Mike Pellegrims wechsel nach Mannheim soll fix sein.

Düsseldorf. „Muss sich die Düsseldorfer EG im Sommer erneut um einen neuen Trainer bemühen?“ hieß es noch vor einigen Tagen in der Westdeutschen Zeitung, nachdem der Mannheimer Morgen berichtete, dass Pellegrims nun Pavel Gross als Co-Trainer nach Mannheim folgt. Nach nrwhockey.de Informationen waren die Grizzlys aus Wolfsburg daran interessiert, den ehemaligen, unter Pavel Gross arbeiterenden, Co. Mike Pellegrims als Nachfolger zu installieren.

Das gelingt jedoch nicht. Es heißt, dass Mike Pellegrims bereits fix nach Mannheim zu den Adlern wechselt, um wieder an der Seite von Pavel Gross zu arbeiten. Mike Pellegrims wurde seinerzeit als Spieler mit Pavel Gross Meister mit den Adlern und sie könnten das Kunststück gemeinsam in Mannheim als Trainerduo wiederholen – denn an der Seite von Pavel Gross galt Pellegrims als der kreative Kopf bei den Grizzlys. In Düsseldorf bleibt der Erfolg unter Pellegrims aus. Es gelingt ihm nicht, eine gewisse Konstanz in die Mannschaft zu bringen, die auch eine sichere Playoff-Teilnahme gewährleisten könnte. Die Fans werden über den Wechsel an der Düsseldorfer Bande nicht sonderlich traurig sein.

Düsseldorfer EG: Wer braucht schon ‚Big-Points‘?

Die Düsseldorfer EG gewann gestern Abend nach starker Defensivleistung nicht unverdient das 218. Rheinische Derby bei den Kölner Haien mit 1-0 und fuhr damit nach dem überraschenden Sieg von Samstag bei den Eisbären Berlin, nachdem man einen 0-2 Rückstand mit knapp 1000 rot-gelben Anhängern im Rücken noch in einen 3-2 Sieg ummünzte, den zweiten Auswärtssieg in Folge ein. Damit gestaltete die DEG nicht nur ihre Jahreswende erfolgreich, durch beide Siege konnte sich das Team von Trainer Mike Pellegrims erstmals in dieser Saison auch tabellarisch in den Pre-Playoffrängen festsetzen. Nach 38 Spieltagen liegt der achtmalige Meister, mit 54 Punkten punktgleich mit den Kölner Haien, derzeit auf Tabellenrang acht und hat momentan fünf Punkte Vorsprung auf den Tabellenzehnten Mannheim und die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven, die aktuell mit 49 Punkten unter dem Strich auf Tabellenplatz Elf liegen.

Nach guter Defensivleistung und mit einem starken Dan Bakala als überragenden Rückhalt im DEG-Tor, erkämpfte sich die Düsseldorfer EG gestern Abend zum Jahresauftakt in Köln im dritten Versuch den ersten Derbysieg der Saison. Die beiden bisherigen Saisonduelle entschieden die Haie jeweils mit 3-2 nach Verlängerung für sich. Das Tor des Tages erzielte Jeremy Welsh in der einzigen Überzahlsituation, die es für die Gäste aus der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt gestern Abend gab, Ende des zweiten Drittels (36.). In einer durchaus temporeichen Partie, bei der sowohl Düsseldorfs Dan Bakala, als auch Köln-Schlussmann Dschunussow mehrmals im Mittelpunkt standen, zeigten beide Teams, dass mit ihnen im Schlussspurt um die Pre-Playoff-Plätze zu rechnen ist. Im ersten Drittel scheiterte Haie-Stürmer Ryan Jones nach einem Alleingang an Bakala, auf der anderen Seite ließ DEG-Toptorjäger John Henrion eine gute Einschussmöglichkeit ungenutzt. Da die DEG diszipliniert, leidenschaftlich und clever verteidigte und immer wieder offensive Nadelstiche setzen konnte, fiel die Führung im zweiten Abschnitt nicht unverdient. Insgesamt fünf Überzahlspiele ließ der KEC ungenutzt und verzweifelte dabei ein ums andere Mal an Dan Bakala, der knapp zweieinhalb Minuten vor dem Ende mit einer Glanzparade gegen Felix Schütz den Sieg gegen die Domstädter festhielt und zum gestrigen Held avancierte.

Zum Jahresabschluss ging es für die Düsseldorfer EG am Samstag zu den Eisbären Berlin, die in dieser Saison wieder an alte Zeiten anzuknüpfen scheinen. Begleitet von rund 1000 Gästefans, die mittels Sonderzug an den Berliner Ostbahnhof angereist waren, versuchte die DEG die 0-4 Schlappe, die es vergangenen Donnerstag beim direkten Konkurrenten in Ingolstadt nach uninspirierter Leistung gab, wieder gut zu machen. Im ersten Drittel spielten jedoch nur die Gastgeber aus der Hauptstadt, die nach den ersten zwanzig Minuten durch Tore von Marcel Noebels und Sven Ziegler mit 2-0 in Führung lagen. Durch Härte im Spiel und einen abgefälschten Glücksschuss zum 1-2 Anschlusstreffer von Ex-Eisbär Spencer Machacek fand die Düsseldorfer EG im zweiten Spielabschnitt zurück in die Partie. Ein weiterer Glücksschuss von John Henrion brachte der DEG kurz nach Beginn des letzten Drittels den überraschenden Ausgleich. Angetrieben von den vielen mitgereisten Fans aus Düsseldorf wurde die Düsseldorfer EG immer besser und kam nach stark-vorgetragenem Konter von Lewandowski und Manuel Strodel sechs Minuten vor Ende der Partie zur 3-2 Führung. Lewandowski bediente Manuel Strodel mustergültig, der Eisbären-Torwart Marvin Cüpper mit der Rückhand überwand und den mitgereisten Fans die Jahresabschluss-Party im Sonderzug sicherte.

