Bissendorfer PantherMit viel Leidenschaft und einer extra Portion Einsatz gelingt den Panther eine kleine Sensation bei ihrem Auswärtstrip durch Bayern: Gegen den Vizemeister aus Augsburg gab es einen verdienten 5 zu 8 Erfolg. Das Spiel am Sonntag in Straubing gegen den IHC Atting ging hingegen deutlich mit 14 zu 4 verloren.

Die Voraussetzungen waren alles andere als positiv vor dem Roadtrip der Panther in den Süden der Republik: Torwart Danny Sellmann laborierte an einer verletzten Schulter und Malte Abstoß konnte die Reise die Reise aufgrund eines verletzten Knies gar nicht erst antreten. Da auch die etatmäßigen Nachrücker auf der Torwartposition allesamt durch eigene Spiele verhindert war, reaktivierten die Pantheroffiziellen Thomas Probst. Dieser hatte sein letztes Spiel als Torwart vor drei Jahren bei der zweiten Herren absolviert. Zudem mussten die Panther ohne Ihren Coach in den Süden reisen – Darian Abstoß war beruflich verhindert. Umso erstaunlicher, dass die Panther von der ersten Minute an Moral und absoluten Siegeswillen erkennen ließen und keineswegs wie ein Abstiegskandidat beim Vizemeister auftraten. Bereits in den ersten Minuten entwickelte sich ein offener Schlagabtausch ohne das ersichtlich gewesen wäre, wem die sechs Stunden Busfahrt in den Knochen steckten. Und so war es in der sechsten Spielminute Routinier Jan-Christoph Pries, der auf Vorlage von Markus Köppl das erste Tor des Spiels für die Bissendorfer erzielte. Zwar konnte Augsburg durch Oliver Dotterweich keine zwei Minuten später ausgleichen doch war es dann Maxim Faber, der in der zwölften Minute für die Panther die erneute Führung besorgte. Die Panther waren zu diesem Zeitpunkt auf dem besten Wege sich eine klare Dominanz zu erarbeiten, erhielten dann allerdings eine fünf Minuten Strafe für einen heftigen Bandencheck von Felix Gollasch. Die Überzahl nutzen die Augsburger zum Ausgleich durch Simon Arzt. Damit ging  es dann auch in die Pause.

Im zweiten Drittel gingen die Panther erneut durch Niclas Köhn auf Vorlage von Felix Gollasch in Führung. Dieser wurde dann wiederum von Lukas Fettinger, einem der besten Stürmer der Liga in Diensten Augsburgs, ausgeglichen. Die erstmalige Führung für die Augsburger besorgten dann die Panther selbst. Mit einem kuriosen Handballtor beförderte Patrick Baude die Kugel am völlig überraschten Bissendorfer Schlussmann vorbei in die eigenen Maschen. Aber statt einzubrechen zeigten die Mannen um Kapitän Köppl Moral und dann kamen die 15 Sekunden des Bissendorfers Sebastian Miller, der binnen kürzester Zeit zweimal von Jan-Christoph Pries bedient wurde und eiskalt verwandelt. Keine 20 Sekunden später erzielte Niklas Köhn gar das 6 zu 4.

Leider brach zum Ende des zweiten Drittels die Verletzung des überragend haltenden Danny Sellmann wieder auf, so dass die Panther den Schlussabschnitt mit dem reaktivierten Thomas Probst begannen. Dieser machte seine Sache sehr gut und nach fünf Minütiger Behandlung kehrte Sellmann wieder in seinen Kasten zurück, den er bis auf einen – letztlich bedeutungslosen – Gegentreffer der Augsburger sauber hielt. Die Panther hingegen legten noch zwei mal in Person von Köppl auf Vorlagen Niclas Köhn und durch ein Empty-Net Tor von Köhn nach. Endstand damit 8 zu 5 für Bissendorf und damit war die Sensation perfekt.

Der Preis dieses Sieges war für die Niedersachsen allerdings hoch, konnte Danny Sellmann doch am Folgetag nicht wieder von Beginn an starten. Dazu kam, dass der IHC Atting in der DEL Arena der Straubing Tigers spielt – die Spielfläche ist signifikant größer als das typischer Weise beim Inlinehockey der Fall ist und so taten sich die Raubkatzen aus der Wedemark sehr schwer und ließen den Rückkehrer Thomas Probst zu oft allein. Und so kam es wie es kommen musste: Die Panther verloren das Eröffnungsdrittel deutlich mit 7  zu 2 – lediglich Patrick Faupel auf Vorlage von Felix Gollasch und Maxim Faber auf Vorlage von Tommy Sellmann konnten für Wedemärker Torerfolge sorgen.

Das zweite Drittel gestalteten die Panther dann ausgeglichener. Drei Treffern der Attinger setzten die Panther zwei Treffer durch Markus Köppl und Stephan Nebel entgegen. Mehr wollte aber nicht mehr gelingen. Im letzten Drittel merkte man den Panthern die Anstrengungen der letzten Spielabschnitte deutlich an und so kamen die Attinger noch zu drei weiteren Treffern – ein Tor wollte den Panthern trotz aussichtsreicher Möglichkeiten im Schlussabschnitt nicht mehr gelingen.

„Sicherlich war das heute keine Glanzleistung von uns.“ so  Kapitän und Aushilfscoach Markus Köppl „…wir können aber mit den drei Punkten vom Wochenende sehr gut leben – darauf hätte wohl vorher keiner gewettet! Insbesondere die Moral und Einstellung unserer Truppe war hervorragend.“

Die Raubkatzen haben nun ein Spielfreies Wochenende vor sich ehe es wieder daheim um wichtige Punkte geht. Am Samstag den 12. Juli geht zur gewohnten Zeit um 18:30 Uhr in der Wedemarksporthalle gegen die Krefeld Skating Bears und am Sonntag, 13. Juli gegen die Crash Eagles Kaarst. In beiden Partien sind die Panther mit der in Bayern gezeigten Leistung nur sehr schwer zu schlagen.

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