Oilers vs. Haie! Die NHL kommt nach Europa!

Die Edmonton Oilers treffen am 3. Oktober im Rahmen der 2018 NHL Global Series Challenge™ in der Kölner LANXESS arena auf die Kölner Haie. Tickets ab dem 14. März erhältlich.

Bereits am 1. Oktober messen sich die New Jersey Devils und der SC Bern in der Schweiz.

Im Rahmen der 2018 NHL GLOBAL SERIES™ eröffnen Oilers und Devils am 6. Oktober ihre reguläre Spielzeit 2018/19 mit einem Duell in Göteborg, Schweden. Am 1. und 2. November treffen zudem die Florida Panthers und Winnipeg Jets in Helsinki, Finnland, aufeinander.

Tickets für alle Spiele sind ab nächster Woche erhältlich.

NEW YORK/TORONTO (6. März 2018) – Die National Hockey League (NHL®) und die National Hockey League Players’ Association (NHLPA) verkünden heute, in Zusammenarbeit mit Live Nation, Daten, Austragungsorte und Ticket-Informationen für die 2018 NHL Global Series™ und die 2018 NHL Global Series Challenge™. Bereits im Januar hatte die NHL verkündet, dass die Edmonton Oilers, Florida Panthers, New Jersey Devils und Winnipeg Jets im Rahmen der 2018 NHL Global Series™ reguläre Saison-Spiele in Europa austragen werden.

Jetzt stehen die Austragungsorte fest: Die Oilers und Devils werden am Samstag, 6. Oktober, ihr erstes Saisonspiel der Spielzeit 2018/19 im Scandinavium in Göteborg, Schweden, austragen. Erstes Bully ist um 19:00 Uhr (MEZ). Die Panthers und Jets treffen am Donnerstag, 1. November, und am Freitag, 2. November, in der Hartwall Arena in Helsinki, Finnland, in zwei Spielen der Regular Season aufeinander. Beginn beider Spiele ist um 20:00 Uhr (OEZ). Die örtlichen TV-Übertragungsrechte liegen in Schweden und Finnland bei Viasat und Viaplay. Zusätzlich werden die Oilers und Devils ihre Saisonvorbereitung in Deutschland beziehungsweise der Schweiz beenden und im Rahmen der 2018 NHL Global Series Challenge™ jeweils ein Testspiel austragen. Tickets für die 2018 NHL Global Series™ und die 2018 NHL Global Series Challenge™ gehen in der kommenden Woche in den öffentlichen Verkauf.

Mit der 2018 NHL Global Series™ kommt die NHL bereits zum siebten Mal nach Europa, um dort Partien der regulären Saison auszutragen. Mit diesen Spielen und den Auftritten einiger der besten Spieler der Welt sollen die zahlreichen treuen und leidenschaftlichen Eishockey-Fans in Europa belohnt und die Aufmerksamkeit auf die NHL weltweit gestärkt werden. Mit diesen drei Partien werden dann bereits 25 Spiele der Regular Season in Europa absolviert worden sein. Das Duell zwischen New Jersey und Edmonton am 6. Oktober ist bereits das neunte Spiel aus der regulären Saison, das in Schweden stattfindet. Erstmals ist die NHL dabei in Göteborg zu Gast. Mit den beiden Partien zwischen Florida und Winnipeg gastiert die NHL zum fünften Mal in Finnland. Alle bisherigen Spiele wurden ebenfalls in der Hartwall Arena in Helsinki ausgetragen.

Die NHL hat sich zu einer globalen Liga entwickelt. Etwa 26 Prozent aller aktiven NHL-Spieler der aktuellen Spielzeit stammen von außerhalb Nordamerikas. Im Oktober werden so die Devils-Stürmer Marcus Johansson und Jesper Bratt sowie die Oilers-Verteidiger Oscar Klefbom und Adam Larsson erstmals als NHL-Spieler in ihrem Heimatland auf dem Eis stehen. Gleiches gilt im November für Panthers-Stürmer Aleksander Barkov sowie die Jets-Stürmer Joel Amia und Patrik Laine.

