Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) hat eine realistische Umsetzbarkeit des Konzepts einer eigenständigen zweiten Profi-Liga ausdrücklich bestätigt. „Es ist nicht entscheidend, wer eine Liga verwaltungstechnisch führt, sondern entscheidend ist die Umsetzung durch die Clubs“, heisst es in einer DEB-Presseerklärung, in der der DEB Position zum Konzept der Clubs der zweiten Eishockey-Bundesliga bezieht. „Wir sehen uns in unserer Auffassung bestätigt, dass sich professionell geführte Clubs am besten und effizientesten selbst verwalten können und sollten“, erklärte René Rudorisch (Crimmitschau), einer der Verhandlungsführer der Zweitligisten. Dennoch behaart der DEB indes ultimativ auf einer Rückkehr der Zweitligisten unter das Dach des DEB bis zum 7. Juni. Anderenfalls werde die zweithöchste deutsche Spielklasse zur „wilden Liga“ erklärt.

Die zweite Liga will sich vor allem deshalb eigenständig verwalten, um gemeinsam mit der Deutschen Eishockey Liga (DEL) die Basis an Profi-Eishockeyspielern in Deutschland künftig deutlich zu verbreitern. „Unser Ziel ist es, die Nationalmannschaft langfristig und nachhaltig zu stärken. Daran müsste dem DEB doch auch gelegen sein“, sagt Alfred Prey (Bremerhaven) der die komplette Kommentierung des Konzepts durch den DEB ausdrücklich begrüßte: „Wir finden es gut, dass der DEB nun endlich – wie es bei uns im Norden heißt – Butter bei die Fische tut“, ergänzt Bremerhavens Geschäftsführer Hauke Hasselbring. Der weiter meint: „Natürlich wäre es besser gewesen, man hätte dies schon ein halbes Jahr früher getan, dann hätte man sich inhaltlich damit auseinander setzen können.“

„Letztlich gibt es zwar einige Schnittstellen, aber entscheidend für die Zweitligisten ist doch, dass auch der DEB darauf hinweist, dass die Konzeption auch durch die Zweitligisten selbst umsetzbar sei“, meint Wilhelm Graue (Rosenheim). Kritik übt hingegen Ralf Hantschke (Weisswasser) am Aufnahme-Modus der geplanten DEB-Liga: „Ich denke, es ist ein falsches Signal, die Hannover Scorpions, die als GmbH komplett nach Schwenningen verkauft worden sind, ohne eine Rechtsperson beim DEB starten zu lassen.“

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