Offener Brief der Fanclubs an die Iserlohn Roosters

In einem offenen Brief wendet sich die Fanszene der Iserlohn Roosters an den Club:

Offener Brief an die Iserlohn Roosters:

Liebe Mitarbeiter und Verantwortliche der Iserlohn Roosters,

wir möchten euch mit diesem offenen Brief auf einige Dinge hinweisen, die in unseren Augen falsch laufen. Ja, wir hätten auch dieses Mal wieder den „kurzen Dienstweg“ gehen können. Es hätte wieder eine Einzelperson aus der bunten Fanszene des IEC sich mit euch hinsetzen können, um Dinge, die zu klären, sind aus der Welt zu schaffen. Dies hat in den letzten Jahren wunderbar funktioniert und wir möchten uns dafür auch an dieser Stelle bedanken. Wir sehen uns aber dieses Mal gezwungen den Weg über die breite Öffentlichkeit zu gehen. Aber beginnen wir von vorne:

Gerade einmal drei Jahre ist es her, dass die Roosters sich beim letzten Hauptrundenspiel in Augsburg in die Sommerpause verabschiedet haben. Es war ein historischer Tiefpunkt. Es war die 29. Saisonniederlage. Die zehnte in Folge. Am Ende stand der IEC auf dem 13. Tabellenplatz und hatte lediglich 59 Zähler geholt.

Betrachtet man das damalige Geschehen kommt es einem vor, als wären die Roosters seit dem aus einer Art Dornröschenschlaf erwacht. Es gab seit diesem Tag viele unvergessliche Momente. Die erfolgreiche Pre-Playoff-Serie gegen den Brauseklub aus München, echte Eishockeyschlachten gegen Hamburg oder Ingolstadt, welche der Eissporthalle am Seilersee den Mythos einer Festung einbrachten und nicht zuletzt die grandiose Saison, welche am kommenden Sonntag mit einem ausverkauften Spiel gegen die Kölner Haie ihr vorläufiges Ende findet, ehe wir – hoffentlich mit Heimrecht – Mitte März in den Kampf um die deutsche Meisterschaft einsteigen.

Ein Teil dieser grandiosen Saison war u.a. der 6:1 Erfolg über die Kölner Haie am 10. Januar. Es muss so gegen 19:30 Uhr gewesen sein als der Kölner-Spieler Moritz Müller die folgenschweren Worte „kanadische 1c Nationalmannschaft“ sprach.

Oft wurde euch vorgeworfen, liebe Roosters, dass ihr nichts aus dem macht was euch z.T. auf dem Silbertablett serviert wird. In diesem Fall war es jedoch anders. Ihr habt begonnen, das Thema „kanadische 1c Nationalmannschaft“ auszuschlachten. Rot-Weiße Trikots und Schals – immerhin noch für den guten Zweck – wurden verkauft und das Sauerland wurde wie einst in den 60er Jahren mal wieder als „Klein-Kanada“ betitelt. Bis hierhin schön und gut.

Doch spätestens mit der Präsentation der Playoff-Trikots ist der Bogen überspannt. Trikots in den Farben schwarz-rot und weiß-rot mit irgendwelchen Mustern, die rein gar nichts mit Kanada zu tun haben und keine Spur von den Vereinsfarben, welche bereits seit Gründung des EC Deilinghofen im Jahr 1959 Blau und Weiß sind. Und das alles, obwohl bereits im September lautstarke Rufe nach blau-weißen Trikots in der Eissporthalle zu vernehmen waren, als ihr nur mal für zwei Spiele die Ausweichtrikots in der Farbe Orange ausgepackt hattet.

