Düsseldorfer EG

Düsseldorfer EG

Die Düsseldorfer EG konnte ein hart umkämpftes Spiel 2 des DEL-Viertelfinals trotz starker Leistung nicht für sich entscheiden und unterlag den Grizzlys Wolfsburg zu Hause mit 2:3. 

Mit einem 4:1-Erfolg in Spiel 1 des Playoff-Viertelfinals und fast 9.000 Zuschauern im Rücken ging es für die Düsseldorfer EG am Freitagabend ins erste Heimspiel der Serie gegen die Grizzlys Wolfsburg. Nun ging es also darum, die Führung auszubauen und eine gute Ausgangslage für den Rest der Playoffs zu schaffen.

Leider hatten die Grizzlys etwas dagegen. Nach nur 1:47 Minuten bekam die DEG Probleme in der Verteidigung, der Befreiungsschlag von Marcel Brandt, der trotz Genesung von Stephan Daschner immer noch in der Verteidigung eingesetzt wird, beim Gegner. Grizzlys-Stürmer Curtis McLean ließ sich nicht lange bitten und versenkte die Scheibe im Düsseldorfer Tor.
Doch das konnte die DEG nicht schocken. Keine drei Minuten später konnte Daniel Kreutzer den Puck von der eigenen blauen Linie nach vorne schieben, dort konnte Drayson Bowman das Spiel nach schönem Zusammenspiel mit Rob Collins ausgleichen. Die Stimmung im gut besuchten ISS Dome bebte.
Die Partie wurde zunehmend hitziger. In der letzten Spielminute konnte Alexander Preibisch die Scheibe mit einem starken Schuss im Winkel versenken, doch die Schiedsrichter entschieden auf Abseits. Da bereits vor dem Schuss abgepfiffen war, kam es zu einer Rudelbildung unter den beiden Teams, die in einer Schlägerei zwischen Preibisch und Jeffrey Likens endete. Die Schiedsrichter entschieden auf jeweils zwei Strafminuten für übertriebene Härte.
Kurz vor Ende des ersten Durchgangs folgte auch Stephan Daschner auf die Strafbank, der nach einer erneuten Rudelbildung als alleiniger Übeltäter auserkoren wurde.

Wolfsburg startete also mit einem Mann mehr auf dem Eis in Durchgang zwei und nutzte die Überzahl in der 22. Minute, als James Sharrow einen Schlagschuss im Düsseldorfer Tor unterbringen konnte. DEG-Torhüter Mathias Niederberger hatte zuvor seinen Schläger verloren und ein Wolfsburger hatte den Schläger eines DEG-Verteidigers festgehalten, aber die Schiedsrichter entschieden auch nach Videobeweis gegen Düsseldorf.
Erneut konnte die DEG schnell antworten. Nach einem überragenden Pass von Marcel Brandt durch die neutrale Zone, durfte Norm Milley alleine auf den Wolfsburger Schlussmann Felix Brückmann zulaufen, ließ diesen austeigen und schob den Puck ins Tor.
Doch auch diesmal konnte Düsseldorf das Unentschieden nicht in die Pause retten. Jeffrey Likens traf genau eine Minute vor Schluss des Drittels.

Der Schlussabschnitt war vor allem von fragwürdigen Strafen bestimmt. Zunächst musste Preibisch das Spiel verlassen, als die Schiedsrichter auf fünf Minuten plus Game Misconduct wegen hohem Stock entschieden. Danach musste sich auch Verteidiger Bernhard Ebner verabschieden, der sich wohl zu lautstark bei den Schiedsrichtern beschwert hatte. Es blieb beim 2:3.

Es war ein hitziges Spiel, wie man es sich in den Playoffs wünscht. Leider wurde das Spiel stark durch die Leistung von den Schiedsrichtern Markus Mosler und Matthias Starke beeinträchtigt. „Es hilft uns nichts, uns jetzt darüber aufzuregen,“ meinte Manuel Strodel. „In zwei Tagen geht es weiter, darauf kommt es an.“
Zwar wollten weder Corey Mapes noch Trainer Christof Kreutzer die Schiedsrichterleistung kommentieren, doch ihre Meinung wurde auch ohne Worte mehr als klar.

Trotz knapper Niederlage ist die DEG hoffnungsfoll, dass es am Sonntag in Wolfsburg wieder besser aussehen wird: „Wir haben diese Saison schon öfters bewiesen, dass wir auswärts Spiele gewinnen können,“ so Manuel Strodel. „Wir fahren morgen erhobenen Hauptes nach Wolfsburg und werden am Sonntag auf den nächsten Sieg gehen.“

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