Die Ladehemmung der Uedesheim Chiefs geht weiter. Beim 1:7 (0:1 / 0:0 / 1:6) in Lüdenscheid gelang den Chiefs erneut nur ein einziger eigener Treffer. Ein Spiel, das lange offen war, gewannen die gastgebenden Highlander am Ende zu deutlich.

Mit Sebastian Schreiber, David Walczok und Sascha Drehmann mussten die Chiefs auf drei Stammspieler verzichten, konnten aber den Neuzugang aus Crefeld, Tim Gregorie, erstmals im Kader begrüßen. Eine frühe Unterzahl überstand die Hellwig-Truppe schadlos, agierte danach aber einmal zu offensiv und fing sich das 0:1 durch einen Konter, den Lücke erfolgreich abschließen konnte (6.). Auf der Anzeigetafel passierte danach lange nichts. „Ich weiß nicht ob es so was schon mal gab. Nur vier Tore in drei Spielen. Das dürfte fast historisch sein“, kommentiert Goalie Olli Derigs nach dem Spiel. „Wir hatten wirklich viele Chancen, haben in den ersten zwei Drittel sieben Mal Aluminium getroffen. Heute hätte der Ball auch auf der Linie liegen können und wir hätten ihn nicht reingedrückt.“

Beide Teams konnten dabei auch 4 auf 2 Situationen nicht zu Treffern nutzen. Die Chiefs konnten die letzten vier Minuten des Mitteldrittels mit mindestens einem Mann mehr auf dem Feld nicht gewinnbringend nutzen. Zwar feuerten die Uedesheimer aus allen Rohren, wie in der Vorwoche war aber auch heute die Qualität der Schüsse, die Highlander-Keeper Mohr auf sich zukommen sah, nicht gut genug um den Schlussmann zu bezwingen. So ging es mit dem ungewöhnlichen Stand von 1:0 für die Hausherren in die zweite Pause. In Überzahl wollten die Chiefs zu Beginn des Schlussdrittels den Ausgleich erzwingen, aber man lief erneut in einen Konter und Svejda, der jetzt richtig aufdrehte, netzte in Unterzahl zum 2:0 ein (42.). Nur zwei Minuten später war Svejda erneut erfolgreich – diesmal in Überzahl (3:0 / 44.). Den einzigen Uedesheimer Treffer markiert Stephan Kreuzmann in der 47. Minute und verkürzte damit auf 3:1.

Danach riskierten die Chiefs alles und wurden böse dafür bestraft. „Wir haben aufgemacht und wurden ausgekontert. Das Ergebnis sieht natürlich wieder blöd aus, aber hier hat sich niemand aufgegeben oder es schleifen lassen. Wir haben alles versucht, vorne ging nichts und hinten war fast alles drin“, bilanzierte Derigs die auch für ihn persönlich bitteren letzten Minuten. Elzner (50.), Bruch (56.) und noch zwei Mal Svejda (55. / 60.) schraubten den Spielstand auf 7:1 hoch.

In der Tabelle sind die Chiefs nun für’s Erste aus den Play-Off-Rängen rausgerutscht. In zwei Wochen kommt der Tabellenführer aus Iserlohn nach Uedesheim. Kommendes Wochenende geht’s aber erst mal zum Rams-Cup nach Düsseldorf. Derigs: „da wollen wir Selbstvertrauen tanken und zu alter Stärke zurückfinden.“

PM:UC

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