Düsseldorfer EG unterliegt Grizzlys Wolfsburg 2:3 in Spiel 2 der Playoffs

Düsseldorfer EG

Die Düsseldorfer EG konnte ein hart umkämpftes Spiel 2 des DEL-Viertelfinals trotz starker Leistung nicht für sich entscheiden und unterlag den Grizzlys Wolfsburg zu Hause mit 2:3. 

Mit einem 4:1-Erfolg in Spiel 1 des Playoff-Viertelfinals und fast 9.000 Zuschauern im Rücken ging es für die Düsseldorfer EG am Freitagabend ins erste Heimspiel der Serie gegen die Grizzlys Wolfsburg. Nun ging es also darum, die Führung auszubauen und eine gute Ausgangslage für den Rest der Playoffs zu schaffen.

Leider hatten die Grizzlys etwas dagegen. Nach nur 1:47 Minuten bekam die DEG Probleme in der Verteidigung, der Befreiungsschlag von Marcel Brandt, der trotz Genesung von Stephan Daschner immer noch in der Verteidigung eingesetzt wird, beim Gegner. Grizzlys-Stürmer Curtis McLean ließ sich nicht lange bitten und versenkte die Scheibe im Düsseldorfer Tor.
Doch das konnte die DEG nicht schocken. Keine drei Minuten später konnte Daniel Kreutzer den Puck von der eigenen blauen Linie nach vorne schieben, dort konnte Drayson Bowman das Spiel nach schönem Zusammenspiel mit Rob Collins ausgleichen. Die Stimmung im gut besuchten ISS Dome bebte.
Die Partie wurde zunehmend hitziger. In der letzten Spielminute konnte Alexander Preibisch die Scheibe mit einem starken Schuss im Winkel versenken, doch die Schiedsrichter entschieden auf Abseits. Da bereits vor dem Schuss abgepfiffen war, kam es zu einer Rudelbildung unter den beiden Teams, die in einer Schlägerei zwischen Preibisch und Jeffrey Likens endete. Die Schiedsrichter entschieden auf jeweils zwei Strafminuten für übertriebene Härte.
Kurz vor Ende des ersten Durchgangs folgte auch Stephan Daschner auf die Strafbank, der nach einer erneuten Rudelbildung als alleiniger Übeltäter auserkoren wurde.

Wolfsburg startete also mit einem Mann mehr auf dem Eis in Durchgang zwei und nutzte die Überzahl in der 22. Minute, als James Sharrow einen Schlagschuss im Düsseldorfer Tor unterbringen konnte. DEG-Torhüter Mathias Niederberger hatte zuvor seinen Schläger verloren und ein Wolfsburger hatte den Schläger eines DEG-Verteidigers festgehalten, aber die Schiedsrichter entschieden auch nach Videobeweis gegen Düsseldorf.
Erneut konnte die DEG schnell antworten. Nach einem überragenden Pass von Marcel Brandt durch die neutrale Zone, durfte Norm Milley alleine auf den Wolfsburger Schlussmann Felix Brückmann zulaufen, ließ diesen austeigen und schob den Puck ins Tor.
Doch auch diesmal konnte Düsseldorf das Unentschieden nicht in die Pause retten. Jeffrey Likens traf genau eine Minute vor Schluss des Drittels.

Der Schlussabschnitt war vor allem von fragwürdigen Strafen bestimmt. Zunächst musste Preibisch das Spiel verlassen, als die Schiedsrichter auf fünf Minuten plus Game Misconduct wegen hohem Stock entschieden. Danach musste sich auch Verteidiger Bernhard Ebner verabschieden, der sich wohl zu lautstark bei den Schiedsrichtern beschwert hatte. Es blieb beim 2:3.

Es war ein hitziges Spiel, wie man es sich in den Playoffs wünscht. Leider wurde das Spiel stark durch die Leistung von den Schiedsrichtern Markus Mosler und Matthias Starke beeinträchtigt. „Es hilft uns nichts, uns jetzt darüber aufzuregen,“ meinte Manuel Strodel. „In zwei Tagen geht es weiter, darauf kommt es an.“
Zwar wollten weder Corey Mapes noch Trainer Christof Kreutzer die Schiedsrichterleistung kommentieren, doch ihre Meinung wurde auch ohne Worte mehr als klar.

Trotz knapper Niederlage ist die DEG hoffnungsfoll, dass es am Sonntag in Wolfsburg wieder besser aussehen wird: „Wir haben diese Saison schon öfters bewiesen, dass wir auswärts Spiele gewinnen können,“ so Manuel Strodel. „Wir fahren morgen erhobenen Hauptes nach Wolfsburg und werden am Sonntag auf den nächsten Sieg gehen.“

Füchse Duisburg verlieren zum Playoff-Auftakt 0:1 gegen Icefighters Leipzig

füchse duisburg

Die Füchse Duisburg starteten mit einer enttäuschenden 0:1-Heimniederlage gegen die Icefighters Leipzig in die erste Playoff-Runde. 

