RamsLogo25Jahre_600(2)Nach dem Europapokal-Wochenende ging es am Samstag, dem 28.06.2014, für die Rams-Damenmannschaft weiter mit dem Ligaalltag in der Meisterschaft 2014; um 16:00 Uhr stand das Auswärtsspiel bei den Crash Eagles Kaarst an.

Die Adlerinnen haben in dieser Spielzeit, am 13.04.2014, den Ramserinnen nach mehr als drei Jahren in Niederheid die erste Heimniederlage mit einem 5:8 zugefügt und die lange Serie unserer Damenmannschaft damit gestoppt. Die Kaarsterinnen, die in dieser Saison ihren ohnehin schon großen Kader nochmals verstärkt haben, traten auch zum jetzigen Rückspiel mit 14 Feldspielerinnen und Torfrau Sina Borns an. Für uns gab es ein Wiedersehen mit unseren früheren Spielerinnen Julia Baumgartner und erstmals Eva Genuttis, der Ehefrau unseres früheren Trainers Gunnar. Für die Kaarster hingegen gab es ein Wiedersehen mit Vena-Marie Kanters, die zu Saisonbeginn von den CE Kaarst nach Düsseldorf zu den Rams gewechselt war. Die Rams-Damen mussten an diesem Spieltag neben den Langzeitverletzten auf Captain Nadine Joisten und die Stürmerinnen Janine Wilbert und Jessica Trinks verzichten, die nach dem Europapokal nun alle im Urlaub weilen. Die Aufgabe des Captain übernahm an diesem Spieltag Jana Bagusat, als Assist fungierte Susanne Schwedt.

Für die Rams liefen auf:
Im Tor einzig Jastine Voß,
in der Defensive: Maren Krämer / Kira Kanders, Kira Riepe / Susanne Schwedt
in der Offensive: Jana Bagusat / Mia Bagusat, Andrea Lanzl / Elena Unterlöhner / Vena-Marie Kanters

Die Spieltaktik wurde vor dem Spiel ausgiebig besprochen und festgelegt; mit schnellen Wechseln und Tempospiel – und natürlich wieder mit den rotierenden Sturmreihen zu den beiden Verteidigerduos – sollte der Raum in der großen Kaarster Spielhalle für das passgenaue Spiel des aktuellen Tabellenführers ausgenutzt werden. Die Partie begann aus unserer Sicht auch wunschgemäß; die Kaarsterinnen schwächten sich gleich nach 11 Sekunden, als Captain Kathrin Bauer von den Eagles übermotiviert in den Zweikampf einstieg und für 2 Minuten auf der Strafbank Platz nehmen musste wegen Beinstellens.

