Die zwei Gesichter der Uedesheim Chiefs

Dennis Kobe setzt sich gegen zwei Crefelder durch – © by Detlef Ross (NRW Hockey)

Uedesheim. (MR) Nach einem desaströsen Auftreten samstags in Langenfeld (22:2) konnten die Uedesheim Chiefs tags drauf den Tabellenführer Crefeld Skating Bears II mit einem 9:5 aus der Halle jagen.

Da hatten die Uedesheim Chiefs – wie so oft in dieser Saison – am Samstag nicht wirklich ins Spiel gefunden und die Langenfeld Devils durch zu viele Strafzeiten zusätzlich unterstützt. Die laufstarken Devils ihrerseits nutzten die numerische Überlegenheiten und sonstige Geschenke aus, sodass sie am Ende mit einem deutlichen 22:2 die Punkte auf der anderen Rheinseite behielten.

Für Sonntag hatte Chiefs-Coach Sebastian Sdun das Team gut vorbereitet (als Trainer der Vorsaison beim CSC II kannte er ja die meisten Spieler und deren Spielweise). Auch an den Teamgeist appellierte Sdun vor der Partie, der zuletzt oftmals etwas untergegangen war, und forderte eine Reaktion auf die Klatsche in Langenfeld. So legten die Gastgeber am heutigen Sonntag auch gleich zwei Treffer vor, ehe Krefeld ein Powerplay zum Anschluss nutzte. Auf den nächsten Treffer der Chiefs hatte Krefeld eine postwendende Antwort, aber kurz vor der Pause konnte Dennis Kobe, der mehrfach mit den Schiedsrichtern haderte, den zwei Tore Abstand wieder herstellen.

Am Ende wurde es turbulent

Nach Torhüterwechsel auf Seiten der Gäste sollte im Mittelabschnitt nur ein weiterer Anschlusstreffer für Krefeld fallen. Nach dem zweiten Seitenwechsel schlug Uedesheims Kapitän Raphael Scheu in der noch andauernden Strafzeit der Gäste zu und erhöhte auf 5:3. Dann aber ließ man den Gästen zu viel Raum, und es passierte wie so oft: die Führung wurde verschenkt, beim Ausgleich in der 55. Spielminute deutete dann alles auf eine Verlängerung hin. Wurde es aber nicht, denn in eigener Unterzahl bugsierte Kobe den Ball irgendwie zur Torlinie, und der Ball kullerte wohl knapp darüber. Kurz darauf erzielte er auch noch einen „richtigen“ Treffer. Es blieben noch gute zwei Minuten, und man spielte gerade mit drei gegen drei. Krefeld zog den Goalie für einen weiteren Feldspieler, doch nochmals konnten die Hausherren jubeln! Dass Kobe danach noch einmal einnetzte, war dann doch ein wenig „übertrieben“: das Endergebnis von 9:5 ist doch um einiges zu deutlich ausgefallen über das gesamte Spiel gesehen. Aber sei’s drum: der Uedesheimer Anhang freute sich wie Bolle, endlich mal wieder drei Punkte geholt zu haben, und der Trainer konstatierte „Endlich mal gut gespielt.“

Die Tore erzielten: Kobe (5), Böhland, Lindner, Peters und Scheu für die Chiefs sowie Komor (2), van de Sand, Holthausen und Lintorf

Alle Bilder vom Spiel: (C) Detlef Ross http://bit.ly/2K0E1rC

Duisburg Ducks gewinnen Hitzeschlacht gegen die Miners Oberhausen

Philip Grühn taucht einschussbereit vor Marvin Storb auf – © by Detlef Ross (NRW Hockey)

Duisburg. (MR) Bei hochsommerlichen Temperaturen, schwüler und vor allem verbrauchter Luft setzten sich die Duisburg Ducks gegen die in dieser Saison durch teaminterne Differenzen schwächelnden Miners Oberhausen mit 8:3 durch.