Dazu eine Merchandisekollektion, welche einem die Schamesröte ins Gesicht treibt. Eine Playoff-Tasse auf der steht „Danke #91 Mo. Müller“. Da fehlen einem fast die Worte. Es gibt Eishockeyspieler bei denen man sich bedanken müsste. Es sind eben diese, die Woche für Woche das blau-weiße Trikot tragen und dafür sorgen, dass das Sauerländer Eishockey in ganz Deutschland in aller Munde ist. Bei diesen Spielern muss man sich für die Leistung bedanken, nicht bei Moritz Müller.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die Ticketsituation rund um die heißbegehrten Playoff-Tickets. Dreizehnmal in Folge war unsere altehrwürdige Eissporthalle zuletzt ausverkauft. Sie wird es am kommenden Sonntag auch ein vierzehntes Mal sein und in den Playoffs werden hoffentlich noch viele weitere ausverkaufte Spiele hinzukommen, doch die Preisgestaltung ist eine Frechheit: 4€ werden pauschal pro Karte aufgeschlagen. Kommt die Top-Sitzplatzkategorie also mit moderaten 11% davon, zahlt der normale Stehplatzfan bereits knapp 24% mehr für sein Ticket. Jugendliche und Kinder werden sogar mit 40% bzw. 50% Aufschlag bedacht. Hinzu kommen Systemgebühren, Versandkosten oder Print-At-Home-Aufschläge, weil man aufgrund der Öffnungszeiten der Geschäftsstelle kaum die Chance bekommt, seine Karten persönlich zu holen. Die Iserlohn Roosters haben auch eine soziale Verantwortung in der Stadt und diese wird mit dieser Preispolitik mit Füßen getreten. Hier werden vor allem junge Fans extra zur Kasse gebeten. Junge Fans, die vielleicht 26 Heimspiele gesehen haben und nun in der heißen Phase der Saison nicht mehr wissen, wie sie die Tickets zahlen sollen. Junge Fans, die aber genauso ihren Beitrag zu der derzeitigen Situation beigetragen haben, wie jeder Fan, wie jeder Sponsor, wie jeder Spieler und wie jeder Geschäftsstellenmitarbeiter. Wo ist hier das Ende der Fahnenstange und ist mit weiteren Erhöhungen wie nach oben beschriebenem Gießkannenprinzip zu rechnen?

Nun ist das sprichwörtliche Kind in den Brunnen gefallen. Die Trikots sind weiß, schwarz und rot und die ersten beiden Viertelfinalpartien sind wohl auch sehr bald ausverkauft. Wir fordern jedoch die Iserlohn Roosters GmbH auf, nicht die Bodenhaftung zu verlieren und zu vergessen, wo man herkommt. Wir würden uns wünschen, dass die Roosters sich in den kommenden Wochen und Monaten Gedanken über eine faire Preispolitik für künftige Playoff-Teilnahmen machen und diese umsetzen.
Außerdem fordern wir auch sich zukünftig auf die eigene Identität zu besinnen, auf die Farben blau und weiß und auf die Geschichte die 1959 in Deilinghofen begann.

Mit blau weißen Grüßen
Bully Express,
die Sitzplatzkanacken,
Ghostbusters Balve,
IEC-Fans Ihnetal,
Iserlohn Blueliners,
Knallketten Iserlohn,
Outsiders Iserlohn,
Pankratius‘ Erben,
Powerplay Südsauerland,
Sauerländer Bauerntölpel,
Sauerländer Schlittenhunde,
Ultras Iserlohn,
Unschuldsengel Iserlohn,
der Fanbeirat und der Fanbeauftragte der Iserlohn Roosters.

Düsseldorfer EG – Iserlohn Roosters: Zusammenfassung, Spielernoten, Stimmen zum Spiel

düsseldorfer eg

Am Dienstagabend empfing die Düsseldorfer EG die Iserlohn Roosters zum NRW-Duell. Das Spiel des Tabellenersten gegen den Tabellendritten hielt was es versprach. Die 8.169 Zuschauer bekamen ein turbulentes und spannendes Spiel zu sehen, das die Roosters am Ende mit 5:3 gewinnen konnten.

Spielübersicht

Düsseldorfer EG – Iserlohn Roosters 3:5 (0:2, 2:0, 1:3)

Tore: 0:1 Bradley Ross (PP2 – 6:18), 0:2 Zach Hamill (ES – 10:59), 1:2 Rob Collins (ES – 27:36), 2:2 Chris Minard (PP1 – 29:00), 2:3 Cody Sylvester (ES – 40:59), 3:3 (SH1 – 41:49), 3:4 Mike York (ES – 49:15), 3:5 Brooks Macek (EN – 59:50)

Schüsse: Düsseldorf 25 – Iserlohn 33

Strafminuten: Düsseldorf 14 – Iserlohn 6

Schiedsrichter: Sirko Hunnuis, Marian Rohatsch

Zuschauer: 8.169

Highlights: DEL.org

Spielernoten

Die DEG konnte über die gesamte Spielzeit nie in Führung gehen und verlor die Partie folgerichtig mit 3:5. Dennoch war es – bis auf die entscheidenden Fehler – eigentlich gar nicht so schlecht gelaufen.