In der folgenden Überzahlsituation war es dann beim 1.Angriff und nach nur 34 Sekunden Spielzeit Jana Bagusat, die auf Zuspiel von Maren Krämer (lt. Spielberichtsbogen fälschlicherweise Elena Unterlöhner) – die im Kaarster Slot den Spielball ausgezeichnet geblockt und aufgelegt hatte – zum 0:1 Führungstreffer einnetzte. Das war ein Auftakt nach Maß. In der Folge zeigten sich die Ramserinnen ballsicher, kombinierten passgenau und wechselten im raschen Tempo, um das eigene Spiel dadurch zu forcieren und den Gegner bereits in den Anfangsminuten der Partie deutlich unter Druck zu setzen. Die Kaarsterinnen sahen sich zunächst in die Defensive zurückgedrängt, ihnen gelangen nur wenige Befreiungsangriffe und Tempogegenstöße, meist über Sarah Kazubek, ihre Topscorerin. Die wenigen Gegenangriffe konnten jedoch von der wieder einmal sicher agierenden Düsseldorfer Defensive abgelaufen oder geblockt werden, oder sie wurden in guten Saves unserer Torfrau Jastine Voß gehalten. So vergingen die weiteren Spielminuten, in denen die Düsseldorferinnen einen wahren Dauersturmlauf auf des Gegners Tor vollführten, dabei einen Torschuss nach dem anderen abfeuerten – aber das zweite Tor wollte einfach nicht fallen. Kaarst war immer mehr in die Defensive zurückgedrängt und so trafen die Düsseldorfer Schützen meist eine Kaarster Spielerin oder aber Sina Borns konnte mit ihren sehr guten Reflexen doch noch den Einschlag des roten Spielballs verhindern. Dennoch sah man, dass Düsseldorf in dieser Spielphase deutlich feldüberlegen war und der zweite Treffer nur noch eine Frage der Zeit war. In Spielminute 11:44 nahm sich Verteidigerin Kira Kanders beherzt den Spielball aus der eigenen Hälfte, anschließend umkurvte die großgewachsene Kira mit raumgreifenden Schritten die Kaarster Reihen und netzte mit einem starken Schlagschuss zum 0:2 ein. Nach diesem zweiten Treffer änderte sich an der Spielsituation zunächst wenig, Düsseldorf mit deutlich mehr Ballbesitz und vor allem mit deutlich mehr Torschüssen als Kaarst. Die Eagles, angefeuert und verbal immer wieder lautstark angestachelt von ihrem Trainer Clauberg, versuchten nun, den dauernden Angriffen der Ramserinnen mit deutlich mehr Körpereinsatz entgegen zu treten. Die härtere Gangart barg natürlich die Gefahr, Strafzeiten auf Seiten der Eagles herauf zu beschwören. Und genau dies geschah dann in Spielminute 15:40, Düsseldorf in Überzahl. Die Reihe mit Andrea Lanzl, Elena Unterlöhner, Kira Riepe und Susanne Schwedt vollzog in Spielminute 17:02 einen mustergültigen Angriff in Überzahl, den ersten Schuss von Elena Unterlöhner konnte die Kaarster Torfrau Borns noch abprallen lassen, aber beim Nachschuss von Susanne Schwedt hatte diese dann keine Chance mehr zur Abwehr, 0:3. Und die Düsseldorferinnen setzten nach, direkt nach Wiederanpfiff – die Kaarsterinnen schienen noch gar nicht richtig geordnet zu sein – der nächste Düsseldorfer Angriff in Spielminute 17:14, ein ausgezeichnetes Zuspiel von Vena-Marie Kanters in den Lauf von Mia Bagusat, die sicher zum 0:4 Drittelendstand einschoss. In der Pause berieten sich die Spielerinnen, waren mit dem Verlauf des ersten Drittels und der ausgespielten Taktik zufrieden. Die Ramserinnen dominierten nicht nur die Partie in Bezug auf die Torausbeute, auch das Spieltempo wurde von der Gästemannschaft aus der Landeshauptstadt durchgehend vorgegeben. 15 Torschüsse auf Seiten der Ramserinnen, nur 5 Torschüsse durch die Adlerinnen sprechen zudem eine eindeutige Sprache im Hinblick auf die Verteilung der Spielanteile.

Mit dieser Sicherheit im Rücken betraten die Ramserinnen das Spielfeld zum zweiten Spielabschnitt wohl doch ein wenig zu optimistisch, denn unmittelbar nach Anpfiff der Partie erlangte Sarah Kazubek den Ball und zog direkt auf des Düsseldorfer Tor und nach nur 5 Sekunden hatte Sarah Kazubek den ersten Kaarster Treffer unter großem Jubel der heimischen Anhängerschar erzielt. Nach diesem ersten Kaarster Treffer versuchten die Adlerinnen, gleich nachzusetzen, den Ball direkt wieder zu erobern, doch zeigten sie sich hier erneut zu ungestüm, Düsseldorf erneut in Überzahl, die konzentriert und vor allem mustergültig gespielt wurde. Vena-Marie Kanters, Jana Bagusat, Kira Kanders und Maren Krämer bewiesen gute Übersicht, sicheres Stellungsspiel und in Spielminute 23:59 war es die Exspielerin der Eagles, Vena-Marie Kanters, die perfekt auf die hereinlaufende Jana Bagusat auflegte und Jana verwandelte sicher zum 1:5. Nun gestaltete sich die Partie offener, die Eagles zeigten mehr Initiative Richtung Düsseldorfer Tor und in Spielminute 24:41 konnte Goalie Jastine Voß einen Schlagschuss nur zur Feldmitte abwehren, der Spielball wurde nicht beherzt genug aus der eigenen Defensive herausgespielt, so dass Sarah Kazubek zum Nachschuss kam und zum 2:5 einnetzte. Die Ramserinnen zogen aufgrund des zweiten Kaarster Treffers unmittelbar das Spieltempo an, spielten passgenau über die große Spielfläche hinweg, nutzten den Raum und zogen das eigene Spiel in Breite und Länge auf, die Kaarster Defensive wurde – wie beabsichtigt – auseinandergezogen und erneut legte Vena-Marie Kanters für Mia Bagusat auf, die im unteren rechten Eck einschieben konnte zum 2:6 in Spielminute 26:02. Im weiteren Verlauf des zweiten Drittels fielen zwar keine weiteren Tore mehr, aber die Partie wurde zusehends von einer härteren Gangart der Heimmannschaft geprägt. Insbesondere die Ex-Eagles Spielerin Vena-Marie Kanters, die zusehends bei Ballbesitz von Kaarst gedoppelt wurde, musste einige Attacken ihrer früheren Mitspielerinnen aushalten, die immer wieder auch frenetisch beklatscht wurden. So kam es zu weiteren Strafzeiten und Hinausstellungen, Unterzahlsituationen auf beiden Seiten, die aber kein Team zu einem Torerfolg nutzen konnte. Düsseldorf zeigte sich bis zum Ende des zweiten Drittels weiterhin mit hohem Ballbesitz, man nahm bei Bedarf das Tempo heraus oder erhöhte es, sofern erforderlich. Beim Spielstand von 2:6 aus Düsseldorfer Sicht lief auch alles nach Plan.

