düsseldorfer eg

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Die Düsseldorfer EG war im 210. rheinischen Derby gegen die Kölner Haie über weite Strecken die bessere Mannschaft, scheiterte aber ganze 43 Mal an Haie-Torhüter Gustaf Wesslau. Nach vier Derbysiegen in Folge musste sich die DEG erstmals wieder gegen Köln geschlagen geben.

Will man die Niederlage mit einem Wort beschreiben, trifft es „unglücklich“ wahrscheinlich am besten. Düsseldorf machte von der ersten Sekunde an Druck, konnte Wesslau aber bis zum Schluss nicht überwinden. In den ersten vier Minuten spielte die DEG ihre Gegner nahezu an die Wand, bevor Sebastian Uvira mitten in der Düsseldorfer Drangphase mit dem zweiten Schuss der Haie traf.

Ähnlich lief es auch im zweiten Durchgang, diesmal brauchte Köln knapp über sieben Minuten für das zweite Tor. Ansonsten war die DEG klar die bessere Mannschaft und brachte 43 Schüsse auf das gegnerische Tor. Auch DEG-Stürmer Drayson Bowman nannte fehlendes Glück als einen der Gründe für die Niederlage, blieb gleichzeitig aber selbstkritisch: „im Powerplay hätten wir mehr Schüsse aufs Tor bringen können.“

Es ist nicht das erste Mal, dass die bessere Mannschaft das Spiel verliert. Solche Spiele gibt es immer wieder, im rheinischen Derby ist das aber besonders bitter, findet Verteidiger Bernhard Ebner: „Niederlagen tun nicht weh, aber Derbyniederlagen sind fast ein Beinbruch.“

Spielübersicht

Düsseldorfer EG – Kölner Haie (0:1, 0:1, 0:1)

Tore: 0:1 Sebastian Uvira (ES – 4:46), 0:2 Jean-Francois Boucher (ES – 27:28), 0:3 Philip Gogulla (EN – 59:54)

Schüsse: Düsseldorf 43 – Köln 26

Strafminuten: Düsseldorf 30 – Köln 24

Schiedsrichter: Stephan Bauer, Daniel Piechaczek

Zuschauer: 13.205 (ausverkauft)

Highlights: Laola1.tv

Spielernoten

Torhüter

35 Mathias Niederberger (2) – Mathias Niederberger hielt teilweise überragend, stoppte 23 Schüsse. Im Schlussdrittel hielt er die DEG im Spiel, als Nickolas Latta und Ryan Jones im 2-gegen-1 auf Niederberger zu liefen. Trug bei keinem der Gegentore die Schuld.

Verteidiger

3 Stephan Daschner (2) – Stephan Daschner bringt sich immer gerne ins Offensivspiel ein, spielte gegen Köln aber fast schon als vierter Stürmer. Häufig vor und hinter dem gegnerischen Tor zu finden, hatte sieben Torschüsse – die meisten der DEG. Auch hinten souverän, beim 0:2 fehlte der gesamten Mannschaft aber die Zuordnung. Daschner und Tim Conboy standen beim Gegentor beide vor Torhüter Niederberger.

4 Tim Conboy (2-) – Ohne Zweifel ist Tim Conboy der beste Defensivverteidiger der DEG. Sein Positionsspiel ist herausragend. Conboy verhinderte einige Gegentore mit guten Blocks, war aber ebenfalls am 0:2 beteiligt. Hatte in der eigenen Zone mehrfach Probleme, den Puck anzunehmen und weiterzuspielen.

8 Joonas Rönnberg (4) – Joonas Rönnberg war defensiv solide, mehr aber nicht. Körperlich wie immer zu schwach, teilweise mit Schwächen im Positionsspiel. Mit dem Puck lief es auch kaum besser, Rönnbergs Breakout-Pässe fanden selten den Weg in den Schläger eines Mitspielers.

24 Corey Mapes (3) – Im positiven Sinne unauffälliger als Rönnberg. Corey Mapes verbessert sich von Spiel zu spiel, zeigte sowohl offensiv, als auch defensiv eine überzeugende Leistung. Keine herausragenden Situationen, aber durchweg solide.

44 Kurt Davis (3+) – Kurt Davis zeigte seine Offensivstärke zuletzt nur noch selten. Gut in Überzahl, ansonsten nur selten an Offensivaktionen beteiligt. Defensiv solide.

67 Bernhard Ebner (3+) – Bernhard Ebner war bei den ersten beiden Gegentoren auf dem Eis, lief beim 0:2 hinter Johannes Salmonsson her und hakte etwas an ihm herum, konnte ihn aber nicht stoppen. Offensiv viel versucht, mit mäßigem Erfolg.

Stürmer

7 David van der Gulik (3+) – Nach sechs Wochen verletzungsbedingter Pause (Leiste) ging es für David van der Gulik wieder aufs Eis, genauer gesagt in die Starting-Six. Machte seine Sache insgesamt gut, zeigte seine Stärken in der Defensive.