Mit einer 110-Punkte-Saison und einem Torverhältnis von 267:88 starteten die Füchse Duisburg am Freitagabend mit viel Selbstvertrauen in die Playoffs. Der Gegner: die Icefighters Leipzig, Tabellenachter der regulären Saison. Einfaches Spiel für die Gastgeber, sollte man meinen.

Trainer Brian McCutcheon musste auf einen seiner Topstürmer, Lars Grözinger, verzichten, da dieser grippebedingt ausfiel. Dafür konnte er wie schon seit einigen Wochen auf Förderlizenz-Spieler der Krefeld Pinguine zurückgreifen. Überraschenderweise schickte McCutcheon sein Team mit komplett neu formierten Reihen aufs Eis, was von der ersten Minute an merkbar war.

Die Gastgeber machten von Anfang an Druck, gutes Teamspiel gab es aber kaum zu sehen. Teamchemie? Keine Spur. Keiner der Stürmer schien zu wissen, wo seine Mitspieler zu finden waren.

So ging das erste Drittel torlos zu Ende und es kam, wie es kommen musste. Ein frühes Überzahlspiel der Gäste reichte den Icefighters für die Führung. Nach 21:08 Minuten traf Damian Martin zum 1:0, nach Zuspiel von Hannes Albrecht und Esbjörn Hofverberg.

Duisburg kämpfte weiter, konnte aber weder treffen, noch hochkarätige Torchancen herausspielen. Zwar versuchte es McCutcheon im Schlussdrittel noch einmal mit altbekannten Reihen, doch diese hielten nicht lange. In der 46. Minute musste Raphael Joly wegen eines Checks gegen den Kopf und Nackenbereich vorzeitig duschen gehen. Es blieb beim 0:1.

Am Sonntag, den 13.03.16, geht es in Leipzig mit Spiel 2 der Best-of-Five-Serie weiter.

Düsseldorfer EG – Iserlohn Roosters: Zusammenfassung, Spielernoten, Stimmen zum Spiel

Düsseldorfer EG
Foto: Janik Beichler

Die Düsseldorfer EG ging im Topspiel gegen die Iserlohn Roosters vor fast ausverkauftem ISS Dome als Sieger vom Eis. 

Nach dem ersten Drittel sah es noch so aus, als könnte nichts schiefgehen. Die DEG, heute in wunderschönen Karnevalstrikots, zeigte eine überragende Leistung und ging mit einer 1:0-Führung durch Eduard Lewandowski in die Pause. Der Rather Dome war bis auf wenige Business Seats und Logen restlos ausverkauft und die 13.065 Fans, darunter am zweiten Schools Day der Saison viele Kinder und Jugendliche, feierten schon nach wenigen Minuten.

Als Chris Minard nach nur drei Minuten und 47 Sekunden im zweiten Durchgang die Führung der Gastgeber auf 2:0 ausbaute, schien fast schon alles gelaufen. Aber die Iserlohn Roosters stehen nicht umsonst ganz weit oben in der Tabelle. Die Roosters-Offensive, mit jetzt 133 Treffern die viertbeste der Liga, zeigte, was sie kann. Und ganz plötzlich stand es 2:3.

Dann kam das alles entscheidende Schlussdrittel – spannender hätten die beiden Teams es kaum machen können. Erst trifft Drayson Bowman zum Ausgleich, keine zwei Minuten später bringt Luigi Caporusso die Iserlohner wieder in Führung, bevor Ken Andre Olimb nur 2:22 Minuten später für die DEG trifft. Corey Mapes, Marcel Brandt und erneut Olimb machen die Sache klar.

Ein hoch spannendes und unterhaltsames Spiel, das am Ende deutlicher ausfiel, als es wirklich war. Beide Trainer waren sich einig: für die 13.065 Fans war es super, als Trainer braucht man so Spiele aber nicht.