Das Spiel begann verspätet, weil bereits vorher die zweite Mannschaft der Ducks nach vielen Unterbrechungen dann auch noch ins Penaltyschießen musste. Aber auch im Spiel der ersten Herren kam mehrfach der Wischer zum Einsatz: bei den vorherrschenden Temperaturen Sport zu treiben, ist eben eine schweißtreibende Angelegenheit! So war natürlich kein hochklassiges oder rasantes Spiel zu erwarten. Die Hausherren jedoch legten bereits im Startabschnitt zügig den Grundstein zum ungefährdeten Sieg, hatten sie doch bis zur 13. Spielminute schon vier Treffer vorgelegt.

Miners treffen erst im zweiten Drittel das Tor

Im Mitteldrittel schob sich Oberhausens Goalie den Ball fast selbst ins Tor, ehe den Miners endlich auch mal ein Erfolgserlebnis vergönnt war. Sie konnten die dritte Überzahlsituation gewinnbringend nutzen. Zum Ende des Drittels jedoch legten die „Enten“ nochmals nach, nun ihrerseits im Powerplay, und es wurden beim Stand von 6:1 nochmals die Seiten gewechselt. Auch der letzte Abschnitt zog sich wie Kaugummi, aber diesmal konnten fast alle Überzahlspiele in Tore umgemünzt werden. Die Gäste kamen auf 6:3 heran, doch ehe das Spiel vielleicht noch kippen konnte, legten die Gäste wieder vor: beim 7:3 war Marvin Storb trotz Hechtsprung auf die andere Seite machtlos. Obwohl die Punkteverteilung nach 55 Spielminuten eigentlich eindeutig war, brannten ein bei beiden Mannschaften wenig die Sicherungen durch, und es gab noch ein kleines, unnötiges Handgemenge – und der Wischer musste nochmals zum Einsatz kommen… Bei 3 gegen 3 setzte Duisburgs Kapitän Philip Müller den Schlusspunkt zum 8:3.

Damit bleiben die Miners weiterhin punktlos am Tabellenende festgetackert, während sich die „Enten“ nach vier Siegen in Folge so langsam in die Playoff-Plätze tanzen…

Die Treffer erzielten: Fiedler, Petry (je 2), Schlie, Marten, Grühn und Müller für die Ducks sowie Renkewitz, Janßen und Möllmann für die Miners.

Alle Bilder vom Spiel: (C) Detlef Ross http://bit.ly/2MfjXQB

Crash Eagles Kaarst sind Deutscher Meister 2017!

Es war der perfekte Tag für die Crash Eagles Kaarst, denn neben der Bundesligamannschaft, die Iserlohn klar mit 12:4 bezwang und so die Meisterschaft feierte, gelang dies nur wenige Stunden zuvor auch der Juniorenmannschaft bei der DM der Altersklasse U19.

Sonntag, der 17.12.2017, 18.30 Uhr und es war angerichtet in der ausverkauften Kaarster Stadtparkhalle. 700 Zuschauer sollten Zeuge des entscheidenden Finalspiels werden. Die Gäste aus dem Sauerland wollten an Ihre starke Leistung aus dem ersten Spiel anknüpfen und überraschten anfangs nervöse Kaarster durch einen Doppelschlag. Marcel Broze und Rickardo Mango brachte die Gäste innerhalb von nur 43 Sekunden mit 0:2 in Front. Einigen Zaungästen schwante schon Böses, doch der jüngste Adler Lennart Otten, der erst kurz vor Spielbeginn von der Juniorenmeisterschaft kommend in der Halle eintraf, sorgte mit dem Anschlusstreffer zum 1:2 (10.Minute, Vorlage Felix Wuschech) für eine Initialzündung. Kaarst war nun hellwach und mit der Unterstützung der Zuschauer wurde das Spiel gedreht. Moritz Otten verwertete eine Vorlage von Christian von Berg zum Ausgleich (13.) und Tobias Wolff konnte einen Pass von Thimo Dietrich zur ersten Führung verwandeln (16.). Dietrich selber stellte dann 12 Sekunden vor der Pausensirene auf 4:2 (20.).

Nach der Pause das gleich Bild. Kaarst war spielbestimmend und nutzte die sich bietenden Freiräume gegen immer müder werdende Samurai zu Toren durch Thimo Dietrich (29. Dominik Boschewski), Moritz Otten (32.), nach erneuter Vorarbeit durch Dominik Boschewski und Nils Surges (34. Ivo Puhle) ,zum zwischenzeitlichen 7:2. Iserlohns Constantin Wichern fand dann eine Lücke im Getümmel und traf zum 7:3 (38.) Zwischenstand nach 40 Minuten.

