Akrobatische Flugeinlage von Krefelds Thore Weyrauch im Spiel gegen die DEG - © by Detlef Ross
Akrobatische Flugeinlage von Krefelds Thore Weyrauch im Spiel gegen die DEG – © by Detlef Ross

Krefeld. (MR) Im dritten „kleinen“ Derby gegen die Düsseldorfer EG gelang es erneut keinem der beiden Teams, die volle Punktzahl einzufahren. Die heutige Begegnung endete 3:2 nach Penalty (1:1/0:0/1:1/0:0/0:1).

Dabei waren die Hausherren über weite Strecken die spielbestimmende Mannschaft, die Gäste kamen erst spät im Spiel an. Vielleicht lag es an der ungewohnt späten Anfangszeit für ein Sonntagsspiel in der DNL. Oder die DEG war so freundlich zu warten, bis Elmar Schmitz die Straßenseite gewechselt und seinen Cheftrainerposten auf der Krefelder Bank eingenommen hatte, nachdem er zuvor im Königpalast beim DEL-Team eingespannt war. Jedenfalls tauchten die Gäste von der anderen Rheinseite nach vier Spielminuten erstmals überhaupt im Angriffsdrittel auf, nachdem die Hausherren bereits mehrere Male Leon Frensel geprüft hatten, der noch in der Vorsaison hier zuhause war, nun aber für den rot-gelben Rivalen den Kasten hütet. Folgerichtig gingen die Gastgeber auch in der 10. Spielminute durch Sebastian Pfeiffer im Powerplay in Führung. Doch die Freude währte nicht lange, und fast aus dem Nichts in der vielleicht dritten Chance kam Düsseldorf durch Daniel Reichert zum Ausgleich, nur gerade zwei Zeigerumdrehungen später.

Im Mittelabschnitt spielten die Gäste besser mit und konnten nun ihrerseits ein paar Chancen kreieren – man konnte das Gefühl haben, dass alle am liebsten Richtung Nordtribüne spielten! Ein Treffer wollte aber in beiderseitigem Einvernehmen nicht fallen. Auch bei den Strafen war man sich ziemlich einig, den einzigen (kleinen) Aufreger gab es bei einer Rangelei um das Krefelder Tor mit je zwei Strafen auf beiden Seiten.

Der (vermeintliche) Schlussabschnitt begann mit einer Strafzeit gegen Krefeld, die diese aber gut verteidigten. Und kaum wieder komplett trafen die Schmitz-Schützlinge zur 2:1 Führung (Fomin, 43.). Jetzt ging es munter hin und her mit einem Chancenplus für die Seidenstädter. Die Pfeiffer-Brüder trugen einen schönen 2 auf 1 Konter vor, Philipp Kuhnekath traf nur das Außennetz. Das Drittel neigte sich schon dem Ende entgegen und die zahlreichen Krefelder Fans – es waren noch einige vom DEL-Spiel auf die andere Straßenseite gekommen – sahen schon den „Dreier“ vor sich. Thore Weyrauch allerdings vertändelte hinter dem eigenen Tor mehrfach die Scheibe und machte es sich und seinen Leuten nochmals schwer, so spannend, dass Coach Elmar Schmitz mal richtig laut wurde auf der Bank, was man mehr von seinem Kollegen aus Düsseldorf kennt. Lucas Leuschner schließlich, mit dem weiten Pass auf die Reise geschickt, hätte den Deckel draufmachen müssen (56.), und als wenig später Wojtek Stachowiak im Laufduell vom Düsseldorfer Verteidiger neben das Tor gedrängt wurde und somit die Scheibe nicht richtig traf, rächte sich das postwendend, denn im direkten Gegenzug konnte erneut Reichert jubeln und so 90 Sekunden vor der Sirene die Verlängerung erzwingen.

Die fällige Overtime brachte die gleiche Anzahl Torschüsse hervor wie der dritte Abschnitt, doch diesmal wollte keine Scheibe über die Linie, sodass das Penaltyschießen über den Zusatzpunkt entscheiden musste. Düsseldorf begann – drin, Fomin für Krefeld auch. Die nächsten beiden Schützen vergaben, dann traf Reichert heute zum dritten Male, gegen Balacz Peter hielt Frensel seinen Schoner hin und damit den Zusatzpunkt für die DEG fest.

Alle Bilder vom Spiel (C) Detlef Ross: http://bit.ly/1NDkvrI

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