Spielübersicht

Düsseldorfer EG – Iserlohn Roosters 7:4 (1:0, 1:3, 5:1)

Tore: 1:0 Eduard Lewandowski (PP1 – 12:57), 2:0 Chris Minard (PP1 – 23:47), 2:1 Brooks Macek (SH1 – 28:28), 2:2 Mike York (ES – 34:49), 2:3 Luigi Caporusso (PP1 – 39:38), 3:3 Drayson Bowman (ES – 44:30), 3:4 Luigi Caporusso (SH1 – 46:11), 4:4 Ken Andre Olimb (ES – 48:33), 5:4 Corey Mapes (ES – 53:49), 6:4 Marcel Brandt (ES – 57:31), 7:4 Ken Andre Olimb (EN – 59:43)

Schüsse: Düsseldorf 40 – Iserlohn 36

Strafminuten: Düsseldorf 10 – Iserlohn 14

Schiedsrichter: Bastian Haupt, Daniel Piechaczek

Zuschauer: 13.065

Highlights: Laola1.tv

Spielernoten

Es war ein turbulentes Spiel mit überraschenden Leistungen einiger Spieler. Hier sind die Spielernoten der Düsseldorfer EG.

Torhüter

35 Mathias Niederberger (2+) – Bei vier Gegentoren erwartet man selten eine gute Torhüterleistung. Bei Mathias Niederberger liegt jedoch der Verdacht nahe, dass er vier mal chancenlos war. Das trifft auch diesmal weitestgehend zu. Viele überragende Paraden, zwei Gegentore durch Breaks.

Verteidiger

4 Tim Conboy (2) – Wie immer eine sehr solide Leistung von Tim Conboy. Defensiv sicher, dabei sehr gut den Körper eingesetzt. Teilweise in der offensiven Zone unnötig den Körper gespielt, statt den Puck abzufangen. Beim 2:3-Gegentor fand die Scheibe den Weg von Conboys Schlittschuh ins eigene Tor, dabei war er allerdings machtlos.

20 Manuel Strodel (3+) – Die Verteidiger werden knapper und knapper, nach der Verletzung von Joonas Rönnberg musste nun auch Manuel Strodel umfunktioniert werden. Man sieht deutlich, dass er ein defensivstarker Spieler ist, mit der Position hatte er aber noch seine Probleme. Die Lücke zwischen Verteidiger und Stürmer konnte er häufig nicht richtig schließen, wodurch die Stürmer leicht an ihm vorbei und in Richtung Tor ziehen konnten. Da es seine erste Partie als Verteidiger war, durchaus eine akzeptable Leistung.

24 Corey Mapes (3) – Corey Mapes ist noch jung, zuletzt machte er aber wenig Hoffnung auf Verbesserung. Teilweise sehr schlechtes Positionsspiel, scheiterte mehrfach am Versuch Schüsse zu blocken. Schoss dann aber das entscheidende Führungstor.

44 Kurt Davis (2) – Hat Kurt Davis schon mal etwas falsch gemacht? Zusammen mit Conboy ein sehr sicheres Verteidigerpaar. Offensiv häufig am Puck mit guten Pässen und einem Schuss.

67 Bernhard Ebner (2) – Bernhard machte ein starkes Spiel mit wenigen negativen Aktionen. Spielte als „Quarterback“ im Powerplay, spielte viele sichere Pässe und schoss häufig selbst aufs Tor. Beim 3:4-Gegentor war er deutlich zu langsam für Luigi Caporusso, das kann man ihm aber nicht negativ ankreiden. Das Körperspiel hat noch Luft nach oben.

92 Marcel Brandt (2-) – Marcel Brandt machte sein drittes Spiel als Verteidiger und man sieht ihm die „Erfahrung“ durchaus an. Auch er hatte immer noch Probleme, die Lücke zwischen sich und den angreifenden Stürmern zu schließen, machte das aber schon deutlich besser als vor einer Woche gegen Nürnberg. Fuhr viele seiner Checks zu Ende und setzte den Körper überall gut ein. Das Gegentor zum 3:4 geht nach Brandts vermeidbarem Scheibenverlust wohl auf seine Kappe, dafür traf er aber zum 6:4 selbst.

Stürmer

9 Maximilian Kammerer (4) – Zusammen mit Daniel Fischbuch war Maximilian Kammerer gegen die Roosters nur ein Extra-Stürmer, der immer wieder in die bestehenden Reihen hinein rotiert wurde. Hatte im ersten Drittel starke Probleme mit der Puckkontrolle und hatte offensichtliche Probleme mit dem schnellen Spiel. Im zweiten Durchgang wurde das besser, im Schlussabschnitt durfte er dafür gar nicht mehr aufs Eis. Christof Kreutzer wollte das Spiel unbedingt gewinnen und wollte dafür nicht seine funktionierenden Reihen durcheinander bringen.

