Miners Oberhausen schaffen in „letzter Sekunde“ den Sprung ins Halbfinale

Miners Oberhausen feiern Halbfinaleinzug – © Detlef Ross

Oberhausen. (MR) Die Crefeld Skating Bears durften nach dem deutlichen 16:5 Sieg aus dem zweiten Spiel heute 57 Minuten lang vom Halbfinale träumen, doch Maik Klingsporn erweckte die Gäste 15 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit aus diesen Träumen.

Zunächst sah es aber eher so aus, als wollte Krefeld dort weitermachen, wo man das zweite Spiel der Serie beendet hatte, druckvoll legten sie im Startabschnitt zwei Treffer vor. Erst in der 18. Spielminute ein zählbares Lebenszeichen der Hausherren. Seinem ersten Treffer ließ Benedikt Hüsken zu Beginn des mittleren Abschnittes einen weiteren folgen, und der Ausgleich hätte den Miners Auftrieb geben können. Doch die erste Strafe ließ die Gäste kurz darauf jubeln, und bis zur Spielmitte erhöhten die Niederrheiner auf 2:5. Auch auf Kevin Wilsons Anschluss hatten die Gäste fast postwendend die Antwort, diesmal konnten sie wieder eine Strafe gegen die Hausherren ausnutzen.

Am Ende drehten die Miners auf

Konzentrierter wollten die Miners in den Schlussabschnitt gehen, und Klingsporn nutzte die Verwirrung um einen ausgebliebenen Pfiff zur Verkürzung auf 4:6. Das allerdings machte Miners-Goalie Marvin Haedelt umgehend wieder zunichte, als er weit von seinem Kasten das Spielgerät in eine Krefelder Kelle klärte – Jan Lankes fackelte nicht lange. Drei Tore in 19 Minuten? Ist ja nicht unmöglich. Zunächst Robert Eefting, und noch 15 Minuten. Oberhausen stellte auf zwei Reihen um, Krefeld verließ kaum noch die eigene Hälfte und mauerte. Und es sollte lange Zeit immer noch nichts Zählbares passieren, wenn auch die Miners dem Tor immer näher kamen. Man sah die Zeit förmlich von dannen rinnen. Aus der Distanz schließlich zimmerte Sebastian Schneider den Ball in die Maschen: 144 Sekunden und ein Tor bis zur Verlängerung! Max Bleyer blockte schmerzhaft gegen Stefan Dreyer, doch es half nichts. Kreuzmann auf Wilson – Ausgleich (68 Sekunden)! Und als sich schon alle auf eine Vertagung der Entscheidung eingestellt hatten, ließ Krefelds Goalie Rene Hippler den Ball aus der Fanghand fallen, sodass Klingsporn ihn über die Linie drücken konnte! Da nur noch 15 Sekunden auf der Uhr standen, blieb der Gästegoalie direkt bei diesem Mittelbully auf der Bank, doch Oberhausens Denis Nimako hatte sich am leeren Tor positioniert und konnte nach dem Bullygewinn den Sack zumachen.

Riesenjubel bei den Miners, die mit einem Kraftakt und auf den letzten Drücker den Einzug ins Halbfinale geschafft haben – oder wie es ein Fan formulierte „50 Minuten Sch.eiße gespielt und am Ende Glück gehabt“. Für die ebenfalls gerade (wieder) aufgestiegenen Bears war das Erreichen der Playoffs sicher auch das Saisonziel, doch war die Enttäuschung groß, dass man so knapp die nächste Runde verpasst hat.

Die Tore erzielten: Hüsken, Wilson, Klingsporn (je 2), Eefting, Schneider und Nimako für die Miners, Fabian Zillen, Schopp, Lankes (je 2) und Bleyer für die Skating Bears.

Für die Miners geht es bereits am kommenden Wochenende weiter, im Halbfinale warten die Crash Eagles Kaarst.

Alle Bilder vom Spiel von Detlef Ross http://bit.ly/2lVREhl

Chiefs schenken den Spreewölfen diesmal keinen Punkt

Spielszene Uedesheim Chiefs vs. Spreewölfe Berlin - © Detlef Ross
Spielszene Uedesheim Chiefs vs. Spreewölfe Berlin – © Detlef Ross

Uedesheim. (MR) Nach drei spielfreien Wochen konnten die Uedesheim Chiefs das Nachholspiel in eigener Halle gegen die Spreewölfe aus Berlin 12:9 für sich entscheiden – Kapitän Sascha Drehmann mit vier Toren (darunter der Gamewinner) und 2 Assists fleißigster Punktesammler.