Hier sind die individuellen Spielernoten der DEG.

Torhüter

35 Mathias Niederberger (3) – Die Torhüterposition ist in einem Spiel wie diesem sicher die undankbarste. Dennoch sah auch Mathias Niederberger nicht so sicher aus wie gewohnt. An den meisten Gegentoren konnte er wohl nichts machen, wenn man Niederberger diese Saison häufiger gesehen hat weiß man aber, dass da mehr drin war.

Verteidiger

3 Stephan Daschner (3+) – Für Stephan Daschner begann das Spiel eher unglücklich. Ein früher Fehlpass in der defensiven Zone, der zu einer gegnerischen Großchance führte, eine unnötige Strafe wegen Behinderung, die zum 0:1 führte. Der Verteidiger kam danach aber immer besser ins Spiel und setzte vor allem offensiv seine Akzente, bekam einen Assist beim 3:3. Auch defensiv machte er seine Sache immer besser.

4 Tim Conboy (3+) – Für Tim Conboy begann das Spiel ähnlich. Er stand beim 0:1 in 3-gegen-5 Unterzahl, sowie beim 0:2 auf dem Eis. Am ersten Treffer war nichts zu machen, beim zweiten erkannte Conboy aber deutlich zu spät, dass die DEG den Puck verloren hatte und war deshalb nicht in Position. Danach ging es deutlich aufwärts, Conboy assistierte zum 1:2 und war ein wichtiger Bestandteil der Powerplay-Einheit, die den zwischenzeitlichen Ausgleich schaffte.

8 Joonas Rönnberg (4-) – Ein typisches Spiel von Joonas Rönnberg. Zu langsam, zu wenig Körpereinsatz, wenig gute Aktionen. DEG-Fans warten immer noch auf den Tag, an dem Rönnberg zu der Verstärkung wird, die man sich bei seiner Verpflichtung erhofft hatte.

17 Niki Mondt (4) – Der zum Verteidiger umfunktionierte Routinier machte seine Sache zuletzt gut, war gegen Iserlohn aber der überschüssige siebte Verteidiger und sah nur wenig Eiszeit. Wenn er auf dem Eis war, konnte er selten Akzente setzen und machte defensiv zu viele Fehler. Sein gescheiterter Versuch, einen Iserlohner Stürmer vom Puck zu trennen, leitete letztendlich den Gegentreffer zum 3:4 ein.

24 Corey Mapes (5) – Eine Strafe wegen Stockschlags, die zum 0:1 führt und viele teils schwerwiegende Fehlpässe bestimmten für Corey Mapes das Spiel. Das Verteidigerpaar Rönnberg-Mapes ist nach wie vor viel zu unsicher.

44 Kurt Davis (3-) – Spielte grundsätzlich solide, war aber für den entscheidenden Fehlpass verantwortlich, der zum 0:2 führte. Nach vorne gelang zu wenig, defensiv gab es eher selten Probleme.

67 Bernhard Ebner (2-) – Bernhard Ebner blieb fast das gesamte Spiel vollkommen unauffällig – auf die gute Art und Weise. Kaum Fehler in der Defensive, aber auch vorne wurde lange Zeit nur das getan, was getan werden musste. Legte im Schlussdrittel mit einem schönen Pass vor das Tor den Ausgleichstreffer auf.

Stürmer

11 Eduard Lewandowski (3-) – Ebenso unauffällig wie Ebner war Eduart Lewandowski. Er machte sein Ding, dabei gelang nur wenig, er machte aber auch wenige Fehler. Den Kampf und Siegeswillen, die in einem Spiel wie diesem nötig gewesen wären, suchte man bei Lewandowski vergeblich.

14 Norm Milley (2-) – Vorne hui, hinten pfui. Was Norm Milley mit dem Puck kann ist jedem bekannt. Das zeigte er auch gegen die Roosters, legte das 2:2 mit einem hervorragenden Pass für Chris Minard auf. Defensiv zeigten Milley und seine Sturmreihe (Strodel-Olimb-Milley) jedoch ungewohnte Schwächen auf.

