Zwei Drittel lang konnte der EHC Dortmund gegen den Favoriten aus Bad Nauheim gut mithalten. Am Ende siegten die Kurstädter dann aber doch deutlich.

Und wieder einmal erlebten die Zuschauer am Freitagabend im Dortmunder Eisstadion ein spannendes Eishockeyspiel, in dem der Underdog dem Favoriten aus Bad Nauheim lange Zeit Paroli bieten konnte.

Die ersten Minuten gehörten dabei den Gästen und in der 8. Spielminute konnte Nauheims Chris Stanley das 0:1 erzielen. Doch nur drei Minuten später konnte Malte Bergstermann einen Fehler der Nauheimer, die in Überzahl spielten, nutzen und erzielte den 1:1 Ausgleichstreffer.

Von nun an waren die Elche hellwach. Wie schon im ersten Heimspiel gegen die Gäste war von einem Klassenunterschied nichts mehr zu sehen, und man zog ein ums andere Mal gefährlich vor das Nauheimer Tor.

Und die Einsatzbereitschaft der leidenschaftlich kämpfenden Gastgeber wurde belohnt. Durch einen Doppelschlag von Kevin Thau und Nicolas Turnwald, in der 14. und 15. Spielminute, konnte man das Überzahlspiel nutzen und den Spielstand auf 3:1 schrauben.

Auch die letzten Minuten des ersten Drittels waren voller Spannung, mit Torchancen auf beiden Seiten, und kurz vor der Drittelpause konnte der hervorragend aufgelegte Kai Kristian noch einen Penalty von Daniel Huhn sicher halten, und so ging es mit einem hochverdienten 3:1 in die erste Drittelpause.

Und auch im zweiten Drittel erwischten die Elche den besseren Start. In der 21. Minute war es Igor Bacek der einen Fehler im Powerplay der Hessen nutze und zum zwischenzeitlichen 4:1 einnetzte. Das zweite Unterzahltor der Elche in diesem Spiel.

Doch von nun an zeigten die Gäste warum sie zu den Favoriten in der Oberliga West zählen. Mit einem Doppelschlag von Daniel Oppolzer in der 24. und 29. Minute konnten die Gäste auf 4:3 herankommen. Zwar verteidigten die Elche weiterhin voller Leidenschaft das eigene Gehäuse, doch in der 38. Minute konnte Nauheims Neuzugang Daniel Huhn den Ausgleich erzielen, und Brad Miller sorgte sogar noch mit der Schlusssirene für den 5:4 Führungstreffer der Gäste.

Und das Wechselbad der Gefühle sollte auch im letzten Drittel weitergehen. Aufopferungsvoll kämpfende Elche nährten bei den Fans die Hoffnung auf den erneuten Ausgleich, doch ein Nauheimer Doppelpack in der 48. Minute machte diesen Hoffnungen ein jähes Ende.

Mit dem 4:8 in der 55. Minute machten die Roten Teufel dann alles klar, und Chris Stanley konnte sein drittes Tor an diesem Abend feiern.

Fazit: Wie schon im ersten Heimspiel gegen Bad Nauheim zeigten die Elche, dass man mit Kampf und Leidenschaft auch mal die großen dieser Liga ärgern kann. Dass es am Ende dann nicht gereicht hat, liegt sicherlich auch an dem Kräfteverschleiß, wenn man gegen einen derart hochklassig besetzten Gegner alles gibt. Trotzdem werden die Zuschauer auch an diesem Abend ihr Kommen nicht bereut haben, denn sie erlebten wieder einmal ein Team, dass bis zur letzten Sekunde alles gibt.

Tore:

0:1 Stanley (Rinke) 07:07

1:1 Bergstermann 09:49

2:1 Thau (Panek, Streser) 13:14

3:1 Turnwald (Linda, Bacek) 14:34

4:1 Bacek (Pek, Linda) 20:26

4:2 Oppolzer (Lange) 23:20

4:3 Oppolzer (Schreiber) 28:58

4:4 Huhn (Lange) 37:47

4:5 Miller 39:59

4:6 Stanley (Rinke) 47:19

4:7 Miller (Rinke, Oppolzer) 47:35

4:8 Stanley 54:34

Strafminuten:

Dortmund 14+10 Linda – Bad Nauheim 20

Zuschauer 353

Aufstellung Dortmund:

Kristian ( TW ), Dräger ( TW n. eing. ) Linda, Bitter, Turnwald, Panek, Sondern, Themm B., Alda, Streser, Pek, Bacek, Thau, Bergstermann, Gabler, Schulz, Scharfenort, Haaf, Licau.

PM: EHC Dortmund

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