Vor knapp einem Jahr endete die Siegesserie der Füchse überraschend beim 3-4 in Unna. Damals präsentierten sich die Duisburger taktisch undiszipliniert und luden damit die Gastgeber zum Kontern ein. „Gestern Abend haben wir dies zumindest nicht wiederholt“ stellte Trainer Franz-Fritzmeier fest. Von Beginn an spielte der EVD taktisch diszipliniert und die Gastgeber hatten Mühe überhaupt aus dem eigenen Drittel zu kommen. Bereits in der 4. Spielminute traf Dennis Palka nach Vorarbeit von Joseph Lewis und Denis Fominych zum 1:0. In der Folgezeit verpassten es die Füchse jedoch für eine frühe Vorentscheidung zu sorgen.

Ihre erste Überzahlsituation nutzten die Bulldogs in der 14. Spielminute durch Lars Gerike zum Ausgleich. Nur zwölf Sekunden später hatte Diego Hofland mit seinem Tor zum 2:1 die passende Antwort. Eingeleitet wurde der Treffer von Benjamin Hanke und Dennis Fischbuch. Es schien alles nach Plan zu laufen. In der 17. Spielminute sammelten die Duisburger binnen fünf Sekunden zwei dumme Strafzeiten gegen Daniel Fischbuch und Markus Schmidt.

Das Geschenk der doppelten Überzahl nahmen die Gastgeber gerne an und kamen wenig später durch Andre Kuchnia zum 2:2 Ausgleich. Trotz klarer Überlegenheit und einem Schussverhältnis von 21:11 stand es nur Unentschieden. „Durch vier unnötige und dumme Strafzeiten haben wir eine gute Ausgangsposition verschenkt und den Gegner wieder aufgebaut“, fasste Sportdirektor Matthias Roos das erste Drittel zusammen. Im Mitteldrittel kontrollierten die Füchse zwar weiterhin das Geschehen, aber die Bulldogs standen nun besser in der Defensive. In Überzahl schloss Mats Schöbel eine sehenswerte Kombination mit Philip Riefers und Joel Keussen in der 27. Spielminute zum 3:2 ab. Die Bulldogs hielten allerdings dagegen und nutzten eine Unachtsamkeit der Duisburger Defensivabteilung in der 34. Spielminute durch Igor Furda zum erneuten Ausgleich. Mit diesem Ergebnis ging es in die zweite Pause. Im Schlussdrittel erhöhten die Duisburger noch einmal das Tempo, dominierten das Spiel und schnürten die Gastgeber in deren Drittel ein. Ein überragender KJEC-Torhüter Sebastian May war aber nicht mehr zu überwinden. Wenn er eigentlich auf dem Eis liegend schon geschlagen war, hatte er sich das Glück des Tüchtigen verdient und der Puck wollte den Weg in sein Tor nicht mehr finden.

„Das Schussverhältnis im Schlussdrittel betrug 16:4. „Es ist bitter, dass wir unsere klare Überlegenheit nicht in Zählbares verwerten konnten. Wir waren heute einfach nicht gut genug um den Siegtreffer zu erzielen. Der unbedingte Siegeswille und die absolute Entschlossenheit ein alles entscheidendes viertes Tor zu erzielen hat uns heute gefehlt. Unna hatte diesen Willen und sich deshalb auch den Zusatzpunkt gesichert“, so Trainer Franz Fritzmeier nach dem Spiel.Nachdem die Verlängerung keinen Sieger hervorbrachte, musste die Entscheidung im Penalty-schießen fallen. Füchse-Torhüter Björn Linda entschärfte die Versuche von Jakub Krätzer und Igor Furda. Auf der anderen Seite scheiterten Marcel Ohmann, Benjamin Hanke und Philip Riefers. KJEC-Kapitän Lars Gerike war es vorbehalten für

die Entscheidung zu sorgen. Somit stand es am Ende aus Sicht der Duisburger 3:4. Ein „Déjà vu“, das die erste Niederlage in einem Pflichtspiel der noch jungen Saison zur Folge hatte und den Verlust der Tabellenführung mit sich bringt. Wieder Mal bissen sich die Füchse an den Bulldogs die Zähne aus…

Tore:
0-1 (03:57) Dennis Palka (Joseph Lewis, Denis Fominych) 5-5
1-1 (13:22) Lars Gerike (Milan Vanek, Lubos Vorisek) 5-4
1-2 (13:34) Diego Hofland (Benjamin Hanke, Dennis Fischbuch) 5-5
2-2 (17:31) Andre Kuchnia (Schahab Aminikia, Francesco Lahmer) 5-3
2-3 (26:07) Mats Schöbel (Philip Riefers, Joel Keussen) 5-4
3-3 (33:35) Igor Furda (Jakub Krätzer) 5-5
4-3 (65:00) Lars Gerike (GWS)

Strafen:
Königsborn 12 // Duisburg 18

Zuschauer: 240

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