Durch die beiden Auswärtssiege revidierte die Düsseldorfer EG die beiden unnötigen Niederlagen, die es bei den Gastspielen in Straubing in der Weihnachtswoche und vergangene Woche in Ingolstadt gab und profitierte dabei auch von den Niederlagen der Konkurrenz. Trotzdem scheint die DEG in dieser Saison oftmals „mental nicht bereit zu sein“, so wie es Trainer Mike Pellegrims zuletzt häufiger erklärte, wenn es darum geht, Punkte (Big-Points) gegen die direkte Konkurrenz, also Teams aus der gleichen oder unteren Tabellenregion zu holen, und überrascht das eigene Umfeld und sich selbst eher mit Siegen wie Samstag in Berlin. Zwar sind die Haie durchaus als direkter Konkurrent anzusehen, jedoch spielt die Tabellensituation in Derbies im Regelfall eine eher untergeordnete Rolle, was den Sieg von gestern keinesfalls schmälern sollte. Sowohl gegen das Tabellenschlusslicht aus Straubing als auch beim ERC Ingolstadt ließ die Düsseldorfer EG offensiv und kämpferisch viel vermissen. In Straubing lag man bereits nach vier Minuten mit 2-0 hinten und konnte in den darauffolgenden 56 Spielminuten nur einen Treffer erzielen, da die Offensive insgesamt zu wenig Torchancen kreierte und den aufopferungsvoll kämpfenden Straubingern wenig entgegenzusetzen hatte. In Ingolstadt blieb man zum insgesamt vierten Mal in dieser Saison ohne eigenen Treffer, und verlor ein sogenanntes 6-Punkte-Spiel. Durch einen Sieg hätte man bis auf sechs Punkte auf den damaligen Tabellenelften davonziehen können.

Am kommenden Freitag besteht für die Mannschaft von Trainer Mike Pellegrims die Gelegenheit, zu zeigen, dass das Team auch in den Begegnungen bereit ist, wenn es um besagte Big-Points geht. Beim bisherigen Überraschungsteam der Saison, den Schwenninger Wild Wings, derzeit auf Rang Fünf mit zwei Punkten Vorsprung vor der Düsseldorfer EG, tritt die DEG dann das vierte Mal in Folge auswärts an, ehe es am kommenden Sonntag zuhause gegen die Augsburger Panther geht, die bisher alle drei Partien gegen die Düsseldorfer EG für sich entscheiden konnten und ebenfalls noch Chancen auf die Pre-Playoffs haben. Um das unruhig gewordene Umfeld zu besänftigen und die aktuelle Tabellensituation weiter zu verbessern, sind Punkte am Wochenende nicht nur förderlich, sondern Pflicht.

Düsseldorfer EG: Nach der Serie ist vor der Serie

Die Düsseldorfer EG holte am abgelaufenen Wochenende vier von sechs möglichen Punkten. Am Freitag gab es bei den Augsburger Panther eine 2-1 Niederlage nach Penaltyschießen. Somit ging auch der dritte Saisonvergleich an die Fuggerstädter. Gestern gab es vor dieses Mal gut aufgelegten 7487 Zuschauern einen 2-1 Heimsieg gegen die Adler Mannheim, die von knapp 1000 Gästefans nach Düsseldorf begleitet worden sind. Durch den gestrigen Sieg beendete die DEG gleich mehrere Serien und ergatterte drei wichtige Punkte im Kampf um die Pre-Play-Off-Plätze. Nach 32 Spielen steht der achtmalige Deutsche Meister mit 44 Punkten auf dem zehnten Tabellenplatz und liegt damit aktuell drei Punkte vor dem ERC Ingolstadt, der bereits eine Partie mehr absolviert hat. Ihren bisherigen wechselhaften Kurs setzt die Düsseldorfer EG derweil weiterhin fort.

Nach einer intensiven Partie bezwang die DEG die Adler Mannheim gestern nach kämpferisch-starker Mannschaftsleistung mit 2-1. Alexej Dmitriev erzwang den entscheidenden Treffer sechs Minuten vor dem Ende, als er nach einem Abpraller die Scheibe über Adler-Schlussmann Chet Pickard ins Mannheimer Gehäuse hob. Die Führung der Gäste durch Sinan Akdag (15.), glich Alexander Barta eine Zeigerumdrehung wieder aus (16.). Beide Mannschaften schenkten sich in einer körperbetonten, aber nicht überharten Begegnung nichts, bei der beide Torhüter starke Leistungen zeigten. Sowohl Dan Bakala, als auch Pickard verhinderten, dass mehr als drei Tore im ISS Dome fielen. Direkt nach Spielbeginn hatte der wiedergenese Kapitän Darryl Boyce die frühe Führung auf der Kelle, scheiterte jedoch am Torhüter der Mannheimer. Auf der anderen Seite verpasste Devon Setoguchi knapp die Führung. Die häufig unpräzisen Aufbauspiele beider Teams sorgten dafür, dass es zu einem offenen Schlagabtausch kam, mit Chancen auf beiden Seiten. Erst der Treffer von Alexej Dmitirev, der mit dem Siegtreffer sein erstes Tor seit dem 1.Oktober erzielte, entschied die Partie spät.