In der zweiten Drittelpause bestand somit auch keine Veranlassung zur Veränderung. Im Gegenteil, nach Wiederanpfiff der Partie zeigte sich den Zuschauern zunächst weiterhin ein unverändertes Bild im Spielverlauf. In der 44. Spielminute war es Kira Riepe, die auf Zuspiel von Vena-Marie Kanters wie ein Wirbelwind durch die Kaarster Linien zog und unhaltbar zum 2:7 einnetzte. Doch nach Wiederanpfiff in Spielminute 45:58 war es Kathrin Bauer von den Eagles, die einen eher unscheinbaren Schuss von der Mittellinie aus in Richtung Düsseldorfer Gehäuse schoss und der von Goalie Jastine Voß offenkundig nicht gesehen wurde und so ungehindert im Düsseldorfer Tor zum 3:7 einschlug. Dieser Treffer schien Goalie Jastine Voß aus dem Rhythmus gebracht zu haben, von nun an zeigte sich Düsseldorfs Torfrau, die bis dato fehlerfrei, aber vor allem sicher agierte und mehrfach zuvor gute Saves gezeigt hatte, überraschend „völlig von der Rolle“, anders kann man es nicht beschreiben. In der 47. Spielminute schoss Selina Kirchhoff aus der Distanz und traf ebenfalls das Düsseldorfer Gehäuse zum 4:7. Die Ramserinnen reagierten umgehend, verfielen nicht in Panik, sondern taten das einzig Richtige, sie sicherten den Ball in den eigenen Reihen, brachten Ruhe in den Spielfluss und dies über mehrere Minuten hinweg. Das Kaarster Spiel war jetzt geprägt von Aggressivität und Härte, sie versuchten, die Ramserinnen früher anzugreifen, um in Ballbesitz zu kommen, schwächten sich dann aber durch die härtere Gangart erneut durch eine Strafzeit in Spielminute 50:39. Die Düsseldorfer Überzahlsituation wurde wieder mustergültig aufgezogen, mit viel Erfahrung gespielt und in Spielminute 52:14 war es Mia Bagusat, die auf Zuspiel ihrer Schwester Jana Bagusat zum 4:8 einschießen konnte.

