düsseldorfer EG
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Düsseldorfer EG #21 Christopher Minard hatte mehrfach die Chance Düsseldorf in Führung zu bringen. Foto: Janik Beichler

Düsseldorf. Die Düsseldorfer EG versuchte heute nach einem 4:3-Sieg am Freitag auch das zweite Spiel gegen den EHC Red Bull München für sich zu entscheiden. Der Schuss ging aber nach hinten los – die DEG verliert mit 0:3.

Mit einem 4:3-Sieg im Gepäck kehrte die Düsseldorfer EG gestern aus München zurück, heute waren die Roten Bullen dann im ISS Dome zu Gast. Nachdem am Freitag in München Mathias Niederberger und Lukas Lang die Tore ihrer Mannschaften hüten durften, standen sich heute Bobby Goepfert und Münchens Neuzugang David Leggio gegenüber. Beide bekamen in den ersten 20 Minuten einiges zu tun, konnten aber regelmäßig glänzen.

Beflügelt vom Freitagssieg kam die DEG hervorragend ins Spiel und hatte die erste Großchance nach nur wenigen Sekunden. Alexander Preibisch spielte vor dem Tor einen schönen Querpass auf Manuel Strodel, der diesen jedoch nicht verwerten konnte.

Weiter ging es mit einer Strafzeit für Tim Schüle nach 44 Sekunden – zu viele Spieler auf dem Eis. Die Red Bulls ließen sich aber gerade einmal 18 Sekunden Zeit um das wieder auszugleichen, als es sich auch Jason Jaffray für zwei Minuten wegen Beinstellens auf der Strafbank bequem machen durfte. Von da an entwickelte sich das Spiel zu einer eher zerfahrenen Angelegenheit, mit weiteren Strafzeiten auf beiden Seiten. Diese konnte jedoch niemand nutzen und trotz Großchancen von Düsseldorfs Alexej Dmitriev und Stephan Daschner, sowie Münchens Daniel Sparre, blieb es zur Drittelpause beim Spielstand von 0:0.

Wer seine Chancen nicht nutzt, der wird bestraft

Im zweiten Durchgang nahm die Partie endlich so richtig Fahrt auf. Die DEG mit einigen großen Chancen, im Abschluss aber viel zu kompliziert. Gefährlich wurde es zum ersten Mal in der 23. Spielminute. Christopher Minard bekam einen langen Pass aus der Verteidigung zugespielt, war zu schnell für alle Gegner, scheiterte aber an David Leggio.

Auch die Red Bulls kamen im zweiten Drittel zu ihren Chancen. So auch in Minute 26, als Daniel Sparre von der rechten Seite auf Goepfert zulief und die Scheibe mit einem schnellen Handgelenkschuss oben rechts versenkte. War Goepfert nicht richtig positioniert oder Sparres Schuss einfach zu genau? Vielleicht ein wenig von beidem.
Daraufhin ging das Spiel ausgeglichen weiter. Die DEG hatte eine Riesenchance zum Ausgleich, als die Münchner Verteidigung erneut zu unaufmerksam war und Minard erneut alleine auf den Torhüter zulaufen ließ. Jedoch scheiterte der Düsseldorfer Stürmer auch diesmal am Münchner Schlussmann Leggio.

Nach knapp über 34 gespielten Minuten bescherte München der DEG dann eine fünf gegen drei Überzahl. Düsseldorf konnte sich daher lange im Offensivdrittel fest- und die Red Bulls unter Druck setzen. Als die Verteidigung Daniel Kreutzer kurz aus den Augen verlor, bekam der einen Pass genau vor das Tor gespielt, brauchte aber zu lange um den Puck unter Kontrolle zu bringen, sodass ein Verteidiger die Chance vereiteln konnte.

Wer seine Chancen nicht nutzt, der wird bestraft. Da ist auch die DEG keine Ausnahme. Keith Aucoin, Michael Wolf und Jason Jaffray starteten in der 39. einen Konter, liefen zu dritt auf zwei Düsseldorfer Verteidiger zu, und Wolf verwandelte eiskalt nach einem Querpass von Jaffray – 0:2, der Pausenstand.

Chancenlos zur Niederlage

Im Schlussdrittel war die Düsseldorfer EG größtenteils chancenlos. Es dauerte nur 66 Sekunden bis Aucoin die Münchner Führung auf 3:0 ausbauen konnte. Vielleicht war es danach die fehlende Motivation, vielleicht war München auch einfach besser. Was immer die richtige Antwort sein mag, der DEG schien einfach nichts mehr zu gelingen. Es gab einige Schüsse auf beiden Seiten, gefährlich wurden sie aber größtenteils nicht mehr.

Am Ende stand auf der Anzeigetafel eine 0:3 Niederlage für Düsseldorf. Schön anzusehen war die zweite Hälfte des Spiels aus Düsseldorfer Sicht nicht, die Fans blieben aber guten Mutes. Mit „in den Playoffs schmeißen wir euch raus“-Gesängen verabschiedeten sie sich von ihren Gästen.

Was lief gut, was lief schlecht?

Ohne zu viel vorwegnehmen zu wollen, richtig gut lief eigentlich nichts. Wenn eine positive Sache genannt werden muss, dann ist diese wohl die zweite Reihe mit Dmitriev, Eduard Lewandowski und Ken Andre Olimb. Das Trio verbrachte gefühlt 100 Prozent seiner Eiszeit in der Offensive und ließ kaum gegnerische Chancen zu. Leider fehlte aber auch hier die nötige Kreativität im Abschluss.

Schlecht lief dafür leider einiges, vor allem aber die Tatsache, dass es die DEG im Angriff viel zu kompliziert machte. Anstatt die Scheibe aus guten Schusspositionen aufs Tor zu bringen, versuchten die Stürmer den Puck ins Tor zu tragen. Generell fehlte auch die nötige Kreativität, die nötig gewesen wäre, um ein Tor zu erzwingen. Die DEG brachte zwar 29 Schüsse aufs gegnerische Tor, der größte Teil kam aber aus schlechten Positionen oder von den Verteidigern. Hier muss sich Trainer Christoph Kreutzer für das nächste Spiel etwas einfallen lassen.

Tore

2. Drittel Daniel Sparre (Daryl Boyle, Mads Christensen) – ES – 5:17
2. Drittel Michael Wolf (Jason Jaffray, Toni Söderholm) – ES – 18:37
3. Drittel Keith Aucoin (Richard Regehr, Michael Wolf) – ES – 1:06

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