2014_MaiDie Spiele gegen die Duisburg Ducks in Düsseldorf-Niederheid scheinen sich für die Rams-Damen zu packenden Duellen zu entwickeln.

Auch beim heutigen Feiertags-Derby gab es Spannung pur bis zur Schlusssirene ! Und wie beim Meisterschaftsfinalspiel 2013 hatten die Ramserinnen am Ende die Nase mit 6:4 vorn. Doch von Anfang an: Spielertrainerin Nadine Joisten konnte auch in der heutigen Spitzenpartie der 1.Damenliga nicht auf ihren kompletten Kader zurückgreifen. Es fehlten Andrea Lanzl, Mia Bagusat und Jessica Trinks. In der Defensive boten die Landeshauptstädterinnen jedoch die gewohnten Paarungen Kira Kanders / Maren Krämer und Kira Riepe / Susanne Schwedt auf. In der Offensive liefen auf: Captain Nadine Joisten, Topscorer Jana Bagusat, Neuzugang Vena-Marie Kanters, Janine Wilbert und Elena Unterlöhner. Im Tor stand Goalie Jastine Borgmann.

Die Ducks reisten mit 10 Feldspielerinnen an, im Tor stand – wie im Hinspiel – Goalie Sarah Helmink. Die Partie begann gewohnt laufschnell, beide Teams dabei jedoch bemüht, den Ball zu sichern, in den eigenen Reihen zu führen und mit schnellen Passspiel den ersten Torerfolg zu erzielen. Die Ramserinnen hatten zwar gleich in der Anfangsphase mehr Spielanteile, zeigten sich gewohnt ballsicher und feldüberlegen, doch die vorgetragenen Angriffe hatten nicht die Schlagkraft, die notwendig war, um Duisburgs Defensive und die gut aufspielende Sarah Helmink im Tor zu überwinden. Duisburg hingegen mit weniger Spielanteilen, dafür aber brandgefährlich und in den Angriffskombinationen zunächst zwingender.

So gelang den Ducks bereits in Spielminute 06:12 der erste Treffer dieser Partie; mit einem starken Distanzschuss von der Mittellinie aus überraschte Jana Gowinkowsky Goalie Jastine Borgmann zum 0:1. Die Ramserinnen zeigten sich von diesem Treffer jedoch zunächst unbeeindruckt, hatten sie doch in der Partie weiter die höheren Spielanteile, beherrschten den Raum und auch das Passspiel lief sicher und gewohnt schnell über den eigenen Platz. Doch unmittelbar vor dem Duisburger Tor bzw. im Abschluss oder dem Nachsetzen fehlte immer ein kleines Quäntchen Glück oder eben der letzte, zwingende Pass. Die Ducks hingegen spielten ihre Konterstärken aus, drangen immer wieder in die Düsseldorfer Hälfte ein und suchten dort den schnellen Torabschluss. Jastine Borgmann im Düsseldorfer Gehäuse stand ein ums andere Mal unter Beschuss und musste hellwach ihr Können mehrfach unter Beweis stellen.In Spielminute 11:34 konnte sie den Schlagschuss von Stefanie May jedoch nur abprallen lassen und der Abpraller fiel Lisa Fink direkt auf den Schläger, die sicher zum 0:2 für Duisburg im oberen linken Eck einschieben konnte. Das war der erste Weckruf für die Rams-Damen; nun galt es, die eigenen Angriffe zu forcieren, der Torabschluss musste gelingen. Die Angriffe der Gastgeberinnen wurden nun konzentrierter vorgetragen, mit mehr Druck und enger stehend zogen die Ramserinnen in des Gegners Hälfte. Das zahlte sich in Spielminute 13:26 aus, als Captain Nadine Joisten auf die heranlaufende Kira Riepe zurücklegte und Kira mit einem fulminanten Schlagschuss den Anschlusstreffer zur 1:2 erzielte. Die übrigen Düsseldorfer Spielerinnen standen hier eng vor dem Slot und versperrten Torfrau Helmink die Sicht.