Im letzten Drittel verwaltete Kaarst dann zunächst das Ergebnis, um nicht Gefahr zu laufen die sichere Führung noch aus der Hand zu geben. Kapitän Dominik Boschewski (49.) und Tim Dohmen (50.) konnten dann, jeweils nach Vorlage von Thimo Dietrich, den Zwischenstand auf 9:3 schrauben da Iserlohn zusehends resignierte. Auch der vierte Treffer der Sauerländer durch Jan Schreiner war nicht mehr als Ergebniskosmetik. Diese betrieben dann auch noch Thimo Dietrich (55. Tobias Wolff), Jakob Matzken (58. Leonard Oehme) und Kevin Stein (60.Ivo Puhle), dessen Treffer zum 12:4 den Schlusspunkt setzte.

Damit feierten die Crash Eagles erstmals seit 1998 wieder den Meistertitel. Ein Erfolg, der vor der Saison sicher nicht zu erwarten war, da die Adler ob der damaligen Abgänge den Kader nochmals verjüngen mussten. „Wir sind das jüngste Team der Liga und es ist gelungen die einzelnen Spieler enorm schnell zu gestandenen Bundesligaspielern zu formen“, so Trainer Georg Otten. Sein Co-Trainer Volker Evertz betont den Teamgeist, der wesentlicher Anteil des Erfolgs ist. „Die Jungs kennen sich seit den Bambini oder Schülerzeiten und sowas schweißt zusammen“, so Evertz.

Mit diesem Spiel endet eine lange und anstrengende Saison, die mit einer Auftaktniederlage beim Aufsteiger Oberhausen begann und mit der Meisterschaft endete. 2018 startet man wieder bei einem Aufsteiger, mal sehen was das am Ende für eine Bedeutung hat.

Die Crash Eagles verabschiedeten nach der Partie Kevin Stein und Nils Surges, die beide wesentlich Anteil am Erfolg der letzten Jahre hatten und nun sportlich kürzer treten wollen.

1. Drittel im Finalspiel

Mittelabschnitt

Der Schlussabschnitt inkl. Siegerehrung. 

Georg Otten zum gewonnenen Finale.

Totgesagte leben länger. Crash Eagles gleichen durch einen 14:10 Sieg in Iserlohn die Serie aus

Einen verdienten Erfolg feierten die Crash Eagles bei den Samurai Iserlohn und sichern sich somit ein drittes und entscheidendes Finalspiel in Kaarst.

Über das erste Drittel legen die Adler gerne den Mantel des Schweigens, denn etliche Strafzeiten und ein schwaches Offensivspiel waren die Ursache für die 4:2 Führung der Samurai. Constantin Wichern, Tim Linke und zweimal Pascal Neumann trafen für Iserlohn, Moritz Otten und Christian von Berg für Kaarst.

Im zweiten Drittel nahm Kaarst dann das Heft in die Hand und zeigte eine beeindruckende Leistung. Tore von Thimo Dietrich, Dominik Boschewski, Lennart Otten und dreimal Tim Dohmen drehten die Partie. Für Iserlohn trafen lediglich Constantin Wichern, Tim Linke und Dominik Bialke. So ging es mit einer 7:8 Führung für Kaarst in die Pause.

Im letzten Drittel konnte dann Tobias Wolff auf 7:9 stellen, ehe sich Iserlohn letztmalig aufbäumte. Jan Schreiner und Pascal Neumann glichen zum 9:9 aus und manch einer der zahlreich mitgereisten Kaarster Fans dachte nun die Partie würde kippen. Erneut war jedoch Tobias Wolff zur Stelle und brachte Kaarst mit 9:10 in Führung, die Moritz Otten auf 9:11 ausbaute. Christian von Berg und zweimal Thimo Dietrich machten dann den Deckel drauf. Der Treffer von Jan Schreiner hatte nur noch statistische Bedeutung. So konnten die Crash Eagles einen 14:10 Auswärtserfolg feiern, der nun ein drittes und entscheidendes Spiel nötig macht.