Bereits zuvor absolvieren Edmonton und New Jersey den Abschluss ihrer Trainings-Camps in Europa und werden im Rahmen der 2018 NHL Global Series Challenge™ Testspiele absolvieren. Die Oilers führt das nach Köln, wo sie am 3. Oktober in der LANXESS arena auf die Kölner Haie treffen. Spielbeginn ist um 16:00 Uhr (MEZ). Am Tag der Deutschen Einheit trifft damit der dritte Pick des 2014er NHL-Drafts, Leon Draisaitl, in seiner Heimatstadt auf seinen Heimatclub und seinen Vater, Peter Draisaitl, der als Headcoach bei den Kölner Haien hinter der Bande steht. Ähnliches gilt für Nico Hischier aus Brig, den ersten Pick des 2017er NHL-Drafts, sowie Mirco Mueller aus Winterthur, die mit den mit den Devils am 1. Oktober in der PostFiance Arena in Bern einen Auftritt in ihrem Heimatland haben. Spielbeginn ist dort um 19:30 Uhr (MEZ). Die Partie, Edmonton Oilers vs. Kölner Haie wird auf Sport1 übertragen. Das Spiel, New Jersey Devils vs. SC Bern, überträgt der Sender Teleclub.

Die Florida Panther waren 2009 eines von vier NHL-Teams, das für das NHL Premiere Game nach Europa gereist ist. Zweimal trafen die Panthers seinerzeit in der Hartwall Arena in Helsinki auf die Chicago Blackhawks. Je ein Sieg gelang damals den Kontrahenten. Edmonton, New Jersey und Winnipeg tragen erstmals international Spiele der regulären Saison aus.

Tickets für alle Spiele der 2018 NHL Global Series™ und der 2018 NHL Global Series Challenge™ sind ab der kommenden Woche über die unten aufgeführten Webseiten erhältlich. Tickets sind erhältlich so lange der Vorrat reicht.

*Tickets für das Spiel der NHL Global Series Challenge™ am 1. Oktober zwischen den New Jersey Devils und dem SC Bern in der PostFinance Arena in Bern, Schweiz, sind ab Montag, den 12. März, 10:00 Uhr (MEZ) über folgenden Link erhältlich: http://www.ticketcorner.ch.

*Tickets für das Spiel der NHL Global Series Challenge™ am 3. Oktober zwischen den Edmonton Oilers und den Kölner Haie in der LANXESS arena in Köln, Deutschland, sind ab Mittwoch, den 14. März, 10:00 Uhr (MEZ) über folgende Links erhältlich: http://www.eventimsports.de und http://www.haie.de.

*Tickets für das Spiel der NHL Global Series™ am 6. Oktober zwischen den New Jersey Devils und den Edmonton Oilers im Scandinavium in Göteborg, Schweden, sind ab Montag, den 12. März, 9:00 Uhr (MEZ), über folgenden Link erhältlich: https://www.livenation.se.

*Tickets für die Spiele der NHL Global Series™ am 1. und 2. November zwischen den Florida Panthers und den Winnipeg Jets in der Hartwall Arena in Helsinki, Finnland sind ab Montag, den 12. März, 9:00 Uhr (OEZ), über folgenden Link erhältlich: https://www.livenation.fi.

Für die Spiele werden zu späterer Zeit zusätzlich VIP/Hospitalty-Angebote erhältlich sein.

Weitere Informationen, z.B. zu den Übertragungszeiten, zur 2018 NHL Global Series™ folgen in den nächsten Wochen. Als Partner der sechs internationalen Webseiten der NHL, sind über NHL.com/sv, NHL.com/fi und NHL.com/de alle Neuigkeiten zur 2018 NHL Global Series™ sowie viele weitere Informationen zur NHL zu finden.

Spiele der NHL REGULAR-SEASON in Europa:

Sept. 29, 2007 London, England O2 Arena , 17,551 Zuschauer, Los Angeles 4, Anaheim 1

Sept. 30, 2007 London, England O2 Arena, 17,300 Zuschauer, Anaheim 4, Los Angeles 1

Oct. 4, 2008 Prague, Czech Republic O2 Arena 17,085 Zuschauer,  NY Rangers 2, Tampa Bay 1

Oct. 4, 2008 Stockholm, Sweden Ericsson Globe 13,699 Zuschauer, Pittsburgh 4, Ottawa 3 (Overtime)

Oct. 5, 2008 Prague, Czech Republic O2 Arena 17,085 Zuschauer, NY Rangers 2, Tampa Bay 1

Oct. 5, 2008 Stockholm, Sweden Ericsson Globe, 13.699 Zuschauer, Ottawa 3, Pittsburgh 1

Oct. 2, 2009 Helsinki, Finland Hartwall Arena, 12.056 Zuschauer, Florida 4, Chicago 3 (Shootout)

Oct. 2, 2009 Stockholm, Sweden Ericsson Globe, 13.850 Zuschauer, St. Louis 4, Detroit 3

Oct. 3, 2009 Helsinki, Finland Hartwall Arena, 11.526 Zuschauer, Chicago 4, Florida 0