Jetzt galt es, gleich deutlich nachzusetzen und den Ausgleich zu erzielen. Dem Düsseldorfer Druck konnten sich die Ducks-Damen dabei in Spielminute 15:15 nur mit einem Foul erwehren, so ergab sich die erste Düsseldorfer Überzahlsituation. Vena-Marie Kanters, Jana Bagusat, Kira Riepe und Kira Kanders wurden von Captain Nadine Joisten aufs Feld geschickt. Die Überzahlsituation wurde mustergültig aufgebaut und gespielt und in Spielminute 15:42 hatten die Düsseldorferinnen Duisburgs Goalie Helmink derart unter Beschuss genommen, dass die Ducks-Torfrau über den roten Spielball die Kontrolle verloren hatte und nicht bemerkte, dass dieser mittlerweile zwischen ihren Skates unmittelbar vor ihr vor der Torlinie lag, nachdem sie einen Schuss von Kira Riepe nur kurz abwehren konnte. Vena-Marie Kanters reagiert am schnellstens und schob den Spielball zwischen den Skates über die Torlinie zum verdienten 2:2 Ausgleichstreffer. Das stellte auch das Ergebnis des ersten Spielabschnitts dar, denn bis zum ersten Pausenpfiff schenkten sich beide Teams nichts, Torchancen ergaben sich auf beiden Seiten, wurden aber von den Defensivabteilungen auf beiden Seiten sicher abgelaufen bzw. abgewehrt. Doch die Ducks kamen hierbei immer besser ins Spiel, ihr Rhythmus am heutigen Tag schnell, druckvoll und zwingend. Zum Ende der Partie gab es dann noch eine Hinausstellung zur gleichen Zeit auf beiden Seiten, die Strafzeit lief dann zu Beginn des 2. Drittels weiter, hatte jedoch keine weiteren Folgen. Im zweiten Spielabschnitt zeigten sich die Ducks weiterhin druckvoll, sie störten früh das Düsseldorfer Aufbauspiel und waren bemüht, die angreifenden Ramserinnen immer wieder nach außen zu drängen. Bei eigenem Ballbesitz spielten die Ducks zudem laufschnell auf und suchten weiterhin den schnellen und frühen Torabschluss. In Spielminute 25:24 gerieten die Düsseldorferinnen dann in eine Unterzahlsituation und beim anschließenden Freistoß stand die Defense der Rams nicht punktgenau geordnet, die Ducks kamen so in Spielminute 25:52 durch Lisa Fink zum 2:3 Führungstreffer. Nach diesem eher unerwarteten Treffer zeigten sich die Rams-Damen unkonzentriert, sie verloren den Rhythmus und es lief minutenlang nichts mehr so richtig zusammen. Zwar war man weiter feldüberlegen, hatte auch den weitaus höheren Ballbesitz, aber das Kombinationsspiel in dieser Phase zu eintönig, zu durchsichtig, einfach nicht durchschlagskräftig.

Hinzu kamen immer wieder 2-Minuten-Strafzeiten, die von den Ducks-Spielerinnen geschickt provoziert bzw. herausgespielt wurden. Unnötig ließen sich die Düsseldorferinnen hier immer wieder in Unterzahl bringen. Und just in einer solchen Unterzahlsituation in Spielminute 29:48 war es Stefanie May, die mit einem Distanzschuss, der unglücklich von der Schlägerspitze von Captain Nadine Joisten abgefälscht wurde, den Treffer zum 2:4 erzielte. Die Führung für Duisburg war zu dieser Zeit nicht unverdient, sie präsentierten sich laufstark, konterten gut und waren in ihren Angriffssituationen konsequent und zwingend. Mit diesem 2:4 ging es in die zweite Drittelpause. Die Spielerinnen erinnerten und ermahnten sich in dieser Pause an den Finalkrimi um die Deutsche Meisterschaft 2013; auch da hatte man vor Beginn des letzten Spielabschnitts hinten gelegen und die Ducks sahen sich bereits als sichere Sieger. Die Rams-Damen schworen sich ein, auch am heutigen Spieltag im letzten Drittel noch einmal alles zu geben, um das Spiel doch noch zu drehen und in der laufenden Meisterschaftsrunde nicht ins Hintertreffen zu geraten.

Nach Wiederanpfiff zeigten sich die Hausherrinnen denn auch gleich wieder spielbestimmend, druckvoll und dichter zum Tor nun die Angriffe, der Torabschluss wurde weiter direkt gesucht, aber die Offensive stand nun enger am Duisburger Tor. Das zahlte sich in Spielminute 44:05 aus, als Vena-Marie Kanters den Ball führend geschickt um das Duisburger Tor kurvte und den Ball ganz direkt und kurz in den Slot zurückpasste, wo Jana Bagusat sich druckvoll zum 3:4 durchsetzen konnte. Der Anschlusstreffer war geschafft, jetzt galt es, direkt nachzusetzen, der Vorteil lag auf Düsseldorfer Seite, da sich die Duisburgerinnen sicher auch an die Partie 2013 erinnern würden. Und die Ramserinnen zeigten nicht nur Nervenstärke. Mit hoher Konzentration gingen alle Spielerinnen zu Werke, Captain Nadine Joisten ließ ihr Team nun in noch schnelleren Wechseln auf das Feld laufen, die Paarungen in der Defensive und in der Offensive rotierten sicher und fehlerfrei. Das Spieltempo erhöhte sich in dieser Phase deutlich, die Ramserinnen ließen den Ducks wenig Zeit, zu verschnaufen, ein Angriff folgte dem nächsten, Goalie sarah Helmink sah sich unter Dauerbeschuss.