19 Rob Collins (1-) – Rob Collins war 60 Minuten lang einer der auffälligsten Spieler auf Seiten der DEG. War er auf dem Eis – in der Regel zusammen mit Daniel Kreutzer -, wurde es für Gästetorhüter Chet Pickard immer wieder gefährlich. Beim 0:2 war Collins der einzige, der Hamill hätte aufhalten können, scheiterte aber am Versuch, Hamill’s Schläger anzuheben.

20 Manuel Strodel (3+) – Stets bemüht, mit dem Ausgleichstreffer zum 3:3 im Schlussabschnitt. Ansonsten lief aber auch für Manuel Strodel nicht viel richtig. Bei zwei Gegentoren auf dem Eis.

21 Chris Minard (3+) – Ein beeindruckender Schlagschuss unter die Latte zum Spielstand von 2:2 war sicherlich Chris Minards Highlight des Spiels. Er kam außer in Überzahl nur in der vierten Reihe zum Einsatz, die mit Daniel Fischbuch und Marcel Brandt zwar stets bemüht war, aber nicht viel erreichen konnte. Minard hatte zusammen mit Ebner die meisten Schüsse aller DEG-Spieler (4).

23 Daniel Kreutzer (1) – Auch im Alter von 36 Jahren ist Kreutzer noch regelmäßig einer der besten Spieler der DEG. Wie bereits erwähnt, wurde es mit Kreutzer und Collins im Angriff immer wieder gefährlich. Der Kapitän ging mit gutem Beispiel voran und kämpfte im wahrsten Sinne des Wortes bis zum Umfallen. Am Ende sprang für ihn nur eine Vorlage heraus, er hätte aber durchaus mehr verdient gehabt. Bei zwei Gegentoren war Kreutzer auf dem Eis, er hätte aber an keinem der beiden etwas ändern können.

25 Drayson Bowman (3) – Neuzugang Drayson Bowman macht die erste Reihe mit Collins und Kreutzer perfekt. Auch er zeigte stets hohen Einsatz, konnte aber nicht so sehr überzeugen wie in den letzten Spielen. Hat sich diesmal eher von Collins und Kreutzer mitziehen lassen, anstatt selbst Akzente zu setzen. Bowman spielte einen schlimmen Fehlpass im Offensivdrittel, der zu einem Iserlohner Break führte. Dank Niederberger resultierte das aber nicht in einem Gegentor.

29 Alexander Preibisch (3) – Ein typisches Alexander Preibisch Spiel. Der 24-jährige Stürmer hat wahrscheinlich mehrere Geschwindigkeitsrekorde aufgestellt und einige Male die Schallmauer durchbrochen, was danach kam fiel aber eher mau aus. Hoher Einsatz, kaum Resultate. Viele Check-Versuche, die bei einer Körpergröße von 1,75 m aber eher wenig Schaden anrichten.

40 Ken Andre Olimb (4) – Für Ken Andre Olimb war es ein ungewöhnlich schwaches Spiel. Das Herzstück der zweiten Reihe kam einfach nicht richtig ins Spiel und konnte weder offensiv noch defensiv überzeugen.

42 Alexei Dmitriev (4) – Ebner war das ganze Spiel positiv unauffällig, bei Alexei Dmitriev ist das eher negativ zu bewerten. Deutlich unauffälliger als die anderen beiden in seiner Reihe, Preibisch und Lewandowski.

77 Daniel Fischbuch (4) – Auch Daniel Fischbuch trug dazu bei, dass die vierte Reihe mit Minard und Marcel Brandt so spielte, wie man es von einer vierten Reihe erwarten würde. Kaum Offensivszenen.

92 Marcel Brandt (3-) – Brandt versuchte viel, schaffte aber wenig – ähnlich wie es bei Preibisch der Fall war. Ein schneller Stürmer, der viel mit dem Puck versucht, wobei nur wenig gelang.

