Eine deutliche 14:0 Niederlage kassierte der EHC Dortmund am Sonntagabend im Heimspiel gegen die Frankfurter Löwen. Wieder einmal wurde klar, dass die Oberliga West eine “2-Klassen-Gesellschaft“ ist. Bereits vor dem Spiel gab es die ersten Hiobsbotschaften zu verdauen. Sowohl Torhüter Kai Kristian, als auch Kevin Thau gehörten an diesem Abend nicht zum Kader. Bei Kai Kristian, der bereits im Spiel gegen Kassel, nach dem Ausfall von Steve Themm, mit einer alten Verletzung das Tor hütete, entpuppte sich die angenommene Muskelverhärtung als Muskelfaserriss.

Und Kevin Thau musste beim Training am Donnerstagabend passen, und wird noch mindestens eine Woche brauchen, um sich von seiner Herzmuskelentzündung endgültig zu erholen. Nicht die besten Voraussetzungen also, um im Spiel gegen die Spitzenmannschaft aus Frankfurt zu bestehen. Trotzdem hielten die Elche zu Beginn des ersten Drittel gut mit. Erst in der 12. Minute konnte Florian Kirschbauer, Dortmunds Torhüter Marius Dräger, der sein erstes Oberligaspiel machte, überwinden. Beim Schuss von der blauen Linie war Dortmunds Goalie die Sicht versperrt und es stand 1:0 für die Löwen.

Knapp fünf Minuten später war es Roland Mayr, der eine unübersichtliche Situation vor dem Tor nutzte und eiskalt verwandelte. Somit ging es mit einem 2:0 aus Dortmunder Sicht erstmals in die Kabine. Im zweiten Drittel musste Marc Haaf nach knapp zwei Minuten wegen Hakens auf die Strafbank, und Pascal Schoofs nutzte das Überzahlspiel zum 3:0. Von nun an zeigten die Löwen, warum man sich den Luxus erlauben konnte, Spieler wie Sven Breiter und Lance Monych zwar mit nach Dortmund zu nehmen, aber sie nur zur Unterstützung der anderen Spieler auf der Bank zu lassen.

Frankfurt machte das Spiel, und es wurde deutlich, warum die Oberliga West in dieser Saison einfach eine “2 Klassen Gesellschaft“ ist. Zwar konnte man im ersten Spiel gegen Frankfurt einen Punkt entführen, und konnte auch im zweiten Spiel einigermaßen dagegen halten, doch an diesem Abend erging es dem EHC wie schon vielen anderen Teams vorher, und man verlor deutlich mit 14:0. Ein Kuriosum gab es noch dem Spiel auf der anschließenden Pressekonferenz. Da wo sonst beide Trainer stehen, um das Spiel zu analysieren, stand dieses Mal nur Elche Coach Krystian Sikorski.

Was war passiert ? Gäste Trainer Frank Gentges kam in den VIP-Raum und stellte die Frage, ob er wirklich zu dem Spiel Stellung nehmen solle. Aus alter Verbundenheit zu Dortmund wolle er lieber nichts sagen, da das zuvor gesehene Spiel seiner Meinung nach mit Eishockey nichts zu tun hatte. Daraufhin hat der EHC Dortmund auf weitere Stellungsnahmen von Herrn Gentges verzichtet. Wir hoffen, dass diese Beispiel keine Schule macht, denn sonst dürften zukünftig so manche Pressekonferenzen, nach gewohnt hohen Siegen der drei hessischen Teams, mit nur noch einem Trainer stattfinden.

Tore:
1:0 Kirschbauer ( Schenkel, Liesegang ) 11:59
2:0 Mayr ( Fiedler, Gare ) 16:43
3:0 Schoofs ( Fiedler, Gare ) 21:32
4:0 Schmerda ( Schmid, Pohanka ) 26:55
5:0 Schenkel ( Rumpel, Schmid ) 28:32
6:0 Domogalla ( Koziol, Kirschbauer ) 31:09
7:0 Schoofs ( Fiedler, Mayr ) 31:18
8:0 Fiedler ( Mayr, Schenkel ) 36:53
9:0 Liesegang ( Schmid, Schoofs ) 39:28
10:0 Mayr ( Gare, Schoofs ) 42:00
11:0 Gare ( Baumgartner, Mayr ) 50:35
12:0 Schmid ( Liesegang, Kirschbauer ) 56:55
13:0 Schmerda 57:16
14:0 Gare 59:84

Strafminuten: Dortmund 10 – Frankfurt 4
Zuschauer: 272
Aufstellung Dortmund: Dräger ( TW ), Breitfeld ( TW n. eing. ) Linda, Bitter, Turnwald, Panek, Sondern, Themm B., Alda, Streser, Pek, Bacek, Berstermann, Gabler, Schulz, Scharfenort, Haaf, Licau.

PM: EHC Dortmund

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