Und für diese starke Offensive wurden die Hausherrinnen aus der Landeshauptstadt dann in Spielminute 48:18 auch belohnt, als Maren Krämer auf Kira Kanders zurücklegte und Kira Kanders wieder einmal einen ihrer fulminanten Schlagschüsse vollführte und Goalie Helmink keine Chance zur Abwehr bot, 4:4; unter großem Jubel wurde dieser Ausgleich bejubelt. Nun galt es aber, den leichten, psychologischen Vorteil auf Düsseldorfer Seite auszunutzen. Es entwickelte sich eine spannende Partie in den folgenden letzten Spielminuten. Die Ramserinnen führten den Spielball sicher und schnell in den eigenen Reihen, schnürten die Ducks mehr und mehr in deren Hälfte ein, aber die Duisburger Defensivarbeit war exzellent, trotz vieler guter Düsseldorfer Torchancen konnte man die Ducks nicht überwinden. Die Minuten vergingen und auch ein deutlich vernehmbarer Pfostenschuss von Kira Riepe in Spielminute 58:32 sorgte noch einmal für einen Adrenalinstoß und ein Raunen in der Halle in Niederheid.Deutlich war zu spüren, dass die Düsseldorferinnen nicht gewillt waren, hier auch nur eine Sekunde aufzustecken, man wollte den nächsten Treffer, die Entscheidung sollte in der regulären Spielzeit regelrecht erzwungen werden.

Captain Nadine Joisten stellte noch einmal um, bestückte die Reihen nur noch offensiv, um diese eine Tor zu erzwingen. Angriff auf Angriff rollte auf das Duisburger Tor, quasi von allen Positionen suchten die Rams-Damen den Torerfolg, doch den Ducks gelang es weiterhin, den Ball immer wieder abzufangen und direkt herauszuspielen. Geordnete Gegenangriffe gelangen den Ducks nicht mehr, die Ramserinnen führten und dominierten nun die Partie und es war ein Spiel auf das eine Tor, das Tor der Ducks. Und in Spielminute 59:35 legte Vena-Marie Kanters noch einmal auf die heranlaufende Kira Riepe ab, die ihre ganze Körperspannung in diesen einen Schlagschuss legte — und mit dem Treffer zum 5:4 belohnt wurde! Der Jubel auf Düsseldorfer Seite verständlich riesengroß. Nach Wiederanpfiff nahm Duisburgs Trainer Thomas Sell seine Torfrau aus dem Spiel und schickte eine 5. Feldspielerin ins Rennen, um noch den Ausgleich erzielen zu können. Doch die Ramserinnen fingen den Angriff der Ducks umgehend ab und in Spielminute 59:57 gelang im Doppelpasszuspiel Jana Bagusat auf Vorlage von Kira Riepe der Schlusspunkt unter die Partie mit dem Treffer zum 6:4 in das leere Duisburger Tor. Spannung pur für die Zuschauer in Niederheid – und großer Jubel auf Düsseldorfer Seite Wichtige drei Punkte im weiteren Verlauf der Meisterschaft waren gesichert.

Vor allem aber haben ALLE Spielerinnen gezeigt, zu was das GANZE TEAM 2014 fähig ist: gutes Zusammenspiel, Passgenauigkeit, schnelles Kombinationsspiel, alles top auch in diesem Jahr, aber eben auch wieder „Siegeswille, Kampfgeist, nicht aufgeben und bis zur letzten Sekunde an sich und das ganze Team glauben“, um dann im richtigen Moment noch einmal die letzten Kräfte zu mobilisieren und den Spielball schlichtweg ins gegnerische Tor zu zwingen.Daher war das heute ein wichtiger Sieg für unsere Spielerinnen, auch und gerade in der Art und Weise, wie er zustande gekommen ist. Wichtig nicht nur für die Meisterschaft, sondern auch insbesondere im Ausblick auf den anstehenden Summer Cup 2014 und vor allem das große Ziel „EUROPAPOKAL 2014“ in der Schweiz.

Doch zuvor geht es am kommenden Samstag, 31.05.2014 – 19:00 Uhr, in Düsseldorf – Niederheid weiter mit dem Pokalspieltag. Dann erwartet unser Damenteam die Mannschaft des Zweitligisten Ahaus Maidy Dogs. Über eine anfeuernde und starke Zuschauerkulisse wie am heutigen Spieltag würde sich das Team freuen.

Tore / Assists:
13:06 Kira Riepe / Nadine Joisten
15:42 Vena-Marie Kanters / Kira Riepe
44:05 Jana Bagusat / Vena-Marie Kanters
48:18 Kira Kanders / Maren Krämer
59:35 Kira Riepe / Vena-Marie Kanters
59:57 Jana Bagusat / Kira Riepe

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