düsseldorfer eg

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Die Düsseldorfer EG musste sich am Sonntag im Duell um die Tabellenführung gegen die Eisbären Berlin mit 3:4 nach Verlängerung geschlagen geben.

Aus zwei Spielen gegen die Eisbären an einem Wochenende konnte die DEG vier Punkte mitnehmen, Berlin nur zwei – ein höchst respektables Ergebnis aus Düsseldorfer Sicht. Dennoch überwiegte am Ende die Enttäuschung. Die DEG gab eine 3:1-Führung spät aus den Händen und ermöglichte den Hauptstädtern die Rückkehr an die Tabellenspitze.

Spielübersicht

Düsseldorfer EG – Eisbären Berlin 3:4 OT (0:1, 2:0, 1:2)

Tore: 0:1 Barry Tallackson (ES – 12:13), 1:1 Ken Andre Olimb (PP1 – 21:14), 2:1 Norm Milley (PP1 – 39:45), 3:1 Eduard Lewandowski (PP1 – 41:41), 3:2 Travis James Mulock (ES – 45:40), 3:3 Darin Olver (PP1 – 57:49), 3:4 Barry Tallackson (PP1 – 60:14)

Schüsse: Düsseldorf 29 – Berlin 38

Strafminuten: Düsseldorf 41  – Berlin 42

Schiedsrichter: Roland Aumüller, Florian Zehetleitner

Zuschauer: 10.412

Highlights: Laola1.tv

Spielernoten

Beide Mannschaften zeigten ein starkes Spiel, am Ende waren es Kleinigkeiten, die das Spiel entschieden haben. Dennoch gab es einige Spieler, die besonders herausragen konnten.

Hier sind die Spielernoten der Düsseldorfer EG.

Torhüter

35 Mathias Niederberger (2-) – Mathias Niederberger hat schon bessere Spiele erlebt. Bei den Gegentoren, vor allem beim Golden Goal nach 14 Sekunden der Verlängerung, sah er nicht immer gut aus. Dennoch vereitelte er einige Berliner Großchancen überragend und hielt die DEG lange Zeit im Spiel.

Verteidiger

4 Tim Conboy (2-) – Ein „Sprung-Check“, bei dem Conboy an seinem Gegenspieler vorbei flog, war wohl das Highlight seines Spiels. Ansonsten hinten gewohnt sicher, nach vorne ging nicht viel. Bekam im Schlussdrittel eine mysteriöse zehnminütige Strafzeit, niemand weiß genau wofür.

8 Joonas Rönnberg (4) – Joonas Rönnbergs Spiel ließ wie so oft viel zu wünschen übrig. Defensiv war er häufig zu passiv und hielt zu viel Abstand zum Gegenspieler. Nach vorne ging extrem wenig. Mehrere Fehlpässe im Aufbauspiel.

24 Corey Mapes (4) – Da die DEG auf Stephan Daschner verzichten musste, verbrachte Corey Mapes viel Zeit an der Seite von Bernhard Ebner. Ebner war dabei einer der besten Spieler des Spiels, Mapes fiel eher negativ auf. Hatte mehrere gute Schüsse im ersten Durchgang, ließ dann aber nach. Bei zwei Gegentoren auf dem Eis.

44 Kurt Davis (2) – Kurt Davis konnte durchweg überzeugen, machte seine Sache offensiv wie defensiv gut. In Überzahl viel am Puck, hinten wichtige Pässe abgefangen.

67 Bernhard Ebner (1+) – Wie bereits erwähnt hatte Ebner gegen Berlin meist Corey Mapes an seiner Seite. Dennoch machte er vielleicht eins seiner besten Spiele der Saison. Herausragende Breakout-Pässe, drei teilweise ebenso herausragende Torvorlagen, dabei hinten sicher.

Stürmer

11 Eduard Lewandowski (2) – Eduard Lewandowski zeigte gegen die Eisbären ungeahnte Schnelligkeit und Spritzigkeit. Setzte sich vor allem an der Bande hervorragend durch und traf zum Spielstand von 3:1.

14 Norm Milley (1-) – Schaut man Norm Milley nur eine Minute in Überzahl zu, wird schnell klar, dass er einer der besten Passspieler der Liga ist. Bereitete das erste DEG-Tor vor und traf dann selbst zur 2:1-Führung. Mit weniger Zeit und Platz im 5-gegen-5 lief es nicht ganz so gut, Milley gab aber sein Bestes.