Die Mannschaft hat sich nach dem schwachen ersten Drittel am eigenen Schopfe aus dem Schlamassel gezogen und Richard Steffen im Tor hat eine bärenstarke Leistung gezeigt“, so Trainer Georg Otten. „Wichtig war, dass die zuletzt formschwachen Tim Dohmen und Moritz Otten wieder zu alter Stärke zurückfanden. Jetzt gilt es die Kräfte zu bündeln für das Spiel am kommenden Sonntag, denn gewonnen haben wir noch nichts“, ergänzt Co-Trainer Volker Evertz.

Anpfiff in der Stadtparkhalle Kaarst ist am Sonntag, 17.12. um 18.30 Uhr.

Alle Statistiken zum Spiel: https://www.ishd.de/saison/2017/ligen/1-bundesliga/runde/play-off/1810_09-12-2017-18-30-1-bl-samurai-iserlohn-i-crash-eagles-kaarst-i

 

Miners Oberhausen mit dem achten Sieg in Folge

Viel zu tun bekam Augsburgs Goalie Sebastian Gleich - © Detlef Ross
Viel zu tun bekam Augsburgs Goalie Sebastian Gleich – © Detlef Ross

Oberhausen. (MR) Zwölf Spiele hat der Aufsteiger bisher in der Bundesliga absolviert und heute den zehnten Sieg eingefahren – man kann sagen, dass die erste Mannschaft der Miners Oberhausen aktuell mehr als im Soll ist! Mit dem 8:3 Sieg über den TV Augsburg gelang nicht nur der achte Sieg in Folge sondern auch ein Vorrücken auf den zweiten Tabellenplatz!

Doch die Mannschaft aus der Fuggerstadt ist derzeit nur ein Schatten der vergangenen Jahre, als man (fast) immer um die Meisterschaft mitgespielt hatte, große Personalsorgen plagen das Team. So konnten sie heute nur auf 7 Feldspieler und zwei Goalies zurückgreifen, und folglich versuchte das Team um Kapitän Maximilian Nies erst einmal, die eigene Zone zu decken und die Null zu halten. Entsprechend einseitig sah das Spiel zunächst aus, doch das Vorhaben mit der Defensive zahlte sich aus, denn die Miners konnten aus der eigenen personellen Übermacht im Startabschnitt ein einziges Erfolgserlebnis buchen. Im zweiten Durchgang aber zogen die Hausherren auf 5:0 davon, während Augsburg Nadelstiche setzte – oftmals ans Gestänge. Am Ende waren die Gastgeber wohl schon gedanklich auf dem Weg in die Kabine, als den Gästen in der 40. Spielminute der erste Treffer gelang.

Nach dem Seitenwechsel konnte Augsburg auf 2:5 aus ihrer Sicht verkürzen. Oberhausen hatte jetzt einen Gang zurückgeschaltet, und so kamen die wenigen Aufrechten zu ihren Kontern. Einer allerdings ging insofern daneben, als der angreifende Spieler ungebremst in den Goalie fuhr. Marvin Schrörs konnte daraufhin nicht mehr weiterspielen und ging verletzt in die Kabine. Ehe der dritte Goalie kalt unter Druck geriet, setzte Benedikt Hüsken vor dem gegnerischen Tor gut nach und erhöhte auf ein wieder beruhigenderes 6:2. Nochmals in Überzahl waren wieder die Gäste erfolgreich; das postwendende Tor von Hüsken fand jedoch keine Anerkennung. Es wurde aber nicht mehr spannend, die einen konnten nicht mehr, die anderen mussten nicht mehr, und die beiden letzten Treffer hinter den bedauernswerten Gästegoalie Sebastian Gleich hatten letztlich nur noch statistischen Wert.

Die Treffer erzielten:

Dominik Luft, Benedikt Hüsken (je 2), Sebastian Schneider, Fabian Lenz, Robert Eefting,Mac-André Otten für die Miners und Maximilian Nies, Andreas Berger, Valentin Hübl für den TVA.

Alle Bilder vom Spiel by Detlef Ross: http://bit.ly/2twhRWa