Durch den Heimerfolg konnte die Düsseldorfer EG vier Serien beenden. Dem famosen Lauf nach der Deutschland-Cup-Pause, in der die Mannschaft von Trainer Mike Pellegrims sieben Mal am Stück punktete und dabei 17 von 24 möglichen Punkte holte und mit dem überraschend-effizienten 5-2 Auswärtssieg in Bremerhaven (Schussverhältnis 46-22 zu Gunsten der Fischtown Pinguins) endete, folgten vier Niederlagen am Stück. Vor der Begegnung in Augsburg verlor die Düsseldorfer EG drei Mal hintereinander vor eigenem Publikum. Nach ansprechender Leistung verlor man im heimischen ISS Dome zwei Tage nach dem Sieg im Norden gegen den EHC Red Bull München mit 1-3. Beim dritten Straßenbahn-Derby der Saison vor zehn Tagen, verlor eine indisponierte DEG vollkommen verdient gegen einen galligen KEV mit 1-4 vor eigenem Publikum. Sowohl von der Mannschaft, als auch von weiten Teilen der Fans ging das kleine Derby äußerst emotionslos vonstatten. Trotz der schnellen Führung von Maxi Kammerer nach 37 Sekunden kam weder das Team, noch das Publikum auf die nötige Betriebstemperatur, die es für ein Derby bedarf. Noch im ersten Drittel glich Krefeld die Begegnung aus, die spätestens im letzten Drittel durch den 3-1 Treffer von Ex-DEG-Spieler Kurt Davis (50.) entschieden wurde. Ein Aufbäumen gegen die Niederlage suchte man im weiten Rund und auf dem Eis anschließend vergebens. In Scharren verließen einige der insgesamt 12500 Zuschauer bereits zehn Minuten vor dem Ende die Halle. Im dritten Heimspiel in Folge gab es gegen die Grizzlys Wolfsburg eine knappe 1-2 Niederlage nach Penaltyschießen. Die wenigen Fans, die es trotz des Schneechaos in Düsseldorf in den ISS Dome schafften, sahen die von Trainer Mike Pellegrims geforderte Reaktion auf die Leistung aus dem Krefeld-Spiel. Mit wesentlich mehr Leidenschaft, Einsatz und Laufbereitschaft ging man gegen die niedersächsischen Gäste zu Werke, als noch zwei Tage zuvor gegen die Seidenstädter. Manuel Strodels ersten Saisontreffer aus dem ersten Drittel glich Alexander Weiß, Bruder von DEG-Spieler Daniel nach einem 2 auf 1 Konter sieben Minuten vor dem Ende aus. Wolfsburgs Torhüter Jerry Kuhn vereitelte nach insgesamt starker Leistung einige gute Gelegenheiten der DEG, insbesondere in der Verlängerung, in der die Düsseldorfer EG trotz Überzahlspiel keinen Treffer erzielen konnte und mehrfach am Gästegoalie scheiterte. Da Robbie Bina der einzige Torschütze im Penaltyschießen war und Jerry Kuhn alle Versuche der DEG parierte, ging der Zusatzpunkt an Wolfsburg. Bei der Partie in Augsburg lieferte die DEG eine ordentliche Leistung ab, zeigte jedoch, dass das Problem der mangelhaften Chancenverwertung weiterhin akut ist. Im vierten Spiel in Folge gelang den Jungs in Rot und Gelb nur einen Treffer. Obwohl genug Einschussmöglichkeiten vorhanden waren, konnte nur Manuel Strodel Augsburg-Torhüter Olivier Roy zum 1-1 bezwingen (33.). Zuvor brachte Simon Sezemsky den AEV im ersten Drittel in Führung. Sorgenfalten dürfte Mike Pellegrims die Auswechslung vom zuletzt formstarken Torhüter Mathias Niederberger auf die Stirn getrieben haben. In der 29.Spielminute musste der junge Goalie verletzungsbedingt für Dan Bakala weichen, nach dem zuvor ein Augsburger Spieler nach einem Torraumzweikampf auf ihm landete. Die Niederlage in Augsburg bedeutete zugleich das Ende der Auswärtssiegesserie der Düsseldorfer EG und die erste Niederlage auf fremden Eis seit Anfang November in München. Bis Freitag siegte man davor vier Mal in Folge in der Fremde.

Nach dem durchaus schmeichelhaften Sieg in Bremerhaven waren die Top-Sechs-Plätze in Reichweite, die Langzeitbaustellen Power Play und Effizienz schienen allmählich behoben. Etwas mehr als zwei Wochen später steht die DEG zwar weiterhin über dem Strich, der Trend, der durch den Sieg gegen Mannheim zunächst gestoppt wurde, zeigte zuletzt jedoch nach unten. In einer engen Liga, in der der Kampf um die Pre-Play-Off-Plätze langsam Fahrt aufnimmt, sollte die Düsseldorfer EG keine weiteren Niederlagenserien mehr hinzukommen lassen und eine erneute Trendwende einleiten, wenn das Minimalziel, das Erreichen der Pre-Play-Plätze realisiert werden soll.

Mit dichter Taktung geht es für die DEG weiter. Bereits am Mittwoch tritt man beim Ligaschlusslicht in Straubing an, das in dieser Saison beide bisherigen Begegnungen gegen die Düsseldorfer EG verlor. Am Weihnachtswochenende stehen zwei Heimspiele an; am Freitag kommen die Thomas Sabo Ice Tigers aus Nürnberg nach Düsseldorf, am 2.Weihnachtsfeiertag trifft die DEG zuhause auf die Iserlohn Roosters. 20 Spiele hat die DEG bis zum Ende der Hauptrunde noch zu absolvieren, die vorentscheidende Phase um die Platzierungen ist mittlerweile eingeläutet.

Für ein ruhiges Weihnachten in Düsseldorf und eine gute Ausgangsposition in der Endphase der Saison wäre eine Serie wie nach der Länderspielpause das beste Geschenk, was man sich selbst und den eigenen Fans unter den Weihnachtsbaum legen könnte.