3 Stars

  1. Zach Hamill (IEC)
  2. Luigi Caporusso (IEC)
  3. Norm Milley (DEG)

 

Stimmen zum Spiel

„Im letzten Drittel haben wir auch wieder kurz unsere Linie verloren. Eine Spitzenmannschaft verliert ihre Linie nicht, wir sind keine Spitzenmannschaft. Die Tabelle sieht ganz gut aus, aber was wir da teilweise gemacht haben, macht keine Spitzenmannschaft in dieser Liga.“ – Jari Pasanen (Trainer Iserlohn)

„Wir können uns immer wieder verbessern. Dass wir erster waren heißt nicht, dass wir jetzt perfekt sind.“ – Daniel Kreutzer

„Dass man nicht für den Rest der Saison oben stehen kann war uns klar.“ – Manuel Strodel

„Natürlich ist [die Meisterschaft] ein Traum, das ist ein Traum für jeden. Wir müssen diese Saison und die nächsten Saison schauen, dass wir uns stetig verbessern, weiter arbeiten und einen guten Job machen.“ – Mathias Niederberger

Westderby Pinguine gegen Roosters

Die Roosters konnten zuletzt viel Mal in Serie gegen Krefeld Jubeln
Die Roosters konnten zuletzt viel Mal in Serie gegen Krefeld Jubeln

Iserlohn (JK) Das Duell der Pinguine und der Kampfhähne lässt viele Eishockey-Herzen höher schlagen. So wird es hoffentlich auch wieder einmal kommen, wenn der KEV am Sonntag die Roosters im Königspalast in Krefeld empfängt.

Die Begeisterung der Pinguine hält sich in Grenzen, denn der Saisonstart ging offen gesagt ein bisschen in die Hose. Weit unter den Erwartungen stehen die gelb-schwarzen mit 10 Punkten aus 10 Spielen auf dem 12 Platz der Tabelle.

Die Krefelder starteten zuerst mit einem guten Spiel in Augsburg und schossen sogar das erste Tor der Saison. Danach hielten sich die sportlichen Leistungen allerdings in Grenzen. Sie gaben gewonnen geglaubte Spiele, wie das gegen Schwenningen, zu einfach aus der Hand. Zuletzt in der Partie gegen die Adler aus Mannheim nutzen die Pinguine aber endlich mal aus, dass der Gegner schlecht ins Spiel gefunden hat. Dieser Sieg könnte ein Weckruf gewesen sein und spricht für einen Sieg für Krefeld.

Auf der anderen Seite sind die Roosters, die so gut in die Saison gestartet sind wie noch nie. Nach einer Niederlage in Straubing, zeigte das Team von Jari Pasanen starke Leistungen. Auch nach hohen Rücklagen bewahrte die Mannschaft die Nerven und lieferte auch nach einem aussichtslosem 0:4 Rückstand gegen den Meister aus Mannheim ein Comeback.

Nach 9 gespielten Spielen stehen die Sauerländer mit 18 Zählern auf dem 3. Tabellenplatz, vor dem Überraschungsteam aus Straubing. Allerdings verletzten sich bei dem 4:2 Sieg gegen die Grizzlys Wolfsburg, sowohl Top-Scorer Nick Petersen, als auch Angriffsmotor und Publikumsliebling Dylan Wruck. Im Falle von Petersen ist es nur kurzfristig, aber für Dylan Wruck wird die Saison wohl gelaufen sein.

Iserlohn hatte den besseren Start und auch das letzte Spiel gewonnen, allerdings ist der Ausfall von Wruck ein herber Rückschlag. Krefeld hingegen hat gegen Mannheim endlich mal wieder gezeigt was sie wirklich können.

Letzte Saison lief es meist für die Roosters besser. Unvergessen der 9:1 Sieg vor eigenem Publikum, bei dem die Krefelder regelrecht aus der Halle geschossen wurden. Dieses Mal könnte es deutlich spannender werden.

Auf ein gutes, spannendes und faires Eishockeyspiel beider Seiten und möge der Bessere verdient gewinnen. Für gute Stimmung und meistens auch viel Spannung ist bei diesem Duell immer garantiert.

Autor: Jan Kaltenbach

Für: NRW Hockey am 15.10.15

der Hockeyshop

Iserlohn Roosters Historie

Logo_Iserlohn_RoostersDie Iserlohn Roosters GmbH ist die ausgegliederte Profimannschaft, des Iserlohner Eishockey Clubs (kurz IEC). Die Mannschaft absolviert ihre Spiele in der Eissporthalle am Seilersee, die für ihre gute Stimmung durch die Fans bekannt ist.

