Sieben Spiele bleiben den Uedesheim Chiefs noch, um ihren Play-Off-Platz zu sichern und dabei noch den einen oder anderen Rang nach oben zu klettern. Da kommt ein Heimspiel gegen das Schlusslicht eigentlich gerade recht – wäre es nicht ausgerechnet gegen Kaarst! 

Wenn beide Teams am Sonntag (29.07.) um 16 Uhr im „ChiefsGarden“ die Schläger kreuzen, geht es für Uedesheim nicht nur um wichtige Punkte, sondern auch um die Verbesserung derHeimbilanz gegen Kaarst. Denn die sieht böse aus. Sechs Partien um Punkte spielten beide Teams bisher in Uedesheim, fünf Mal nahmen die Gäste die Punkte mit. So auch in der letzten Saison. Der einzige Heimsieg gegen die Eagles war ein knappes 10:9 im Jahr 2010.

Und Punkte brauchen beide Teams am Sonntag dringend. Die Chiefs sind durch Siege von
Essen in Zugzwang geraten, stehen nur noch auf dem letzten zur Play-Off-Teilnahme
berechtigten Platz 8. Der angepeilte Platz 5 scheint derzeit in unerreichbarer Ferne, vier Punkte
mehr plus ein Spiel in der Hinterhand sind ein kräftiges Argument pro Samurai Iserlohn. Um die
Sauerländer noch abzufangen, müssten die Chiefs wohl selber alle sieben noch ausstehenden
Partien gewinnen und dann auf fremde Hilfe hoffen. „Kaarst, Assenheim und Düsseldorf sind
unsere Schicksalsspiele“, so Coach Wolfgang Hellwig über die nächsten drei Partien. „Da
müssen wir mindestens fünf, am besten alle sechs Punkte zu holen um in die Endrunde
einzuziehen.“

Das aktuelle Ziel ist es, zumindest noch Essen und die momentan arg schwächelnden Rhein-
Main-Patriots, die man kommende Woche zu Hause zu Gast hat – zu überholen und sich weiter
von Crefeld auf Platz 9 abzusetzen. Für Kaarst sieht es noch schlechter aus. Letzter Platz, erst
zwei sportliche Siege in diesem Jahr und kein leichtes Restprogramm – die Zeichen stehen
trotz zuletzt hohem personellen Aufwand auf Abstieg.

Dennoch sind die Chiefs nicht nur wegen ihrer Historie auf eigenem Feld, sondern auch
aufgrund des Hinspiels gewarnt. Der kampfbetonte und ungemütliche Stil der Eagles hat
Uedesheim in den letzten Jahren immer Probleme bereitet. Statt sich auf ihre Stärken zu
verlassen haben die Chiefs oftmals mehr mit dem Gegner und den Schiris gehadert und sind so
aus dem Rhythmus gekommen.

Hellwig, im letzten Jahr noch Trainer der Eagles, jetzt nach seiner Sperre zurück auf der
Uedesheimer Bank, erwartet „ein hochklassiges Spiel. Das wird ein Kampf auf beiden Seiten.

Kaarst hat ein paar neue Spieler dazu geholt, dazu mit Drehmann, Dietrich und Perlitz schon
ein paar starke Leute gehabt. Die werden laufen und kratzen bis zum Ende. Wir müssen alles
dagegen setzen was wir haben.“

Die Kaarster Mentalität, auch nach schier aussichtslos erscheinenden Rückständen wieder
zurück zu kommen, wie in diesem Jahr oft geschehen, beeindruckt den Uedesheimer Coach:
„Man darf sich gegen Kaarst nie zu sicher fühlen. Ich verstehe auch gar nicht warum sie mit
solchen Leistungen überhaupt da unten stehen.“

Unter dem Strich ist das Spiel trotz des Derby-Charakters und der Spielwertung pro Kaarst im
Hinspiel ein „normales Spiel“ für Hellwig. „Wir gehen da ohne große Emotionen rein und wollen
nur die zwei Punkte. Alles andere als das wäre für mich schon eine Enttäuschung.“ Hellwig hofft
auf viele Zuschauer und darauf, dass seine Jungs „die Leistungen von Essen und Duisburg
wiederholen können. Dann habe ich keine Sorgen das es schief gehen könnte.“

Pünktlich zum Saisonendspurt hat auch Kapitän Marcel Mörsch wieder mit leichtem Training
begonnen. „Wenn er sein OK gibt, wird er spielen. Natürlich können wir nicht die Intensität wie
vor seiner Verletzung erwarten, aber ein Mörsch hilft uns immer weiter“, so der Coach. Neben
Mörsch steht der komplette Kader der Chiefs am Sonntag zur Verfügung.

Nach Kaarst spielen die Chiefs ihr letztes Heimspiel des Jahres in der kommenden Woche
(05.08. / 16 Uhr), dann sind die Rhein-Main Patriots zu Gast. Die letzten fünf Partien der
Vorrunde bestreiten die Uedesheimer auswärts.

NRWHockey.de / PM Uedesheim Chiefs

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