Düsseldorfer EG

Düsseldorfer EG

Düsseldorf. Nach sieben Siegen in Folge musste sich die Düsseldorfer EG am Sonntag zu Hause gegen den ERC Ingolstadt geschlagen geben.

Ohne die gesperrten Verteidiger Bernhard Ebner und Tim Conboy ging es für die Düsseldorfer EG gegen den Playoff-Finalisten der Vorsaison. Dass die DEG ohne zwei ihrer Top-Verteidiger defensive Probleme bekommen könnte, ist kein Geheimniss. Dass die DEG vor 7.218 Zuschauern mit 4:8 verlieren würde, hätten aber die wenigsten gedacht.

Frühe Führung, große Enttäuschung

Beflügelt vom 2:1-Derbysieg bei den Krefeld Pinguinen verschwendete die DEG auch gegen Ingolstadt keine Zeit. Manuel Strodel bekam die Scheibe in der zweiten Spielminute aus der Verteidigung zugespielt, konnte sie im Fallen an Ken Andre Olimb weiterleiten, der dann im Alleingang sicher verwandelte.
Die ersten fünf Minuten der Partie gehörten klar den Gastgebern, die ihre Führung in zwei Minuten Überzahl aber nicht ausbauen konnten.

Eine Minute später stand es dann plötzlich 1:2 – die Führung für den ERC. Die Düsseldorfer Verteidigung wackelte merkbar und auch Torhüter Mathias Niederberger schien an den Treffern von Tomas Kubalik und Brandon McMillan nichts auszusetzen zu haben. Der Hallensprecher hatte den letzten Treffer noch nicht einmal durchgesagt, da klingelte es schon wieder. Diesmal war es Brandon Buck. Noch knapp 54 Minuten zu spielen.

Das Spiel wurde daraufhin zunächst immer ausgeglichener, spielte sich dann aufgrund zweier Ingolstädter Strafzeiten aber hauptsächlich im Gästedrittel ab. Chancen gab es genug, die DEG konnte diese jedoch nicht in Tore ummünzen.
Durch die frühen Gegentreffer sichtlich wachgerüttelt, konnte die DEG ihre Überlegenheit auch nach Ablauf der ERC-Strafzeiten aufrechterhalten. Diese wurde lediglich durch zwei entscheidende Dinge gestört – die Gegentreffer zum 1:4 in der 19. und 1:5 in der 20. Minute.

Ein Geniestreich ohne Folgen

Für Niederberger kam im zweiten Durchgang Bobby Goepfert ins Spiel, der sich bereits nach 23 Sekunden durch eine überragende Parade bemerkbar machte. Auch im weiteren Verlauf des Drittels war Ingolstadt klar die spielbestimmende Mannschaft.

Das Tor machte aber Düsseldorf. Norman Milley konnte den Puck nach einem Querpass durch die Beine von ERC-Torhüter Timo Pielmeier und ins Tor befördern – die Schiedsrichter entschieden jedoch auf Torraumabseits.
Die Panther bedankten sich prompt mit dem Treffer zum 6:1, diesmal war es John Laliberte.

Ganze 34 Minuten waren seit dem 1:0 vergangen, als Düsseldorf endlich zurückzukommen schien. Norman Milley hatte die Scheibe hinter dem gegnerischen Tor und sah sowohl Olimb als auch Tim Schüle vor sich. Anstatt abzuspielen, schoss Milley aber Pielmeier an den Rücken, von wo der Puck den Weg ins Tor fand. Die einen nennen es ein Glückstor, die anderen einen Geniestreich. Es war wahrscheinlich letzteres.

„Manche Tage sind einfach so“

Im Schlussdrittel wollte es die DEG noch einmal wissen. Niki Mondt ging in der 43. Spielminute im Alleingang durch die gesamte Ingolstädter Mannschaft, scheiterte aber zunächst an Pielmeier. Manuel Strodel versuchte es dann mit einem direkten Nachschuss aus halbrechter Position, der irgendwie den Weg ins Netz fand. Neuer Spielstand: 3:7, war da noch etwas möglich?

Leider nein. Der ERC hatte erneut die passende Antwort parat. Keine zwei Minuten nach dem Gegentor konnte Brian Lebler den Düsseldorfer Schlussmann Goepfert überwinden.
Zwar traf Stephan Daschner in der 55. Minute noch zum 4:7, aber das kam natürlich viel zu spät. Dass die Serie von sieben Siegen in Folge an diesem Tage zu Ende gehen sollte war mittlerweile unbestritten.
Die Gäste waren aber immer noch nicht fertig. Patrick McNeill spielte einen Querpass von der linken auf die rechte Seite, vorbei an mehreren Düsseldorfern, und Lebler traf zum Endstand von 8:4 gegen die stärkste Verteidigung der Liga.

Torschütze Olimb gab sich trotz hoher Niederlage gelassen. „Manche Tage sind einfach so“, so der Stürmer. „Wir haben zuletzt gut gespielt und müssen einfach zurück in die Spur finden“.

Weiter geht es am Dienstag gegen den amtierenden Deutschen Meister, die Adler Mannheim.

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