Oct. 3, 2009 Stockholm, Sweden Ericsson Globe, 13.850, Zuschauer, St. Louis 5, Detroit 3

Oct. 7, 2010 Helsinki, Finland Hartwall Arena, 12.355 Zuschauer, Carolina 4, Minnesota 3

Oct. 8, 2010 Helsinki, Finland Hartwall Arena, 13.465 Zuschauer, Carolina 2, Minnesota 1 (Shootout)

Oct. 8, 2010 Stockholm, Sweden Ericsson Globe, 11.324 Zuschauer, San Jose 3, Columbus 2

Oct. 9, 2010 Stockholm, Sweden Ericsson Globe, 11.324 Zuschauer, Columbus 3, San Jose 2 (Overtime)

Oct. 9, 2010 Prague, Czech Republic O2 Arena, 15.299 Zuschauer, Phoenix 5, Boston 2

Oct. 10, 2010 Prague, Czech Republic O2 Arena, 12.990 Zuschauer, Boston 3, Phoenix 0

Oct. 7, 2011 Helsinki, Finland Hartwall Arena, 13.349 Zuschauer, Buffalo 4, Anaheim 2

Oct. 7, 2011 Stockholm, Sweden Ericsson Globe, 13.800 Zuschauer, Los Angeles 3, NY Rangers 2 (Overtime)

Oct. 8, 2011 Stockholm, Sweden Ericsson Globe, 13.800 Zuschauer, Anaheim 2, NY Rangers 1 (Shootout)

Oct. 8, 2011 Berlin, Germany O2 World, 14.300 Buffalo Zuschauer, 4, Los Angeles 2

Nov. 10, 2017 Stockholm, Sweden Ericsson Globe, 13.396 Zuschauer, Ottawa 4, Colorado 3 (Overtime)

Nov. 11, 2017 Stockholm, Sweden Ericsson Globe, 13.396 Zuschauer, Colorado 3, Ottawa 4

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4. DEL WINTER GAME geht an Kölner Haie

Winter Game-Revanche für die Kölner Haie: Der Club aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) erhielt den Zuschlag für das 4. DEL WINTER GAME. Austragungsort ist am 12. Januar 2019 das RheinEnergieSTADION des Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln.

Gegner ist die Düsseldorfer EG. Damit kommt es im rheinischen Eishockey-Klassiker zugleich zu einer Winter Game-Neuauflage von 2015. Damals hatte die DEG in der Düsseldorfer ESPRIT arena die Haie mit 3:2 bezwungen und mit 51.125 Fans zugleich für einen europäischen Zuschauer-Rekord gesorgt.

Zentrales Motto des Spiels ist diesmal die römische Geschichte der Stadt Köln. „Wir freuen uns riesig, dass unsere Bewerbung für das DEL WINTER GAME 2019 erfolgreich war und unser Konzept die Verantwortlichen überzeugt hat,“ sagte Oliver Müller, Geschäftsführer der Kölner Haie: „Für uns wird ein Traum Wirklichkeit.“

„Das Konzept der Kölner ist in der Tat spektakulär und setzt die Idee perfekt um, aus diesen Spielen immer etwas ganz Besonderes zu machen“, sagte Daniel Hopp, stellvertretender DEL-Aufsichtsratsvorsitzender und als Geschäftsführer der Adler Mannheim Mitorganisator des vergangenen DEL WINTER GAMES 2017 in Sinsheim.

Auch Stefan Adam, Geschäftsführer der Düsseldorfer EG freut sich auf das Open-Air-Spektakel: „Das ist eine tolle Nachricht! Wir sind froh und stolz, Teil dieses herausragenden Eishockey-Tages im Rheinland zu sein. Die DEG wird dieses Event mit aller Kraft unterstützen und ihr Know-how vom DEL WINTER GAME 2015 einbringen.“

Neben dem Eis ist ein abwechslungsreiches und spannendes Rahmenprogramm geboten. Unter dem Motto „Gloria victori sit. Ehre dem Sieger.“ wird die stark ausgeprägte römische Geschichte intensiv im Rahmenprogramm thematisiert. So wird es auf den Vorwiesen des RheinEnergieSTADIONS Gladiatoren-Schaukämpfe geben. Abgerundet wird das Motto mit einem Gladiatorenkampf auf dem Eis in einer der beiden Drittelpausen.

„Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht. Jetzt heißt es, in den kommenden Monaten hart daran zu arbeiten, um ein unvergessliches Event für Köln und für den Sport auf die Beine zu stellen. Wir sind bereit und freuen uns drauf“, so Oliver Müller.

