Wölfe verlieren in Spaichingen mit 2:6 – Konkurrenz aus Schwabmünchen und Merdingen punktet.
(mb) Die Tabellenführung bleibt dem IHC Atting zwar noch, aber die Chancen auf die Zweitligameisterschaft sind nach einem katastrophal verlaufenen Wochenende stark gesunken. Zum einen verloren die Wölfe ihr Auswärtsspiel in Spaichingen mit 2:6 (1:0, 0:4, 1:2), zum anderen punktete die Konkurrenz kräftig.
„Realistisch gesehen war es das, uns hilft nur noch ein Wunder“, sagte Coach Jürgen Amann nach dem Blick auf die Ergebnisse des Wochenendes. Hauptkonkurrent Schwabmünchen, der vier Spiele weniger ausgetragen hat, ist bis auf vier Punkte herangerückt. Die Mammuts besiegten am Samstag erst den HC Merdingen mit 13:7 und holten am Sonntag beim heimstarken TSV Bernhardswald ein 5:5. Erster Verfolger der Attinger sind aber aktuell die Merdinger, die am Sonntag Langenfeld mit 10:5 besiegten.

Atting steht zwar mit 21 Punkten weiterhin in der Tabelle ganz oben, hat aber am 8. September nur noch das Derby gegen Schwabmünchen auszutragen. Dahinter folgt mit 18 Punkten Merdingen (noch drei Spiele) und mit 17 Schwabmünchen (noch fünf Spiele). „Ich denke, da bleibt am Ende nur der dritte Platz für uns“, so Amann.

Die Niederlage in Spaichingen war umso bitterer weil sie „vermeidbar“ gewesen wäre, wie Amann sagte. Zunächst lief alles bestens für die Wölfe. Diese stellten sich aber mit einer unnötigen Strafzeitenflut im zweiten Abschnitt quasi selbst ein Bein. „Wir sind alle sehr, sehr enttäuscht! Die Niederlage ist in ihrer Entstehung nur sehr schwer zu akzeptieren“, sagte Amann.
Knackpunkt war der Mittelabschnitt: Satte 20 Strafminuten, sonst so starke Leistungsträger mit haarsträubenden Fehlern und Youngster, die plötzlich nervös und fahrig agierten, prägten das Drittel. Dabei schien bis zur 24. Minute alles gut zu werden für die Attinger. Man führte seit der fünften Minute durch ein Treffer von Florian Tkocz verdient mit 1:0, hatte trotz zuvor fehlenden Trainingsmöglichkeiten das Spiel überraschend gut im Griff – und man bekam eine fünfminütige Überzahl wegen Bandenchecks zugesprochen.

Doch anstatt die Chance beim Schopfe zu packen und für eine Vorentscheidung zu sorgen, brachen plötzlich alle Dämme. Minute um Minute handelten sich die Wölfe völlig unnötige Strafzeiten ein und ehe man sich versah, waren die Wölfe selbst in Unterzahl und kassierten zwischendurch zu allem Überfluss auch noch einen Penalty, der zum Ausgleich führte. Und nach Schlotters Überzahltor in der 34. Minute zur 2:1-Führung für die Badgers waren die Attinger völlig konsterniert. Butz und Kauth bauten per Doppelschlag binnen 42 Sekunden kurz vor der Pause die Führung der Hausherren auf drei Tore aus.

Im letzten Abschnitt fing sich die Amann-Truppe zwar und versuchte noch einmal alles für ein Happy End, doch der fehlende Trainingsrückstand machte sich spätestens jetzt bemerkbar. Daher reichte es nur noch für das 2:4 durch Tim Bernhard in der 47. Minute. Mit einem Empty-Net-Goal knapp eine Minute und einem Überzahltor eine Sekunde vor Ende der Partie besiegelte Spaichingen die schmerzvolle 2:6-Niederlage der Wölfe. „Wir haben uns heute leider selbst geschlagen und uns eine gute Ausgangsposition leichtfertig verspielt. Das ist sehr bitter. Aber wir müssen nach vorne schauen, hoffen und in Schwabmünchen noch einmal alles versuchen“, so Amann. Da man aber auch weiterhin bis Anfang September keine Trainingsmöglichkeit besitzt, hat man die eindeutig schlechteren Karten in Rennen um die Meisterschaft.

Spaichingen: Köhler – Schlotter, P. Butz, E. Butz, Bisceglia, Schlenker, Kohn, Mandel, Sauter, Tabor, Kauth;

Atting: Heitzer – Tkocz, Hiendl, R. Kuhnle, Rothhammer, Nissen – Hillmeier, Edenhofer, Bernhard, Wolf, Prasch, D. Kuhnle;

Tore: 0:1 (5:10) Tkocz, 1:1 (28:26) Bisceglia – Penalty, 2:1 (34:40) Schlotter (Mandel 4-3), 3:1 (37:19) Kauth (Tabor), 4:1 (38:01) E. Butz (P. Butz), 4:2 (47:50) Bernhard (Rothhammer), 5:2 (59:10) Mandel 4-5, 6:2 (59:59) Kauth (Sauter 4:3);

Schiedsrichter: Stumpf (Hilden), Westrich (Winnenden); Strafminuten: Spaichingen 11 + 10 für Kohn, Atting 12 + 10 für Hiendl; Zuschauer: 100.

NRWHockey.de / PM IHC Atting

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