Vor einer, mit 3021 Zuschauern, sehenswerten Kulisse in der Frankfurter Eissporthalle,überraschten die Ratinger Ice Aliens die Löwen Frankfurt kämpferisch und unterliegen dem Giganten der Oberliga West unerwartet nur mit 9:4 (4:3; 5:0; 1:0).

Obwohl den Ice Aliens, mit Jan Philipp Priebsch, Marvin Wintgen und Pascal Behlau, wichtige Leistungsträger fehlten, konnten die Außerirdischen an die gute Leistung des Spiels vom vergangenen Wochenende, gegen die Duisburger Füchse, anknüpfen! Neben dem erwartet starken Gegner, erwies sich allerdings auch schon die Anfahrt nach Frankfurt als sehr schwierig. Witterungsbedingt sowie wegen eines Fußballbundesligaspiels des Zweitligisten, FSV Frankfurt, waren die Straßen rund um die Frankfurter Eissporthalle so voll, dass der Spielerbus, aber auch die Schiedsrichter, verspätet eintrafen und das Match erst um 20:00 Uhr angepfiffen wurde.

Ab Spielbeginn war die Marschrichtung für das Ratinger Team, gegen die Übermacht vom Main, klar: Mit einer konzentrierten, defensiven Spielweise den Löwen das Leben so schwer wie möglich machen! Diese Rechnung ging anfangs aber nicht auf, denn der Frankfurter Profikader war kaum zu bändigen. In der 2. Minute gingen die Frankfurter, durch Marton Vas, der relativ unbedrängt ins Ratinger Tor traf, dann auch bereits mit 1:0 in Führung. Durch einen Konter in der 4. Minute, abgeschlossen durch Marc Schaub sowie einen weiteren Torerfolg in der 10. Minute, durch Clark Breitkreuz, zog der Tabellenführer standesgemäß mit 3:0 „auf und davon“.

Für die Ratinger standen die Zeichen jetzt eher auf „schwerer Sturm und Untergang“, was auch die einhellige Meinung der Zuschauer gewesen sein dürfte. In diesem Drittel war man damit aber auf dem Holzweg, denn die Dumeklemmer wurden immer stärker und belohnten sich, in der 14. Minute durch Jan Nekvinda, mit dem Anschlusstreffer zum 3:1. Ausrutscher, kann ja mal passieren…aber offensichtlich kauften die Ice Aliens den Löwen-Cracks vorübergehend doch etwas den Schneid ab, denn Benjamin Hanke markierte in Überzahl, nach Vorlage von Dustin Schumacher, nur eine Minute später, in der 15 Minute, das 3:2. Wieder nur eine Minute später wurde es sehr ruhig im weiten Rund des Frankfurter Eisstadions, als es wiederum Alien-Stürmer Jan Nekvinda gelang, zum 3:3 auszugleichen. Erst Sekunden vor der Pause schafften es die Löwen Frankfurt, durch Chris Stanley, wieder in Führung gehen. Mit diesem, aus Ratinger Sicht, mehr als respektablen Ergebnis, ging es in die Kabinen.

Im Zweiten Drittel zeigte sich grundsätzlich das gleiche Bild, wie im ersten Drittel: Frankfurt machte das Spiel, Ratingen lauerte auf Konter und versuchte in der Abwehr sicher zu stehen. Allerdings waren die Löwen in diesem zweiten Drittel jetzt deutlich bissiger, körperbetonter und effektiver, so dass es im Ratinger Gehäuse fünf Mal einschlug. In der 23. Minute traf Chris Stanley, in der 30. Minute holte Marton Vas, von der blauen Linie, zum 6:3 aus. Es folgten, trotz Gegenwehr der Aliens, weitere Tore für Frankfurt durch Chris Stanley, Marc Wittfoth und Marc Schaub zum 9:3.

Für das letzte Drittel musste man davon ausgehen, dass der jungen Ratinger Mannschaft nunmehr „die Luft“ ausgeht, so dass Frankfurt leichtes Spiel haben würde, um das Ergebnis weiter in die Höhe zu schrauben. Aber es sollte anders kommen, Frankfurt nahm das Tempo zurück, lies die Ratinger Ice Aliens gewähren, welche, was an Kraft noch vorhanden war, den Löwen Frankfurt entgegensetzten. Das einzige Tor im Schlussdrittel erzielte daher, in der 51. Minute, der Ratinger Stürmer, Jan Nekvinda, der mit einem Rückhandschuß über die Schulter von Löwengoalie Breaden Johnson, für den Endstand von 9:4 sorgte.

Am Ende stand zwar eine 9:4 Niederlage auf der Anzeigetafel, aber die Ice Aliens trotzten dem haushohen Favoriten zwei Drittel lang und gewannen – immerhin – das letzte Drittel.Dafür kann man sich zwar, im Endeffekt, nichts kaufen, aber dieser kleine Achtungserfolg zeigt, dass das Team Moral und Motivation hat…und die wird es für noch kommende Aufgaben benötigen! Insgesamt ist es immer ein Erlebnis, am „Bornheimer Hang“ zu spielen.

Am Sonntag geht’s, auf der Auswärtstour, weiter nach Essen. Dort ist um 18:30 Uhr, in der Eissporthalle am Westbahnhof, das erste Bully.

Tore für Frankfurt: Chris Stanley (3), Marc Schaub, Marton Vas (je 2), Clark Breitkreuz, Marc Wittfoth
Tore für Ratingen: Jan Nekvinda (3), Benjamin Hanke

Strafen Frankfurt: 6 min.
Strafen Ratingen: 6 min.
Schiedsrichter: Ralf Kubiak
Zuschauer: 3021

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