Halbjahreszeugnis in Düsseldorf: Wieder auf Kurs

Die Hälfte der Vorrunde der DEL Saison 2017/2018 ist gespielt. Nach 26 Spielen rangiert die Düsseldorfer EG auf Tabellenplatz neun und hat wie die Kölner Haie, die derzeit auf Rang acht rangieren, dem ERC Ingolstadt und die Fischtown Pinguins, aktuell Tabellenelfter, 36 Punkte auf der Habenseite. Seit der Deutschland-Cup-Pause holte das Team von Trainer Mike Pellegrims 14 von 18 möglichen Punkten und holte in den sechs Partien seit der Länderspielunterbrechung immer mindestens einen Punkt pro Spiel. Am vergangenen Wochenende punktete die DEG dreifach. Freitag gab es in der Hauptstadt einen knappen, aber verdienten 4-3 Auswärtssieg nach Penaltyschießen bei den Eisbären Berlin, nach dem man bereits mit 1-3 hinten lag. Im 217. Rheinischen Derby, das Sonntag im Düsseldorfer ISS Dome ausgetragen wurde, behielten die Kölner Haie die Oberhand und siegten beim Rivalen aus der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt mit 3-2 nach Verlängerung. Beim Straßenbahnderby gestern Abend in Krefeld siegte die Düsseldorfer EG glücklich mit 3-2 nach Verlängerung beim KEV. Alexander Barta erzielte den entscheidenen Treffer. Nach einem durchwachsenen Oktober ist die DEG im Spätherbst des Jahres 2017 derzeit zurück auf Kurs Richtung (Pre-)Play-Off-Plätze.

NRW Hockey nimmt nach 26 Spielen die Darbietungen der Spieler der Düsseldorfer EG genauer unter die Lupe und verteilt Halbjahreszeugnisse:

(Im Bewertungssystem von 0-10 Punkte)

Torhüter:

#34 Dan Bakala: Wurde aufgrund der zwischenzeitlichen Verletzung von Mathias Niederberger Anfang Oktober verpflichtet. Der Kanadier weist nach zehn absolvierten Partien eine starke Fangquote von 92,49% auf und konnte bereits seinen ersten Shutout feiern. Starke Beinarbeit und schnelle Reflexe zeichnen ihn aus. Seine Fanghand ist nicht immer die Sicherste. Treibt den Konkurrenzkampf im Tor voran. Durchaus ein Kandidat für eine Vertragsverlängerung (8/10)

# 35 Mathias Niederberger: Derzeit in starker Form. Hielt den Sieg in Berlin durch starke Paraden in der Schlussphase und Overtime, sowie im Penaltyschießen fest. Wirkt seit seiner Verletzungspause enorm formverbessert. Seine Fangquote liegt momentan bei 90.87%. Strahlt wieder mehr Ruhe aus. Er scheint zudem an seiner Stockhandseite und Schulter gearbeitet zu haben. Starke Saves am Sonntag beim Heimderby gegen Köln und gestern in Krefeld gegen Nicolas St.Pierre. Den Konkurrenzkampf gegen Bakala hat er angenommen. Auf der Torhüterposition wirkt die Düsseldorfer EG aktuell gut besetzt. (7/10)

# 39 Timo Herden: Seit seinem unglücklichen Auftritt in Schwenningen Anfang Oktober und der Verpflichtung von Dan Bakala machte Herden keine Partie mehr. Der junge Torhüter kann sich derzeit nur über das Training empfehlen. Sollten sich Niederberger und Bakala nicht verletzen, wird Herden voraussichtlich keine Einsatzminuten mehr bekommen. (keine Bewertung)

Verteidiger:

#3 Stephan Daschner: Der schnelle Verteidiger hat derzeit zu viele Fehler in seinem Spiel. Leistete sich beim Heimspiel gegen Straubing am vergangenen Mittwoch einen Aussetzer, der von den Niederbayern sofort bestraft wurde, als er im eigenen Drittel die Scheibe vertändelte. Offensiv ist der gebürtige Ingolstädter immer zu finden, ist hinten aber für so manchen Fehlpass und Stellungsfehler gut. Nach gutem Saisonbeginn stagniert seine Formkurve aktuell, mit Tendenz nach unten. (4/10)

#4 Tim Conboy: Seit Ende September fehlt der Abwehrhüne verletzungsbedingt. Für das Mannschaftsgefüge und als Führungsfigur fehlt das Raubein. Spielerisch konnte das Team seinen Ausfall aber auffangen. Seine Rückkehr scheint ungewiss. Am Ende der Saison läuft sein Vertrag aus. Es wird eng für den US-Amerikaner. (aufgrund seiner langen Verletzung: keine Bewertung)

#7 Brandon Burlon: Nähert sich langsam der starken Form vom Saisonbeginn an. Der sympathische Kanadier schaltet sich öfter in die Offensive ein und hat nach 26 Spielen 8 Scorerpunkte (2 Tore, 6 Assist) vorzuweisen. Neigt oftmals zum Risiko, da er häufiger zockt, als Scheiben zu klären. Guter und schneller Schlittschuhläufer mit gutem Stellungsspiel. (6/10)

#8 Marco Nowak: Der 27-Jährige verletzte sich beim Auswärtsspiel in Ingolstadt am Fuß und ist derzeit auf Krücken unterwegs. Vor der Deutschland-Cup-Pause nicht in bester Verfassung. Leistet sich zu viele Ungenauigkeiten im Spielaufbau und fehlt oftmals hinten bei gegnerischen Kontern aufgrund seines Offensivdrangs. Muss nach seiner Rückkehr gradliniger spielen. (4/10)

