Was wäre ein Derby ohne Trash Talk? Die beiden Attinger Martin Deichslberger (Mi.) und Florian Tkocz (re.) haben mit Bernhardswalds Thomas Bauer (li.) i letzten Drittel eine kleine Meinungsverschiedenheit. Foto: Michael Bauer

Wölfe verlieren Derby in Bernhardswald nach schlechtem Schlussdrittel mit 2:4
(mb) Der IHC Atting hat im Kampf um die Meisterschaft in der 2. Bundesliga Süd einen Rückschlag einstecken müssen. Die Wölfe verloren am Samstag das Derby beim TSV Bernhardswald mit 2:4 (1:0, 0:0, 1:4).

Damit bleibt es dabei: In Bernhardswald können die Wölfe einfach nicht gewinnen. Dabei war das Spiel lange Zeit offen. Nach dem 1:0 durch Kapitän Fabian Hillmeier in der elften Minute – eine der wenigen schönen Kombinationen im ganzen Spiel – hatten die Wölfe die Partie im Griff. „Wir haben zwei Drittel lang gutes Hockey gespielt“, sagte Trainer Jürgen Amann. „Ich kann meinen Spielern keinen Vorwurf machen. Wir hätten nur das eine oder andere Tor nachlegen müssen. Die Chancen dazu waren da, Bernhardswald war am Anfang nicht so dominant.“

Die rund 150 Zuschauer sahen in den ersten 40 Minuten ein zwar kampfbetontes aber faires Spiel. Die schlechten Platzverhältnisse auf dem groben Teerbelag ließen für beide Mannschaften kaum gute Szenen zu. Selbst einfache und kurze Pässe versprangen kurz vor der Ballannahme, was die Spieler auch deutlich hörbar immer wieder mit dementsprechenden Bemerkungen kommentierten – es war kein Vergleich zum guten Spiel, das die beiden technisch starken Teams beim 5:5 vor wenigen Wochen in Straubing abgeliefert hatten.

So versuchten beide Mannschafen, Torszenen per Fernschuss einzuleiten. Diese waren aber für die beiden Goalies Raphael Heitzer und Stefan Dorfner kein Problem. Abpraller konnten die beiden guten Verteidigungsreihen schnell klären.

Mit zunehmender Spieldauer aber wurden die Gastgeber stärker. Schon Ende des zweiten Drittel hatten sie einige gute Chancen herausgespielt, die Heitzer noch zunichte machte. Einmal scheiterten sie am Aluminium. Eine Überzahlsituation kurz vor Drittelende ließ der IHC ungenutzt.

Das sollte sich rächen. Wieder einmal war das Schlussdrittel das schwächste der Attinger. Mario Dörfler per Fernschuss (44.) und Felix Berger nach Zusammenspiel mit Thomas Bauer (48.) drehten das Spiel für die Gastgeber schnell. Atting hatte nun nichts entgegenzusetzen und nach dem erneut Berger in der 53. Minute den Ball zum 3:1 über die Linie gestochert hatte, war das Spiel entschieden. Bernhardswald legte in der hektischen Schlussphase mit vielen Strafzeiten auf beiden Seiten durch Dörfler noch einmal nach, Atting traf stattdessen zweimal Aluminium. Markus Edenhofer erzielte eine Minute vor Schluss den 2:4-Endstand.

„Uns hat einfach das Glück gefehlt. Bernhardswald trifft und wir schießen zweimal an Pfosten und Latte“, haderte Amann mit dem Schicksal. „Wir sind heute nicht gut ins Spiel gekommen und hatten Glück nicht höher in Rückstand gewesen zu sein“, sagte Bernhardswalds Kapitän Daniel Schneider.  „Doch im letzten Drittel haben wir eine Top-Leistung abgerufen und somit das Spiel auf unsere Seite gezogen. Wir sind nun das einzige Team, das gegen Atting nicht verloren hat und darüber sind wir auch sehr stolz.“

Der IHC behält trotz der Niederlage die Tabellenführung, diese ist aber nun auf fünf Punkte vor Bernhardswald zusammengeschrumpft. Für die Attinger ist nun bis zum 4. August Pause. Dann steigt das vorletzte Saisonspiel in Spaichingen. Die Saison wird am 8. September in Schwabmünchen beendet. Da die Konkurrenz aus Bernhardswald, Schwabmünchen oder auch Merdingen deutlich weniger Spiele als der IHC absolviert hat, muss man aus Attinger Sicht auf Schützenhilfe hoffen oder in den verbleibenden Spielen punkten. Nur dann könnte es mit der Meisterschaft etwas werden.

Bernhardswald: Dorfner – Schneider, Albrecht, Bauer, Ströhl, Berger, Dörfler, Hofmeister, Passauer, Francuski, Adlhoch, Meyer;

Atting: Heitzer – Tkocz, Deichslberger, Hiendl, Edenhofer, Rothhammer, Hillmeier, Wolf, D. Kuhnle, R. Kuhnle, Prasch, Liebl;

Tore: 0:1 (10:18) Hillmeier (Tkocz), 1:1 (43:43) Dörfler (Berger), 2:1 (47:30) Berger (Bauer), 3:1 (52:30) Berger (Bauer), 4:1 (56:23) Dörfler (Schneider 3-2), 4:2 (58:55) Edenhofer (Hiendl 4-3);

Schiedsrichter: Bührer (Merdingen), Kalnik (Schwabmünchen); Strafminuten: Bernhardswald 12 + 10 gegen Albrecht, Atting 14 + 10 gegen Tkocz; Zuschauer: 150.

NRWHockey.de / PM IHC Atting

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