in den ersten Minuten entwickelte sich ein offener Schlagabtausch ohne das ersichtlich gewesen wäre, wem die sechs Stunden Busfahrt in den Knochen steckten. Und so war es in der sechsten Spielminute Routinier Jan-Christoph Pries, der auf Vorlage von Markus Köppl das erste Tor des Spiels für die Bissendorfer erzielte. Zwar konnte Augsburg durch Oliver Dotterweich keine zwei Minuten später ausgleichen doch war es dann Maxim Faber, der in der zwölften Minute für die Panther die erneute Führung besorgte. Die Panther waren zu diesem Zeitpunkt auf dem besten Wege sich eine klare Dominanz zu erarbeiten, erhielten dann allerdings eine fünf Minuten Strafe für einen heftigen Bandencheck von Felix Gollasch. Die Überzahl nutzen die Augsburger zum Ausgleich durch Simon Arzt. Damit ging  es dann auch in die Pause.

Im zweiten Drittel gingen die Panther erneut durch Niclas Köhn auf Vorlage von Felix Gollasch in Führung. Dieser wurde dann wiederum von Lukas Fettinger, einem der besten Stürmer der Liga in Diensten Augsburgs, ausgeglichen. Die erstmalige Führung für die Augsburger besorgten dann die Panther selbst. Mit einem kuriosen Handballtor beförderte Patrick Baude die Kugel am völlig überraschten Bissendorfer Schlussmann vorbei in die eigenen Maschen. Aber statt einzubrechen zeigten die Mannen um Kapitän Köppl Moral und dann kamen die 15 Sekunden des Bissendorfers Sebastian Miller, der binnen kürzester Zeit zweimal von Jan-Christoph Pries bedient wurde und eiskalt verwandelt. Keine 20 Sekunden später erzielte Niklas Köhn gar das 6 zu 4.

Leider brach zum Ende des zweiten Drittels die Verletzung des überragend haltenden Danny Sellmann wieder auf, so dass die Panther den Schlussabschnitt mit dem reaktivierten Thomas Probst begannen. Dieser machte seine Sache sehr gut und nach fünf Minütiger Behandlung kehrte Sellmann wieder in seinen Kasten zurück, den er bis auf einen – letztlich bedeutungslosen – Gegentreffer der Augsburger sauber hielt. Die Panther hingegen legten noch zwei mal in Person von Köppl auf Vorlagen Niclas Köhn und durch ein Empty-Net Tor von Köhn nach. Endstand damit 8 zu 5 für Bissendorf und damit war die Sensation perfekt.

Der Preis dieses Sieges war für die Niedersachsen allerdings hoch, konnte Danny Sellmann doch am Folgetag nicht wieder von Beginn an starten. Dazu kam, dass der IHC Atting in der DEL Arena der Straubing Tigers spielt – die Spielfläche ist signifikant größer als das typischer Weise beim Inlinehockey der Fall ist und so taten sich die Raubkatzen aus der Wedemark sehr schwer und ließen den Rückkehrer Thomas Probst zu oft allein. Und so kam es wie es kommen musste: Die Panther verloren das Eröffnungsdrittel deutlich mit 7  zu 2 – lediglich Patrick Faupel auf Vorlage von Felix Gollasch und Maxim Faber auf Vorlage von Tommy Sellmann konnten für Wedemärker Torerfolge sorgen.

Das zweite Drittel gestalteten die Panther dann ausgeglichener. Drei Treffern der Attinger setzten die Panther zwei Treffer durch Markus Köppl und Stephan Nebel entgegen. Mehr wollte aber nicht mehr gelingen. Im letzten Drittel merkte man den Panthern die Anstrengungen der letzten Spielabschnitte deutlich an und so kamen die Attinger noch zu drei weiteren Treffern – ein Tor wollte den Panthern trotz aussichtsreicher Möglichkeiten im Schlussabschnitt nicht mehr gelingen.

„Sicherlich war das heute keine Glanzleistung von uns.“ so  Kapitän und Aushilfscoach Markus Köppl „…wir können aber mit den drei Punkten vom Wochenende sehr gut leben – darauf hätte wohl vorher keiner gewettet! Insbesondere die Moral und Einstellung unserer Truppe war hervorragend.“

Die Raubkatzen haben nun ein Spielfreies Wochenende vor sich ehe es wieder daheim um wichtige Punkte geht. Am Samstag den 12. Juli geht zur gewohnten Zeit um 18:30 Uhr in der Wedemarksporthalle gegen die Krefeld Skating Bears und am Sonntag, 13. Juli gegen die Crash Eagles Kaarst. In beiden Partien sind die Panther mit der in Bayern gezeigten Leistung nur sehr schwer zu schlagen.