düsseldorfer eg

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Am Dienstagabend empfing die Düsseldorfer EG die Iserlohn Roosters zum NRW-Duell. Das Spiel des Tabellenersten gegen den Tabellendritten hielt was es versprach. Die 8.169 Zuschauer bekamen ein turbulentes und spannendes Spiel zu sehen, das die Roosters am Ende mit 5:3 gewinnen konnten.

Spielübersicht

Düsseldorfer EG – Iserlohn Roosters 3:5 (0:2, 2:0, 1:3)

Tore: 0:1 Bradley Ross (PP2 – 6:18), 0:2 Zach Hamill (ES – 10:59), 1:2 Rob Collins (ES – 27:36), 2:2 Chris Minard (PP1 – 29:00), 2:3 Cody Sylvester (ES – 40:59), 3:3 (SH1 – 41:49), 3:4 Mike York (ES – 49:15), 3:5 Brooks Macek (EN – 59:50)

Schüsse: Düsseldorf 25 – Iserlohn 33

Strafminuten: Düsseldorf 14 – Iserlohn 6

Schiedsrichter: Sirko Hunnuis, Marian Rohatsch

Zuschauer: 8.169

Highlights: DEL.org

Spielernoten

Die DEG konnte über die gesamte Spielzeit nie in Führung gehen und verlor die Partie folgerichtig mit 3:5. Dennoch war es – bis auf die entscheidenden Fehler – eigentlich gar nicht so schlecht gelaufen.

Hier sind die individuellen Spielernoten der DEG.

Torhüter

35 Mathias Niederberger (3) – Die Torhüterposition ist in einem Spiel wie diesem sicher die undankbarste. Dennoch sah auch Mathias Niederberger nicht so sicher aus wie gewohnt. An den meisten Gegentoren konnte er wohl nichts machen, wenn man Niederberger diese Saison häufiger gesehen hat weiß man aber, dass da mehr drin war.

Verteidiger

3 Stephan Daschner (3+) – Für Stephan Daschner begann das Spiel eher unglücklich. Ein früher Fehlpass in der defensiven Zone, der zu einer gegnerischen Großchance führte, eine unnötige Strafe wegen Behinderung, die zum 0:1 führte. Der Verteidiger kam danach aber immer besser ins Spiel und setzte vor allem offensiv seine Akzente, bekam einen Assist beim 3:3. Auch defensiv machte er seine Sache immer besser.

4 Tim Conboy (3+) – Für Tim Conboy begann das Spiel ähnlich. Er stand beim 0:1 in 3-gegen-5 Unterzahl, sowie beim 0:2 auf dem Eis. Am ersten Treffer war nichts zu machen, beim zweiten erkannte Conboy aber deutlich zu spät, dass die DEG den Puck verloren hatte und war deshalb nicht in Position. Danach ging es deutlich aufwärts, Conboy assistierte zum 1:2 und war ein wichtiger Bestandteil der Powerplay-Einheit, die den zwischenzeitlichen Ausgleich schaffte.

8 Joonas Rönnberg (4-) – Ein typisches Spiel von Joonas Rönnberg. Zu langsam, zu wenig Körpereinsatz, wenig gute Aktionen. DEG-Fans warten immer noch auf den Tag, an dem Rönnberg zu der Verstärkung wird, die man sich bei seiner Verpflichtung erhofft hatte.

17 Niki Mondt (4) – Der zum Verteidiger umfunktionierte Routinier machte seine Sache zuletzt gut, war gegen Iserlohn aber der überschüssige siebte Verteidiger und sah nur wenig Eiszeit. Wenn er auf dem Eis war, konnte er selten Akzente setzen und machte defensiv zu viele Fehler. Sein gescheiterter Versuch, einen Iserlohner Stürmer vom Puck zu trennen, leitete letztendlich den Gegentreffer zum 3:4 ein.

24 Corey Mapes (5) – Eine Strafe wegen Stockschlags, die zum 0:1 führt und viele teils schwerwiegende Fehlpässe bestimmten für Corey Mapes das Spiel. Das Verteidigerpaar Rönnberg-Mapes ist nach wie vor viel zu unsicher.

44 Kurt Davis (3-) – Spielte grundsätzlich solide, war aber für den entscheidenden Fehlpass verantwortlich, der zum 0:2 führte. Nach vorne gelang zu wenig, defensiv gab es eher selten Probleme.

67 Bernhard Ebner (2-) – Bernhard Ebner blieb fast das gesamte Spiel vollkommen unauffällig – auf die gute Art und Weise. Kaum Fehler in der Defensive, aber auch vorne wurde lange Zeit nur das getan, was getan werden musste. Legte im Schlussdrittel mit einem schönen Pass vor das Tor den Ausgleichstreffer auf.

Stürmer

11 Eduard Lewandowski (3-) – Ebenso unauffällig wie Ebner war Eduart Lewandowski. Er machte sein Ding, dabei gelang nur wenig, er machte aber auch wenige Fehler. Den Kampf und Siegeswillen, die in einem Spiel wie diesem nötig gewesen wären, suchte man bei Lewandowski vergeblich.

