Kjec Königsborn, Unna, Bulldogs1. Mannschaft des KJEC geht zukünftig in der NRW-Liga an den Start

Der Königsborner Jugend-Eishockey-Club muss die Meldung für die Oberliga West zurückziehen.

Trotz mehrerer intensiver Gespräche konnte kein Partner gefunden werden um die enormen Kosten für den Spielbetrieb in der dritthöchsten Spielklasse zu finanzieren. Nach vier Jahren in der Oberliga West ist der Königsborner JEC zu diesem Schritt gezwungen, am Ende fehlte ein sechsstelliger Betrag um am Spielbetrieb teilzunehmen. Nach intensiven Gesprächen ist man einstimmig zu dem Entschluss gekommen das Oberliga-Team zurück zuziehen und kein Risiko zu gehen, vor allem auch um den Nachwuchs nicht zu gefährden.

Durch den Rückzug des Oberliga-Teams darf laut Regelwerk auch die zweite Mannschaft nicht in der Regionalliga antreten. Somit wird Senioren-Eishockey in Unna zukünftig in der fünften Liga stattfinden. Das Team wird überwiegend aus dem 1b-Kader der letzten Saison sowie aus den Jugendspielern der Bulldogs bestehen. Zudem hofft der KJEC auf Zugänge aus der Umgebung.

Schon im vergangenen Jahr stand man kurz vor dem Rückzug, wagte dann aber noch einen letzten Versuch. Mit Frank Gentges wurde vergangenen Sommer ein Trainer und Sportmanager nach Königsborn gelockt, der für professionellere sportliche Bedingungen sorgte. Trotz des Erfolges in der abgelaufenen Spielzeit und einer Verdoppelung der Zuschauerzahlen auf über 300 pro Spiel, was für diese Liga einfach zu wenig ist, konnte kein potentieller Geldgeber gefunden werden um weiterhin professionelles Eishockey in Unna zu bieten. „Wir haben in den letzten Monaten fast täglich Gespräche geführt und Konzepte ausgearbeitet, um weiterhin in der Oberliga antreten zu können. Wir haben uns auch externe Leute an Bord geholt, alles leider ohne Erfolg. Professionelles Eishockey auf gehobenem Niveau ist in Unna scheinbar weder von der Bevölkerung noch von der Wirtschaft gewollt“, so Uwe Kuchnia, seit 23 Jahren 1. Vorsitzender im Verein. Im Gegensatz zu den meisten anderen Teams der Oberliga gingen die Bulldogs immer als „e.V.“ an den Start und nicht wie üblich mit einer Spielbetriebs-GmbH. Dadurch wäre bei einer Pleite im Seniorenbereich der gesamte Verein betroffen.

Die Mitgliederzahlen im Nachwuchs konnten in den letzten Jahren fast verdreifacht werden. Nun soll ein Neuaufbau im Seniorenbereich aus dem eigenen Nachwuchs heraus entstehen, so dass man mittelfristig einen neuen Versuch in einer höheren Liga wagen könnte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.