#25 Johannes Huss: Der Youngster rutschte bedingt durch die Verletztenmisere der letzten Wochen in den DEL-Kader der Düsseldorfer EG. Überzeugt trotz seines jungen Alters durch viel Ruhe und Abgeklärtheit. Spielt einen grundsoliden Part und traut sich auch offensiv einiges zu (2 Assist). Sein Spiel ist bislang wenig fehlerbehaftet. Hat großes Potenzial und könnte sich dauerhaft in der DEL durchsetzen. (8/10)

#40 Henry Haase: Der Hüne ist aktuell ebenfalls im Lazarett der DEG vorzufinden und fehlt momentan mit einer Beinverletzung. Im Vergleich zum Vorjahr verbessert, insbesondere in puncto Fitness und Geschwindigkeit. Schützt den eigenen Torwart und ist eher in der eigenen Zone zuhause. Setzte seinen Körper bis zu seiner Verletzung häufiger im Bandenspiel ein. Neigt vereinzelt zu Abspielfehlern. Sein Vertrag läuft am Ende der Saison aus. (6/10)

#45 Alexandre Picard: Auch er fehlte einige Wochen verletzt. Hat eine gute Spielübersicht und spielt in der Regel einen guten ersten Pass. Trotz seiner Gardemaße von 1,89m Körpergröße und 91kg Körpergewicht kein Verteidiger, der durch übermäßige Härte bekannt ist. Traut sich offensiv bislang zu wenig. Übernimmt eine Führungsrolle in der Defensive und ist insgesamt solide im Spiel und konstant in seinen Leistungen. Macht selten gravierende Fehler. (6/10)

#46 Kevin Marshall: Im Zuge der Verletzungsmisere in der Deutschland-Cup-Pause nachverpflichtet worden. Für einen ‚Stay-at-home-Verteidiger‘ auffällig oft in der gegnerische Hälfte zu finden. Bevorzugt das einfache Spiel und geht nicht viel Risiko. Der Neuzugang fügte sich bisher gut ein, auch wenn er gestern in Krefeld einen schwächeren Auftritt hatte. (7/10)

#67 Bernhard Ebner: Nach sehr starkem Saisonbeginn zeigte seine Formkurve bis zur Länderspielpause etwas nach unten. Einige Fehler im Aufbau schlichen sich ein. Fiel am ersten Wochenende nach der Deutschland-Cup-Pause kurzfristig verletzt aus. Sonntag mit dem wichtigen Ausgleichstreffer im Derby gegen Köln kurz vor Ende der Partie und gestern mit der Vorbereitung zum 2-2 Ausgleich, der die DEG in die Verlängerung schickte. Dürfte seine gute Form bald wieder erreichen. (7/10)

#77 Niklas Mannes: Auch er durfte in dieser Saison bereits DEL-Luft schnuppern. Wie Huss durch das Verletzungspech in die erste Mannschaft gerutscht, spielt er ähnlich unaufgeregt und solide. Nicht ganz so forsch wie sein junger Mitstreiter, zeigt Mannes, dass auch er durchaus Potenzial für die DEL mitbringt. Der junge Ratinger benötigt aber noch etwas Zeit, um komplett in der höchsten deutschen Spielklasse durchzustarten. (6/10)

Angreifer:

#9 Maximilian Kammerer: Anders als in der Vorsaison fungiert der Rookie der Saison 2016/2017, als ihm 15 Treffer gelangen, in diesem Jahr eher als Vorbereiter, denn als Torjäger. Vier erzielten Toren stehen bislang zehn vorbereiteten Treffern gegenüber. Äußerst spielstark und mit sehr gutem Antritt versucht Kammerer häufig hinter die Defensivreihen der Gegner zu gelangen. Hat in dieser Saison oft Pech im Abschluss. Harmoniert prächtig mit Alexander Barta. Insgesamt eines der besten Talente der Liga. (8/10)

#11 Eduard Lewandowski: Der Routinier spult sein Pensum ohne große Abweichungen ab. Wirkt sehr fit. Fehlendes Tempo macht Lewandowski durch seine Erfahrung, seiner Reichweite und cleverem Bandenspiel wieder wett. Nach 26 Spielen traf er bereits vier Mal und bereitete sieben weitere Treffer vor. Führt die jungen Spieler wie Lukas Laub und Leon Niederberger an die DEL heran. Insgesamt eine bisher grundsolide Saison vom Deutsch-Russen. (7/10)

#15 Spencer Machacek: Der Neuzugang von den Eisbären Berlin überzeugt bislang im Trikot der Düsseldorfer EG. Hat nach 26 Spielen bereits 17 Punkte gesammelt (6 Tore, 11 Assist) und punktete seit der Unterbrechung Mitte November sechs mal, darunter die Vorlage zum Siegtreffer gestern Abend in Krefeld. Durchaus schnell auf den Kufen, setzt seinen wuchtigen Körper im Bandenspiel ein, hat ein gutes Offensivbewusstsein und scheut keinen Zweikampf. Kriegt auch in den Special Teams viel Eiszeit. Arbeitet viel fürs Team und ist ein Gewinn für die Mannschaft von Trainer Mike Pellegrims. Sein Vertrag läuft am Saisonende aus. (8/10)

#16 John Henrion: Vor der Saison als große Unbekannte aus der zweiten Schweizer Eishockeyliga verpflichtet entpuppt sich Henrion als wahrer Glücksgriff. Übernimmt die Rolle des Torjägers und füllt diese bisher sehr gut aus. 14 Tore nach 26 Spielen ist eine mehr als starke Torausbeute für den US-Amerikaner, der in der Torjägerliste der DEL hinter Berlins Backman und Krefelds Müller aktuell auf Rang drei liegt. Er sucht in der Regel immer direkt den Abschluss und attackiert seine Gegenspieler früh. Manchmal etwas (zu) eigensinnig, aber insgesamt ein absoluter Gewinn für die DEG. Seine vorzeitige Vertragsverlängerung bis 2020 ist der verdiente Lohn einer bisher sehr starken ersten Saison. (9/10)

