Durch Sieg in Krefeld verlassen die Pflanz die Abstiegsplätze

Mit einem Sieg und einer Niederlage kehrten die Inline-Skaterhockey-Spieler der Deggendorf Pflanz vom Auswärtswochenende in Krefeld nach Hause. Damit steht man erstmals in dieser Saison auf einem Nichtabstiegsplatz.

Die Vorzeichen für das Wochenende standen alles andere als gut. Neben den Juniorenspielern, die allesamt beim Juniorenländerpokal für Bayern aufliefen, fehlten weitere zahlreiche Akteure und so konnte man am Samstag bei den heimstarken Bockumern nur mit neun Feldspielern auflaufen. Diese legten los wie die Feuerwehr und nach zehn Minuten lag man mit 0:3 hinten. Doch die Pflanz schüttelten sich kurz und übernahmen die Initiative, was bis zur Mitte des Spieles zu einem 4:4-Zwischenstand führte (Tore: Eder, Dorn und zweimal Bauer). Dann gab es leider einen Nackenschlag für die Deggendorfer: Matthias Murr sprang erneut seine vor zwei Monaten ausgekugelte Schulter aus dem Gelenk und das Spiel war für ihn beendet. Diesen Schockzustand nutzten die Hausherren mit drei Treffern und man ging mit einem schier aussichtslosen 4:7-Rückstand und nur noch zwei Reihen in die letzte Pause. Das frühe 4:8 im letzten Drittel sorgte für die Entscheidung, auch zwei Treffer von Kapitän Stefan Bauer konnten daran nichts mehr am Ergebnis ändern und in der Schlussminute kassierte man das 6:9, als man den Torwart zugunsten eines fünften Feldspielers herausgenommen hatte. Fünf Minuten vor Spielende erwischte es dann leider auch Rainer Weichinger an der Schulter. Er zog sich eine starke Prellung zu und fiel damit wie Murr für Sonntag aus.

Gut, dass am Tag darauf Daniel Schmidt nach seiner drei Spiele dauernden Rotsperre wieder spielberechtigt war. Obendrein reiste Trainer Martin Eckart mit dem Flugzeug nach und schlüpfte zum zweiten Mal dieses Jahr in die Ausrüstung, sodass man wieder mit neun Feldspielern auflaufen konnte. Der Start ins Spiel verlief gänzlich anders als am Vortag.

Durch drei schnelle Treffer (Bauer, Dorn und Schmidt) lag man mit 3:0 in Front und kurz vor Drittelende erhöhte Joachim Neupert auch noch auf 4:0. Doch schon im zweiten Drittel merkte man den Kräfteverschleiß auf dem tiefen Boden in der Krefelder Turnhalle und die Gastgeber erlangten immer mehr Spielanteile. In Überzahl verkürzten sie in der 30. Minute auf 4:1 und fünf Minuten später auf 4:2, begünstigt durch den einzigen Schnitzer vom ansonsten überragenden Manuel Früchtl im Tor. In der Kabine nahm man sich vor, für das letzte Drittel nochmals alles abzurufen, was möglich war, um diese so enorm wichtigen Punkte mit nach Hause zu nehmen. Zwar hatte Krefeld nach wie vor mehr vom Spiel, doch durch unbändigen Einsatz gelang es den Pflanz selbst eine knapp zweiminütige 2 gegen 4-Unterzahl schadlos zu überstehen. Für die Erlösung sorgte wie schon in Winnenden Daniel Schober, der fünf Minuten vor Spielende zum 2:5 ein netzte. Spielertrainer Eckart blieb es vorbehalten, in der letzten Minute das 2:6 zu markieren, bevor man im Gegenzug eine Sekunde vor Spielende noch das bedeutungslose 3:6 kassierte.

„Endlich stehen wir über dem Strich, der den Klassenerhalt bedeutet“ freute sich ein sichtlich erleichterter Co-Trainer Rico Wohland nach dem Spiel. „Nun gilt es, in den anstehenden Heimspielen fleißig weiter zu punkten, um möglichst bald keine Abstiegssorgen mehr zu haben.“ Die nächste Gelegenheit bietet sich bereits am kommenden Samstag, wenn um 18 Uhr Winnenden zu Gast ist.

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