11 Eduard Lewandowski (1) – Ein absolut unglaubliches Spiel von Eduard Lewandowski. Ohne Frage seine mit Abstand beste Saisonleistung. Schon früh im Spiel hatte er seine erste Großchance, als er alleine aufs Tor zu lief und den Torhüter ausspielte, danach flog die Scheibe jedoch am Tor vorbei. Lewandowski feuerte vor allem im Powerplay pausenlos Schüsse aufs Tor und wurde mit dem 1:0-Führungstreffer belohnt. Das 6:4 bereitete er nach eigenem Bullygewinn überragend vor. Ein Annahmefehler in Überzahl führte zum 2:1-Anschlusstreffer der Iserlohner, das fällt aber in die Kategorie „kann jedem mal passieren.“

14 Norm Milley (2+) – Ein ganz normales Spiel für Norm Milley, der am Ende zum 1. Star gewählt wurde. Der beste Spieler war er insgesamt nicht, er hatte aber einige überragende Situationen — wie immer eigentlich. Ein perfekter Lupferpass in den Lauf von Chris Minard im ersten Drittel ist nur ein Beispiel. Milley assistierte bei den Toren zum 4:4 und 5:4. Allerdings machte auch er den einen oder anderen Fehler, vor allem wenn er versuchte alleine zu gehen, anstatt den besser postierten Mitspieler anzuspielen.

19 Rob Collins (2) – Was Rob Collins mit dem Puck anstellt, grenzt an Magie. In der Defensive ohne den Puck… Na ja. Insgesamt ein gewohnt starkes Spiel von ihm, das er wie so oft mit zwei Assists krönte.

21 Chris Minard (3+) – Dadurch, dass Strodel in die Verteidigung gerückt ist, durfte Chris Minard mit Milley und Ken Andre Olimb in der ersten Reihe ran. Die drei harmonierten sehr gut, wobei Minard nicht allzu viel zum Spiel beitrug. Minard hat die drittmeisten Torschüsse aller DEG-Spieler und versuchte es auch gegen Iserlohn ganze fünf mal. Er traf zum 2:0, wobei er die Scheibe nur über die Torlinie stochern musste.

23 Daniel Kreutzer (1) – Daniel Kreutzer machte ein fehlerfreies Spiel. Er spielte absolut überragende Pässe, vor allem in Überzahl, wobei (leider) nur ein Assist heraus sprang. Hoher Einsatz und einige harte Checks machten die herausragende Leistung perfekt. Fast perfekt. Denn im zweiten und letzten Drittel ging er hin und wieder etwas unter.

25 Drayson Bowman (1-) – Auch Drayson Bowman machte in der Reihe um Daniel Kreutzer ein überragendes Spiel. Hoher Einsatz, sehr gutes Körperspiel und viele Puckaktionen gab es von ihm zu sehen. Er belohnte sich mit dem Ausgleichstreffer zum 3:3.

29 Alexander Preibisch (2) – Es macht immer wieder Spaß, Alexander Preibisch zuzuschauen. Leider punktet er nur selten, ging mit fünf Punkten aus 35 Spielen in die Partie gegen Iserlohn. Die Reihe Preibisch-Lewandowski-Dmitriev machte ihr bestes Spiel der Saison und Preibisch gelangen zwei Assists – also fast 50% seiner bisherigen Saisonausbeute. Er hat es sich verdient.

40 Ken Andre Olimb (1) – Olimb ist einer der defensivstärksten Stürmer der Liga und zeigt das jedes Spiel. Auch gegen Iserlohn gab es von ihm endlose Puckeroberungen. Dazu sorgte er offensiv für viel Wirbel, legte ein Tor auf und traf zwei Mal selbst – zum 4:4 und 7:4. Olimb machte auch den einen oder anderen Fehler, aber die sind nach einer solchen Gesamtleistung nicht der Rede wert.

42 Alexej Dmitriev (2) – Die Verwunderung über Alexej Dmitriev war nach dem Spiel groß: „seit wann kann der denn so spielen?“ Wie es auch bei Lewandowski und Preibisch der Fall war, zeigte Dmitriev wohl seine beste Saisonleistung. Vor allem sein Passspiel war gegen die Roosters sehr überzeugend.

77 Daniel Fischbuch (4) – Für Fischbuch lief das Spiel ähnlich wie für Kammerer. Erst lief es nicht gut, dann musste er das gesamte Schlussdrittel auf der Bank verbringen.

3 Stars

  1. Norm Milley
  2. Luigi Caporusso
  3. Drayson Bowman

 

Stimmen zum Spiel

„Wir sind eine gute Mannschaft, wir arbeiten hart und glauben aneinander und ich denke, das war heute entscheidend.“ – Norm Milley

„Wichtig ist, dass du an dich glaubst. Dass die Mannschaft weiter positiv bleibt, weiter hart arbeitet und das haben wir heute sehr, sehr gut gemacht. Wir haben bis zum Schluss, wirklich bis zur letzten Sekunde, gekämpft.“ – Christof Kreutzer

„Man wünscht sich, dass man immer sowas sehen kann, die Trainer sicherlich nicht.“ – Jari Pasanen

Düsseldorfer EG – Thomas Sabo Ice Tigers: Zusammenfassung, Spielernoten, Stimmen zum Spiel

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Die Düsseldorfer EG kassierte in einem hart umkämpften Spiel gegen die Thomas Sabo Ice Tigers die zweite Niederlage in Folge (1:2) und verlor zum vierten Mal in den letzten fünf Heimspielen.