Nick Latta erhält die Freigabe. Der Vertrag zwischen Nick Latta und den Kölner Haien wurde auf Wunsch des Spielers aufgelöst.

Nick Latta ist ab sofort nicht mehr Spieler der Kölner Haie. Der noch bis zum Ende der laufenden Saison gültige Vertrag mit dem KEC wurde auf Wunsch des Spielers mit sofortiger Wirkung aufgelöst.

„Nick Latta kam vor einigen Tagen mit dem Wunsch auf uns zu, seinen laufenden Vertrag mit dem KEC vorzeitig aufzulösen. Diesem Wunsch haben wir nach interner Rücksprache mit allen Entscheidungsebenen im Club entsprochen“, erklärt Haie-Sportdirektor Mark Mahon.

Über Details der Vertragsauflösung haben alle Parteien Stillschweigen vereinbart.

Nick Latta stand seit Oktober 2014 bei den Kölner Haie unter Vertrag und sammelte in insgesamt 174 DEL-Spielen 47 Scorerpunkte.

Die Kölner Haie bedanken sich bei Nick Latta für seinen Einsatz und seine Leistung in den vergangenen Spielzeiten und wünschen ihm für seine sportliche wie private Zukunft alles Gute.

Der Haie-Kader – Was könnte sich im Sommer tun?

Einen Tag nach dem Viertelfinal-Aus der Kölner Haie, stellen sich etliche Fans schon die Frage, wer in der kommenden Spielzeit noch im KEC-Trikot auflaufen wird. Sehr bald wird die sportliche Leitung rund um Cheftrainer Cory Clouston und Sportdirektor Mark Mahon die Gespräche mit den Spielern suchen.

Foto © nordphoto / Mueller
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NRW Hockey spekuliert, was sich so tun könnte.

Torhüter:

Die Torhüter-Position ist unwahrscheinlich gut besetzt bei den Domstädtern. Mit Gustaf Wesslau steht bis 2020 der beste Goalie der Deutschen Eishockey Liga (DEL) unter Vertrag. Sein Back-Up Daniar Dshunussow hat zwar auch für die kommende Spielzeit unterschrieben, könnte allerdings äußerst unzufrieden mit der diesjährigen Situation gewesen sein.

Als vorbildlicher Teamspieler bewies er trotz seltener Einsätze eine gute Moral. Seine Leistungen in den Spielen war wohlmöglich aufgrund der mangelnden Spielpraxis tendenziell unglücklich. Wird der gebürtige Berliner einen vorzeitigen Wechselwunsch äußern? Die eindeutige zweite Wahl zu sein, ist definitiv nicht der Anspruch von Dshunussow. Aber wo könnte der Familienvater derzeit besser verdienen, als in Köln?

Verteidigung:

Auffällig ruhig ist es um Fredrik Eriksson geworden. Der Kontrakt des 33-Jährigen läuft im Sommer aus. Seine Statistik ist eher durchschnittlich. Über weite Strecken der Saison ist der Schwede untergetaucht. Es würde nicht überraschen, wenn Eriksson (wird im Juli 34 Jahre) die Kölner verlässt und stattdessen ein frischerer Offensivverteidiger verpflichtet wird. Noch vor einer Woche hieß es, dass Bremerhavens Cody Lampl an den Rhein wechseln solle. Doch vor vier Tagen gaben dann die Pinguins die Vertragsverlängerung des Senkrechtstarters bekannt.

Die Zeit von Torsten Ankert bei den Haien könnte auch bald vorbei sein. Der einstige Nationalspieler rückte nur dann in den Kader, wenn seine Kollegen verletzungsbedingt oder gesperrt fehlten. Schon während der Hauptrunde hielten sich hartnäckige Gerüchte um einen Wechsel zu den Eisbären Berlin mit seinem ehemaligen Trainer Uwe Krupp.

Sturm:

Die vermeintlich größte Baustelle des Haie-Teams wird wohl auch in diesem Sommer eine Sanierung erhalten.

Der läuferisch überragende, im Endeffekt aber zu ineffiziente Johannes Salmonsson wartet noch auf einen neuen Vertrag. Ob er eine weitere Chance erhält, ist fraglich.

Die Vertragssituationen von Max Reinhart, Dane Byers, Nico Krämmer, Jean-Francious Boucher sowie Travis Turnbull sind ungewiss. Für wie lange ihre Verträge gelten, wurde von Vereinsseite nicht kommuniziert. Wahrscheinlich ist allerdings, dass Reinhart und Byers für nur ein Jahr unterschrieben haben. Bouchers Kontrakt läuft im Sommer vermutlich aus. Laut haimspiel.de hat Turnbull hingegen auch für die folgende Saison ein gültiges Arbeitspapier.