#17 Leon Niederberger: Das Eigengewächs und Bruder von Torhüter Mathias ist der Shootingstar der Düsseldorfer EG in dieser Saison. Belohnte seine couragierten Auftritte am vorletzten Wochenende mit seinen ersten beiden Saisontoren (traf jeweils einmal beim Heimspiel gegen Iserlohn uns auswärts in Ingolstadt). Läuferisch sehr stark, geht keinem Zweikampf aus dem Weg und ist derzeit in guter Verfassung. Könnte seinen Zug zum Tor noch weiter verbessern. Hat sich im Kader festgespielt. Auch ihm dürfte die Zukunft gehören. (8/10)

#19 Darryl Boyce: Eine Kufe eines Kölner Gegenspielers schlitzte dem Kapitän den Oberschenkel samt Muskel auf und dürfte daher lange ausfallen. Davor leicht formverbessert, nach dem sein Saisonstart in Düsseldorf sehr dürftig war. Schoss in Berlin den wichtigen Ausgleich zum 3-3. Zeigte bislang zu selten, dass er ein gutes Stickhandling hat. Stark in Unterzahl und auch läuferisch gut dabei. Interpretiert die Kapitänsrolle ruhiger und nicht so emotional, wie man es von Vorgänger und Vereinslegende Daniel Kreutzer gewohnt war. Sein Vertrag läuft noch bis 2019. (5/10)

#20 Manuel Strodel: Es ist bislang nicht die Saison des Dienstältesten DEG-Akteurs. Auch er fehlte zwischenzeitlich einige Wochen verletzt. Unnachahmlich sein Kämpferherz und seine Einsatz- sowie Laufbereitschaft. Blockt weiterhin viele Schüsse und gilt als Unterzahlspezialist. Spielerisch und punktetechnisch in dieser Saison bislang kaum ein Faktor. Noch ohne Saisontor und erst mit zwei Assist muss er im Offensivspiel zu legen. Seine Formkurve stagniert derzeit. Auch er hat einen Vertrag bis zum Ende der nächsten Saison. (5/10)

#27 Jeremy Welsh: Der Neuzugang aus Bremerhaven kommt nach durchwachsenen Beginn in Düsseldorf immer besser in Form. Traf gestern zum zwischenzeitlichen 1-1. Sehr spielstarker Stürmer, der sein Spiel jedoch weiterhin mit Schnörkel verpackt. Traf am 16.Spieltag in Mannheim erstmals in dieser Saison und das dann gleich doppelt. Kommt insgesamt auf 5 Tore und 5 Vorlagen nach 26 Spielen. Hat noch durchaus Luft nach oben, ist derzeit aber in guter Verfassung. (6/10)

#29 Alexander Barta: Der ehemalige Nationalspieler erlebt in dieser Saison seine Renaissance. Geht sowohl spielerisch, als auch als Leader voran. Befindet sich bisher die ganze Saison in Top-Form und entschied gestern Abend mit seinem Treffer die Partie in Krefeld zugunsten der DEG. Seit der Länderspielpause hat Barta in jedem Spiel gepunktet, darunter mit Doppelpack gegen Iserlohn und Straubing und wichtigen Treffern im großen Derby gegen Köln am Sonntag und gestern beim Straßenbahnduell in Krefeld. Nach 26 Spielen hat er bereits 21 Scorerpunkte zu verbuchen (13 Tore, 8 Vorlagen). Das Spiel der DEG steht und fällt mit dem Assistenzkapitän. Bis hierhin der Spieler der Saison. (10/10)

#42 Alexej Dmitiriev: Seit seinem Dreierpack beim Auswärtssieg in Iserlohn am 1.Oktober kam vom soliden Angreifer nicht mehr viel. Erlebt erstmals in seiner Zeit in Düsseldorf eine Phase, in der er sich schwer tut, Punkte zu erzielen. Dem technisch-beschlagenen Deutsch-Russen fehlt es derzeit etwas an Abschluss- und Scheibenglück, harmoniert aber weiter gut mit seinen Mitspielern Barta und Kammerer. Seine anfänglich gute Formkurve zeigt momentan etwas noch unten. Da sein Vertrag am Saisonende ausläuft, muss er wieder zu legen. (6/10)

#57 Daniel Weiß: Nach 19 Spielen verletzungsbedingter Pause kam der Defensiv-ausgerichtete Stürmer letzte Woche beim Heimspiel gegen Straubing zurück. Solider 4.Reihe-Center, der gut nach hinten arbeitet und seine Rolle unaufgeregt und solide interpretiert. Läuferisch und in Unterzahl stark. Markierte gestern zwei Punkte in Krefeld und scheint nach langer Verletzung in guter Verfassung. Vertraglich ebenfalls bis 2019 gebunden. (6/10)

#91 Rob Bordson: Bislang erlebt der zweite Neuzugang aus Bremerhaven eine Seuchensaison im rot-gelben Dress. Fehlt aktuell aufgrund einer Verletzung seit Ende Oktober, als bei der Partie in Köln, bei der er sein Comeback gab, seine alte Verletzung wieder aufbrach. Kommt bisher auf sieben Einsätze. Aufgrund seiner Verletzungspause hatten die Fans der DEG bisher kaum Freude an ihm. Soll bald wieder zurückkehren. Muss dann einschlagen, wenn er einen neuen Vertrag erhalten möchte. (aufgrund von langer Verletzung: keine Bewertung)

#92 Marcel Brandt: Die Allzweckwaffe im Team der DEG. Aufgrund der Verletztenliste sowohl auf seiner bevorzugten Position in der Verteidigung, als auch auf seiner angestammten Position im Sturm eingesetzt worden. Nach anfänglichen Schwierigkeiten kommt Brandt immer besser in Form. Bringt viel Geschwindigkeit und Kampfgeist mit. Scheut keine Zweikämpfe und sucht mittlerweile vermehrt den Abschluss. Harmoniert prächtig mit Leon Niederberger. Der Allrounder, dessen Formkurve nach oben zeigt, ist vertraglich ebenfalls bis 2019 an die DEG gebunden.

