(mb) Nach drei Heimsiegen in Folge und dem erneuten überraschenden Sprung an die Tabellenspitze geht es für den IHC Atting auswärts weiter. Das Duell am Sonntag um 15 Uhr bei den Uedesheim Chiefs ist bereits das vorletzte Spiel auf fremdem Terrain in dieser Saison.

Matthias Rothhammer erwartet ein körperbetontes Spiel. Foto Bauer
Matthias Rothhammer erwartet ein körperbetontes Spiel. Foto Bauer

„Wir erwarten ein extrem körperbetontes Spiel“, sagt Matthias Rothhammer, der mit einem kuriosen Tor am Sonntag die Vorentscheidung im Spiel gegen Essen (6:4) herbeiführte und mit bisher neun Treffern dritterfolgreichster Schütze nach Tim Bernhard (22) und Marcel Brandt (14) ist. „Es dürfte sehr intensiv werden. Die Fläche ist deutlich kleiner. Da wird es auf die Defensive und die Kampfkraft ankommen.“

Rothhammer hat „nicht die besten Erinnerungen“ an die vergangenen Auftritte bei den Neussern. Zweimal musste man sich dort in den ersten beiden Erstligajahren deutlich geschlagen geben – 2010 mit 6:11 und 2011 mit 5:12. „Ich will nicht sagen, dass sie auswärts so etwas wie unser Angstgegner sind, aber Fakt ist, dass wir dort noch nie gewonnen haben.“ Doch mit drei Siegen und der Tabellenführung im Rücken geht die Mannschaft mit einer sehr positiven Stimmung in das Spiel. „Wir haben einen Lauf und wollen den fortsetzen, auch wenn es schwierig werden dürfte. Wir sind körperlich vielleicht etwas unterlegen, aber wir können es über den Kampf kompensieren. Wir sind auf alle Fälle positiv gestimmt, dass es vielleicht mit dem einen oder anderen Punkt klappt.“Sollte dies der Fall sein, würde man weiterhin ganz oben mitspielen. „Ich hätte nicht erwartet, dass wir zu diesem Zeitpunkt so gut dastehen, aber wir sind dieses Jahr eine ganz starke Truppe und haben uns schnell gefunden. Unser Ziel ist nach wie vor der Nichtabstieg, aber wenn wir weiter so Gas geben und erfolgreich sind, muss man sich vielleicht auch noch andere Ziele setzen.“

Solch andere Ziele haben eigentlich auch die Uedesheim Chiefs. Die Neusser, die im vergangenen Jahr in der ersten Runde der Playoffs dem späteren deutschen Meister Samurai Iserlohn einen harten Kampf lieferten, müssen am Wochenende nicht nur gegen Atting ran, sondern gastieren auch am Samstag noch bei den Duisburg Ducks, die zuletzt sechsmal in Folge verloren haben. „Das kann ein Sechs-, aber auch ein Null-Punkte Wochenende werden“, sagte Chiefs-Coach Wolfgang Hellwig am Donnerstag. „Meine Vermutung, dass die Liga sehr ausgeglichen ist, trifft absolut zu.“ Die Chiefs, die vor der Saison stets sehr aktiv auf dem Transfermarkt sind, stehen aktuell im Mittelfeld der Tabelle, haben 13 Punkte in neun Spielen geholt und dabei viermal gewonnen. Am vergangenen Wochenende verloren sie allerdings mit 6:9 bei den Bissendorfer Panthern. „Wir haben vor beiden Gegnern Respekt, orientieren uns aber nur an uns selbst“, sagt Hellwig.

Das gilt auch für die Wölfe, die allerdings mit Simon Bogner (verhindert) und Marcel Brandt (erkrankt) zwei Ausfälle in der Defensive kompensieren müssen. „Das sind zwei Schlüsselspieler in der Defensive“, sagt Trainer Jürgen Amann. „Daher muss ich auch die Reihen etwas umstellen.“ Doch der Coach nimmt es, wie es kommt. „Wir werden ohne Druck aufspielen, der Favorit sind wir in dieser Partie aber sicher nicht.“ Auch ordnet er die Erfolge ein: „Wir können jetzt nicht jede Woche erwarten, dass wir gewinnen. Man sieht am Beispiel Duisburg, wie eng die Liga ist. Die haben sechsmal in Folge verloren, die meisten Spiele mit nur einem Tor Unterschied. Es kann auch mal in die andere Richtung gehen. Aber eben weil es auch so eng in der Liga zugeht, macht es sehr viel Spaß.“

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