„Der siebte Mann“ Krefeld Pinguine Fans gründen Fansponsoring Initiative.

In besonders schweren Zeiten brauchen die Klubs ihre Fans und die Fans des DEL-Ligisten Krefeld Pinguine können auch in schweren Zeiten wieder auf die Fanbasis bauen. Ratlosigkeit herrschte nach dem Fanhearing und im Krefelder Fanforum www.kev-fans.de sorgte die abgelaufene Saison für Diskussionen. Aber nicht nur Kritik wurde eingebracht, sondern man machte sich Gedanken wie man den DEL-Standort zusätzlich stärken kann, wenn sich die krefelder Wirtschaft schon nicht angesprochen fühlt – einer der wichtigsten Aushängeschilder der Seidenstadt – den Rücken zu stärken.

Ziel der Faninitiative ist es, als „Der siebte Mann“ auf das Trikot der Pinguine zu schaffen. Die Verantwortlichen der Krefeld Pinguine arbeiten hierzu bereits ein Angebot aus, welches in der kommenden Woche eingehen soll. Die Faninitiative suchte für die Umsetzung den Kontakt zu den Pinguine-Supporters, um gemeinsam das Ziel umzusetzen.

Wie die Umsetzung im Detail aussehen kann, wird eine Fangruppe in einem ersten Gespräch mit den Pinguine-Supporters am Freitag, den 10.03.17 um 19.30 Uhr in der Sportsbar Karussell auf der Westparkstraße besprechen. Fans der Krefeld Pinguine die interessiert sind an einer Arbeitsgruppe teilzunehmen sind herzlich willkommen.

Zwecks der Organisation bitten wir aber um eine kurze Anmeldung an: redaktion@nrw-hockey.de

 

Foto: Fanclub Heiliger Apfel

Mike Zettel ,,Krefeld war immer eine Stadt mit einer großen Eishockeyleidenschaft.“

vlnr. Kapitän Uwe Fabig, Mike Zettel, Martin Hauser und Thomas Mirwa beim Mittagessen bei Hauser
vlnr. Kapitän Uwe Fabig, Mike Zettel, Martin Hauser und Thomas Mirwa beim Mittagessen bei Hauser

In der Ära von Hans-Ulrich Urban kam Mike Zettel nach Krefeld um mit dem Zweitligisten, der auf dem letzten Platz stand, Geschichte zu schreiben. Er schaffte mit dem Krefelder EV den Aufstieg ins Oberhaus und war ein Taktikfuchs. Wer erinnert sich nicht daran, wie Mike Zettel in entscheidenden Situationen Schläger vom gegnerischen Teams vermessen ließ um eine Strafzeit wegen unkorrekter Spielausrüstung rauszuholen wie z.B. hier im letzten Hauptrundenspiel bei der Düsseldorfer EG! Durch diesen Sieg über die Düsseldorfer EG sicherte man damals den vierten Tabellenplatz.

Wir sprachen mit Mike in gemütlicher Atmosphäre bei Hauser.

Hallo Mike, schön dass man dich in Krefeld wieder antrifft. Was ist der Anlass für deinen Besuch?

Ich habe einen alten Freund in der Schweiz für zwei Wochen als Gasttrainer in den Playoffs geholfen. Ich nutze jede Gelegenheit, wenn ich in der Nähe bin, die Krefelder Eishockey Familie zu besuchen.

Um dich ist es ruhig geworden in den letzten Jahren. Was machst du aktuell?

Aktuell arbeite ich in der Immobilienbranche in Toronto und Umgebung und verbringe so viel Zeit wie möglich mit meiner Familie. Um nicht das Thema Eishockey aus den Augen zu verlieren, arbeite ich mit verschiedenen Nachwuchstrainern, deren Mannschaften Schwierigkeit haben, um diese dann wieder auf die Erfolgsspur zu bringen.

Du hast bei den KEV Fans ein enorm hohes Standing durch die Erfolge, die der KEV seinerzeit mit dir feiern konnte. Du erinnerst dich bestimmt gerne an die Zeit zurück, oder?

Ja natürlich. Der Aufstieg war ein sehr beeindruckender Moment für mich und auch für die Krefelder Eishockey Familie und die Fans. Ich bin sehr stolz, dass wir als Team und Eishockey Familie das Eishockeyinteresse und Fundament gefestigt haben.

Was war neben dem Aufstieg für dich das Highlight in Krefeld?

