Am Samstag treffen insgesamt 52 Jahre Skaterhockey aufeinander.

Ob den Eagles auch in Düsseldorf ein Grund zum Jubeln finden? Foto: W.Dietrich

Beide Vereine bestimmten die Hockeyszene in den 80ziger und 90ziger Jahren. Beide sind von Anfang an in der neu gegründeten Bundesliga vertreten. Die Rams setzten nach einer kleinen Delle früher als die Eagles auf eigenen Nachwuchs und wurden damit sehr erfolgreich in verschiedenen Altersklassen. Kaarst dominiert seit drei Jahren den Nachwuchsbereich etwas stärker. Beide integrierten ihre jungen Kräfte frühzeitig in die 1. Herrenmannschaft. Die Rams setzten diesen Weg auch in dieser Saison fort. Kaarst änderte nach Mitte der Spielzeit seinen eingeschlagenen Weg mehr oder weniger unfreiwillig.

Es ist daher aus der Geschichte heraus ein wehmütiges Treffen, wenn zwei Urgesteine des Skaterhockeys in solch einem Moment aufeinandertreffen. Rams als Tabellenletzter und Kaarst auf Platz 11. Beide Teams haben noch zwei Spiele zu absolvieren und müssen punkten. Die Ausgangslage der Adler (10 Pluspunkte ) ist mit einem Punkt Vorsprung auf die Rams (9) besser, aber keineswegs komfortabel. Sollten sie sich von diesem Platz nicht verabschieden können, ist der Abstieg in Liga 2 besiegelt. Punktgewinne verbessern die Ausgangslage im indirekten Kampf gegen Lüdenscheid (11) und vielleicht auch noch gegen Crefeld (13).

Daher ist höchste Konzentration auf dieses Spiel nötig. Entsprechend hart wurde trainiert, um den Schwung aus dem zuletzt gewonnenen Match gegen Bissendorf nicht zu verlieren. Diese Begegnung gab neue Hoffnung. Im Tor stand Craig Bradfield, der eine erstklassige Partie hinlegte. Er wird auch in Düsseldorf wieder im Tor stehen, da er mit British Airways aus London einfliegt und nicht mit der Lufthansa. Der zweite Ausländer Ladislav Vlcek wird ebenfalls wieder für Kaarst auflaufen. Er hatte bei seinem zweiten Einsatz einen sehr guten Eindruck hinterlassen und hat schnell die Bindung zu seinen Partnern gefunden. Diese Bindung hat auch Tim Hauck nie verloren. Obwohl er sich nur wenige Male im Jahr aus München freischaufeln kann, gelingt es ihm immer wieder, mit seiner Reihe zu harmonieren. Seine Bilanz ist respektabel. In 6 Spielen trug er sich 6 bzw. 3 x in die Torschützenliste als Torjäger oder als Vorlagengeber ein.  Es fehlen im Adlerteam der Assistent Michael Geiß, der sich im Urlaub befinden wird und wegen privater Verpflichtungen Christian Müller. Ansonsten kann Coach Jan Opial auf den gesamten restlichen Kader zurückgreifen. Die Adler haben aufmerksam die letzten Spiele der Ramser verfolgt und erkennen die Grundlinien des Spiels und die Vorgehensweise der Spieler. Wichtig wird auch sein, welcher der beiden Torhüter Felix Tauer ( Rams ) oder Craig Bradfield ( Kaarst ) den besseren Tag erwischt.

Nach dieser Meisterschaftsrunde laden die Adler noch in heimischer Halle die Bockumer Bulldogs zum Pokalviertelfinalspiel ein. Um 18 Uhr treten sie gegen den Überraschungskandidaten in dieser Runde an. Es geht um den Einzug ins Halbfinale, wobei der Sieger auf die Rockets aus Essen in einem Heimspiel treffen wird.  Da sich Kaarst um die Ausrichtung des Pokalfinaltages bemüht hat, haben die Adler einen besonderen Ehrgeiz noch zweimal erfolgreich zu sein, um vor eigenem Publikum das Endspiel zu bestreiten. Aber bis dahin ist noch ein langer Weg und Arbeit liegt vor jedem Akteur. Bockum darf man nicht unterschätzen. Aktuell liegen sie gleichauf mit der Zweitvertretung aus Köln auf Platz 2 in der Regionalliga West. Sie haben einen besonders guten Draht zum Eishockey Profi Adrian Grygiel, der immerhin in 9 von 14 Partien für die Bockumer aufgelaufen ist und die gegnerischen Torhüter mit satten 28 Treffern beglückte.

Auf beiden Seiten erwarten die Akteure eine überdurchschnittliche Zuschauerresonanz, da es um viel geht.

Die Begegnungen im Überblick:

08.09.2012 um 17 Uhr Düsseldorf Rams gegen Crash Eagles Kaarst in Düsseldorf Niederheid

Pokalviertelfinale:

09.09.2012 um 18 Uhr Crash Eagles Kaarst gegen Bockum Bulldogs in Büttgen Olympiastraße

 

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