#94 Lukas Laub: Der Jungspund und Neuzugang aus Frankfurt centert die Reihe um Welsh und Henrion. Nach 23 Einsätzen kommt er auf solide 7 Scorerpunkte (3 Tore, 4 Vorlagen) in seiner Debütsaison. Pfeilschnell und technisch stark. Jedoch, aufgrund fehlender Körpermasse nicht der beste Bandenzweikämpfer. Manchmal zu verspielt, sucht er häufiger den Mitspieler als den Abschluss. Wird sich dauerhaft in der DEL durchsetzen können. Sein Vertrag ist bis zum Ende der Saison 2018/2019 datiert. (7/10)

Special Teams: Nach holprigen Saisonbeginn gilt das Unterzahlspiel der Düsseldorfer EG mittlerweile zur Paradedisziplin. Mit einer Quote von 85,54% liegt die DEG auf dem vierten Rang der Unterzahlstatistik, nur drei Teams lassen noch weniger Tore in eigener Unterzahl zu. Eine große Baustelle ist weiterhin das Überzahlspiel. Zwar scheint das Überzahlspiel seit der Deutschland-Cup-Pause enorm verbessert, gestern fiel der Siegtreffer in numerischer Überzahl, trotzdem ist eine Quote von 13,58% nicht Play-Off würdig. Mike Pellegrims scheint sich dieser Baustelle jedoch angenommen zu haben, da die Power-Play-Quote vor der Länderspielunterbrechung bei unter 10% lag.

Durch ihren Lauf mischt die Düsseldorfer EG im Kampf um die Pre-Play-Off-Plätze wieder munter mit. Die Moral scheint aktuell auch zu stimmen, so kam man am vergangenen Wochenende und gestern nach Rückständen immer zurück und rettete sich in allen Partien in die Verlängerung. Am Freitag geht es zum Lieblingsgegner nach Bremerhaven, wenn man bei den Fischtown Pinguins zu Gast ist und dort auf einen direkten Konkurrenten trifft. Am Sonntag kommt der Meister aus München nach Düsseldorf. Um den Kurs auf die Pre-Play-Offs zu halten, sollte die DEG ihre Punkteserie weiter ausbauen.

Die Düsseldorfer EG nach der Deutschland-Cup-Pause: Anschluss wieder hergestellt

Durch den gestrigen 3-2 Heimerfolg gegen das Tabellenschlusslicht aus Straubing tütete die DEG den dritten Sieg in Folge ein und holte dabei die Maximalausbeute von neun möglichen Punkten nach der Länderspielpause. Am Freitag gewann der achtmalige Deutsche Meister nach einem fulminanten Mitteldrittel zuhause gegen die Iserlohn Roosters hochverdient mit 6-1, Sonntag gab es beim ERC Ingolstadt einen 3-1 Auswärtssieg. Nach 23 Spielen liegt die Mannschaft von Mike Pellegrims mit 31 Punkten auf Platz Zehn. Insbesondere das Defensiv- und Umschaltspiel erscheint verbessert.

Erstmals in dieser Saison gelang der DEG drei Siege am Stück. Nach dem bisherigen durchwachsenen Saisonverlauf hätten nur die kühnsten Optimisten mit einem solchen Start aus dem ‚International-Break‘ gerechnet. Zu unkonstant präsentierte sich die Düsseldorfer EG bisher in der aktuellen Spielzeit. Das letzte Wochenende vor der Pause bedeutete für die DEG das erste Null-Punkte-Wochenende der Saison, zuhause verlor man gegen clever-aufspielende Gäste aus Schwenningen mit 1-3, zwei Tage später verlor man gegen einen abgezockt-agierenden Meister aus München deutlich mit 1-5, rutschte auf den vorletzten Tabellenplatz ab und ging mit der Hypothek eines 5-Punkte-Rückstandes auf die Pre-Play-Off-Plätze in die Länderspielpause. Durch ihre aktuelle (Mini-) Serie konnte die DEG jedoch den Punkterückstand wieder wettmachen, rangiert derzeit in der angestrebten Tabellenregion und hat den Anschluss auf die obere Tabellenregion wieder hergestellt.

Die 4632 Zuschauer sahen gestern eine Partie, die durchaus mit dem Attribut ‚Geduldspiel‘ zu versehen ist. Zwar kam die DEG im ersten Drittel zu einigen Einschussgelegenheiten, trotzdem dauerte es bis zur 32. Spielminute, bis Alexander Barta den starken Gäste-Goalie Drew MacIntyre mit einem satten Handgelenkschuss in den linken Winkel überwand und das erste Tor am Abend erzielte. Fünf Minuten später legte der weiterhin äußerst formstarke Barta von der Strafbank kommend nach und verlud Straubings Schlussmann mit einer starken Bewegung und erhöhte auf 2-0 (37.). Anfang des dritten Drittels stellte Jeremy Welsh für die DEG auf 3-0, nach dem er einen Schlagschuss des jungen und frech-aufspielenden Verteidigers Johannes Huss abfälschte (42.). Ein Fehlpass in der eigenen Zone in Überzahl von Stephan Daschner brachte das Schlusslicht aus Straubing wieder zurück in die Begegnung, Adam Mitchell netzte für die Gäste aus Straubing zum 1-3 ein (46.). Fortan waren die Gäste bemüht, das Spiel zu drehen und kamen in der 52. Spielminute durch Alexander Oblinger zum 2-3 Anschlusstreffer. Am Ende reichte der knappe Vorsprung zum dritten Sieg in Folge, auch wenn dieser letztendlich etwas glücklich war, weil die Düsseldorfer EG nach dem 3-0 Treffer einen bis zwei Gänge zurückschaltete und einen komfortablen Vorsprung beinahe aus der Hand gab.

