Lange Zeit geführt, aber dennoch verloren. Dieser Satz war für die Eagles in dieser Saison schon viel zu häufig bittere Realität. So auch am vergangenen Samstag, als man bis zur 57. Spielminute beim deutschen Meister führte, nur um am Ende doch wieder mit leeren Händen dazustehen.

Das Spiel war eine Analogie zum Hinspiel in Kaarst. Der Aufsteiger legte los wie die Feuerwehr. Nach knapp 12 Minuten führten die Eagles nach Toren von Ehlert (2), Mackenstein und Dietrich mit 0:4 und beendeten damit den Arbeitstag vom Iserlohner Schlussmann. Der Torwartwechsel zeigte Wirkung. Iserlohn nun die spielbestimmende Mannschaft. Ein erstes Überzahlspiel in der 13. Spielminute wurde durch Plate zum Anschluss genutzt. Kurz vor Drittelende schlug Iserlohn in Person von Neumann noch einmal zu und verkürzte auf 2:4.

Im zweiten Abschnitt drückten die Samurais weiter auf das Tor von Eagle Malte Rütten. Als in der 22. Minute Iserlohns Albrecht zum 3:4 einnetzte, schien das Spiel zu kippen. Doch viele gute Paraden von Rütten und ein wenig Glück bei einigen Pfosten- und Lattenschüssen verhinderten den Ausgleich in dem mittlerweile offenen Schlagabtausch. Ein Doppelschlag zur Mitte des Spiels durch Mackenstein (28. Spielminute) und Bleyer (32. Spielminute) brachte zwar wieder eine drei Tore Führung, aber nicht die erhoffte Ruhe ins Spiel. Der amtierende deutsche Meister antwortete rund drei Minuten später mit dem Treffer durch Schäfer zum 4:6. Nur 17 Sekunden später stellte Brünemann für den Aufsteiger den alten Abstand wieder her. Doch die Torflut nahm kein Ende. Iserlohn antwortete nur wenige Sekunden später. Linke hatte getroffen. Mit einem 5:7 ging es in die letzte Pause

Der Startschuss in den Schlussabschnitt zeigte allen Beteiligten sofort, dass mit einem wahren Offensivfeuerwerk zu rechnen war. Gerade einmal 43 Sekunden waren gespielt, da hatten von Berg auf Kaarster Seite im Powerplay, und Neumann für Iserlohn den Torreigen wieder eröffnet. Auch der erneute Treffer durch Hildebrandt keine 100 Sekunden später wurde prompt egalisiert. Schreiner und Wichern hielten Iserlohn im Spiel und besorgten den 8:9 Zwischenstand nach gut 47 gespielten Minuten. Iserlohn drängte auf den Ausgleich. Doch mitten in diese Offensivbemühung setzten die Crash Eagles zum vermeintlichen K.O.-Schlag an. Lindner und Dietrich konnten innerhalb von vier Minuten wieder einmal einen drei Tore Vorsprung erarbeiten. Bei noch acht zu spielenden Minuten die Vorentscheidung? Nein. Der amtierende deutsche Meister kämpfte weiter und wurde belohnt. Ein Doppelschlag innerhalb einer Minute besorgte einen dramatischen Schlussakt, in dem sich die Eagles um den Lohn ihrer Arbeit brachten. Drei Strafzeiten gegen den Aufsteiger in den letzten 4 Minuten brachten die Entscheidung. Iserlohn nutzte die Überzahlsituationen eiskalt aus. Erst der glich Plate die Partie 202 Sekunden vor Ende zum 11:11 aus. Dann besorgte Iserlohns Torjäger Neumann knapp zwei Minuten vor Ende des Spiels die erste und einzige Führung für die Samurais. Es war die Spielentscheidung. Kaarst schaffte trotz zusätzlichem Feldspieler nach Herausnahme des Torwarts keinen Ausgleichstreffer.

Wieder steht der Aufsteiger nach großem Kampf mit leeren Händen dar. Strafzeiten und miserables Bullyspiel bringen die Eagles erneut um den Lohn der harten Arbeit. Bleibt zu hoffen, dass die junge Mannschaft diese Rückschläge verarbeiten kann und nächste Woche beim Derby gegen Uedesheim ähnlich couragiert auftritt.

Rütten, Inger – Geiß (0 Tore, 1 Vorlage), Stein (0/1), Lindner (1/0), C. Ehlert (2/0), Hildebrandt (1/1), Brünemann (1/0), Boschewski (0/0), Mackenstein (2/1), Surges (0/1), Dietrich (2/1), von Berg (1/1), Bleyer (1/2)

 

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