19 Rob Collins (2-) – Die Reihe Kreutzer-Collins-Bowman war fast ausschließlich im Offensivdrittel zu finden. Collins beste Torchance war ein durch Daniel Kreutzer eingeleitetes Break, Collins scheiterte aber am Berliner Torhüter. Viele Offensivszenen, am Ende aber bei einem Gegentor auf dem Eis.

20 Manuel Strodel (4) – Für Manuel Strodel ging leider nur wenig. Mit Pässen in der neutralen Zone konnte er nicht viel anfangen, blieb selten länger als eine Sekunde am Puck. Spielte in der Regel in einer Reihe mit Milley, Olimb und  Ebner – den wohl besten Spielern des Spiels -, konnte das aber nicht in persönlichen Erfolg ummünzen. Null Schüsse.

21 Chris Minard (2-) – Wie immer in der vierten Reihe eingesetzt, aber deutlich besser als sonst. Zeigte ungewohnten Kampfgeist und machte seine Sache defensiv wie offensiv gut.

23 Daniel Kreutzer (2-) – Kreutzers beste Aktion war wahrscheinlich sein Pass auf Collins. Ansonsten viel versucht, aber ohne Erfolg. Hatte wie Collins sehr viele Offensivszenen. Kreutzer geht immer als gutes Beispiel voran und kämpft bis zum Ende.

25 Drayson Bowman (3-) – Nachdem Bowman am Freitag in Berlin zwei Mal getroffen hatte, konnte er am Sonntag nur selten Akzente setzen. Defensiv solide, offensiv darf man von einem Spieler wie Bowman aber definitiv mehr erwarten. Bekam spät im letzten Drittel 5+Spieldauer (hoher Stock) und sorgte damit dafür, dass die DEG in Unterzahl in die Verlängerung startete.

29 Alexander Preibisch (3-) – Pass auf Alexander Preibisch, der ist zu schnell für die Verteidiger, legt ab auf seinen Mitspieler – diesmal Alexei Dmitriev – und…. kein Tor. Eine Situation wie es sie jedes Spiel gibt, leider auch diesmal nicht von Erfolg gekrönt. Hoher Einsatz, keine Resultate.

40 Ken Andre Olimb (1) – Ken Andre Olimb war einer der besten Düsseldorfer, traf ein Mal selbst und war an allen drei Toren beteiligt. Vor allem in Überzahl überragend.

42 Alexei Dmitriev (3) – Dmitriev brachte sich regelmäßig selbst in hervorragende Schusspositionen, versuchte dann aber dem Torhüter ein Loch in den Bauch zu schießen. Schwach vor dem Tor, ansonsten ohne entscheidende Aktionen. Insgesamt eher unauffällig.

77 Daniel Fischbuch (3-) – Daniel Fischbuch spielte zwar in Überzahl, war aber trotzdem der unauffälligste Spieler überhaupt. Weder besonders gute, noch besonders schlechte Aktionen.

92 Marcel Brandt (2) – Marcel Brandt sorgte für einige Offensivszenen und traf selbst im Powerplay den Pfosten. Spielte auch defensiv mit hohem Einsatz, hatte viele Puckeroberungen und spielte sehr gute Pässe im Aufbauspiel.

3 Stars

  1. Norm Milley
  2. Ken Andre Olimb
  3. Travis James Mulock

 

Stimmen zum Spiel

„Die letzten 13 Spiele, die wir noch zu spielen haben, werden alle solche Spiele sein. Das sind Playoff-Spiele und da brauchst du starke Schiedsrichterleistungen. Die können nicht zu dir zur Bank fahren und sagen ‚das habe ich nicht gesehen‘, immer wieder und immer wieder und einfach die Karte ziehen, weil sie es nicht besser können.“ – Uwe Krupp (Trainer EBB)

„Insgesamt muss ich meiner Mannschaft über das Wochenende ein Riesenkompliment machen.“ – Christoph Kreutzer (Trainer DEG)

„Vor dem Wochenende hätten wir bei vier Punkten gesagt wir sind zufrieden. Jetzt, nach dem Spielverlauf von heute, können wir eigentlich nicht zufrieden sein.“ – Bernhard Ebner 

 

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