Der Jubel war Groß nach dem Viertelfinaleinzug. Foto: Detlef Ross

Durch einen „Last-Minute-Sieg“ über die Icefighters Leipzig haben sich die Füchse gestern Abend für das Playoff-Viertelfinale qualifiziert.In einem spannenden Spiel, das beide Teams gewinnen mussten um das Saisonende abzuwenden, hatte es bis 56 Sekunden vor Schluss 4:4 unentschieden gestanden. Schütze des entscheidenden Tores in der letzten Minute war Stürmer Brett Breitkreuz. Die Füchse hatten die Partie gut begonnen, verlagerten das Spielgeschehen ins Drittel der Leipziger und dominierten die Gäste in den ersten 20 Minuten nach Belieben. Ein Torerfolg war den Gastgebern jedoch noch nicht vergönnt. In der 18. Spielminute nutzten die Leipziger ihr erstes Überzahlspiel durch Florian Eichelkraut zur überraschenden Führung und stellten den Spielverlauf damit auf den Kopf.

„Wieder sind wir zu fahrlässig mit unseren Chancen umgegangen. Nach 15 Minuten hätten wir bereits mit 3:0 führen müssen. So mussten wir mit einem 0:1 in die Kabine und haben es erneut geschafft uns die Aufgabe unnötig schwer zu
machen“,
fasste Sportdirektor Matthias Roos das erste Drittel zusammen.

Im Mitteldrittel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit guten Möglichkeiten auf beiden Seiten. Dem schnellen Ausgleichstreffer durch Clarke Breitkreuz (21.), ließen die Gäste bei doppelter Überzahl direkt den erneuten Führungstreffer durch Sebastian Alt (22.) folgen. Als sich die Strafbänke auf beiden Seiten füllten und mit 3 gegen 3 weitergespielt wurde, nutzten die Duisburger den Platz zum Ausgleichstreffer durch Joel Keussen in der 25. Spielminute. Erneut eine knappe Minute später jubelten die Gäste über das 2:3 durch Lars Müller. Auch dieser Treffer war in Überzahl gefallen (4-3). In der 30. Spielminute sorgte Joel Keussen mit einer schönen Einzelaktion für den 3:3 Ausgleich. Nach Vorarbeit von Markus Schmidt und Jannik Woidtke brachte Clarke Breitkreuz die Füchse in der 33. Spielminute erstmals in Führung. Leipzig gab sich jedoch noch nicht geschlagen und schlug in der 38. Spielminute während einer weiteren Überzahlsituation (4-3) durch Florian Eichelkraut zurück.

Somit ging es beim Stand von 4:4 in die zweite Pause. Im Schlussdrittel agierten beide Teams in der Defensive stabiler und versuchten der Strafbank fern zu bleiben. Sowohl Björn Linda im EVD-Tor als auch sein Gegenüber Nicolas Sievers hielten ihre Teams mit guten Paraden im Spiel. Die Entscheidung sollte 56 Sekunden vor dem Ende fallen. Brett Breitkreuz gelang das viel um jubelte „game winning goal“ zum 5:4. Mit seinem dritten Treffer des Abends ins leere Leipziger Tor sorgte Clarke Breitkreuz 35 Sekunden später für den 6:4 Endstand. „Die Mannschaft hat es sich unnötig schwer gemacht. Eine frühe Vorentscheidung wurde verpasst und Leipzig hat man durch unnötige Strafzeiten erst ins Spiel gebracht. Für die Zuschauer war es klasse, weil sie so ein echtes Endspiel erleben konnten. Kompliment an die Icefighters die ihrem Namen heute alle Ehre gemacht haben und uns am Rande einer Niederlage hatten. Kompliment aber auch an meine Mannschaft, der es gelungen ist diese schwierige Situation zu lösen. Wir freuen uns auf die Playoff-Serie gegen Selb“, so die Worte von Trainer Franz Fritzmeier nach dem Spiel. Das erste Viertelfinale findet am Freitag in Selb statt. Spiel 2 der „best of five“ Serie ist am Sonntag um 18.30 Uhr in der Duisburger Scania-Arena.

Tore:
0-1 (18:24) Florian Eichelkraut (Lars Müller) 5-4
1-1 (20:43) Clarke Breitkreuz (T. J. Fox, Mats Schöbel) 5-5
1-2 (21:57) Sebastian Alt (Florian Eichelkraut, Lars Müller) 5-3
2-2 (24:29) Joel Keussen (Clarke Breitkreuz, T. J. Fox) 3-3
2-3 (25:23) Lars Müller (Sebastian Alt, Ziga Svete) 4-3
3-3 (29:19) Joel Keussen 5-5
4-3 (32:18) Clarke Breitkreuz (Jannik Woidtke, Markus Schmidt) 5-5
4-4 (37:07) Florian Eichelkraut (Lars Müller, Tomas Vrba) 4-3
5-4 (59:04) Brett Breitkreuz (Jannik Woidtke, Philip Riefers) 5-5
6-4 (59:39) Clarke Breitkreuz (Brett Breitkreuz, Oliver Mebus) EN

Strafen:Duisburg 15 + 20 (Diego Hofland) // Leipzig 18 + 10 (Emanuel Grund)

Zuschauer: 1.133

PM: EV Duisburg

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