Marvin Haedelt klärt gegen Thimo Dietrich - © Detlef Ross
Marvin Haedelt klärt gegen Thimo Dietrich – © Detlef Ross

Oberhausen. (MR) Die Miners Oberhausen mussten das Abenteuer 1. Bundesliga gleich mit dem Besuch des Vizemeisters Crash Eagles beginnen, doch der Aufsteiger hat sich mehr als respektabel aus der Affäre gezogen und konnte beim 12:9 zwei Drittel für sich entscheiden.

Die Hausherren legten direkt gut los, und Neuzugang Dominik Luft konnte bereits nach 70 Sekunden Gästegoalie Richard Steffen bezwingen, wenig später stand ein 2:0 auf der Uhr, was den Crash Eagles schon die erste Auszeit bescherte. Kurz darauf zeigte diese aber Erfolg, und als Kaarst die erste Strafzeit nutzen konnte, ging das Spiel wieder bei Null los – es waren noch keine 7 Minuten gespielt. Mit einem Doppelschlag drehten die Gäste das Spiel zur Drittelmitte, und man fürchtete schon, dass das Spiel in Richtung des Favoriten kippt. Jetzt nahm Miners-Coach Jan Bedrna die Auszeit, auch hier ließ der Erfolg nicht ewig auf sich warten, Fabian Lenz arbeitete vor dem Tor gut nach. Doch bei der nächsten Überzahl stellte Kaarst die 2-Tore-Führung wieder her. Es blieben noch immer vier Minuten bis zum Pausentee, und das muntere Toreschießen war noch nicht beendet, denn nochmals Lenz und danach Luft stellten auf 5:5 zur Pause.

Zum zweiten Drittel war auch Marvin Haedelt im Miners-Kasten „angekommen“ und konnte einige Schüsse der Gäste entschärfen. Die Eagles fühlten sich vor der Strafbank gefoult und reklamierten den Pfiff, der ausgeblieben war. Dieser Schuss ging nach hinten los, denn statt dass ein Spieler der Miners jetzt die geforderte Strafe bekam, gab es eine Bankstrafe gegen Kaarst für Meckern! Und wurde gleich nochmals bestraft, denn die Hausherren gingen wieder in Führung, die allerdings fast postwendend ausgeglichen wurde. Das Spiel wogte hin und her, doch die Treffer fielen nur auf einer Seite. Nachdem die Miners gar in eigener Unterzahl das 8:6 markiert hatten und kurz darauf nochmals auf die Strafbank mussten, versuchte der Gästecoach seine Mannen nochmals richtig einzustellen und tauschte auch die Goalies.

Eine doppelte Strafe, die bis in den Schlussabschnitt reichte, nutzten die Gastgeber für das 9. Tor. Das konnten und wollten die Adler nicht auf sich sitzen lassen und drängten ihrerseits mit Vehemenz auf eigene Erfolgserlebnisse. Bis auf 9:8 kamen sie heran, und ihr Coach munterte sie mit einem „jetzt fangen die an zu schwimmen“ auf. Zwei Male nahm sich Kaarst aber wieder selbst den Schwung durch Strafzeiten. Nach dem 10:9 wurde es nochmals eng, und es waren noch 4 ½ Minuten zu spielen, Zeit genug für den Vorjahresfinalisten, das Spiel noch zu seinen Gunsten zu drehen. Am Ende reichte es nicht mehr, ja im Gegenteil – die Hausherren waren noch zwei Male erfolgreich, während Haedelt in der Schlussminute noch einen Wahnsinns-Save ablieferte.

Mit diesem 12:9 gegen nicht irgendwen melden sich die Miners Oberhausen in der 1. Bundesliga: mit dem Neuling wird zu rechnen sein!

Die Treffer erzielten:

Fabian Lenz (6), Dominik Luft (3), Sebastian Schneider, Kevin Wilson, Oliver Püllen (je 1) für die Miners;

Thimo Dietrich (3), Felix Wuschech (2), Ivo Puhle, Christian van Berg, Nils Lingscheidt, Dominik Boschewski (je 1) für die Crash Eagles.

Alle Bilder zum Spiel: (C) Detlef Ross: http://bit.ly/2lJDRVt

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