Die Ursprünge sind in der ehemaligen Kanadischen Kaserne in Deilinghofen zu finden. Als der Korea Krieg vorbei war, wurden im Jahr 1953 kanadische Soldaten im Hemeraner Ortsteil Deilinghofen stationiert. Um ihrem Lieblingshobby nachzugehen, errichteten sie kurz danach eine Eishalle auf dem Kasernengelände. Die Jugendlichen des Dorfes fanden Gefallen an der neuen Sportart und spielten im Winter auf Seen und Teichen mit alten Dosen und Spazierstöcken.

1957 erlaubten die Kanadier dann den Bewohnern von Deilinghofen auch die Eishalle zu benutzen. Nach einigen Übungseinheiten und Talentsichtung der Jugendlichen wurde das erste Spiel 1958 gegen die Mannschaft aus Soest gespielt. Der Grundstein für einen Verein war gelegt und der Tatendrang war groß.

1959 wurde dann in einer Kneipe in Deilinghofen der Eishockey Club Deilinghofen gegründet (kurz ECD). Die Farben des Zeichens und der Trikots waren Blau-Weiß. Es war allerdings vorerst nur eine Jugendmannschaft, die mit zunehmendem Alter der Spieler in die Erwachsenen-Ligen überging. 1977 schaffte das Team erstmals den Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse. 1979 wurde der Verein in ECD Iserlohn umbenannt, da der neue Standort nun am Seilersee war.

Im Jahr 1987 stand der ECD kurz vor dem Bankrott, woraufhin der damalige Vereinsboss Heinz Weifenbach einen Millionen Werbevertrag mit dem Lybischen Revulutionsmotor Muhammar al-Ghaddafi unterzeichnete. Der ECD lief mit Werbung für „Das grüne Buch“ auf, was für Empörung in der Politik sorgte. Weil dem Verein mit Lizenzentzug gedroht wurde, war diese Aktion schnell beendet. Trotz dieses Vertrages war der finanzielle Bankrott nicht mehr abzuwenden.

Das erste Roosters Logo in der DEL
Das erste Roosters Logo in der DEL

Nach diesem Eklat wurde 1988 der ECD Sauerland gegründet, der allerdings aufgrund erneuter finanzieller Fehlentscheidungen kein langes Leben hatte und 1994 Konkurs angemeldet hat.

Mit dem Ziel finanziell sicher dazustehen und weisere Entscheidungen zu treffen, wurde 1994 dann der Iserlohner Eishockey Club, mit den Vereinsfarben Blau-Weiß, wie damals beim ECD, gegründet. Der Verein spielte bis 2000 in der 2. Liga, bis sie die Lizenz der Starbulls Rosenheim erwarben. Daraufhin wurde die Profimannschaft in eine GmbH ausgegliedert, die bis heute unter dem Namen „Iserlohn Roosters GmbH“ in der DEL spielt.

Ein paar Fakten am Rande:

Collin Danielsmeier ist der Rekordspieler der Roosters, er spielte fast die komplette DEL Zeit der Roosters in Blau-Weiß.

Langjähriger Spieler Robert Hock ist Rekordscorer der DEL.

Der ECD war der erste Verein, der die Sonderzug-Tradition begonnen hat.

Quellen: Erzählungen und Geschichten meines Opa’s und Vaters, mein Wissen.

Autor: Jan Kaltenbach

Zur Verfügung gestellt für NRW Hockey am 13.10.15

5:0 im Heimdebüt für die Iserlohn Roosters im Testspiel gegen die Krefeld Pingiune

Starkes Heimdebüt der Roosters sorgte für ein deutliches 5:0 (1:0/1:0/3:0) Testspielergebnis gegen die Krefeld Pinguine.

Die Iserlohn Roosters GmbH testeten am Freitagabend zuhause gegen den Ligakonkurrenten aus der Seidenstadt und haben gegen den KEV einen souveränen 5:0 Sieg eingefahren. Die Stimmung dürfte somit am Nachmittag bei der Saisoneröffnung der Roosters gleich nochmal besser sein.

Tore: 1:0 (03:29) Ross (Little, Macek), 2:0 (22:28) Raymond (Button, Petersen/5:4), 3:0 (41:50) Macek (Caporusso, Jaspers/5:3), 4:0 (42:58) Button (Petersen/5:4), 5:0 (58:49) Connolly (Blank, Bassen

Strafen: Roosters: 22
Krefeld: 26
Schiedsrichter: Schuckies, Krawinkel
Zuschauer: 3276