Es gab mehrere Highlights, weil die Mannschaft sich konstant gesteigert hat von Saison zu Saison. Aber das größte Highlight war im ersten Aufstiegsjahr, in dem uns Jeder vor der Saison schon abgeschrieben hat und gesagt hat wir würden es mit dieser Mannschaft nicht schaffen. Aber das Team zeigte Herz und Charakter und hat am Ende der Vorrunde den großen Sprung in die Playoff geschafft. Die Unterstützung der Zuschauer hat die Mannschaft zusätzlich beflügelt um das alles möglich zu machen.

Hast du in deiner Verbundenheit die sportliche Entwicklung der Pinguine in den letzten Jahren beobachtet?
Ich habe so eine lange, schöne und intensive Eishockeyzeit in Krefeld verbracht. Da verfolge ich natürlich über das Internet was in Krefeld passiert und wie sich der Verein entwickelt. In den letzten drei Jahren scheint die Spitze erreicht zu sein und die sportliche Entwicklung ist zurück gegangen. Dieses Jahr schätze ich, ist irgendwas passiert, was außerhalb der Norm ist und dadurch sind sie auf den letzten Platz abgerutscht.

Wie sehr beschäftigt es dich diese Entwicklung zu sehen?

Interessant, dass du mich das fragst. Es ist eine vergleichbare Situation wie damals, als Uli Urban mich geholt hat und der KEV Letzter war. Damals war auch eine neue Richtung notwendig um die Mannschaft aus dem Tabellenkeller zu holen.

Was meinst du müsste aus deiner Sicht passieren, damit der KEV wieder zurück in die Spur findet?
Das ist aus der Ferne für mich gar nicht so ohne Weiteres zu beantworten. Was ich aus der Eishockeywelt aber weiß ist, dass jede Mannschaft bzw. jeder Verein eine positive Führung haben muss und das beginnt schon mit dem Umfeld. Dann brauchst du eine Zielsetzung und einen Wegweiser wie sie dort hinkommen. Krefeld war immer eine Stadt mit einer großen Eishockeyleidenschaft.

Kennst du Rick Adduono eigentlich persönlich?

Nicht so gut. Wir standen uns in den siebziger Jahren einmal in den Playoffs gegenüber. Ich spielte damals im Juniorenteam von Guelph und er bei Thunderbay und diese Playoffserie ist in Guelph bis heute einer der interessantesten Serien im Junioreneishockey geblieben, die wir je gespielt haben. Als ich zum 75. Jubiläum vor fünf Jahren in Krefeld war, hat Remmt Pyka uns vorgestellt und wir hatten interessante Gespräche und konnten uns über die alten Zeiten austauschen, aber darüber hinaus haben wir keinen Kontakt.

Der Eishockeystandort Krefeld steht vor schweren Zeiten. Was nach der Saison 17/18 passiert, weiß heute noch keiner. Möglicherweise muss der KEV ganz unten neu anfangen. Was denkst du darüber?

Das wäre sehr schade, finde ich, denn Krefeld hat sich von ganz unten nach oben gearbeitet und etabliert und das nicht nur als DEL-Standort. Die Fanbasis in Krefeld ist sehr stark und kann viel bewegen. Die Fans waren früher immer sehr positiv dem Verein und den Spielern gegenüber, aber auch genauso kritisch und haben es uns auch spüren lassen, wenn es nicht so lief wie es sollte und das haben wir uns alle zu Herzen genommen und entsprechend reagiert. Ich denke das haben sie nicht verdient und ich glaube nicht, dass es gut wäre nochmal ganz unten anfangen zu müssen.

Bist du in deiner Heimat noch viel im Eishockey unterwegs?

Eishockey ist und war immer ein wichtiger Teil meines Lebens. Ich bin nicht professionell aktiv und bin so gesehen aus dem aktuellen Geschehen raus. Ich habe die Zeit immer genossen den Sport zu studieren, denn es hat sich in den letzten sieben bis zehn Jahren sehr verändert. Als ich damals nach Krefeld kam, war ich ein junger Trainer mit einem modernen Gedanken zum Sport. Heute wären meine Vorbereitungen ganz anders um das Team auf das moderne Hockey einzustellen.

Was hat sich aus deiner Sicht mehr verändert?

Die ganze Spielerausrüstung hat sich verändert und auch die Spieler sind viel athletischer und schneller als früher. Das ganze Spiel ist schneller geworden und man hat weniger Zeit auf Spielsituationen zu reagieren. Man muss jederzeit sehr konzentriert sein. Das Positionsspiel und der körperliche Einsatz hat etwas nachgelassen. Ich will jetzt nichts falsches sagen, aber der Sport ist mehr zum Entertainment geworden. Heute sieht man schnelle Kombinationen und weniger Systemarbeit und wenn es bei uns in Nordamerika auf die Playoffs zugeht, geht es vom Entertainment weg zum Business. Die Teams werden richtig eingestellt, alles wird genau geplant und analysiert um den Gegner keine Chance zu lassen.

