Daniel Kreutzer

Daniel Kreutzer

Noch bevor die Spieler zum ersten Mal das Eis betraten, gab es nur ein einziges Thema: Daniel Kreutzer. Nach Mirko Lüdemann, Niki Mondt und Sven Felski würde auch er die 1.000-Spiele-Marke durchbrechen. Ein historischer Tag für die Düsseldorfer EG und das deutsche Eishockey.

Mit besonders großem Applaus wurde Kreutzer in der Halle begrüßt, dann geehrt. Danach gab es natürlich auch ein Eishockeyspiel zu bestreiten. Damit aber auch dann niemand vergessen konnte, was heute für ein Tag ist, durfte Kreutzer in einem besonderen Trikot auflaufen, das oben die Jahre seiner bisherigen Profikarriere, also 1996-2015 und unten die Zahl 1.000 trug.

Als die Partie dann endlich losging, hatten zunächst aber nur die Augsburger Panther etwas zu feiern. Nach einer Strafzeit für DEG-Stürmer Manuel Strodel brachte Jonathan Matsumoto sein Team nach gerade einmal fünfeinhalb gespielten Minuten in Führung. Nach etwa der Hälfte des ersten Drittels stand es nach Schüssen 7:1 für die DEG, die Anzeigetafel zeigte jedoch eine 1:0-Führung für Augsburg.

Die Panther kamen danach immer besser ins Spiel, konnten ihre Führung aber nicht ausbauen – ganz im Gegenteil. Ivan Ciernik und Aleksander Polaczek erhielten innerhalb von 28 Sekunden je zwei Strafminuten wegen Hakens. Wiederum nur 15 Sekunden später konnte die Düsseldorfer EG ihre Überzahl nutzen. Jubilar Daniel Kreutzer bekam den Puck auf der rechten Seite zugespielt, wartete auf den richtigen Moment und spielte einen perfekten Querpass auf Rob Collins, der dann nur noch einschieben musste.

Leider weilte die Freude über den Treffer aber nur kurz. Vielleicht waren die Düsseldorfer im Kopf noch beim Jubel, im Spiel waren sie jedenfalls nicht, als Augsburgs Adrian Grygiel seine Mannschaft – die noch immer mit einem Mann weniger auf dem Eis stand – weniger als eine Minute nach dem Ausgleich wieder in Führung brachte.

Auch im zweiten Durchgang waren es zunächst die Panther, die das Spiel bestimmten. Um es kurz zu machen, auf den Führungstreffer im ersten Drittel folgten Tore Nummer drei und vier für die Gäste. DEG-Trainer Christof Kreutzer hatte daraufhin genug, nahm eine Auszeit und wechselte den Torhüter nach knapp 33 gespielten Minuten.

Auf mysteriöse Art und Weise konnte sich Düsseldorf in der zweiten Hälfte des zweiten Drittels aber neu motivieren und vermehrt in der Angriffszone festsetzen. Es kam zu einigen großen Torchancen, wobei jedoch nichts Zählbares heraussprang.

Der Beginn des Schlussdrittels war aus Düsseldorfer Sicht erneut sehr durchwachsen. Zwar gab es den einen oder anderen vielversprecheneden Angriff, dabei versprang aber viel zu oft der Puck und Pässe kamen viel zu ungenau. Zum Glück braucht es im Eishockey nur einen guten Pass um ein Tor zu erzielen, und den spielte in der dritten Spielminute Kurt Davis auf Marcel Brandt, der zum 2:4-Anschlusstreffer einnetzte.

Vom Führungstreffer beflügelt spielte dann nur noch eine Mannschaft – die Düsseldorfer EG. In einer erneuten Überzahl für Düsseldorf konnten die Gastgeber einige vielversprechende Schüsse abgeben, Augsburgs Schlussmann Deslauriers parierte aber regelmäßig glänzend.

In den letzten zehn Minuten entwickelte sich die Partie zu einem offenen Schlagabtausch. Es gab viele Chancen auf beiden Seiten, aber auch als Düsseldorf den Torhüter vom Eis nahm, wollte die Scheibe einfach nicht ihren Weg ins Augsburger Tor finden. Es blieb beim Spielstand von 2:4.

Im vierten Heimspiel der Saison gab es damit die erste Heimniederlage. Definitiv kein Grund zur Panik, aber dennoch alles andere als erfreulich. Wenn man die Playoffs in dieser Saison nicht nur wieder erreichen, sondern auch erfolgreich abschließen – also mindestens die erste Runde überstehen – möchte, dann müssen gegen Teams wie Augsburg Siege her. Wenn es erstmal gegen Mannschaften wie Berlin, Mannheim und München geht, kann es ansonsten sehr schnell sehr schlecht aussehen.

Laut Daniel Kreutzer wird trotzdem ein kleines bisschen gefeiert, wobei sich die „Feier“ auf Abendessen und „ein, zwei Bier“ beschränkt. Herzlichen Glückwunsch und alles Gute für die Zukunft, Daniel Kreutzer!

Zuschauer: 4.897

Tore:

0:1 (PP) – Jonathan Matsumoto (Thomas Jordan Trevelyan, Braden Lamb)
1:1 (PP) – Robert Collins (Daniel Kreutzer, Timothy Conboy)
1:2 (SH) – Adrian Grygiel (Steffen Tölzer)
1:3 (ES) – Matthew MacKay
1:4 (PP) – Jonathan Matsumoto (Benjamin Hanowski, James Bettauer)
2:4 (ES) – Marcel Brandt (Kurt Davis)

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