düsseldorfer eg

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Die Düsseldorfer EG kassierte in einem hart umkämpften Spiel gegen die Thomas Sabo Ice Tigers die zweite Niederlage in Folge (1:2) und verlor zum vierten Mal in den letzten fünf Heimspielen.

Zunächst lief es für die DEG hervorragend. Nürnberg kam einfach nicht richtig ins Spiel, dafür erzielte Norm Milley in der siebten Spielminute das 1:0. Auch danach hatte Düsseldorf viele Offensivszenen, während für die Ice Tigers, der torgefährlichsten Mannschaft der Liga, nur wenig nach vorne ging.

Am Ende reichten den Nürnbergern zehn starke Minuten, in denen sie ihre Mannschaft erst in Führung brachten und danach weiter Druck machten. Es dauerte exakt zwei Minuten und brauchte nur zwei Schüsse, da hatte Nürnberg das Spiel gedreht.

Im Schlussdrittel konnte sich die DEG noch einmal von ihrem Schock erholen, biss sich aber an Tyler Beskorowany, ihrem ehemaligen Star-Torhüter, die Zähne aus.

Spielübersicht

Düsseldorfer EG – Thomas Sabo IceTigers 1:2 (1:0, 0:2, 0:0)

Tore: 1:0 Norm Milley (PP1 – 6:46), 1:1 Matthew Murley (ES – 35:02), 1:2 Brandon Segal (ES – 37:02)

Schüsse: Düsseldorf 27 – Nürnberg 34

Strafminuten: Düsseldorf 4 – Nürnberg 10

Schiedsrichter: Lars Brüggemann, Marcus Brill

Zuschauer: 6.784

Highlights: Laola1.tv

Spielernoten

Bis auf das zweite Drittel zeigte Düsseldorf eine überragende Teamleistung. Die Sturmreihen Bowman-Collins-Kreutzer und Milley-Olimb-Strodel machten Druck ohne Ende, konnten ihre starken Leistungen aber nicht belohnen.

Hier sind die Spielernoten der Düsseldorfer EG.

Torhüter

35 Mathias Niederberger (2-) – Insgesamt ein weiteres starkes Spiel vom DEG-Schlussmann, wobei er beim 1:2 nicht schnell genug in Position kam und nicht gut aussah. Ohne seine überragenden Paraden in Unterzahl, hätte es schon deutlich früher zum Unentschieden kommen können.

Verteidiger

4 Tim Conboy (1-) – Tim Conboy zeigte ein Mal mehr, wie wichtig er für seine Mannschaft ist. Hinten immer sicher, gutes Körperspiel, einige geblockte Schüsse. Auch in der Offensive mit viel Puckbesitz, obwohl das nicht unbedingt zu seinem Aufgabenbereich zählt.

8 Joonas Rönnberg (3+) – Joonas Rönnberg setzte gegen Nürnberg verstärkt auf sein Körperspiel, welches er sonst gerne vermissen lässt. Auch mit dem Schläger konnte er seine Gegner häufig stören, die Scheibe danach aber nicht unter Kontrolle bringen. Hinter dem eigenen Tor teilweise mit guten Entscheidungen und guten Pässen, andere Male dauerte alles zu lange. Bei beiden Gegentoren auf dem Eis, wobei er bei keinem der beiden etwas tun konnte.

24 Corey Mapes (3-) – Wieder an der Seite von Rönnberg, lief das Spiel für Corey Mapes weder auffällig gut, noch schlecht. Auch er war bei beiden Gegentoren auf dem Eis, wobei er maßgeblich zum 1:1-Ausgleichstreffer beitrug. Das Anspiel von Rob Collins kam im Offensivdrittel zu kurz, Mapes versuchte im letzten Moment dennoch einen Schlagschuss, scheiterte und leitete damit die Nürnberger 3-auf-1 Situation ein.

44 Kurt Davis (1-) – Das erste Verteidigerpaar Conboy und Kurt Davis zeigte eine überragende Leistung. Vor allem im Spielaufbau war Davis mit seinen Pässen herausragend, wobei er auch im Defensivspiel und in der Offensivzone überzeugen konnte.

67 Bernhard Ebner (2) – Mit ständig wechselnden Partnern in der Verteidigung zu spielen ist nicht einfach, Bernhard Ebner machte seine Sache dennoch gut. Sowohl er als auch Marcel Brandt sind eher offensiv ausgerichtet, was durchaus deutlich wurde. Die beiden ließen hinten aber kaum etwas anbrennen. Ebner sorgte für den einen oder anderen Scheibenverlusst in der neutralen sowie defensiven Zone, konnte seine Fehler aber ausbügeln, bzw. ausbügeln lassen.

92 Marcel Brandt (2-) – Für Marcel Brandt war es das erste Spiel als Verteidiger. Er selbst sagt, die Umstellung sei keine einfache, da sich das Positionsspiel sehr von dem eines Stürmers unterscheide. Daher sei für Verbesserungen noch viel Luft nach oben. Das stimmt auf jeden Fall, aber Brandt machte seinen Job durchaus überzeugend. Als Stürmer spielt er normalerweise viel in Unterzahl, von daher ist er mit der defensiven Zone durchaus vertraut.