Würdest du in Deutschland nochmal als Trainer arbeiten wollen?

Ich bin glücklich zu Hause und mit meinem jetzigen Beruf läuft alles sehr gut. Aber Eishockey ist immer meine Passion gewesen und ich bin immer gerne bereit für eine neue Herausforderung. Ich könnte mir vorstellen wieder irgendwas in der Eishockeywelt zu machen. Man fühlt sich auch nur komplett, wenn man sich den Herausforderungen stellt.

Eine abschließende Frage habe ich noch zu der damaligen Zeit. Welcher Spieler war aus deiner Sicht damals die herausragendste Persönlichkeit?

Oh das ist sehr schwer zu sagen, weil die Mannschaft damals sehr viel Charakter hatte und Jeder wusste woran er arbeiten musste. Natürlich war einer der Schlüsselfiguren damals Karel Lang, denn jeder weiß, dass die Torhüterposition ein wichtiges Puzzlestück zu einer erfolgreichen Mannschaft ist. François Sills mit seinen Bullyfähigkeiten und seine offensiven Schüsse in Überzahl oder Jayson Meyer wie er die Scheibe aus dem eigenen Drittel bringen konnte und wenn es sein musste auch 45 Minuten auf dem Eis stand oder der Kapitän Uwe Fabig, der die Mannschaft zusammengehalten hat, wie sonst kein Anderer. Das sind alles Faktoren für eine gute Mannschaft.

Vielen Dank für das ausführliche Interview.

Wir empfehlen http://www.icepingu.de/ wenn du mehr über die Krefelder Eishockeyhistorie erfahren möchtest.

Eishockey-History: Krefeld-Pinguine: Abschied aus der Rheinlandhalle: KEV-MERC

Die Rheinlandhalle wurde 1936 an der damaligen Hindenburgstraße erbaut und am 7. November des Jahres unter dem Namen „Hindenburg-Stadion“ eröffnet. 1947 wurde die Halle grundlegend renoviert und 1955 neu errichtet. Seither wird sie „Rheinlandhalle“ genannt. Am 3. Dezember 2004 fand das letzte DEL-Spiel mit der Begegnung Krefeld Pinguine gegen die Adler Mannheim statt.

Sehen Sie hier die letzte Partie der Pinguine gegen die Adler:

 

 

Verantwortlich: nrwhockey.de Holger Kuhlmann Elmendonk 16 47809 Krefeld

Der Adduono Weg

Daniel Pietta begrüßt Rick Adduono und seine Frau Melanie als erstes. Foto: Marc Monderkamp
Daniel Pietta begrüßt Rick Adduono und seine Frau Melanie als erstes. Foto: Marc Monderkamp
Wenn man den Krefeld Pinguinen eins unterstellen kann, dann dass man im sportlichen Bereich dringend einen sportlichen Berater benötigt der international aufgestellt ist. Denn als Adduono im November 15 seinen Rücktritt verkündete, war die Saison schon abgeschenkt und die bis dato tadellose Reputation von Adduono bekam Risse.

Die Stimmung im Fanlager war so unangenehm, dass man sich nicht daran zurück erinnern möchte. Dezember 2016 das gleiche Spielchen. Der Aufsichtsrat bewies erneut, dass man nicht mehr mit der Zeit geht und entließ Franz Fritzmeier zu spät. Man hätte zur Deutschland-Cup Pause reagieren müssen um eine realistische Chance auf die Pre-Playoffs zu haben, denn es war bereits absehbar, dass Franz Fritzmeier die Wende nicht mehr einleiten kann. Durch die Politik der KEV Führung brachte man zu allem Überfluss auch die Fans gegen sich auf.

Hören Sie hier warum Holger Schicks sich in seiner Enttäuschung dafür entschied seine Dauerkarte zu verkaufen.

Warum die Entscheidung für Rick Adduno richtig war

Das Echo auf Adduonos Rückkehr war ziemlich gemischt, von „Welcome back“ bis „lächerliche Pinguine“ war alles dabei. Keine Frage, es scheint als sei Rick Adduono nicht die erstbeste Wahl gewesen. Die Frage des Budgets war hier unumgänglich für die finnziell gebeutelten Pinguine. Rick Adduonos Herz schlägt schwarz/gelb. Dass die Pinguine für Ihn eine Herzangelegenheit sind, hat er bereits mehrfach bewiesen und Rick hatte einen Traum „Next year Meisterschäft“. Ok, es war auf dem hochemotionalen Höhepunkt so geäußert und sollte nicht so viel verbissen ernst genommen werden.

