Verbände sind im eigentlichen Sinne der Zusammenschluss von natürlichen oder juristischen Personen zur Verfolgung gemeinsamer Interessen. Repräsentiert werden Verbände durch ihre Vorsitzenden. Gemeinsam unterwerfen sie sich Satzungen, durch die die Zusammenarbeit und die Ziele definiert werden.

Problematisch wird es immer dann, wenn Satzungen nicht klar gehalten sind, wenn Interessengruppen innerhalb eines Verbandes sich übervorteilt fühlen und, wenn der Verband in der Spitze bisweilen nicht sachgerecht und cholerisch geführt wird.  Beispielhaft sind Dinge, wenn entgegen der Satzung gehandelt wird, wenn beispielsweise mitbeschlossene Änderungen der Satzung des Bundesverbandes mit Auswirkungen auf die eigene Satzung nicht umgesetzt, sondern vielmehr gerichtlich dagegen angegangen, diese torpediert und bis heute nicht umgesetzt wurde.

Wenn dann Mitglieder einer Sparte sich nicht mehr vertreten fühlen und die Möglichkeiten des Bundes-verbandes ausnutzen und sich einen eigenen Verband schnitzen, dann ist es durchaus kontraproduktiv, wenn ich als Präsident an der nichtüberarbeiteten Satzung festhalte, auf Basis dieser nichtüberarbeiteten Satzung über Hilfswillige, weiteres Drohpotential aufbaue um ganz wie in alten Zeiten mit Drohungen und Klagen arbeite, sogar gegen ehrenamtlich arbeitende Personen persönlich vorgehe und schlussendlich Tätigkeitsverbote aussprechen lasse, dann hat das mit gemeinsamen Zielen nicht mehr viel zu tun. Im Übrigen befürworten sowohl DOSB als auch LSB Einspartenverbände zur zielführerenden Förderung. Ein Beispiel, wie es gehen sollte, kann man hier nachlesen: http://www.lvnordrhein.de/index.php/der-lvn/news/item/1014-lvn-ist-nicht-mehr-im-wflv

Hockeyweb hat sich ja um eine Stellungnahme des Präsidenten bemüht, hier aber nur dem Sorgerecht genüge getan, indem er ihm eine Bühne für  den Landes-Satzungsverband-NRW geboten hat, mitsamt Klarstellung der Bedeutung der Hilfswilligen, alles hübsch wachsweich. Ich hätte mal nachgefragt, ob die „Schutzstaffeln“ satzungsgemäß Bestandteil der Jahreshauptversammlung sind, wer sie bezahlt und wie die Hilfswilligen das Urteil fällen würden in Kenntnis der nichtumgesetzten Satzung und den Geschehnissen im Landessportbund am Anfang des Jahres. Wie er sich das festhalten einer im Grunde genommen dem Bundesverband entgegenstehenden Satzung, also einer nicht sachgerechten Satzung vorstellt.

Keine Frage, auch von den Mitgliedern sind handwerkliche Fehler gemacht worden. Wenn ich Anträge zur Satzung und Tagesordnung verspätet einreiche, dann kann ich sie im Rahmen einer Jahreshauptversammlung nicht dringlich machen. Das steht tatsächlich auch in der Satzung. Das im Gegenzug Stimmen beschnitten worden sind auf Basis des Sorgerechts, also eines Rechts das benötigt wird, weil es opportun erscheint obwohl die „eigene“ Satzung etwas anderes sagt, dann trägt das nicht gerade zur Versachlichung bei. Ganz im Gegenteil, wenn das Sorgerecht zur Durchsetzung der eigenen Interessen sich nicht satzungsgemäßer „Schutzstaffeln“ bedient, dann dient das weder der Deeskalation noch einer ordentlichen Führung. Das der Präsident der Leitung der Jahreshauptversammlung vorsteht, ist wiederum satzungsgemäß. Da kann man sich auch auf den Kopf stellen, ohne etwas zu ändern.

Wie geht es weiter? Wenn das Sorgerecht bestand haben soll, dann wird die jetzt unterbrochene Jahreshauptversammlung nur fortgesetzt. In Konsequenz bedeutet das, daß die bisher verspäteten Anträge nach wie vor verspätet sind und die „eigene“ Satzung weiterhin dem Gutdünken des Präsidiums ausgesetzt ist. Gelder werden satzungsgemäß verschoben, etc. pp.

Es ist übrigens erstaunlich, daß gegen eine Person des Präsidiums ein Ermittlungsverfahren läuft und er nach außen so tut, als wäre nichts gewesen. Es gilt für ihn selbstverständlich, wie bei jeder anderen Person auch, zunächst die Unschuldsvermutung. Allerdings gehört es zum guten Ton, um Schaden vom Verband abzuwenden, während der Zeit des Verfahrens seine Funktion ruhen zu lassen. Aber egal, der eine schlechte Ton mehr oder weniger können das Niveau des Präsidiums sowieso nicht mehr absenken. Wenn es für die Führung des Satzungsverbandes-NRW nur noch um Formalien der „eigenen“ Satzung geht, und „gemeinsame“ Ziele ad absurdum laufen auf Kosten der Mitglieder, dann finde ich die Aussage des mit Tätigkeitsverbotes belegten Achim Staudt schon bemerkenswert, wenn er Uwe Harnos bzgl. dessen Nichtkandidatur bei der letzten DEB-JHV lobt, daß zumindest er um die Zeit des Gehens wusste. Wie die Personen enden, die sich mit „Schutzstaffeln“ umgeben, lehrt die Vergangenheit.

Helfen kann kurzfristig nur eine außerordentliche Jahreshauptversammlung mit klaren Aussagen zur Tagungsordnung und gemeinsamen Zielen. Handwerkliche Fehler sollte man sich dieses Mal tunlichst verkneifen.

Für NRW Hockey: Christa Stüber

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