In der Deutschland-Cup-Pause scheint die Mannschaft von Trainer Mike Pellegrims an einigen taktischen und spielerischen Stellschrauben gedreht zu haben. Seit der Rückkehr in den Ligabetrieb kassierte die DEG in drei Partien erst vier Gegentreffer; insgesamt scheint die defensive Abstimmung und das Zweikampfverhalten verbessert. Zudem werden mehr Schüsse geblockt und Goalie Dan Bakala erweist sich als guter Rückhalt, dem sowohl am Freitag gegen Iserlohn, als auch am Sonntag in Ingolstadt nur wenige Minuten zu seinem zweiten Shutout in der DEL fehlten. Bei beiden Partien kassierte die DEG den Gegentreffer erst in der bereits entschiedenen Schlussphase. Der im Oktober verpflichtete Kanadier dürfte aktuell knapp die Nase vorn haben im Kampf um den Platz zwischen den Pfosten und den wiedergenesenen Mathias Niederberger zunächst auf die Bank verdrängt haben. Auch das offensive Zweikampfverhalten wirkt verbessert. Im Bandenspiel und in der neutralen Zone erobert das Team nun häufiger die Scheiben und schaltet bei Puckgewinn überfallartig um, wie die Iserlohn Roosters vergangenen Freitag am eigenen Leib zu spüren bekam. Im bisher besten Drittel der Saison schenkte die DEG den Sauerländern im zweiten Spielabschnitt auf beinahe exakt die selbe Weise fünf Treffer ein und zog zwischenzeitlich auf 6-0 davon. Vorne uninspiriert und defensiv konteranfällig und zudem gegen aggressiv-agierende Gastgeber sehr zweikampfschwach, wurden die desolaten Gäste von der Düsseldorfer EG aus dem ISS Dome geschossen. Bei Scheibenverlust liefen die Iserlohner in unzählige Konter und waren mit den sechs Gegentoren noch gut bedient. Wie gestern traf Alexander Barta, der Freitag per Penalty in Unterzahl den Torreigen eröffnete, doppelt. Neben dem 1-0 Führungstreffer im ersten Drittel, traf der Top-Scorer der DEG auch zum 4-0. Das 2-0 erzielte John Henrion in Überzahl, zudem durften sich Lukas Laub, Marcel Brandt und Leon Niederberger, der in dieser Saison bislang sehr einsatzfreudig und couragiert auftritt und sich mit seinem ersten Saisontreffer belohnte, in die Torschützenliste eintragen. Bei den kriselnden Ingolstadt Panthern gab es Sonntag einen nie gefährdeten 3-1 Auswärtssieg. Maxi Kammerer brachte die Gäste aus Düsseldorf im ersten Drittel in Überzahl in Führung, als er aus dem Gewühl heraus ERC-Schlussmann Jochen Reimer überwand. Im zweiten Drittel stellte die DEG die Weichen endgültig auf Auswärtssieg, als John Henrion den zweiten Power Play Treffer des Tages erzielte und Leon Niederberger wie zwei Tage zuvor erneut traf und auf 3-0 erhöhte; Kapitän Darryl Boyce bereitete den Treffer des Düsseldorfer Eigengewächs nach Scheibeneroberung im eigenen Drittel mustergültig vor. Anschließend spielte die DEG den Sieg souverän nachhause, der 1-3 Ehrentreffer von Thomas Greilinger war aus Sicht der Ingolstädter lediglich Ergebniskosmetik und aus Düsseldorfer Sicht neben der Verletzung von Verteidiger Marco Nowak eine ärgerliche Randnotiz.

Momentan scheint die Verletztenmisere kein Faktor für die DEG zu sein, obwohl der Traditionsverein mit Tim Conboy, Alexandre Picard, Rob Bordson, Manuel Strodel und nun auch Marco Nowak auf fünf Spieler mittel- und langfristig verzichten muss und dabei außerdem zwischenzeitlich noch mit Henry Haase, der gestern wieder verletzt raus musste, Bernhard Ebner, der am vergangenen Wochenende kurzfristig angeschlagen ausfiel, und Daniel Weiß, der nach seinem Haarriss im Fuß gestern Abend nach 19 Spielen sein Comeback gab, phasenweise acht verletzte Spieler hatte. Für eine Mannschaft, die sich in einem personellen Umbruch mit einem neuen Trainer und insgesamt elf neuen Spielern befindet eine nicht zu unterschätzende Problematik.

Morgen Abend gastiert die Düsseldorfer EG bei den wiedererstarkten Eisbären Berlin, Sonntag kommt es im heimischen ISS Dome zum rheinischen Derby gegen die kriselnden Kölner Haie, die gestern trotz 3-0 Führung am Seilersee mit 4-5 nach Penaltyschießen bei den Iserlohn Roosters verloren haben, ehe es am kommenden Dienstag nach Krefeld zum zweiten Straßenbahnderby der Saison geht. Will die DEG weiterhin den Anschluss nach oben halten, sollte die DEG ihren Lauf fortsetzen und weiter Punkte sammeln.