Die Sauerland Steel Bulls gewinnen in einem „Herzschlag“-Spiel gegen die Bochum Lakers mit 11:9 (5:1; 4:5; 2:3) und verteidigen so die Tabellenspitze.

Ohne „Tschechen“-Power (alle Spieler weilen derzeit bei der Inlinehockey-WM in Kolumbien) gingen die Bulls in das Spiel gegen einen vermeintlich leichten Gegner. Diese konnten jedoch mit Alexej Dmitriev einen ehemaligen DEL-Spieler aufbieten. Nach 2:19 Spielzeit bracht Mark Jablonski die Steel Bulls mit 1:0 in Führung. Er wurde mit einem überraschenden Pass von hinter dem Tor freigespielt und „hämmerte“ den Ball in den Winkel. Nach exakt 4 Minuten gab es die erste Überzahl für die Steel Bulls. Diese wurde durch Sven Johannhardt genutzt. Robin Krause spielte ihn hervorragend frei und er hatte keine Mühe den Ball am Torwart vorbei ins Tor zu spielen. Pech hatte er allerdings zwei Minuten später als er nur den Pfosten traf. Das Spiel plätscherte so vor sich hin. Dann der erste sehenswerte Auftritt von Dmitriev. Er schoss Sven Doual den Ball durch die Beine zum Anschlusstreffer zum 2:1. In der 14. Spielminute erhöhte Sebastian Schulte aus dem Gewühl auf 3:1 per Nachschuss. Knapp drei Minuten später erhöhte Mark Jablonski auf 4:1. Er zog von der rechten Seite einfach mal ab. Dem Torwart war die Sicht verdeckt. Eine Minute später erhöhte Mirko Reinke auf 5:1 per Nachschuss. So ging es auch in die erste Drittelpause.

Wer nun vermutet hatte das muntere Tore schießen geht nun weiter, sah sich getäuscht. Die Bulls wollten nun die Entscheidung erzwingen, stürmten nach vorne und entblößten die Abwehr. In der 23. Spielminute hatte man Pech als innerhalb von wenigen Sekunden Mirko Reinke erst die Latte und dann Sven Johannhardt den Pfosten traf. In der 27. Spielminute vergab Felix Neuendorf einen „Zwei-auf-Null“-Konter. Alexej Dmitriev erzielte in der 28. Spielminute per Nachschuss das 5:2. Marlon Hellwig konnte den alten Abstand per Schlenzer von der linken Seite wieder herstellen. Nun wechselte Bochum den Torwart. Sebastian Striewe machte für Jastine Borgmann Platz. Ein Ruck ging durch die Mannschaft. Trotzdem konnte Nils Bohle mit einem Schlenzer von der linken Seite auf 7:2 erhöhen. Ganze zwei Minuten später erhöhte Felix Neuendorf per Nachschuss auf 8:2. Dann drehte Alexej Dmitriev auf. In der 35. Spielminute erzielte er mit einem Schlagschuss von der linken Seite das 8:3. Nur 30 Sekunden später erzielte er nach einem Aufbaufehler der Bulls das 8:4. Wieder eine Minute später legte er nach einem Sololauf den Ball seinem Mitspieler auf, 8:5. Nur 22 Sekunden später konnte Nils Bohle jedoch auf 9:5 erhöhen. Er wurde von Alexander Seel mustergültig freigespielt. Doch nur Sekunden vor Drittelende verkürzte Bochum auf 9:6.

In der 43. Spielminute erhöhte Alexander Seel auf 10:6. Danach versuchte man das Spiel an sich zu ziehen und die Kreise von Dmitriev einzuengen. In der 49. Minute sogar das 10:7 für Bochum. Allerdings war der Treffer klar irregulär, da der Bochumer Stürmer den Ball mit einer geschickten und klar zu sehenden Bewegung mit der Schulter ins Tor ablenkte. Die Schiedsrichter gaben den Treffer jedoch. In der 51. Spielminute gab es erneut eine Überzahl für die Steel Bulls. Diese konnte Sven Johannhardt mit einem harten Schuss von der rechten Seite nutzen. Danach spielte nur noch Bochum oder vielmehr Alexej Dmitriev. Das achte Tor in der 55. Minute bereitete er hervorragend vor, um das neunte Tor in der 59. Minute selber zu erzielen. Zu noch mehr reichte es dann nicht. Insgesamt erzielte er 4 Tore und gab 3 Vorlagen.

In der vierwöchigen „Sommerpause“ gilt es die Konzentration wieder zu gewinnen, um die letzten Zweifel an der Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg auszuräumen.

Strafzeiten

Steel Bulls                  4 Minuten

Lakers                        4 Minuten

Steel Bulls

Doual, Lingenberg (n.e.) – Jablonski (2), Krause, Neuendorf (1), Schulte (1), Seel (1), Bohle (2), Hellwig (1), Reinke (1), Otto, Jaksch, Bogdan, Johannhardt (2)

NRWHockey.de / PM Sauerland Steel Bulls

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