Drei Wochen nach der „suboptimalen“ Auswärtstour in die Bundeshauptstadt war das Nachholspiel gegen die Spreewölfe Berlin im Chiefsgarden angesetzt. Und es ging gut los für die Hausherren, sie legten früh vor und zogen in den ersten zehn Spielminuten auf 4:0 davon. Dann aber waren die Gäste angekommen, die mit einem Doppelschlag binnen 44 Sekunden am Ende des ersten Durchgangs auf 4:3 herankamen. Und sie machten nach dem Seitenwechsel genauso weiter, nach zwei Spielminuten im neuen Abschnitt stand es plötzlich 4:5, das Spiel war gedreht. Kurz nach diesem Nackenschlag jedoch bekamen die Chiefs die erste Überzahl zugesprochen, die sie postwendend zu nutzen wussten. Und keine Zeigerumdrehung später ließen sie Treffer Nr. 6 folgen, der sie wieder in Front brachte. Jetzt war das Momentum zurück bei den Gastgebern, die noch zwei weitere Male ins Schwarze trafen, während die Wölfe mehrfach am Gestänge scheiterten.

Zum Schlussabschnitt schickten die Gäste ihren zweiten Goalie zwischen die Pfosten, der aber in eigener Unterzahl gleich nochmals hinter sich greifen musste – das Pfund von Christoph Clemens zerstörte die Trinkflasche des Goalies… Nach einer Unterbrechung für die Bodentrocknung ging es hin und her mit je einem Treffer auf beiden Seiten, ehe die Chiefs mit der „kürzeren Bank“ merklich Tempo und Aufmerksamkeit drosselten. Das bekam ihnen aber nicht gut, denn damit ließen sie die Gäste das Spiel wieder spannend, unnötig spannend machen: 10:9 stand auf der Anzeigetafel bei noch 5:20 Min. zu spielen! Es ging in die Schlussphase, und es war nur noch eine Frage von Sekunden, bis die Spreewölfe den Goalie ziehen. Sascha Drehmann ließ die Chiefsanhänger durchatmen mit dem 11:9, 63 Sekunden vor der Sirene. Als der Goalie endlich seinen Platz geräumt hatte, war es wiederum Drehmann, der mit dem Schuss ins leere Tor den Sieg in trockene Tücher packte.

Die Treffer erzielten:

Drehmann (4), Reimer, Erlenhardt, Clemens (je 2), Jonen und Feuchthofen (je 1) für die Chiefs und Bell (3), May, Barz und Freyer (je 2) für die Spreewölfe.

Alle Bilder der Partie (C) Detlef Ross: http://bit.ly/2sK29X4

Miners Oberhausen wollen die Skaterhockey Bundesliga aufmischen!

IMG_0591Oberhausen. (DR) Wenn am 4. März 2017 das erste Bully gespielt wird und die Skaterhockey Bundesliga in ihre neue Saison startet, dann sind erstmalig auch die Miners Oberhausen dabei. Das ehrgeizige Saisonziel des Neulings sollen die Play-Offs sein!

Vorab aber noch kurz zur jungen Geschichte der Miners: 2014 angetreten mit dem Slogan „Inline-Skaterhockey in Oberhausen bekommt ein neues Gesicht“, entstand durch den Zusammenschluss der damaligen lokalen Gegner Fireballs Sterkrade und Piranhas Oberhausen ein komplett neuer Verein mit dem Namen Miners Oberhausen. Die Stadt Oberhausen zeigte sich vorab bereit, die alte Eissporthalle im Revierpark „Vonderort“ im Stadtteil Osterfeld als Spielstätte zur Verfügung zu stellen. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass sich die beiden Clubs der Stadt zu einem Verein zusammenschließen und daher nicht mehrere Sporthallen im Stadtgebiet blockieren. Ein gemeinsamer Club auch daher, da es sonst „ein Hauen und Stechen gegeben hätte um die Vergabe der Trainings- und Spielzeiten“, so der 1. Vorsitzende Stavros Avgerinos. Auf der Gründungsversammlung einigte man sich auf den neuen Verein und das neue Logo, den schlägerschwingenden Bergmann mit der Grubenleuchte auf dem Helm. Die finanziell chronisch klamme Stadt gab im Anschluss grünes Licht, investierte trotz eines Haushaltssicherungskonzeptes knapp 1 Mio. Euro in die Grundsanierung der Anlage, was immer noch günstiger war, als die alte Eissporthalle abzureißen.