Zunächst lief es für die DEG hervorragend. Nürnberg kam einfach nicht richtig ins Spiel, dafür erzielte Norm Milley in der siebten Spielminute das 1:0. Auch danach hatte Düsseldorf viele Offensivszenen, während für die Ice Tigers, der torgefährlichsten Mannschaft der Liga, nur wenig nach vorne ging.

Am Ende reichten den Nürnbergern zehn starke Minuten, in denen sie ihre Mannschaft erst in Führung brachten und danach weiter Druck machten. Es dauerte exakt zwei Minuten und brauchte nur zwei Schüsse, da hatte Nürnberg das Spiel gedreht.

Im Schlussdrittel konnte sich die DEG noch einmal von ihrem Schock erholen, biss sich aber an Tyler Beskorowany, ihrem ehemaligen Star-Torhüter, die Zähne aus.

Spielübersicht

Düsseldorfer EG – Thomas Sabo IceTigers 1:2 (1:0, 0:2, 0:0)

Tore: 1:0 Norm Milley (PP1 – 6:46), 1:1 Matthew Murley (ES – 35:02), 1:2 Brandon Segal (ES – 37:02)

Schüsse: Düsseldorf 27 – Nürnberg 34

Strafminuten: Düsseldorf 4 – Nürnberg 10

Schiedsrichter: Lars Brüggemann, Marcus Brill

Zuschauer: 6.784

Highlights: Laola1.tv

Spielernoten

Bis auf das zweite Drittel zeigte Düsseldorf eine überragende Teamleistung. Die Sturmreihen Bowman-Collins-Kreutzer und Milley-Olimb-Strodel machten Druck ohne Ende, konnten ihre starken Leistungen aber nicht belohnen.

Hier sind die Spielernoten der Düsseldorfer EG.

Torhüter

35 Mathias Niederberger (2-) – Insgesamt ein weiteres starkes Spiel vom DEG-Schlussmann, wobei er beim 1:2 nicht schnell genug in Position kam und nicht gut aussah. Ohne seine überragenden Paraden in Unterzahl, hätte es schon deutlich früher zum Unentschieden kommen können.

Verteidiger

4 Tim Conboy (1-) – Tim Conboy zeigte ein Mal mehr, wie wichtig er für seine Mannschaft ist. Hinten immer sicher, gutes Körperspiel, einige geblockte Schüsse. Auch in der Offensive mit viel Puckbesitz, obwohl das nicht unbedingt zu seinem Aufgabenbereich zählt.

8 Joonas Rönnberg (3+) – Joonas Rönnberg setzte gegen Nürnberg verstärkt auf sein Körperspiel, welches er sonst gerne vermissen lässt. Auch mit dem Schläger konnte er seine Gegner häufig stören, die Scheibe danach aber nicht unter Kontrolle bringen. Hinter dem eigenen Tor teilweise mit guten Entscheidungen und guten Pässen, andere Male dauerte alles zu lange. Bei beiden Gegentoren auf dem Eis, wobei er bei keinem der beiden etwas tun konnte.

24 Corey Mapes (3-) – Wieder an der Seite von Rönnberg, lief das Spiel für Corey Mapes weder auffällig gut, noch schlecht. Auch er war bei beiden Gegentoren auf dem Eis, wobei er maßgeblich zum 1:1-Ausgleichstreffer beitrug. Das Anspiel von Rob Collins kam im Offensivdrittel zu kurz, Mapes versuchte im letzten Moment dennoch einen Schlagschuss, scheiterte und leitete damit die Nürnberger 3-auf-1 Situation ein.

44 Kurt Davis (1-) – Das erste Verteidigerpaar Conboy und Kurt Davis zeigte eine überragende Leistung. Vor allem im Spielaufbau war Davis mit seinen Pässen herausragend, wobei er auch im Defensivspiel und in der Offensivzone überzeugen konnte.

67 Bernhard Ebner (2) – Mit ständig wechselnden Partnern in der Verteidigung zu spielen ist nicht einfach, Bernhard Ebner machte seine Sache dennoch gut. Sowohl er als auch Marcel Brandt sind eher offensiv ausgerichtet, was durchaus deutlich wurde. Die beiden ließen hinten aber kaum etwas anbrennen. Ebner sorgte für den einen oder anderen Scheibenverlusst in der neutralen sowie defensiven Zone, konnte seine Fehler aber ausbügeln, bzw. ausbügeln lassen.