Der Wechsel von Reinhart rückt immer näher. Zum Ende der Saison verlor er seinen Platz im Kader. Der noch junge, talentierte Kanadier schaffte es leider nicht sein Potential abzurufen. Byers konnte sein größtes „Asset“ – das physische Spiel –  kaum entfalten oder einsetzen. Es wirkte, als hätten die DEL-Schiedsrichter den kantigen Kanadier bereits zu Beginn der Spielzeit auf dem Radar gehabt. Etliche faire Checks wurden sanktioniert und der Spieler immer weiter konditioniert. Zum Ende der Hauptrunde hielt sich Byers weitestgehend zurück. Sind zwölf Scorerpunkte genug, um auch 2017/2018 für die Kölner Haie stürmen zu dürfen?

Ob Travis Turnbulls Aufschwung zu Saisonende für ein Engagement über die Saison hinaus reicht, ist ebenfalls anzuzweifeln. Turnbulls Torausbeute ist bescheiden. Mit nur sieben Toren und fünf Assists kann der 30-Jährige nicht einmal ansatzweise an seine starken Zeiten in Düsseldorf und Ingolstadt anknüpfen.

Marcel Ohmann wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit seinen Tribünenplatz aufgeben und zum Erzrivalen Düsseldorf wechseln.

Dass Patrick Hager in der kommenden Saison noch einmal für die Kölner auflaufen wird, ist nach dem „Hagergate“ unwahrscheinlich. Bis heute haben sich die Club-Verantwortlichen nicht offiziell zu dem Thema geäußert. Niemand weiß so recht, was passiert ist. Die Frage ist, ob jetzt noch eine gesunde Basis für ein weiteres Jahr geschaffen werden kann – oder der Wechsel zum Münchner Konkurrenten schon in diesem Sommer stattfindet.

 

Es wird viel spekuliert – Gewissheit wird es aber frühstens in den kommenden Tagen oder Wochen geben.

„Wie Ebbe und Flut“ – Haie verlieren gegen Wolfsburg Gegentor Nummer 100 reicht für die Grizzlys

Ein Dienstagabend gegen Wolfsburg. Eigentlich ist das eines dieser Spiele, das schlecht besucht ist und auch eine dementsprechende Atmosphäre in der Arena herrscht. Bei der 0:1-Niederlage der Kölner Haie gegen eben jene Grizzlys traf dies gestern jedoch nicht zu. Trotzdem gelang dem KEC erneut kein Treffer.

Über 11.000 Zuschauer sahen – teilweise verkleidet – die Begegnung der beiden Playoff-Viertelfinalisten, mussten aber auf viele Tore verzichten. Das einzige Tor des Abends erzielte der 33-jährige Christian Höhenleitner. Für die Haie war es das 100. Gegentor der aktuellen Spielzeit – ein Jubiläum, auf das das Team von Cory Clouston sicherlich hätte verzichten können. Für Wolfsburg hingegen war es schon der Gamewinner.

Denn trotz mehreren Überzahlsituationen und Aluminiumschüssen fehlte den Domstädtern das letzte Glück. Nach dem Spiel verglich Haie-Stürmer Kai Hospelt die Tor-Frequenz der Saison mit „Ebbe und Flut“. Recht hat er: Zwar überzeugt Köln mit einer beinahe tadellosen Defensivarbeit und einem überragenden Torhüter, allerdings fehlt ihnen in der Offensive die letzte Konsequenz in der Kontinuität.

Nicht zuletzt aufgrund des zu vorhersehbaren Powerplays, fallen häufig kaum bis gar keine Tore. Die Suche nach dem perfekten One-Timer von der blauen Linie, scheitert inzwischen in der Regel durch ein aggressives Penalty Killing des Gegners.

Sollte es den Kölner Haien hingegen gelingen, die Form von Anfang 2017 wiederzuerlangen, so dürften es eine lange Saison werden. Denn das Spielermaterial gibt viel her. Kaum eine Mannschaft in der Liga ist so tief besetzt, wie der KEC.

Und: Schon am Wochenende soll der zuletzt verletzte Corey Potter sein Comeback geben. Der Kanadier gilt als einer der besten Verteidiger der Liga aufgrund seines smarten Spiels vorne wie hinten. Auch Nick Latta soll mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu den Playoffs wieder fit sein.

Autor: Johnny Scholl