Thimo Dietrich überwindet Patrick Schenk Foto: Crash Eagles Kaarst

In Augsburg spielten die Eagles ein Drittel auf Augenhöhe. In Kaarst waren es gestern zwei Drittel, aber ein Spiel geht erst nach 60 Minuten zu Ende.  Bei saunaartigen Temperaturen kamen alle Akteure mächtig ins Schwitzen und waren am Ende stehend k.o. Das Spiel begann sehr ausgeglichen und beide Mannschaften setzten auf Sieg. Kaarst ging wie im Hinspiel in der 9. Minute mit 1:0 in Führung. Eine blitzsaubere Kombination zwischen Thimo Dietrich und Christian Perlitz schloss der Routinier eiskalt ab. Keine 60 Sekunden später glich Oliver Dotterweich für Augsburg aus. Das Spiel wog hin und her mit Chancen auf beiden Seiten. Beide Torhüter hielten ihren Kasten noch sauber. In der 15. Minute musste Kaarsts Keeper Christoph Oster erneut hinter sich greifen als Maximilian Nies einen Alleingang erfolgreich abschloss.

Danach hatte Tim Hauck seinen großen Auftritt. In der 18. Minute passte er butterweich auf Christoph Glaubach und der Eagles Verteidiger netzte zum 2:2-Ausgleich ein. Eine Minute später schloss Hauck selber einen erfolgreichen Angriff zur 3:2-Führung ab. Es wäre eine ideale Ausgangsbasis für den wohlschmeckenden Pauseneistee gewesen, wenn da nicht Augsburgs Kapitän Stefan Gläsel etwas dagegen gehabt hätte. Knapp 60 Sekunden vor dem ersten Drittelpfiff zog er ab und überraschte die gesamte Abwehr zum 3:3-Pausenstand.

Im zweiten Abschnitt schenkten sich beide Teams nichts und gingen konsequent auf den Führungstreffer aus. Lukas Fettinger war als Erster damit erfolgreich. In der 29. Minute versetzte er die Abwehr und so gingen die Gäste mit 4:3 in Führung. Der Jubel war noch nicht abgeklungen, als Thimo Dietrich einen Querpass abfing und auf das Augsburger Tor zulief. Er täuschte einen Schuss an und wartete die Bewegung des Torhüters ab, um dann in die freie Ecke zu zielen. 4:4 nach 29 Minuten. Kaarst hatte bis zu diesem Moment nur 3 Strafzeiten zu überstehen, was sie auch mit Bravour gegen die gut eingespielten Gäste taten. Als sich alle Zuschauer schon auf den Gang an die frische Luft außerhalb der Halle freuten, versetzten die Augsburger den Kaarster zwei Nadelstiche im Sekundentakt. Innerhalb von 90 Sekunden stand es plötzlich aus Kaarster Sicht 4:6. Ein halbes Eigentor, welches Kevin Hnida anerkannt wurde und ein präziser Fernschuss von Lukas Fettinger ließen die Köpfe sinken.

Pause und Hoffnungen auf eine Aufholjagd der Gelb/Schwarzen. Diese Bemühungen machte aber bereits nach 27 Sekunden der Kapitän Stefan Gläsel zunichte. Er erhöhte auf 4:7. Im Nachhinein kam man aus Kaarster Sicht behaupten, dass dies der Knackpunkt war. Jetzt lief die Angriffsmaschine der Augsburger wie am Schnürchen, Kaarst öffnete die Abwehr, um nach vorne mehr Druck ausüben zu können. Ballverluste oder zurückprallende Bälle waren die idealen Kontermöglichkeiten für die Gäste.

So bauten sie im 5 Minuten Takt ihre einmal errungene größere Führung weiter aus. Die Torschützen waren Kevin Hnida ( 46. ), Maximilian Nies ( 52. ), Andreas Gertsberger ( 56. ) und am Ende Simon Arzt ( 60. ), lediglich unterbrochen von Christian Perlitz in der 48. Minute zum zwischenzeitlich 5: 8. Leider häuften sich auch die Auszeiten der Kaarster. Alleine zwischen der 45. und 60. Minute saß die Heimmannschaft 6 Strafzeiten ab. Dass insgesamt nur 2 Tore in Überzahl fielen, kam man positiv vermerken, aber man gewinnt halt selten ein Spiel auf der Strafbank. Die große Hitze in der Halle, die Enttäuschung über den Spielverlauf sorgte für Frust und manch heiß diskutierte Szene.

Am Ende gestand aber Coach Jan Opial ein, dass wir im Moment noch kein Spiel über 60 Minuten auf höchstem Niveau durchhalten. Immer passieren am Ende individuelle Fehler, die nicht mehr zu reparieren sind. Offen ging Keeper Christoph Oster mit seiner heutigen Leistung um. „ Es war nicht mein bester Tag“, fügte er am Ende hinzu. Auch der aus England erstmalig importierte Neuzugang Scott Clark fühlte sich in seinem ersten Skaterhockeymatch auf ungewohntem Boden noch nicht ganz wohl. Er weiß aber jetzt, was er in England in der nächsten Woche besonders trainieren wird. Das möchte er dann beim nächsten Auswärtsspiel in Essen zeigen.

Für Kaarst verlief das Wochenende in der 1. Liga nicht ideal. Lüdenscheid, Essen und Iserlohn gewannen ihre jeweiligen Spiele und damit steht Kaarst mit 7 Punkten wieder punktgleich mit Lüdenscheid und Düsseldorf auf dem letzten Tabellenplatz.

Die heutigen Torschützen:

2 Tore Christian Perlitz, je 1 Tor Tim Hauck, Christoph Glaubach und Thimo Dietrich

Strafzeiten:

Kaarst 28 ( inkl. 10 Min. ) und Augsburg 8 Minuten

NRWHockey.de / PM Crash Eagles Kaarst

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