Die erste Chance auf Punkte konnten die Chiefs an diesem Wochenende nicht nutzen. Gegen Köln-West zog man am Ende mit 4:9 (0:3 / 2:3 / 2:3) deutlich den Kürzeren.

chiefs_wappen_pngCoach Marcel Mörsch musste auf Stephan Kreuzmann und David Walczok verzichten, hatte aber dennoch drei Reihen nominiert. Leider war gleich die erste gute Szene sinnbildlich für die kompletten 60 Minuten. Marco Hellwig steckte schön zu Dennis Kobe durch, der hätte freien Weg zum Tor gehabt, aber die Kugel rutschte ihm unter der Kelle durch. Während sich Kobe noch ärgerte, schnappte sich Weisheit das Spielgerät und nagelte es in den Winkel (0:1 / 2. Minute).

Ihre erste Überzahl nutzten die Gäste zum 0:2. Esser traf mit einem Hammer aus der eigenen Hälfte (6.). Die Chiefs ließen ihre erste Überzahlmöglichkeit ungenutzt, wobei Benni Meschke am nähesten dran war am Anschluss, aber zu hoch zielte. Tim Schmitz tat es ihm leider gleich.

Chiefs-Goalie Olli Derigs hatte Glück, als Krause eine Art Wembley-Tor versuchte und die Kugel von der Linie aus wieder nach vorne sprang. Uedesheim konnte auch bei der zweiten Überzahl nicht verkürzen und musste dann Sekunden vor dem Ende des ersten Drittels in eigener Unterzahl das 0:3 schlucken (Esser).

Das Mitteldrittel in einer bis dahin weitestgehend fairen Partie begann unschön. Marke rammte Tim Bothe ziemlich offensichtlich den Schläger ins Gesicht. Alle hatten es gesehen, nur die Schiris wunderten sich später über die Blutlache auf dem Spielfeld. Es war eine der beiden Szenen, zu denen Mörsch nachher meinte  „es waren ein paar knifflige Szenen dabei, die alle nicht für uns entschieden wurden. Zwei Fünfer muss man geben.“ Denn Marke nutze die Gelegenheit, ungestraft austeilen zu dürfen, und streckte wenig später Kobe in gleicher Manier nieder.

Dass die Partie dadurch hektisch wurde, konnten die hilflos überforderten Unparteiischen danach nicht mehr verhindern. Den Chiefs spielte aber nicht in die Karten, dass oft nur das zweite Vergehen bestraft und damit eine Strafe gegen die Heimmannschaft ausgesprochen wurde. Weisheit nutzte eine solche Situation zum 0:4 (24.).

Solange auf beiden Seiten vier Spieler auf dem Feld standen, sahen die Uedesheimer nicht schlecht aus, versprühten aber wenig Torgefahr. Köln dezimierte sich in einer Szene gleich doppelt, und das bis dahin bescheidene Powerplay der Gastgeber schlug binnen 22 Sekunden doppelt zu: Raphael Scheu und Marco Hellwig ließen Uedesheim nochmal hoffen (28.). Jetzt wackelte Köln kurz und konnte sich bei Keeper Gerahn bedanken, der die Rheinos nun mit einigen guten Paraden im Spiel hielt.

Leider griff die nächste Überzahl der Chiefs nicht und als man selber nach einer dummen Strafzeit dezimiert war, nutzte Weisheit diese Möglichkeit erneut und stellte auf 2:5 (35.). Damit war es im Mitteldrittel jedoch noch nicht getan. Als nur zwei Uedesheimer und drei Kölner auf der Platte standen, sagte Esser danke und markierte das 2:6 (38.).

Zu Beginn des letzten Abschnitts hatten sich die Chiefs keineswegs aufgegeben, aber vor dem Tor hatte man manchmal das Gefühl, sie würden mit stumpfen Waffen kämpfen. Egal wer es versuchte, nochmal den Anschluss zu packen, alle scheiterten am Kreutz, der nun bei den Rheinos zwischen den Pfosten stand. Auf der anderen Seite stocherte Weisheit eine Kugel im Liegen unter Derigs hindurch (2:7 / 42.) und einen Konter später erhöhte er sogar auf 2:8 (44.), womit der Drops quasi gelutscht war.

Esser markierte noch den sechsten Überzahltreffer der Kölner am heutigen Abend (2:9 / 51.), auf der anderen Seite schafften Hellwig mit einem schicken Bauerntrick (57.) und Jerome Bonin in Überzahl (59.) noch eine kleine Ergebniskorrektur und stellten den 4:9 Endstand her. Die Punkte gehen aber nach 60 Minuten nach Köln.

„Wir waren eigentlich gut im Spiel. Die Jungs haben das vier gegen vier gut umgesetzt“, meinte Mörsch nach der Partie. „Die Strafzeiten haben uns das Genick gebrochen. Auch wenn nicht für uns gepfiffen wurde, müssen wir uns danach cleverer verhalten und nicht wegen der Revanche selber rausgehen.“

Nun bleibt den Chiefs nur noch das morgige Heimspiel gegen Augsburg (15 Uhr) um zu punkten und Duisburg in Schach zu halten.

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