Vieles in der jetzigen „Pflugbeil Arena“ (benannt nach dem ehemaligen Osterfelder Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Pflugbeil) an der Bottroper Straße wurde aber in „gefühlten tausenden Stunden“ Eigenregie geleistet, wie zum Beispiel in die neue Bande, die durch die Firma Metallbau Kramer angefertigt und zur Verfügung gestellt wurde. Hier half auch das Bundesland NRW mit Fördermitteln zum Sportstättenbau. Ursprünglich war angedacht, die alte Eishockeybande aus der König Pilsener Arena Oberhausen zu übernehmen, um etwas vom Geist der Revier Löwen in die neue Spielstätte zu integrieren. Dabei spielte aber das Arena-Management nicht mit.

Dass jetzt, nur 3 Jahre nach Gründung, das Abenteuer 1. Bundesliga angegangen werden kann, ist den beiden Fusionären Fireballs und Piranhas zu verdanken, die beide in der Regionalliga (3. Liga) spielten, deren Platz damit die „neuen“ Miners einnehmen konnten. Mit den Meisterschaften in der Regionalliga West, im Jahr darauf ebenso in der 2. Bundesliga steht als nächster Schritt die 1. Bundesliga auf dem Spielplan der Miners!

Prominenteste Neuzugänge des Teams von Trainer Jan Bedrna sind mit Stefan Dreyer, Dominik Luft und Benedikt Hüsken gleich 3 Akteure vom amtierenden deutschen Meister und Europapokalsieger Rockets Essen. Im Tor wird es einen Konkurrenzkampf zwischen Marvin Haedelt und dem Neuzugang von den Crefeld Skating Bears, Marvin Schrörs geben. Auf etliche Bundesligajahre und somit viel Erfahrung können die bislang schon zum Kader gehörenden Spieler Stephan Kreuzmann, Denis Nimako, Kevin Wilson, Robert Eefting, Etienne Renkewitz und natürlich Kapitän und Nationalspieler Sebastian Schneider blicken. Diese Erfahrung soll von den Cracks an die jungen Spieler im Kader weitergegeben werden. Bei den Miners wird auch gar nicht tief gestapelt, wenn man nach dem Saisonziel der ersten Bundesliga-Saison fragt. „Wir wollen die Bundesliga aufmischen. Unser Ziel ist nicht der Klassenerhalt, wir wollen in die Play-Offs“ gab Pressesprecher Christian Binas zu Protokoll.

Besonders groß ist die Vorfreude auf die Derbys gegen die Rockets Essen und die Duisburg Ducks. Zum Auftakt der Premiere-Saison erwarten die Miners am Samstag, 4. März den Vize-Meister Crash Eagles Kaarst. In diesem Spiel soll sich dann schon zeigen, zu was die Miners in dieser Saison in der Lage sind.

Der Gegner aus Kaarst hat übrigens noch den Status „größter Skaterhockey Verein Deutschlands“ inne. Eine Situation, die die Miners gerne für sich beanspruchen wollen. Nachwuchssorgen gibt es jedenfalls nicht. Aktuell meldet der Club 11 Teams von den Bambinis bis hin zur 1. Herrenmannschaft.

Auch an der Sponsorenfront meldet man Erfolge. Stavros Avgerinos: „Der Verein steht auf gesunden Füßen. Im Sponsorenbereich ist alles ok, es kann natürlich immer noch besser sein, aber wir sind zufrieden.“

NRW Hockey wünscht den Miners in der 1. Skaterhockey Bundesliga „Glück auf“ mit vielen erfolgreichen, emotionalen und unvergesslichen Spielen und Siegen!

Hier noch eine kleine Fotostrecke der Pflugbeil Arena: http://bit.ly/2lhwW5R 

Punkteteilung im Kellerderby

Maximilian Meyer verwandelt den entscheidenden Penlty für die Rams. © Detlef Ross
Maximilian Meyer verwandelt den entscheidenden Penlty für die Rams. © Detlef Ross

Uedesheim. (MR) Dass man heute kein rasantes und hochklassiges Match zu sehen bekam, war sicherlich auch dem drückend-schwülen Wetter geschuldet. Am Ende unterlagen die Uedesheim Chiefs dem Tabellennachbarn Düsseldorf Rams mit 4:5 nach Penaltyschießen, nachdem die Hausherren hier zu keinem Torerfolg gekommen waren.

Bei gefühlten 30° und 80% Luftfeuchtigkeit sowohl draußen wie auch im halboffenen Chiefsgarden gingen die Gäste bereits im ersten Powerplay in Führung, und auch der zweite Treffer fiel mit einem Mann mehr auf dem Spielfeld. Die Chiefs hingegen konnten ihre erste Überzahl nicht nutzen. Doch in der 17. Spielminute kamen sie zurück, und das gleich mit einem Doppelschlag, sodass es ausgeglichen in die erste Pause ging.