92 Marcel Brandt (2-) – Für Marcel Brandt war es das erste Spiel als Verteidiger. Er selbst sagt, die Umstellung sei keine einfache, da sich das Positionsspiel sehr von dem eines Stürmers unterscheide. Daher sei für Verbesserungen noch viel Luft nach oben. Das stimmt auf jeden Fall, aber Brandt machte seinen Job durchaus überzeugend. Als Stürmer spielt er normalerweise viel in Unterzahl, von daher ist er mit der defensiven Zone durchaus vertraut.

Stürmer

9 Maximilian Kammerer (3) – Nach einigen Spielen für den EC Bad Nauheim in der DEL 2, ging es für Maximilian Kammerer zurück ins Lineup der DEG. Der 19-jährige zeigte sehr hohen Einsatz und war viel am Puck, hatte aber sichtlich mit dem hohen Tempo zu kämpfen. Hatte eine Großchance im ersten Durchgang, als er die Scheibe von Chris Minard vor dem Tor serviert bekam, scheiterte aber an Tyler Beskorowany.

11 Eduard Lewandowski (4) – Kurz und knackig: es war kein gutes Spiel für Edi Lewandowski. Es lief einfach nichts wie es sollte und auch in Überzahl konnte er keine Akzente setzen.

14 Norm Milley (2+) – Wer auf der Suche nach individueller Klasse ist, der sollte einfach Norm Milley zuschauen. Das 1:0 erzielte er per Bauerntrick und ließ sich danach zurecht feiern. Im Schlussabschnitt hatte er noch die eine oder andere Chance, konnte diese aber nicht in Zählbares ummünzen. Milleys Sturmreihe war das ganze Spiel über offensiv überragend.

19 Rob Collins (2-) – Vor allem in den Schlussminuten machte die Reihe Bowman-Collins-Kreutzer viel Druck. Auch sonst waren Collins und co. wie immer viel im Offensivdrittel unterwegs und sorgten für viele Torchancen.

20 Manuel Strodel (2) – Manuel Strodel zeigte eine extrem starke Defensivleistung. Während Milley und Ken Andre Olimb für viel Wirbel vor dem Tor sorgten, war es Strodel, der die DEG so häufig in Puckbesitz brachte. Gewann viele Zweikämpfe und setzte sich vor allem an der Bande sehr gut durch.

21 Chris Minard (3+) – Die Zeiten, in denen Chris Minard so viele Punkte wie Spiele macht, sind vorbei. Legte eine Torchance auf, vergab eine selbst, trug ansonsten aber nicht allzu viel zum Spiel bei.

23 Daniel Kreutzer (2-) – Viel mehr als hohen Einsatz gab es von Daniel Kreutzer gegen die Ice Tigers nicht zusehen. Immerhin kämpfte er 60 Minuten lang und setzte alles daran, das Spiel noch zu drehen. Leider ohne Erfolg.

25 Drayson Bowman (2+) – Drayson Bowman war gegen Nürnberg der beste Spieler seiner Reihe. Er ging in viele Zweikämpfe, meist mit Erfolg, und versuchte sehr viel nach vorne. Gegen Ende versuchte er, die Sache selbst in die Hand zu nehmen und brachte sich drei Mal gut in Schussposition, scheiterte aber ebenfalls an Beskorowany.

29 Alexander Preibisch (3-) – In Unterzahl gut, ansonsten Unauffällig. Zeigte nur wenig von seiner Schnelligkeit und trug insgesamt wenig zum Spiel bei.

40 Ken Andre Olimb (2+) – Nicht nur ein Mal kam Olimb im eigenen Drittel aus dem Nichts angeflogen und angelte den Puck aus der Luft. Eine starke Leistung defensiv wie offensiv, die letztendlich unbelohnt blieb. Einen Assist bekam er zugeschrieben, am Tor von Milley hatte er aber soviel Anteil wie jeder Fan. Im Schlussdrittel hatte er noch einige Torchancen, scheiterte aber jedes Mal. Insgesamt dennoch eine überragende Leistung.

42 Alexei Dmitriev (4) – Ohne den Spielbericht hätte man meinen können, Alexej Dmitriev hätte nicht mitgespielt. Vielleicht sollte Christof Kreutzer die unteren Reihen vor den Playoffs etwas umstellen.

77 Daniel Fischbuch (4+) – Wie schon gegen die Eisbären Berlin am vergangenen Sonntag, war Daniel Fischbuch auch gegen Nürnberg komplett unauffällig. Bekam beim 1:0 aber einen Assist zugeschrieben.