11 Eduard Lewandowski (4) – Es kommt nicht selten vor, dass Eduard Lewandowski ein eher schwaches Spiel macht, aber trotzdem trifft. Gegen Köln blieb es beim eher schwachen Spiel – 0 Torschüsse.

14 Norm Milley (3) – Norm Milley, der vielleicht beste Passspieler der Liga, brachte seine Mitspieler immer wieder in Schussposition. Dabei fehlte aber etwas Konstanz und der Erfolg blieb aus.

19 Rob Collins (2-) – Besonders die Reihe Rob Collins, Daniel Kreutzer, Drayson Bowman ist immer gefährlich. Collins war häufig am Puck, gab viele Torschussvorlagen. Bei einem Gegentor auf dem Eis, bekam 2+10 Strafminuten für einen Check von hinten im zweiten Drittel.

20 Manuel Strodel (3+) – Manuel Strodel brachte es auf vier Torschüsse, war bei einigen weiteren Torchancen auf dem Eis. Wie immer gutes Zusammenspiel mit Ken Andre Olimb. Die nötige Durchschlagskraft fehlte.

21 Chris Minard (4+) – Es läuft einfach nicht für Chris Minard. Nur 12 Punkte in 37 Spielen, davon fünf Überzahltore. Außer in Überzahl, wo sein überragender Schlagschuss Verwendung findet, tut Minard nicht sonderlich viel für das Düsseldorfer Spiel – auch nicht gegen seinen Ex-Klub.

23 Daniel Kreutzer (2-) – Daniel Kreutzer spielte wie immer mit extrem hohem Einsatz und es ist unbestritten, dass der gebürtige Düsseldorfer alles dafür tun würde, Köln zu schlagen. Leider klappte das diesmal nicht, an Kreutzer hat es jedoch nicht gelegen.

25 Drayson Bowman (2+) – Neuzugang Drayson Bowman, der mittlerweile immerhin seit fast einem Monat in Düsseldorf ist, spielte in seinem ersten rheinischen Derby und war vielleicht der beste Spieler des Teams. Hoher Einsatz in allen drei Zonen, körperlich stark und defensiv auffällig. Bowman hatte viele Offensivszenen und schoss fünf Mal auf das Tor der Haie.

29 Alexander Preibisch (3+) – Alexander Preibisch verbrachte wie immer viel Zeit in Unterzahl, machte seine Sache dort sehr gut. Offensiv kam dafür deutlich zu wenig – Preibisch war einer von nur drei DEG-Spielern ohne Torschuss.

40 Ken Andre Olimb (2) – Von Ken Andre Olimb gab es endlich wieder ein sehr gutes Spiel zu sehen. Leider sah auch er beim 0:2 nicht gut aus und seine offensiven Mühen blieben erfolglos.

42 Alexei Dmitriev (3-) – Alexej Dmitriev war ungewöhnlich häufig am Puck, konnte mit dieser Chance auch nur wenig anfangen. So lange er den Puck am Schläger hatte, war alles gut, seine Pässe kamen jedoch viel zu ungenau. Für viele Scheibenverluste verantwortlich.

77 Daniel Fischbuch (3) – Daniel Fischbuch musste seinen Platz für van der Gulik frei machen und wurde durch alle Reihen rotiert. Ein solides Spiel ohne besondere positive oder negative Ereignisse.

92 Marcel Brandt (2+) – Marcel Brandt hatte zwar nur zwei Torschüsse, eine gute Note hat er aber dennoch mehr als verdient. Extrem hoher Einsatz, gutes Körperspiel, viele gute Szenen. Seine größte Torchance hatte er im ersten Durchgang, als er in Unterzahl den Puck eroberte und mit Preibisch auf den letzten Kölner Verteidiger zu lief – Wesslau hielt aber sicher.

3 Stars

  1. Sebastian Uvira (KEC)
  2. Gustaf Wesslau (KEC)
  3. Johannes Salmonsson (KEC)

 

Stimmen zum Spiel

„Da muss man Gustaf Wesslau danken, der war heute vielleicht der beste Spieler.“ – Niklas Sundblad

„Wir haben in der eigenen Zone die eine oder andere Nachlässigkeit gehabt, das können wir uns gegen Köln nicht erlauben. Das wird sofort bestraft.“ – Christof Kreutzer

„Der Frust ist unglaublich groß, weil ich uns klar besser gesehen habe. Köln hat die Tore gemacht, sie haben vielleicht auch ein bisschen intelligenter gespielt, als wir. Aber das ist halt ein Derby, das hat seine eigenen Regeln.“ – Alexander Preibisch

„Es hat viel Spaß gemacht, ich wünschte wir hätten [für die Fans] ein anderes Ergebnis holen können.“ – Drayson Bowman

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