Mit zunehmender Spieldauer verflachte das Spiel, hochkarätige Torchancen waren Mangelware, vielmehr wurde der Ball am Ende oft nur noch in die andere Spielfeldhälfte gedroschen. Die Widder konnten zum Ende des mittleren Abschnittes wieder vorlegen, erneut fiel der Treffer in Überzahl. Düsseldorf wechselte zum Schlussabschnitt den Torhüter, doch auch Felix Tauer ließ sich lange Zeit nicht überwinden.

Mit schönem Solo über das gesamte Spielfeld setzte sich Max Bleyer in der 55. Min. durch, umkurvte einen Gegner nach dem anderen und düpierte Tauer zum umjubelten 3:3 Ausgleich. Und wenig später gelang den Hausherren dann auch ein Tor mit einem Mann mehr. Es blieben noch lange 4:15 Min. auf der Uhr, die Chiefs versuchten nachzulegen, die Rams liefen jetzt dem knappen Rückstand hinterher. Am Ende aber passierte das, was aus Sicht der Uedesheimer nicht hätte passieren dürfen: Düsseldorf zog den Goalie für den 5. Feldspieler, und diese sorgten für viel Verkehr vor dem Kasten, bis Robin Wilmshöfer das Spielgerät in die Maschen gearbeitet hatte – 29 Sekunden vor dem 3-Punkte-Sieg.

So wurde daraus die Punkteteilung. Den Zusatzpunkt verdiente sich Max Meyer mit dem einzigen Treffer im 1 gegen 1.

Die Tore erzielten: Johannes Matzken, Sascha Drehmann, May Bleyer, Christoph Clemens für die Chiefs; Wilmshöfer, Meyer (je 2), Grabs für die Rams.

 

Alle Bilder vom Spiel: (C) Detlef Ross http://bit.ly/1sZkVWy

Uedesheim Chiefs unterliegen Duisburg Ducks knapp 8:9

André Kammen und Dominik Müller im Bandenzweikampf  - © Ross
André Kammen und Dominik Müller im Bandenzweikampf – © Ross

Uedesheim. (MR) Es war ein unterhaltsames, weil torreiches Spiel, das sich die Tabellennachbarn lieferten.

Nachdem die Chiefs bereits die erste Strafzeit zum Führungstreffer in der 2. Spielminute ausnutzen konnten und in der 8. gleich einen weiteren Treffer nachlegten, kamen die Gäste durch Dominik Müller wenig später auch auf die Uhr, doch André Kammen mit seinem zweiten Treffer heute legte wieder vor. Auch Müller hatte in diesem Abschnitt den zweiten Treffer, ehe Dennis Kobe sein Team wieder auf 2 Tore voranbrachte. So ging es in die Pause.

Nach dieser wollte auf Seiten der Chiefs nicht mehr viel klappen. Man musste nach dem 4:3 auch das 5:4 hinnehmen, aus dem dann schnell in drei Powerplays für die Ducks ein 5:7 Rückstand wurde. Zu oft auch saß man in diesem Drittel auf der Strafbank. Und als im Schlussabschnitt wiederum die Gäste „saßen“, klappte auch das Überzahlspiel nicht wirklich. Erst in der 50. Spielminute konnten die Chiefs wieder auf sich aufmerksam machen und anschließend dann doch im Powerplay ausgleichen. Jetzt hatten die Zuschauer bereits 14 Tore gesehen!

Duisburgs Julien Marten gegen Uedesheims Jerome Bonin - © Ross
Duisburgs Julien Marten gegen Uedesheims Jerome Bonin – © Ross

Doch es blieb nicht dabei. Zunächst legte Duisburgs Müller wieder vor, dann nutzte Christoph Clemens eine Überzahl, um für Uedesheim wieder auszugleichen. Ein eigentlich ungefährlicher Weitschuss überraschte Chiefs-Goalie René Hippler, der wenig später einen Schlagschuss auf die Maske bekam. Nach der Reparatur wurden noch vier Minuten gespielt, am Ende auch ohne Hippler und mit dem 5. Feldspieler, doch es sollte keine Kugel mehr ins Netz rollen, sodass die Ducks ein 9:8 und drei Punkte mit an die Ruhr nehmen.

Die Tore erzielten: Bleyer, Kammen (je 3), Kobe, Clemens für die Chiefs und Müller (3), Grühn, Behlau (je 2), Neuhausen, Fiedler für die Ducks.

Alle Fotos vom Spiel (C) by Detlef Ross: http://bit.ly/1O7W8Ut