Stürmer

9 Maximilian Kammerer (3) – Nach einigen Spielen für den EC Bad Nauheim in der DEL 2, ging es für Maximilian Kammerer zurück ins Lineup der DEG. Der 19-jährige zeigte sehr hohen Einsatz und war viel am Puck, hatte aber sichtlich mit dem hohen Tempo zu kämpfen. Hatte eine Großchance im ersten Durchgang, als er die Scheibe von Chris Minard vor dem Tor serviert bekam, scheiterte aber an Tyler Beskorowany.

11 Eduard Lewandowski (4) – Kurz und knackig: es war kein gutes Spiel für Edi Lewandowski. Es lief einfach nichts wie es sollte und auch in Überzahl konnte er keine Akzente setzen.

14 Norm Milley (2+) – Wer auf der Suche nach individueller Klasse ist, der sollte einfach Norm Milley zuschauen. Das 1:0 erzielte er per Bauerntrick und ließ sich danach zurecht feiern. Im Schlussabschnitt hatte er noch die eine oder andere Chance, konnte diese aber nicht in Zählbares ummünzen. Milleys Sturmreihe war das ganze Spiel über offensiv überragend.

19 Rob Collins (2-) – Vor allem in den Schlussminuten machte die Reihe Bowman-Collins-Kreutzer viel Druck. Auch sonst waren Collins und co. wie immer viel im Offensivdrittel unterwegs und sorgten für viele Torchancen.

20 Manuel Strodel (2) – Manuel Strodel zeigte eine extrem starke Defensivleistung. Während Milley und Ken Andre Olimb für viel Wirbel vor dem Tor sorgten, war es Strodel, der die DEG so häufig in Puckbesitz brachte. Gewann viele Zweikämpfe und setzte sich vor allem an der Bande sehr gut durch.

21 Chris Minard (3+) – Die Zeiten, in denen Chris Minard so viele Punkte wie Spiele macht, sind vorbei. Legte eine Torchance auf, vergab eine selbst, trug ansonsten aber nicht allzu viel zum Spiel bei.

23 Daniel Kreutzer (2-) – Viel mehr als hohen Einsatz gab es von Daniel Kreutzer gegen die Ice Tigers nicht zusehen. Immerhin kämpfte er 60 Minuten lang und setzte alles daran, das Spiel noch zu drehen. Leider ohne Erfolg.

25 Drayson Bowman (2+) – Drayson Bowman war gegen Nürnberg der beste Spieler seiner Reihe. Er ging in viele Zweikämpfe, meist mit Erfolg, und versuchte sehr viel nach vorne. Gegen Ende versuchte er, die Sache selbst in die Hand zu nehmen und brachte sich drei Mal gut in Schussposition, scheiterte aber ebenfalls an Beskorowany.

29 Alexander Preibisch (3-) – In Unterzahl gut, ansonsten Unauffällig. Zeigte nur wenig von seiner Schnelligkeit und trug insgesamt wenig zum Spiel bei.

40 Ken Andre Olimb (2+) – Nicht nur ein Mal kam Olimb im eigenen Drittel aus dem Nichts angeflogen und angelte den Puck aus der Luft. Eine starke Leistung defensiv wie offensiv, die letztendlich unbelohnt blieb. Einen Assist bekam er zugeschrieben, am Tor von Milley hatte er aber soviel Anteil wie jeder Fan. Im Schlussdrittel hatte er noch einige Torchancen, scheiterte aber jedes Mal. Insgesamt dennoch eine überragende Leistung.

42 Alexei Dmitriev (4) – Ohne den Spielbericht hätte man meinen können, Alexej Dmitriev hätte nicht mitgespielt. Vielleicht sollte Christof Kreutzer die unteren Reihen vor den Playoffs etwas umstellen.

77 Daniel Fischbuch (4+) – Wie schon gegen die Eisbären Berlin am vergangenen Sonntag, war Daniel Fischbuch auch gegen Nürnberg komplett unauffällig. Bekam beim 1:0 aber einen Assist zugeschrieben.

3 Stars

  1. Brandon Segal
  2. Tyler Beskorowany
  3. Norm Milley

 

Stimmen zum Spiel

„Es war ein hart umkämpftes Spiel. Im zweiten Drittel haben wir leider in der defensiven Zone nicht unseren Job gemacht und viele Chancen zugelassen, ich glaube das war unser Knackpunkt heute.“ – Marcel Brandt

„Man kann nicht immer perfekt spielen. Hoffentlich lernen wir hiervon.“ – Tim Conboy

„Wir müssen darauf vorbereitet sein, jedes Spiel ganz, ganz hart zu arbeiten, damit wir weiter punkten. Wir dürfen uns zu keinem Zeitpunkt ausruhen oder denken, wir hätten schon was erreicht. Erreicht haben wir gar nichts.“ – Christof Kreutzer

 

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