3 Stars

  1. Brandon Segal
  2. Tyler Beskorowany
  3. Norm Milley

 

Stimmen zum Spiel

„Es war ein hart umkämpftes Spiel. Im zweiten Drittel haben wir leider in der defensiven Zone nicht unseren Job gemacht und viele Chancen zugelassen, ich glaube das war unser Knackpunkt heute.“ – Marcel Brandt

„Man kann nicht immer perfekt spielen. Hoffentlich lernen wir hiervon.“ – Tim Conboy

„Wir müssen darauf vorbereitet sein, jedes Spiel ganz, ganz hart zu arbeiten, damit wir weiter punkten. Wir dürfen uns zu keinem Zeitpunkt ausruhen oder denken, wir hätten schon was erreicht. Erreicht haben wir gar nichts.“ – Christof Kreutzer

 

Düsseldorfer EG – Eisbären Berlin: Zusammenfassung, Spielernoten, Stimmen zum Spiel

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Die Düsseldorfer EG musste sich am Sonntag im Duell um die Tabellenführung gegen die Eisbären Berlin mit 3:4 nach Verlängerung geschlagen geben.

Aus zwei Spielen gegen die Eisbären an einem Wochenende konnte die DEG vier Punkte mitnehmen, Berlin nur zwei – ein höchst respektables Ergebnis aus Düsseldorfer Sicht. Dennoch überwiegte am Ende die Enttäuschung. Die DEG gab eine 3:1-Führung spät aus den Händen und ermöglichte den Hauptstädtern die Rückkehr an die Tabellenspitze.

Spielübersicht

Düsseldorfer EG – Eisbären Berlin 3:4 OT (0:1, 2:0, 1:2)

Tore: 0:1 Barry Tallackson (ES – 12:13), 1:1 Ken Andre Olimb (PP1 – 21:14), 2:1 Norm Milley (PP1 – 39:45), 3:1 Eduard Lewandowski (PP1 – 41:41), 3:2 Travis James Mulock (ES – 45:40), 3:3 Darin Olver (PP1 – 57:49), 3:4 Barry Tallackson (PP1 – 60:14)

Schüsse: Düsseldorf 29 – Berlin 38

Strafminuten: Düsseldorf 41  – Berlin 42

Schiedsrichter: Roland Aumüller, Florian Zehetleitner

Zuschauer: 10.412

Highlights: Laola1.tv

Spielernoten

Beide Mannschaften zeigten ein starkes Spiel, am Ende waren es Kleinigkeiten, die das Spiel entschieden haben. Dennoch gab es einige Spieler, die besonders herausragen konnten.

Hier sind die Spielernoten der Düsseldorfer EG.

Torhüter

35 Mathias Niederberger (2-) – Mathias Niederberger hat schon bessere Spiele erlebt. Bei den Gegentoren, vor allem beim Golden Goal nach 14 Sekunden der Verlängerung, sah er nicht immer gut aus. Dennoch vereitelte er einige Berliner Großchancen überragend und hielt die DEG lange Zeit im Spiel.

Verteidiger

4 Tim Conboy (2-) – Ein „Sprung-Check“, bei dem Conboy an seinem Gegenspieler vorbei flog, war wohl das Highlight seines Spiels. Ansonsten hinten gewohnt sicher, nach vorne ging nicht viel. Bekam im Schlussdrittel eine mysteriöse zehnminütige Strafzeit, niemand weiß genau wofür.

8 Joonas Rönnberg (4) – Joonas Rönnbergs Spiel ließ wie so oft viel zu wünschen übrig. Defensiv war er häufig zu passiv und hielt zu viel Abstand zum Gegenspieler. Nach vorne ging extrem wenig. Mehrere Fehlpässe im Aufbauspiel.

24 Corey Mapes (4) – Da die DEG auf Stephan Daschner verzichten musste, verbrachte Corey Mapes viel Zeit an der Seite von Bernhard Ebner. Ebner war dabei einer der besten Spieler des Spiels, Mapes fiel eher negativ auf. Hatte mehrere gute Schüsse im ersten Durchgang, ließ dann aber nach. Bei zwei Gegentoren auf dem Eis.

44 Kurt Davis (2) – Kurt Davis konnte durchweg überzeugen, machte seine Sache offensiv wie defensiv gut. In Überzahl viel am Puck, hinten wichtige Pässe abgefangen.

67 Bernhard Ebner (1+) – Wie bereits erwähnt hatte Ebner gegen Berlin meist Corey Mapes an seiner Seite. Dennoch machte er vielleicht eins seiner besten Spiele der Saison. Herausragende Breakout-Pässe, drei teilweise ebenso herausragende Torvorlagen, dabei hinten sicher.