Die Kaarster Spielerinnen waren nach diesem 8. Düsseldorfer Treffer bemüht, den Ball schnell in Besitz zu bekommen und Düsseldorfs Torfrau Jastine Voß unter Dauerbeschuss zu nehmen. Hierzu betrieben sie aggressives Forechecking, ständig angetrieben von ihrem Trainer Clauberg, der unermüdlich von der Bande aus seine Spielerinnen lautstark antrieb. Die Ramserinnen hingegen zeigten sich besonnener, vor allem ruhiger, ein 4 Tore Vorsprung sollte für diese Partie ausreichend sein. Auf Düsseldorfer Seite sah man eine größere Gefahr darin, Strafzeiten und Hinausstellungen herauf zu beschwören, sollte man sich auf die Kaarster Spielweise einlassen. So beschränkten sich die Ramserinnen darauf, sicher im Raum zu stehen, die Kaarster Stürmerinnen nicht zu dicht an das Düsseldorfer Tor kommen zu lassen und den Ball kontrolliert aus der eigenen Hälfte heraus zu spielen. So blieb den Kaarstern letztlich nur die Möglichkeit, aus der Distanz zu schießen, um Goalie Voß zu überwinden. In Spielminute 55:42 gelang dies zunächst Sarah Kazubek zum 5:8 und in Spielminute 57:52 Selina Kirchhoff zum 6:8. Doch auch hier zeigten die Gäste aus der Landeshauptstadt ihre ganze Routine, für die restlichen gut 2 Minuten spielte man weder hektisch auf, noch verfiel man in Panik oder gar blindem Aktionismus. Der Ball wurde kontrolliert gespielt, der Raum weiter gut gestaffelt abgedeckt und auf gar keinen Fall ein direkter Zweikampf mit den wild anstürmenden Kaarsterinnen gesucht, um jegliche Strafzeit zu vermeiden. So blieb es am Ende bei einem wohlverdienten Düsseldorfer Sieg und 3 Punkten, die man aus Kaarst nach Niederheid in die kurze Sommerpause mitnahm.

Unsere Damenmannschaft hat in Kaarst clever und besonnen die Partie in den ersten beiden Dritteln dominiert, hat das Tempo bestimmt, bei Bedarf erhöht, aber ebenso situationsbedingt das Tempo herausgenommen. Mit schnellen Wechseln haben wir das Spieltempo in den ersten beiden Dritteln sehr hoch gehalten und mit einem variantenreichen Angriffsspiel schnell einen deutlichen Vorsprung bei den erzielten Toren erreicht. Zudem hat unsere Defenisvabteilung inclusive Torfrau Jastine Voß in den ersten beiden Dritteln sicher und stabil agiert.

Zugegeben, im letzten Drittel war Jastine zum Ende hin plötzlich „von der Rolle“, aber das passiert; wichtig war, wie das gesamte Team hierauf reagiert hat. Ruhig und besonnen, man agierte sicher und nicht hektisch, strahlte Souveränität aus – und genau das war entscheidend, um die Partie clever zu Ende zu spielen und die 3 Punkte sicher nach Niederheid zu holen.
Es ging am Ende nicht mehr darum, noch ein Tor gegen Kaarst zu erzielen, wichtiger war, keine Strafzeit zu bekommen, dem wüsten Anrennen der Eagles ruhig und vorausschauend entgegen zu treten und den längst erspielten Vorsprung bis zum Abpfiff der Schiedsrichter zu sichern. Kaarst hingegen hat durch die härtere Gangart immer wieder auch Unterzahlsituationen hinnehmen müssen, sich dadurch unklug selbst geschwächt; allein 4 Düsseldorfer Tore fielen in Überzahl der Ramserinnen. Mit diesem Sieg im Topspiel der 1.Damenliga haben wir den ersten Tabellenplatz auch in die kurze Sommerpause gesichert. Weiter geht es für unsere Damenmannschaft in der Meisterschaft mit dem Spitzenspiel gegen den Tabellenzweiten Menden Mambas in Menden am 10.08.2014; direkt danach am 23.08.2014 folgt das Pokalhalbfinale, ebenfalls gegen Menden Mambas, aber diesmal bei uns zuhause in heimischer Halle in Niederheid.

Allen Fans der Damenmannschaft wünschen wir angenehme Urlaubstage und einen schönen Sommer. Wir würden uns freuen, euch beim Pokalhalbfinale am 23.08.2014 wieder zahlreich in Niederheid begrüßen zu können.

Tore / Assists:

00:34 Jana Bagusat / Elena Unterlöhner
11:44 Kira Kanders / —
17:02 Susanne Schwedt / Elena Unterlöhner
17:14 Mia Bagusat / Vena-Marie Kanters
23:59 Jana Bagusat / Vena-Marie Kanters
26:02 Mia Bagusat / Vena-Marie Kanters
44:21 Kira Riepe / Vena-Marie Kanters

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