Saisonziel Klassenerhalt, doch die Damen zeigten mehr. Sie wollen nicht nur mitspielen, sondern auch bestimmen. Zunächst starteten die Adler etwas holprig in die Saison und verloren das Auftaktspiel in Langenfeld knapp und konnten auch gegen Duisburg keine Punkte einfahren. Als die Dragons Heilbronn zu Gast in der Stadtparkhalle waren begann die Wende. Die Adler besiegten die Dragons zu Hause mit 4:0 und konnten auch in Düsseldorf gegen den amtierenden deutschen Meister gewinnen und legte gegen den Tabellenführer aus Menden nach. Im Rückspiel hat man einen direkten Mitkonkurrenten um einen Playoffplatz mit 4:2 besiegt und konnten den vierten Tabellenplatz festigen.

Zweifelsohne begann die Erfolgsstory mit dem Debüt von Sarah Kazubek so Trainer Dirk Clauberg „Wir sind mit einer Mannschaft an den Start gegangen, wo uns jeder eigentlich als klaren Abstiegskandidaten gesehen hat. Auch wir selbst haben den Klassenerhalt als oberstes Saisonziel ausgegeben. Wir haben bewusst nur junge Spielerinnen geholt, um einen Kader zu formen der in den kommenden Jahren seine Erfolge suchen soll. Dass wir das Team noch verstärken mussten, stand außer Frage. Dies wurde auch klar kommuniziert. Sarah Kazubek war da natürlich ein Glücksfall für uns. Wir haben nach einer Spielerin gesucht, die sportlich aber vor allem menschlich in unser Konzept passte. Ich habe ihr unser Konzept erklärt und sie war sofort davon begeistert.“

 

Sarah Kazubek ist den Gegenspielern oftmals ein Schritt voraus. Foto: Holger Rosorius
Sarah Kazubek ist den Gegenspielern oftmals ein Schritt voraus. Foto: Holger Rosorius

Die Verpflichtung von Sarah Kazubek wurde mit großem Interesse wahrgenommen und die Konkurrenz reduziert die Eagles auf die 25 jährige sehr erfahrene Spielerin, die große Erfahrung aus dem Eishockeysport mitbringt. Doch wer sich die Spiele ansieht, der merkt sofort, dass Sarah nicht einfach nur die Scoringmaschine der Eagles ist, sondern den jungen Spielerinnen viel mitgibt. Die junge Mannschaft hat schnell zusammen gefunden und man steht füreinander ein. 

NRW Hockey traf Sarah Kazubek nach dem kleinen Derby gegen Langenfeld.

Wie kam es dazu, dass du für die Eagles aufläufst?
Dirk Clauberg hat mich angesprochen und gefragt, ob ich Lust habe bei einer jungen Mannschaft mitzuspielen. Ich mache derzeit noch das Examen und dies ist auch erst einmal vorrangig. Dass ich mit den Jungen mitspielen kann macht mir sehr viel Spaß, denen zu helfen und mehr Selbstvertrauen zu geben. Man merkt auch einen riesen Unterschied vom ersten Spiel zum jetzigen Spiel. Es macht eben sehr viel Spaß hier. 

Ihr habt jetzt 4 Siege aus 6 Spielen und die Konkurrenz reduziert die Eagles auf eine „One Women Show“. Wie siehst du das? 
Gar nicht so, weil Eishockey, Inlinehockey und Skaterhockey sind Mannschaftssportarten und keine Einzelsportarten. Eine Mannschaft kann nur funktionieren, wenn alle zusammen spielen. Da ist es egal wer die Tore schiesst. Alle gewinnen zusammen und alle verlieren zusammen. Eine „One Women Show“ gibt es bei uns nicht. 

Du kommst aus dem Eishockey. Was kannst du da den jungen Spielern mitgeben?
Ich glaube durch die Erfahrung der 111 Länderspiele trifft man halt manchmal schneller die Entscheidung und hat in manchen Situationen einfach mehr Selbstvertrauen und weiß wie man die Situation einschätzen kann. Ich finde auch gerade bei den Jungen sieht man auch den Unterschied, dass sie sich auch selbst was trauen. Anfangs haben sie den Ball einfach weggehauen. Jetzt nehmen sie den Ball, gehen ein paar Schritte und gucken das sie Jemanden anspielen können und das ist eben ein riesen Unterschied. 

Ursprünglich wurde nur der Klassenerhalt ausgerufen. Geht jetzt der Blick in eine andere Richtung?
Also ich finde definitiv, dass die Playoffs drin sind. Wir sind ein Überraschungskandidat würde ich sagen.

Was würdest du dir für die Eagles in dieser Saison noch wünschen?
Dass wir weiter so spielen und uns noch was steigern. Die Mannschaft so ist super, der Zusammenhalt ist klasse, Jeder kämpft für Jeden.

Wir danken Sarah Kazubek für das Interview. 

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