Stürmer

11 Eduard Lewandowski (2) – Eduard Lewandowski zeigte gegen die Eisbären ungeahnte Schnelligkeit und Spritzigkeit. Setzte sich vor allem an der Bande hervorragend durch und traf zum Spielstand von 3:1.

14 Norm Milley (1-) – Schaut man Norm Milley nur eine Minute in Überzahl zu, wird schnell klar, dass er einer der besten Passspieler der Liga ist. Bereitete das erste DEG-Tor vor und traf dann selbst zur 2:1-Führung. Mit weniger Zeit und Platz im 5-gegen-5 lief es nicht ganz so gut, Milley gab aber sein Bestes.

19 Rob Collins (2-) – Die Reihe Kreutzer-Collins-Bowman war fast ausschließlich im Offensivdrittel zu finden. Collins beste Torchance war ein durch Daniel Kreutzer eingeleitetes Break, Collins scheiterte aber am Berliner Torhüter. Viele Offensivszenen, am Ende aber bei einem Gegentor auf dem Eis.

20 Manuel Strodel (4) – Für Manuel Strodel ging leider nur wenig. Mit Pässen in der neutralen Zone konnte er nicht viel anfangen, blieb selten länger als eine Sekunde am Puck. Spielte in der Regel in einer Reihe mit Milley, Olimb und  Ebner – den wohl besten Spielern des Spiels -, konnte das aber nicht in persönlichen Erfolg ummünzen. Null Schüsse.

21 Chris Minard (2-) – Wie immer in der vierten Reihe eingesetzt, aber deutlich besser als sonst. Zeigte ungewohnten Kampfgeist und machte seine Sache defensiv wie offensiv gut.

23 Daniel Kreutzer (2-) – Kreutzers beste Aktion war wahrscheinlich sein Pass auf Collins. Ansonsten viel versucht, aber ohne Erfolg. Hatte wie Collins sehr viele Offensivszenen. Kreutzer geht immer als gutes Beispiel voran und kämpft bis zum Ende.

25 Drayson Bowman (3-) – Nachdem Bowman am Freitag in Berlin zwei Mal getroffen hatte, konnte er am Sonntag nur selten Akzente setzen. Defensiv solide, offensiv darf man von einem Spieler wie Bowman aber definitiv mehr erwarten. Bekam spät im letzten Drittel 5+Spieldauer (hoher Stock) und sorgte damit dafür, dass die DEG in Unterzahl in die Verlängerung startete.

29 Alexander Preibisch (3-) – Pass auf Alexander Preibisch, der ist zu schnell für die Verteidiger, legt ab auf seinen Mitspieler – diesmal Alexei Dmitriev – und…. kein Tor. Eine Situation wie es sie jedes Spiel gibt, leider auch diesmal nicht von Erfolg gekrönt. Hoher Einsatz, keine Resultate.

40 Ken Andre Olimb (1) – Ken Andre Olimb war einer der besten Düsseldorfer, traf ein Mal selbst und war an allen drei Toren beteiligt. Vor allem in Überzahl überragend.

42 Alexei Dmitriev (3) – Dmitriev brachte sich regelmäßig selbst in hervorragende Schusspositionen, versuchte dann aber dem Torhüter ein Loch in den Bauch zu schießen. Schwach vor dem Tor, ansonsten ohne entscheidende Aktionen. Insgesamt eher unauffällig.

77 Daniel Fischbuch (3-) – Daniel Fischbuch spielte zwar in Überzahl, war aber trotzdem der unauffälligste Spieler überhaupt. Weder besonders gute, noch besonders schlechte Aktionen.

92 Marcel Brandt (2) – Marcel Brandt sorgte für einige Offensivszenen und traf selbst im Powerplay den Pfosten. Spielte auch defensiv mit hohem Einsatz, hatte viele Puckeroberungen und spielte sehr gute Pässe im Aufbauspiel.

3 Stars

  1. Norm Milley
  2. Ken Andre Olimb
  3. Travis James Mulock

 

Stimmen zum Spiel

„Die letzten 13 Spiele, die wir noch zu spielen haben, werden alle solche Spiele sein. Das sind Playoff-Spiele und da brauchst du starke Schiedsrichterleistungen. Die können nicht zu dir zur Bank fahren und sagen ‚das habe ich nicht gesehen‘, immer wieder und immer wieder und einfach die Karte ziehen, weil sie es nicht besser können.“ – Uwe Krupp (Trainer EBB)

„Insgesamt muss ich meiner Mannschaft über das Wochenende ein Riesenkompliment machen.“ – Christoph Kreutzer (Trainer DEG)

„Vor dem Wochenende hätten wir bei vier Punkten gesagt wir sind zufrieden. Jetzt, nach dem Spielverlauf von heute, können wir eigentlich nicht zufrieden sein.“ – Bernhard Ebner