14 Norm Milley (2-) – Vorne hui, hinten pfui. Was Norm Milley mit dem Puck kann ist jedem bekannt. Das zeigte er auch gegen die Roosters, legte das 2:2 mit einem hervorragenden Pass für Chris Minard auf. Defensiv zeigten Milley und seine Sturmreihe (Strodel-Olimb-Milley) jedoch ungewohnte Schwächen auf.

19 Rob Collins (1-) – Rob Collins war 60 Minuten lang einer der auffälligsten Spieler auf Seiten der DEG. War er auf dem Eis – in der Regel zusammen mit Daniel Kreutzer -, wurde es für Gästetorhüter Chet Pickard immer wieder gefährlich. Beim 0:2 war Collins der einzige, der Hamill hätte aufhalten können, scheiterte aber am Versuch, Hamill’s Schläger anzuheben.

20 Manuel Strodel (3+) – Stets bemüht, mit dem Ausgleichstreffer zum 3:3 im Schlussabschnitt. Ansonsten lief aber auch für Manuel Strodel nicht viel richtig. Bei zwei Gegentoren auf dem Eis.

21 Chris Minard (3+) – Ein beeindruckender Schlagschuss unter die Latte zum Spielstand von 2:2 war sicherlich Chris Minards Highlight des Spiels. Er kam außer in Überzahl nur in der vierten Reihe zum Einsatz, die mit Daniel Fischbuch und Marcel Brandt zwar stets bemüht war, aber nicht viel erreichen konnte. Minard hatte zusammen mit Ebner die meisten Schüsse aller DEG-Spieler (4).

23 Daniel Kreutzer (1) – Auch im Alter von 36 Jahren ist Kreutzer noch regelmäßig einer der besten Spieler der DEG. Wie bereits erwähnt, wurde es mit Kreutzer und Collins im Angriff immer wieder gefährlich. Der Kapitän ging mit gutem Beispiel voran und kämpfte im wahrsten Sinne des Wortes bis zum Umfallen. Am Ende sprang für ihn nur eine Vorlage heraus, er hätte aber durchaus mehr verdient gehabt. Bei zwei Gegentoren war Kreutzer auf dem Eis, er hätte aber an keinem der beiden etwas ändern können.

25 Drayson Bowman (3) – Neuzugang Drayson Bowman macht die erste Reihe mit Collins und Kreutzer perfekt. Auch er zeigte stets hohen Einsatz, konnte aber nicht so sehr überzeugen wie in den letzten Spielen. Hat sich diesmal eher von Collins und Kreutzer mitziehen lassen, anstatt selbst Akzente zu setzen. Bowman spielte einen schlimmen Fehlpass im Offensivdrittel, der zu einem Iserlohner Break führte. Dank Niederberger resultierte das aber nicht in einem Gegentor.

29 Alexander Preibisch (3) – Ein typisches Alexander Preibisch Spiel. Der 24-jährige Stürmer hat wahrscheinlich mehrere Geschwindigkeitsrekorde aufgestellt und einige Male die Schallmauer durchbrochen, was danach kam fiel aber eher mau aus. Hoher Einsatz, kaum Resultate. Viele Check-Versuche, die bei einer Körpergröße von 1,75 m aber eher wenig Schaden anrichten.

40 Ken Andre Olimb (4) – Für Ken Andre Olimb war es ein ungewöhnlich schwaches Spiel. Das Herzstück der zweiten Reihe kam einfach nicht richtig ins Spiel und konnte weder offensiv noch defensiv überzeugen.

42 Alexei Dmitriev (4) – Ebner war das ganze Spiel positiv unauffällig, bei Alexei Dmitriev ist das eher negativ zu bewerten. Deutlich unauffälliger als die anderen beiden in seiner Reihe, Preibisch und Lewandowski.

77 Daniel Fischbuch (4) – Auch Daniel Fischbuch trug dazu bei, dass die vierte Reihe mit Minard und Marcel Brandt so spielte, wie man es von einer vierten Reihe erwarten würde. Kaum Offensivszenen.

92 Marcel Brandt (3-) – Brandt versuchte viel, schaffte aber wenig – ähnlich wie es bei Preibisch der Fall war. Ein schneller Stürmer, der viel mit dem Puck versucht, wobei nur wenig gelang.

3 Stars

  1. Zach Hamill (IEC)
  2. Luigi Caporusso (IEC)
  3. Norm Milley (DEG)

 

Stimmen zum Spiel

„Im letzten Drittel haben wir auch wieder kurz unsere Linie verloren. Eine Spitzenmannschaft verliert ihre Linie nicht, wir sind keine Spitzenmannschaft. Die Tabelle sieht ganz gut aus, aber was wir da teilweise gemacht haben, macht keine Spitzenmannschaft in dieser Liga.“ – Jari Pasanen (Trainer Iserlohn)

„Wir können uns immer wieder verbessern. Dass wir erster waren heißt nicht, dass wir jetzt perfekt sind.“ – Daniel Kreutzer

„Dass man nicht für den Rest der Saison oben stehen kann war uns klar.“ – Manuel Strodel

„Natürlich ist [die Meisterschaft] ein Traum, das ist ein Traum für jeden. Wir müssen diese Saison und die nächsten Saison schauen, dass wir uns stetig verbessern, weiter arbeiten und einen guten Job machen.“ – Mathias Niederberger

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