Am Ende hieß es statt „Meisterschäft“ eben „#MissionVorletzer“, aber es lag nicht einzig an ihn, sondern hatte verschiedene Faktoren. Er ist keiner, der mit Spielermaterial arbeiten konnte der zuvor noch nicht im Profigeschäft angekommen ist, aber er kann aus vielen individuellen Persönlichkeiten eine Einheit formen. Mit Ville Vaija hat er die perfekte Ergänzung für die taktischen Defizite.

Warum also ist Rick der Richtige?

In der 80-jährigen Eishockeyhistorie der Samt und Seidenstadt Krefeld hat man immer mit bescheiden Mitteln und dem besonderen Gefühl die Mannschaft von Erfolg zu Erfolg getragen und stand auch in schweren Zeiten immer hinter dem Team. Es gab immer sehr spezielle Trainer und vor allem Spieler die an dem Erfolg beteiligt waren. Aktuell scheint das Krefelder Eishockey aber nicht nur sportlich am Boden zu liegen, da die Fans seit zwei Saisons auf Kampf und Leidenschaft für das Minimalziel Pre-Playoffs warten. Dass Rick Adduono ausgerechnet vor dem hochemotionalen Derby gegen die Kölner Haie zu Weihnachten mit seiner Frau Melanie zurück an die Westparkstraße gekommen ist, um den Pinguinen zu helfen, verdient erst einmal riesen Respekt. Weihnachten mit den Kindern und Enkelkindern unterm Tannebaum zu feiern wäre wahrlich einfacher als diese schwere Herausforderung anzunehmen. Dass er Herausforderungen annehmen kann, bewies er bei den Pinguinen erstmals 2009/10, als er nur sehr knapp an die Pre-Playoffs vorbei geschrappt ist und im Anschluss zwei Halbfinalteilnahmen, eine Viertelfinalteilnahme und einmal die Pre-Playoffs erreicht hat bevor sein Eiszeiten drei Drehbuch im November 2015 kurz unterbrochen wurde.

Glücklicherweise heilen Wunden mit der Zeit und Rick kann in die Kabine gehen und unbeschwert einen Neustart angehen. Tabellenletzter mit 10 Punkten Rückstand bei korrigierter Anzahl an Spielen auf Platz 10 und nur noch 22 Spieltage bevor die Playoffs beginnen scheint wie gemacht für ein gutes Drehbuch zu sein. Lasst sie Träumen die Seidenstädter vom zehnten Platz und der Unterstützung des siebten Mannes aber erwartet nicht zu viel, trotzdem kann Rick Adduono hier nur gewinnen… Frohe Weihnachten!

Krefeld Pinguine verpflichten Verteidiger Mikko Vainonen

Die Krefeld Pinguine sind erneut auf dem Transfermarkt tätig geworden und haben Verteidiger Mikko Vainonen (FIN) verpflichtet. Der 22-Jährige Finne stammt aus Helsinki, ist 1,90 m groß und wiegt 95 kg. Vainonen wechselt von Porin Ässät (Liiga) in die Seidenstadt und wurde 2012 in der vierten Runde an 118. Stelle von den Nashville Predators gedraftet.

https://youtu.be/j1wwq8idKzk

In seiner noch jungen Karriere bestritt der Verteidiger bereits zahlreiche Jugendnationalmannschaftsspiele, war bei der U18 Kapitän und gewann 2014 sogar die U20-Weltmeisterschaft. In 112 Spielen für die Kingston Frontenacs (OHL) erzielte der Linksschütze 8 Tore und 32 Vorlagen. Zudem bestritt Vainonen Partien für die Cincinnati Cyclones in der ECHL sowie 2 Spiele in der AHL für die Milwaukee Admirals. Er erhält einen Vertrag bis Saisonende und wird die Rückennummer 15 tragen.

Franz Fritzmeier, Cheftrainer: „Ich bin froh, dass die Verpflichtung so kurzfristig geklappt hat. Trotz seines jungen Alters verfügt Mikko bereits über viel Erfahrung und ist in Finnland gewohnt gut ausgebildet worden. Er wird unsere defensive Komponente stabilisieren.“
Mikko Vainonen: „Ich habe mich in Finnland gut auf die Saison vorbereitet und kann sofort starten. Mit der Nationalmannschaft war ich schon einmal in Füssen, ansonsten kenne ich Deutschland nicht, habe bisher aber nur Gutes über die Liga gehört. Ich möchte der Mannschaft helfen, Spiele zu gewinnen.“